Sind Frauen wirklich so doof?

8 Mrz

Der von Joachim Gauck inkriminierte Tugendfuror hat ein neues Opfer gefunden, den Otto-Versand. Der bietet seinen kleinen Kundinnen ein T-Shirt mit der Aufschrift „In Mathe bin ich Deko“ an. Diese bescheuerte, reaktionäre, chauvinistische, sexistische Aufschrift schicke

die ganzen Mandys, Chantals und Trixies noch mehr in Richtung Herd und weg von Bildung,

schreibt einer bei Facebook, der offenbar davon überzeugt ist, dass Frauen zu doof zum Selberdenken sind. Oder habe ich verpasst, dass das Tragen eines derartigen T-Shirts irgendwo zur Pflicht erklärt wurde? Auf einem T-Shirt für Jungs bei demselben Versandhaus steht übrigens:

Ich denke, bitte warten.

Wieso das keinen Aufschrei verursacht? Das erklärt ihnen sicher Frau Schwarzer, die bereits in den 90er Jahren versuchte, mit Witzen über das männliche Geschlecht die Nation zu erregen. Kleine Kostprobe gefällig:

Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem.

Was wohl geschähe, wenn jemand öffentlich einen solchen Witz über Frauen machte?

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4 Antworten to “Sind Frauen wirklich so doof?”

  1. bajazbasel 8. März 2013 um 19:48 #

    Schwule sind leider noch dööfer, sie regen sich auch über jeden homophoben Husten auf!

  2. weinzuwasser 9. März 2013 um 09:53 #

    Homophoben Husten kann ich nicht erkennen. Bin Hetero und rege mich darüber genauso auf. Die Debatten über die „Gleichstellung“ der Frauen und Sexismus momentan sind mir deutlich zu einseitig. Aber die deutschen Medien erweisen sich wieder mal als völlig bekloppt und wie gleichgeschaltet. Bin froh, dass es Internet und Blogs wie diesen gibt, wo man auch mal andere Meinungen lesen kann.

  3. Christian 9. März 2013 um 15:06 #

    ich habe etwas das Gefühl, dass man mit #aufschrei soviel erfolg hatte, dass man jetzt krampfhaft diesen Zug am laufen hält und Stimmung generiert, hauptsächlich, damit die Akteure in den medien bleiben

  4. crumar 12. März 2013 um 10:02 #

    @Christian
    Das war eine bemerkenswert gut orchestrierte Kampagne.
    Ich sollte vielleicht mal zwei, drei Sätze dazu schreiben, wo sie die Kampagnenpolitik geklaut haben – das war mal unsere, linke Spezialität.

    Dann ein gut geknüpftes Netzwerk:

    Die Akteurinnen sind im feministischen Eventmanagement zu Hause – bspw. die Organisation des „slut walk“, Anne Wizorek, aber auch des „street harassment“-Projektes.
    http://www.freitag.de/autoren/katrin/wurdest-du-schlampe-genannt
    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/schreib-es-in-die-welt

    Auch lesenswert für weitere Kampagnen: http://netzfeminismus.org/

    Dann gibt es wiederum Querverbindungen zu den Ex-Mitgliedern der „Mädchenmannschaft“ und deren wirken auf der „re publica“ dürfte vielleicht geläufig sein.
    http://maedchenmannschaft.net/republica-2011-ein-feministischer-rueckblick/

    Falls ihr es nicht wisst: Auf dieser ist es den Akteurinnen gelungen, eine HARTE Quotierung durchzusetzen.
    Wer auch immer das richtige Geschlecht hatte, dessen Beitrag ist angenommen worden.

    Medial befeuert vom „Freitag“ (u.a. Katrin Rönicke, