Unschöne schwule Welt

5 Dez

Akif Pirincci („Felidae“) hat mit „SLAM“ einen Roman verfasst, den ich nach bloßer Lektüre der Inhaltsangabe als absoluten Schrott bezeichnen möchte. Warum? Nun, darum:

Im 27. Jahrhundert herrschen auf der Erde paradiesische Zustände: Die Weltbevölkerung ist auf zwei Milliarden Einwohner geschrumpft, Krieg und Gewalt kennt man nur aus verstaubten historischen Dokumenten, der Wohlstand ist atemberaubend, die Menschen arbeiten eigentlich nur noch, weil es ihnen sonst langweilig ist, mittels bahnbrechender Durchbrüche in der Medizin kann jeder bei guter Gesundheit bis zu 200 Jahre alt werden.

Und diese Welt ist lückenlos islamisch!

Bereits viele Jahrhunderte zuvor hat der Islam global gesiegt, weil auch Angehöriger anderer Religionen und Ethnien die Liebe zum einzigen Propheten und zu Allah entdeckt und verinnerlicht haben. Allerdings hat im Laufe dieser Zeit auch der Islam eine Wandlung vollzogen. SLAM, wie er jetzt heißt, ist zu reiner Spiritualität transformiert, ähnelt eher dem Wohlfühl-Buddhismus unserer Tage, und wird in gigantischen Moscheen modernster Architektur als Event und Erweckungserlebnis abgefeiert. Vor allem ist er vollkommen friedlich. Mangels wirtschaftlicher Sorgen sind die Menschen ausschließlich mit der Religion beschäftigt, von der sie sich in der Tat zu göttlichen Sphären geleitet wähnen.

Alleine das schon ist an Albernheit kaum zu überbieten  – eine paradiesische Welt hervorgerufen durch die Transformation einer reaktionären Religion.

Der Clou an der Story ist aber ein ganz anderer, wenn auch nicht weniger absurd:

Karim, ein mit Selbstzweifeln und einer seltsamen Zwangsneurose kämpfender junger Mann, arbeitet im Zentralarchiv der SLAM-Welt, ein Hort des Wissens und der Erinnerung an schreckliche Tage der Menschheit. Er ist mit Soli verheiratet, einem einfachen, aber lebensbejahenden Burschen mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, und fiebert dem Empfang seines ersten Kindes entgegen. Diese werden einmal im Jahr in einer gigantischen Grotte dem jeweiligen Samenspender übergeben. Denn trotz der Himmel-auf-Erden-Verhältnisse fehlt „die andere Hälfte des Himmels“ in dieser schönen neuen Welt: Die Frauen! Und nicht allein das, alles Weibliche ist sowohl aus der Historie als auch aus dem Bewusstsein der Männer getilgt. Eva gibt es nicht mehr.

Man mag mir meine Interpretation verzeihen, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der  Islam in dieser Geschichte nur als Rechtfertigung dient für eine subtile Warnung vor der total verschwulten Welt. Wie sonst kann man auf die Idee kommen, in einer paradiesischen islamischen Welt wäre Homosexualität die anerkannte und einzige Form des Zusammenlebens? Eines Zusammenlebens überdies, welches den Held der Geschichte selbstverständlich unerfüllt lässt, so dass er sich auf die Suche nach dem fehlenden Glied der Menschheit macht.

Und natürlich ist sein mit vielen aufsehenerregenden Episoden versehenes Ringen auch eine Suche nach einem Wesen, das einen Mann trotz des „Himmel auf Erden“ wirklich zu erfüllen vermag: die Frau!

Womit der Kern des Romans bloßgelegt wäre: die Propagierung der Heterosexualität als einziger vernünftiger Form eines erfüllten menschlichen Daseins. Kommt einem das nicht irgendwie bekannt vor?

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20 Antworten to “Unschöne schwule Welt”

  1. Gismatis 5. Dezember 2012 um 01:46 #

    Will der Roman nicht einfach nur lustig sein, mit dem Mittel der Absurdität? Ich glaube nicht, dass der Autor irgendetwas propagieren möchte. Du reagierst übertrieben humorlos. Das kenne ich sonst eher von Feministinnen, die überall Frauenfeindlichkeit wittern.

