Benedikt der Böse

23 Sep

Gibt es eigentlich irgendeinen Grund, die Ansichten des Papstes zu respektieren? Oder ihn für einen große intellektuelle Persönlichkeit zu halten? Oder gar für eine moralische Instanz? Nun wirklich nicht:

In einer Ansprache vor französischen Bischöfen hat Benedikt XVI. die Gleichstellungspläne der sozialistischen Regierung von Präsident François Hollande scharf verurteilt. „Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück“, warnte der Papst am Freitag bei dem Treffen in Castelgandolfo.

„Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben“, führte das Oberhaupt der Katholischen Kirche in seiner Ansprache aus. „Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch“, sagte der Papst. Es gehe um die Förderung jener Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. „Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen“, rief der 85-Jährige die französischen Bischöfe zu noch mehr Widerstand gegen die Regierungspläne auf.

Und so weiter und so fort, ein endloser Sermon voller Menschenverachtung.

Ja, Entschuldigung, ich kann mich einfach nicht mehr höflicher ausdrücken, beim Gedanken an einen Mann, der mir persönlich vorwirft, meine Liebe, mein Leben und meine Sexualität wären zerstörerisch für Ehe, Familien und die Menschheit an sich.

Glaubt der Papst, ich hätte keine Familie? Keine Liebe, keine Emotionen? Nicht die Sehnsucht nach Leben, Freiheit und Glück?

Und bitte, sage mir nicht schon wieder jemand, die Ansichten des Papstes seien irrelevant, weil er für die Meinungsbildung eh unwichtig sei. Genau das stimmt eben nicht. Global gesehen sind der Papst und seine Kirche ein Teil jener Bewegung, die dafür sorgen das Leben von Schwulen und Lesben zu erschweren und uns die Menschenwürde zu nehmen. Seine Worte haben Gewicht und mit ihnen gibt er den Kräften des Bösen immer wieder neue Nahrung.

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20 Antworten to “Benedikt der Böse”

  1. Muriel 23. September 2012 um 01:30 #

    Glaubt der Papst, ich hätte keine Familie? Keine Liebe, keine Emotionen? Nicht die Sehnsucht nach Leben, Freiheit und Glück?

    Wenn ich ihn einigermaßen richtig verstehe, glaubt er das nicht. Er glaubt, dass du das alles hast, dass es aber leider tragisch verdreht ist, und du furchtbar irregeleitet, und er betet nachdrücklich dafür, dass du eines Tages das Licht siehst und erkennst, wie schön es doch ist, deine Liebe und Emotionen endlich wieder so zu benutzen, wie sein unsichtbarer Freund sich das vorstellt. Wer er dich nämlich liebt. Und sein unsichtbarer Freund auch.

  2. Ralf 23. September 2012 um 10:17 #

    Da fällt mir ein, dass Renate Künast beim Papstbesuch in Deutschland davon geschwärmt hat, dass sie diesem Kerl mit Respekt begegne. Frau Künast stellt sich zur Wahl als Spitzenkandidatin der Grünen. Die Parteimitglieder entscheiden also in Kürze darüber, ob Schwule und Lesben die Grünen noch wählen können. Das nur zur Illustration, wie weit der Einfluss des Papstes parteipolitisch reicht. Sogar dort hin, wo man es auf den ersten Blick gar nicht vermuten sollte.

  3. Robert Michel 23. September 2012 um 11:28 #

    Ich konnte noch nie verstehen, warum in der katholischen Kirche die Meinung zur Ehe von Leuten, die die Ehe gar nicht beurteilen können, weil sie im Zölibat leben, überhaupt als relevant und hochheilig betrachtet wird. Besonders lustig ist das dann auf Hochzeiten, wenn Priester zu einem Thema predigen müssen, mit dem sie sichtlich überfordert sind. Alles schon erlebt.