  2. Adrian 5. Dezember 2012 um 01:55 #

    „Ich glaube nicht, dass der Autor irgendetwas propagieren möchte.“

    Vielleicht nicht. Vielleicht doch. Wer weiß?

    „Du reagierst übertrieben humorlos.“

    Ich habe spontan aufgeschrieben was mir bei der Lektüre des Textes durch den Kopf ging.

    „eine Suche nach einem Wesen, das einen Mann trotz des „Himmel auf Erden“ wirklich zu erfüllen vermag: die Frau!“

    Wie würdest Du denn den Satz interpretieren? Ich finde ihn verletzend. Ist das humorlos? Für einige sicherlich. Aber es gibt nun mal Dinge, bei denen ich sensibel reagiere.

  3. Atacama 5. Dezember 2012 um 03:31 #

    Da hat Adrian schon irgendwie Recht. Besonders weil der Satz so allgemeingültig ist und nicht auf die Figur und ihre Meinung dazu bezogen, sondern eine „Feststellung“ ist die sich auf alle Männer bezieht und somit suggeriert, dass alle Männer für die Frauen nicht das Nonplusultra sind „unerfüllt“ sind. Nur Frauen können das. Basta!.
    Das ist doch in der Tat ein Satz der aufstößt, wenn man das anders sieht, weil die eigene Ansicht dazu einfach negiert wird.

    Vom Thema her gab es was ähnliches aber schon mal mal in cooler und trashiger^^

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gayniggers_from_Outer_Space

  4. Atacama 5. Dezember 2012 um 03:42 #

    Allerdings wenn man ein bisschen weiterdenkt und diese unschöne Verbindung mal ausklammert, vielleicht richtet der Autor sich damit auch an das Frauenbild im Islam.
    Er ist Türke, da ist es nicht so krass. Aber es gibt islamische Länder, da spielen Frauen gesellschaftlich wirklich überhaupt keine Rolle und die Geschlechter sind strikt getrennt und Frauen eigentlich nur zum Kinderkriegen und Haus in Ordnung halten da.
    In Afghanistan gibt es ein Sprichwort das besagt „Der Platz der Frau ist entweder das Haus ihres Mannes oder ihr Grab.“ Eine gute Frau geht nicht raus.
    Vielleicht will er damit auch kritisch Bezug darauf nehmen, also auf diese teilweise vorhandene komplette Trennung von weiblicher und männlicher Welt und deshalb der Islam in der Geschichte. Aber kein Plan.

  5. Adrian 5. Dezember 2012 um 03:59 #

    @ Atacama

    Find ich gut, dass Du mich verstehst 🙂

    „Gayniggers from Outer Space“ habe ich nie gesehen. Vom Thema her klingt das ähnlich. Allerdings weniger ernst zu nehmen. Wäre interessant zu erfahren ob dieser Film Heteromänner verletzt, da er ja impliziert, dass man ohne Frauen glücklicher dran ist.

    „Allerdings wenn man ein bisschen weiterdenkt und diese unschöne Verbindung mal ausklammert, vielleicht richtet der Autor sich damit auch an das Frauenbild im Islam.“

    Ich bin sicher dass das seine Absicht war. Das Ergebnis finde ich trotzdem in hohen Maße unschön. Es ist ja nicht so, dass der Islam ein Paradies für homosexuelle Männer wäre, oder dass es das Ziel der islamischen Religion sei, die Frauen auszumerzen, damit Männer unter sich sein und einander heiraten können. Genau das impliziert der Inhalt m. E. aber.

    Prinzipiell habe ich also zwei Einwände gegen den Inhalt:

    1.) Die bereits beschrieben allgemeine Aussage, eine Frau sei die unabdingbare Essenz im Leben eins Mannes, um ein erfülltes Leben zu leben.

    2.) Die Implikation, Schwule wäre Nutznießer der Geschlechtertrennung und der Eliminierung von Frauen, weil Männern dann ja nichts anderes übrig bliebe, als unter sich zu sein.