  4. Andreas 23. September 2012 um 12:50 #

    Was sagt Ihr eigentlich zu dem Argument, würde die Ehe unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung betrachtet, müßte nicht nur Homosexuellen, sondern allen möglichen sexuellen Orientierungen die Ehe geöffnet werden? Also zB Polygamie …

    • Adrian 23. September 2012 um 22:50 #

      @ Andreas
      Mir wäre das egal. Von mir aus kann jeder jeden heiraten. Konsens vorausgesetzt.

  5. Peter 23. September 2012 um 18:12 #

    Wenn die Auffassung vertreten wird, dass der Zerfall der Familien negative gesamtgesellschaftliche Auswirkungen zeitigt, dann mag man dem zustimmen oder auch nicht. Aber was hat das mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu tun? Genau nichts.

  6. Atacama 24. September 2012 um 00:40 #

    „Was sagt Ihr eigentlich zu dem Argument, würde die Ehe unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung betrachtet, müßte nicht nur Homosexuellen, sondern allen möglichen sexuellen Orientierungen die Ehe geöffnet werden? Also zB Polygamie …“

    Polygamie ist keine sexuelle Orientierung.

    Aber wieso gilt das „Wenn die dürfen, dann müssen alle anderen auch“-Argument nur bei Homosexuellen, wieso nicht bereits bei Heterosexuellen?
    Was sagst du denn zu dem Argument, dass, wenn die Ehe für Mann und Frau offen ist, dann müsste man sie auch für alle möglichen anderen Sachen öffnen. Denn mann und Mann und Frau und Frau können sich ja auch lieben. Oder Mann, Mann, Frau oder Frau, Mann, Frau, Mann oder oder oder…..?

    Und ehrlichgesagt finde ich, dass solche Konstellationen auch eine rechtliche Legitimierung kriegen sollten.
    Was ist denn z.B wenn ein schwules Paar und ein lesbisches Paar zu viert eine Familie gründen wollen? Oder zwei Lesben und ein Schwuler. Oder eine Frau und zwei Männer?

  7. Michael 24. September 2012 um 01:21 #

    Ganz genau. Ein (meinetwegen) staatlich beglaubigter (Ehe-)vertrag zwischen n Personen beliebigen Geschlechts. Die Heraushebung von irgendetwas anderem lässt sich nicht rechtfertigen, sondern ist nur eine Extrawurst für den Mehrheitsgeschmack.

  8. Andreas 24. September 2012 um 07:17 #

    >Mir wäre das egal. Von mir aus kann jeder jeden heiraten. Konsens vorausgesetzt.

    Ja, aber heißt nicht genau das, die Institution beschädigen?

    Was ist der Senat noch wert, wenn jeder Senator werden kann? Sulla und Marius haben Senatoren en gros ermordet. Davon hat sich der Senat dann doch wieder erholt. Erst als Caesar kam und Hinz und Kunz zu Senatoren ernannte, das Gremium bis zum Exzess inflationierte, da war der Geist unwiderruflich perdu, sodass spätere Versuche, die Republik wieder aufzurichten, schon allein daran scheiterten, weil das ehemals hohe Haus mit Macht nichts mehr anzufangen wusste und nur noch nach dem nächstbesten Leithammel schielte.

    • Adrian 24. September 2012 um 11:08 #

      @ Andreas
      „Ja, aber heißt nicht genau das, die Institution beschädigen?“

      Warum? Als man das Wahlrecht für Frauen und Ärmere erweitert hat, hat man es dadurch geschädigt? Nur in den Augen derer, die was gegen Frauen und Arme haben.

      „Was ist der Senat noch wert, wenn jeder Senator werden kann?“

      Was ist das Wahlrecht noch wert, wenn jeder wählen kann? Was ist Bildung noch wert, wenn sich jeder bilden kann?

      Wenn jemand seine Heirat dadurch geschwächt sieht, das nun auch seine Nachbarn heiraten können, sollte er zum Eheberater gehen, und nicht seinen Nachbarn die Heirat verbieten.