    Ich bin bereit zuzugestehen, dass Pirincci nicht mal über Homosexalität nachgedacht hat – nein, stopp! Wenn man ein Buch schreibt, in dem Männer einander heiraten und Kinder zusammen haben, dann muss er darüber nachgedacht haben. Ich frage mich bloß, was er sich dabei gedacht hat…

  6. Hannes Leitlein 5. Dezember 2012 um 08:52 #

    Wenig hilfreich ist es, eine ganze Religionsgemeinschaft als im Kern reaktionär abzutun. Sie als etwas gestriges zu essentialisieren hilft wohl kaum den emanzipatorischen Strömungen im Islam.

    Herzlich, Hannes

  7. Atacama 5. Dezember 2012 um 15:38 #

    Also ich hab das Buch in einer Stunde durchgelesen, da es nur 3 Euro irgendwas gekostet hat und ich der Sache auf den Grund gehen wollte. Ich schätze, der autor spricht mehrere Themen an (und kupfert ziemlich frech bei Terminator und Matrix ab). Adrian hat Recht und die Sache mit dem Frauenbild im Islam stimmt auch (so wie ich das sehe) aber nicht nur.

    – Die Welt ist so konstruiert, dass jedes Wissen über Frauen ausgelöscht ist. Sie existieren nicht mehr. Deshalb können Männer nur noch einander heiraten.

    – Karim (der Held) ist heterosexuell, aber Frauen existieren ja nicht und das Wissen über sie ist seit Jahrhunderten ausgelöscht. Er träumt nur manchmal von ihnen und natürlich ist die Beziehung und der Sex mit seinem Mann nur mechanisch, weitgehend gefühllos usw. Aber ok, das ist bei einem Hetero wohl nicht anders zu erwarten.

    (SPOILER)
    – Irgendwann entdeckt er, dass es doch noch Frauen gibt. Weiss dann natürlich, dass das das ist was er immer wollte und rettet die Welt (indem er seine wahre Männlichkeit wiederentdeckt, seine Urinstinkte usw. und mit hilfe seiner Angebeteten den Antagonisten besiegt), bringt Männer und Frauen wieder zusammen, natürlich mit dem Apell, sich auf Augenhöhe zu begegnen, dass man gleichwertig und gleichberechtigt ist und dass man sich immer liebhaben und respektieren muss und so weiter. Happy End für alle. Ausser für seinen Ehemann Soli. der ist ein bisschen sauer und eifersüchtig.
    Karims zukünftige Frau aber auch, weil er ihr verschwiegen hat dass er verheiratet ist und einen Sohn hat. Aber es sieht so aus, als würde sich das irgendwann einrenken.

    Auss meiner Sich sagt das Buch Folgendes:

    – reaktionärer Islam, der strenge Geschlechtertrennung propagiert und Frauen mißhandelt, entrachtet und damit mundtot macht ist doof.

    – reaktionärer Islam (oder andere Gesellschaftsform) in der Männer nicht mehr (wie jemand in einem anderen Thema so schön formuliert hat) „Selektionsmasse“ sind ist doof. Männer sollen mit anderen Worten den Kampf um die Frauen aufnehmen, konkurrieren, die Frauen sollen sich den Mann aussuchen den sie wollen, nicht ein alter, reicher Mann soll sich mehrere Frauen kaufen (oder man sie brüderlich untereinander aufteilen, während junge, aufstrebende aber mittellose Männer keine Chance zur Fortpflanzung haben) obwohl man überhaupt nicht zueinander passt, auch genetisch nicht.
    Weil aus solchen Verbindungen auch keine „optimalen“ Kinder hervorgehen, weil sie das Erbgut der Frau mit eigenem negativen „verwässern“ und „schwächen“
    Dadurch verlieren die folgenden Generationen Antrieb, Innovationskraft.

    – Angestoßen wurde die schlussendliche Trennung der Geschlechter aber von einem weltumspannenden weiblichen (Feminismuskritik?) Megacomputer, im Grunde eine Art Skynet wie aus Terminator, das alles kontrolliert. Dieser Supercomputer hat alle Männer die dagegen waren und noch von Frauen wussten umgebracht.
    Das hat dafür gesorgt, dass die Geschlechter getrennt sind (damit Männer Frauen nichts mehr tun können und keine Kriege mehr ihretwegen ausbrechen und um die Menschheit genetisch aufzuwerten, indem der Computer entscheidet, welche Gene zusammengeführt werden) und die Männer haben aufgehört sich nach Frauen zu sehen und haben das bereitwillig akzeptiert, obwohl es doch das ist, wofür ein Mann überhaupt erst lebt. Nämlich Frauen. Ja ja.
    Auch gibt es in dieser Gesellschaft keine Konkurrenz und damit keine Weiterentwicklung weil alle die gleichen Chancen haben, Schwäche Zeigen nicht schlimm ist und Stärke einen auch nicht weiterbringt. Weil halt nur Frauen den Mann wirklich fordern und weiterentwickeln können.
    Ermöglicht wurde das durch Zugabe eines Hormons ins Leitungswasser das den Sexualtrieb hemmt und die Männer verweichlicht, ruhiger und friedfertiger macht – homosexuell eben, man kennt das ja mittlerweile XD oder zumindest zufrieden mit homosexuellem Leben

    – Ebenso hat dieser Emanzencomputer Frauen als Gebärmaschinen in Dottersäcke gepackt, so wie am Anfang in Matrix 1, wo sie in einer Nährlösung schwimmen, Kinder austragen (von Samen die die Männer die ein Kind haben wollen spenden, der Computer sucht dann die Frau aus die genetisch am besten passt). Die Kinder werden dann also von zwei Vätern aufgezogen. Könnte man als Kritik an Leihmutterschaft sehen.

    – Und dann noch Kritik an „verweichlichten, schwachen“ Männern, was unweigerlich passiere wenn keine Frauen im Spiel sind für die sie sich anstrengen müssen, weil Männer untereinander in homosexuellen Beziehungen sich nicht fördern und fordern, das sei halt nur oberflächliches Geplänkel, vielleicht ganz schön, aber halt eben nicht das Wahre.

    Also auf jeden Fall ein Buch mit einer Menge Nachhakungspotential und einer Menge WTF- Momenten beim Lesen.

  8. Simone Van de Paß 5. Dezember 2012 um 15:49 #

    Um ein Buch wirklich beurteilen zu können, sollte man es allerdings auch erst einmal lesen. Rein nach dem Klappentext zu urteilen ist das gleiche, als wenn man seinen Lebenspartner nach dessen Frisur aussucht.

  9. Atacama 5. Dezember 2012 um 15:59 #

    Spoiler:

    Was noch interessant ist. Das ganze Buch über geht es darum dass Frauen sich die Männer aussuchen sollen und Männer sich im Kampf um ihre Gunst weiterentwickeln sollen – und am Ende des Buches werden die Frauen einfach unter den Männern aufgeteilt, jeder sucht sich vom Fleck weg eine aus.
    Karim sagt, dass man sie gut behandeln soll und das wars.
    Da musste ich dann sehr lachen weil es im Grunde genau das ist was das Buch über kritisiert wurde. Damit hätte man sich das Ganze doch sparen können^^

  10. Rainer W. Grimm 5. Dezember 2012 um 17:23 #

    Die Idee zu dem Buch entstand meines Wissens nach, aufgrund einer Nachricht im TV, wonach Saudi Arabien in Betracht zieht eine Stadt nur für Frauen zu bauen. Das Buch entstand durch ein Schreibprojekt an dem Männer sowie auch Frauen beteiligt waren.
    Außerdem bin ich der Meinung, man sollte erst das Buch lesen, bevor man eine Rezension schreibt.

    Mit freundlichem Gruß
    Rainer W. Grimm

  11. Akif Pirincci 5. Dezember 2012 um 18:15 #

    Werde mich später dazu äußern …

  12. morus 5. Dezember 2012 um 18:44 #

    @Atacama
    Danke für die Zusammenfassung.
    Meine Schlussfolgerung: Das Buch ist keine 3 Euro wert…. 😉