  9. Muriel 24. September 2012 um 11:03 #

    Andreas hat vollkommen Recht. Es sollten nur weiße heterosexuelle Männer das Recht haben, Senatoren zu werden.
    Ansonsten ist die Republik verloren.
    Oder ich begreife einfach nicht, was er sagen will. Das kann auch sein.

  10. Muriel 24. September 2012 um 11:12 #

    (Nur der Vollständigkeit halber: Eigentlich ist es natürlich schon von vornherein Unfug, dass der Staat sich in die sexuellen Beziehungen seiner Bürger reinhängt. Aber wenn schon, dann auch fair.)

  11. Atacama 24. September 2012 um 11:53 #

    „Ja, aber heißt nicht genau das, die Institution beschädigen?“

    Und zwar wodurch?

    Dass sich Bettina und Hans nicht mehr hinstellen könn(t)en und denken „Man, wir sind die tollsten. Wir sind die moralische Elite. Wir verkörpern das Leitbild. Wir sind die einzigen die wirklich einen Beitrag leisten“?

    Worin genau besteht der Schaden? Wer heterosexuell ist, wird doch nicht gleichgeschlechtlich heiraten nur weil es auf einmal möglich ist.

    „Was ist der Senat noch wert, wenn jeder Senator werden kann?“

    Äpfel und Birnen. Ehe ist einfach nur ein zusammenschluss von (hierzulande) zwei Leuten die sich gegenseitig versorgen wollen, kein politisches Podium in dem wichtige, das Volk betreffende Entscheidungen getroffen werden.

    Man kann dann auch fragen, was ist die Ehe wert, wenn Britney Spears besoffen ihren Schulfreund heiratet und sich eine halbe Stunde später wieder scheiden lässt (lange her), oder was ist Ehe wert wenn man sich so verhält wie seehofer, Berlusconi, tiger Woods, Arnold Schwarzenegger oder oder oder…

  12. Andreas 24. September 2012 um 15:29 #

    >Was sagst du denn zu dem Argument, dass, wenn die Ehe für Mann und Frau offen ist, dann müsste man sie auch für alle möglichen anderen Sachen öffnen. Denn mann und Mann und Frau und Frau können sich ja auch lieben. Oder Mann, Mann, Frau oder Frau, Mann, Frau, Mann oder oder oder…..?
    >Was ist denn z.B wenn ein schwules Paar und ein lesbisches Paar zu viert eine Familie gründen wollen? Oder zwei Lesben und ein Schwuler. Oder eine Frau und zwei Männer?
    >Ganz genau. Ein (meinetwegen) staatlich beglaubigter (Ehe-)vertrag zwischen n Personen beliebigen Geschlechts. Die Heraushebung von irgendetwas anderem lässt sich nicht rechtfertigen, sondern ist nur eine Extrawurst für den Mehrheitsgeschmack.

    Wo wäre da noch der Unterschied zwischen Ehe und Sippschaft/Clan?

    >Warum? Als man das Wahlrecht für Frauen und Ärmere erweitert hat, hat man es dadurch geschädigt? Nur in den Augen derer, die was gegen Frauen und Arme haben.

    Das ist nun gerade ein ausschnittsweiser Vergleich. Hayek sah das Wahlrecht schon entwertet, wenn Transferbezieher wählen können. Er wollte nur Netto-Steuerzahlern das Stimmrecht einräumen, damit die, die die Choose bezahlen, auch die Bestimmenden sind.

    Andere und klarere Analogien zum Wahlrecht: Kinderwahlrecht und Ausländerwahlrecht. Da würde doch wohl eine Grenze zu ziehen sein, auch wenn man nichts gegen Kinder und Ausländer hat.

    >Man kann dann auch fragen, was ist die Ehe wert, wenn Britney Spears besoffen ihren Schulfreund heiratet und sich eine halbe Stunde später wieder scheiden lässt (lange her), oder was ist Ehe wert wenn man sich so verhält wie seehofer, Berlusconi, tiger Woods, Arnold Schwarzenegger oder oder oder…

    Richtig. Diese Fälle kritisiert der Papst ja auch konsequenterweise.

    >Dass sich Bettina und Hans nicht mehr hinstellen könn(t)en und denken “Man, wir sind die tollsten. Wir sind die moralische Elite. Wir verkörpern das Leitbild. Wir sind die einzigen die wirklich einen Beitrag leisten”?
    >Worin genau besteht der Schaden? Wer heterosexuell ist, wird doch nicht gleichgeschlechtlich heiraten nur weil es auf einmal möglich ist.

    Dies natürlich nicht.

    Ich sehe den Schaden in der Sinnentlehrung der gesellschaftlichen Institution. Die Ehe ist bislang eine Einstandsgemeinschaft zweier Heten mit regelhaftem Ziel der Zeugung von Nachwuchs und der Aufzucht desselben.
    Worin die n-Personenehe im Sinn bestehen soll, sehe ich nicht.
    Der Mensch Bedarf der Stütze durch die Institutionen, weil er im Wissen um seinen unausweichlichen Tod lebt, darauf aber keine schlüssige Antwort/Lösung hat. Deshalb auch die Institution Religion. Nimmt man ihm die Institutionen, wird er neurotisch. Dies frei nach Gehlen.

    Mir scheint, ihr wollt unter dem Ruf nach Gleichstellung etwas, was keinen Sinn macht, und das Ergebnis wird Verwirrung sein.

  13. Adrian 24. September 2012 um 22:57 #

    @ Andreas
    „Wo wäre da noch der Unterschied zwischen Ehe und Sippschaft/Clan?“

    Worin besteht denn dieser Unterschied jetzt?

    „Richtig. Diese Fälle kritisiert der Papst ja auch konsequenterweise.“

    Komischweise zieht er daraus aber nicht den Schluss, dass die Ehe zwischen Mann und Frau die Gesellschaft zerstört.

    „Die Ehe ist bislang eine Einstandsgemeinschaft zweier Heten mit regelhaftem Ziel der Zeugung von Nachwuchs und der Aufzucht desselben.
    Worin die n-Personenehe im Sinn bestehen soll, sehe ich nicht.“

    Ehen fördern stabile Beziehungen. Sie sind ein Versprechen der Treue und des Füreinandereinstehens. Das ist gut für die Gesellschaft. Ergo sollte man die Ehe nicht auf bestimmte Personen begrenzen, sondern ihr Vorhandensein fördern.

    „Der Mensch Bedarf der Stütze durch die Institutionen“

    Warum willst Du dann mich aus dieser Institution ausschließen?

  14. Blub 25. September 2012 um 15:01 #

    Adrian, Deine Kurzschlussfolgerung, dass dann auch die heterosexuelle Ehe bekämpft werden müsste, ist leider sehr offensichtlich falsch. Im Falle der heterosexuellen Kurzehe geht die Kritik wohl eher in die schnelllebige Gesellschaft, die nicht mehr auf traditionellen Werte wie Bescheidenheit und Verlässlichkeit basiert als in Richtung der Kombination Mann und Frau.

    Ich sehe an den Textausschnitten nichts schlimmes, insbesondere keine Menschenverachtung, zumindest nach meinem Verständnis des Begriffs Menschenverachtung. Im Gegenteil, das Ziel ist menschenfreundlich, eine humanere funktionierendere wärmere Gesellschaft. Der Weg ist natürlich total falsch. Dass dafür die Bekämpfung der Homo-Ehe vollkommener Quatsch ist, ist ja durchaus richtig, nur irren ist nicht nur menschlich, sondern auch päpstlich. Aber was soll der Papst machen, es ist nun mal so vorgesehen von seinem Vorgesetzten.

    • Adrian 25. September 2012 um 23:28 #

      @ Blub
      „Im Gegenteil, das Ziel ist menschenfreundlich, eine humanere funktionierendere wärmere Gesellschaft.“

      Und die erreicht man, indem man die einvernehmliche Beziehungen von Menschen verächtlich macht und als Bedrohung bezeichnet?