  13. Atacama 5. Dezember 2012 um 20:27 #

    Ich finde es auch fraglich und irgendwie „gemein“ (für schwule Männer) dass man ihnen die Selbstentwicklung abspricht, wenn es keine Frauen mehr gäbe (bzw. in einer schwulen Welt) bzw. wenn kein Interesse an Frauen besteht.
    Bei schwulen Männern untereinander ist es doch sicher auch nicht sooo erfolgversprechend, korrigiert mich wenn ich mich irre, sich vor seinen Traummann hinzustellen und zu sagen „So, hier bin ich. Ich kann nix, hab nen langweiligen bis bösartigen Charakter, sehe scheisse aus, bin schlecht im Bett und habe absolut nichts zu bieten. Und ich habe auch kein Interesse, daran das Geringste zu ändern. Lass uns heiraten!“ (obwohl ich den Spruch schon fast wieder cool fände :D)
    Es mag vielleicht anders laufen als in Bezug auf Frauen, aber da muss man doch sicherlich auch irgendetwas für tun um das favourisierte Männchen von sich zu überzeugen wenn man eine Beziehung will. Oder etwa nicht?

  14. Adrian 5. Dezember 2012 um 22:48 #

    @ Simone Van de Paß

    Wenn der Klappentext eines Buches die Conclusio beinhaltet, dass Frauen für ein erfülltes männliches Leben unabdingbar sind, brauche ich das Buch nicht zu lesen, um mir darüber eine Meinung zu bilden.

    @ Atacama
    Danke für die Lektüre. Klingt wirklich extrem strange.

  15. Simone Van de Paß 6. Dezember 2012 um 08:33 #

    @Adrian: Damit hast du deine Meinung zu der Aussage, dass „Frauen für ein erfülltes männliches Leben unabdingbar sind“ kundgetan, was ich dir sicherlich nicht absprechen werde. Aber damit kannst du keine seriöse Meinung zu einem Buch abgeben. 🙂

  16. Adrian 6. Dezember 2012 um 11:22 #

    @ Simone Van de Paß
    „Aber damit kannst du keine seriöse Meinung zu einem Buch abgeben.“

    Doch, kann ich.

  17. Genesis 6. Dezember 2012 um 20:43 #

    Ich weiß nicht,irgendwie erinnert mich die Thematik diese Buches sehr an ‚Logan’s Run‘ (Toller Film übrigens, das Buch habe ich leider nicht gelesen), was durch die Zusammenfassung oben noch bestätig wird. Schöne neue Welt, alles ist friedlich, perfekt, Retortenbabys und hinter den Kulissen…ähm, dass wollte man lieber gar nicht rausfinden. Und alles wird von einem gutmeinenden Computer gelenkt.

    Irgendwie sind das beides Horrorvisionen.

  18. Damien 6. Dezember 2012 um 20:51 #

    So ganz originell scheint auch mir der Plot nicht zu sein. In „Genetics“ hat Lutz Büge schon 1999 eine reine Männerwelt beschrieben, in der Frauen nur noch als Bruttanks existieren.

  19. Alreech 8. Dezember 2012 um 14:09 #

    In Joe Haldmanns „Forever War“ betreibt die UNO eine Politik die homosexuelle Beziehungen als Mittel propagiert das Bevölkerungswachstum zu begrenzen.
    So neu ist die Idee also nicht.

    Allerdings ist Forever War natürlich mehr eine Auseinandersetzung mit dem Vietnamkrieg und Heinleins Starship Troopers, und die Idee der Bevölkerungssteuerung durch das propagieren bestimmter Lebensformen nur ein Beiwerk das verdeutlichen soll wie stark sich die Gesellschaft für die Kriegsheimkehrer geändert hat.
    In Forever War treten bei Interstellaren Reisen relativistische Effekte auf, für die Heimkehrer sind gerade mal 4 Jahre vergangen, auf der Erde 20.

    Mir erscheint der Grundplot von SLAM zu unrealistisch. Die Grundannahmen sind zu weit von der aktuellen Welt entfernt.

  20. tino 14. Dezember 2012 um 18:37 #

    Es gibt da einen richtig geilen Film aus meinem Heimatland der Kultstatus erreicht hat auch in Deutschland aber viele kennen den nicht.

    Trash, aber vom Feinsten: Sexmission, ein Film wo in der Zukunft nur noch Frauen auf der Welt sind und 2 Männer im Tiefschlaf dort aufgewackt werden.Der Film hier ist nur eine laue Verarschung davon.

    Gäähn.

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