      „nur irren ist nicht nur menschlich, sondern auch päpstlich“

      Das hat nichts mit irren zu tun. Die Fakten liegen auf dem Tisch; Schwule und Lesben sind keine Theorien, sondern lebendige, atmende Menschen.

      „Aber was soll der Papst machen, es ist nun mal so vorgesehen von seinem Vorgesetzten.“

      Faule Ausrede. Selbst wenn es so wäre, sollte sich der Papst mal fragen, ob sein Vorgesetzer vielleicht Unrecht haben könnte.

  15. Peter 25. September 2012 um 19:57 #

    “Ja, aber heißt nicht genau das, die Institution beschädigen?”

    Die Institution Ehegemeinschaft war ursprünglich als lebenslange Gemeinschaft angelegt („bis dass der Tod euch scheidet“). Mittlerweile werden etwa 50 % aller Ehen geschieden, womit die Ehe als eine auf Dauerhaftigkeit angelegte Solidargemeinschaft de facto nicht mehr besteht und sich in ihrem Wesen somit grundsätzlich gewandelt hat. Das mag man bedauern oder begrüssen – mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und dem geäusserten Wunsch, gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Ehen anzuerkennen hat dies nun mal nichts zu tun.

    Ich sehe den Schaden in der Sinnentlehrung der gesellschaftlichen Institution. Die Ehe ist bislang eine Einstandsgemeinschaft zweier Heten mit regelhaftem Ziel der Zeugung von Nachwuchs und der Aufzucht desselben.

    Die Ehe war eine auf Dauerhaftigkeit angelegte Solidargemeinschaft, nicht zuletzt um Kindesverhältnisse und Erbfolge rechtlich abzusichern und um stabile, d.h dauerhafte Verhältnisse zu fördern. Da dies heutzutage nicht mehr der Fall ist, kann die Ehe als Institution auch nichts mehr verlieren, was nicht längst verloren ist. Was ein stabiles Umfeld für Kinder und deren Aufzucht anbelangt, sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht per se instabiler. Angesichts der heutigen Scheidungsrealität ist es sogar möglich, dass diese im Schnitt stabiler wären – zumindest ist das nicht ausgeschlossen. „N-Personenehen“ dagegen sind in dieser Hinsicht nicht geeignet, Stabilität zu garantieren. Allerdings ist es richtig, dasss die heterosexuelle Zweierbeziehung das kulurelle Leitbild liefert, auf welchem die Ehe gründet (zumindest im Westen, wo die polygame Ehe nicht anerkannt wird)..

  16. Andreas 26. September 2012 um 07:21 #

    @ Adrian:

    >“Der Mensch Bedarf der Stütze durch die Institutionen”
    >Warum willst Du dann mich aus dieser Institution ausschließen?
    >Ehen fördern stabile Beziehungen. Sie sind ein Versprechen der Treue und des Füreinandereinstehens. Das ist gut für die Gesellschaft. Ergo sollte man die Ehe nicht auf bestimmte Personen begrenzen, sondern ihr Vorhandensein fördern.

    Damit wäre eine neue Sinnstiftung gefunden. Und alle Lebensentwürfe, die dem nicht entsprächen wären folglich davon auszuschließen. Richtig?

    Damit findet aber auch eine neue Unterscheidung (wortwörtlich Diskriminierung) statt: Was der neuen Sinnstiftung nicht entspricht wird außen vor gehalten. Also keine Veränderung des Prinzips, sondern nur eine Neudeutung des Sinngehalts.

    • Adrian 26. September 2012 um 10:32 #

      @ Andreas
      „Damit findet aber auch eine neue Unterscheidung (wortwörtlich Diskriminierung) statt“

      Na ja, deshalb bin ich ja dafür, dass jeder heiraten kann, wen er will.

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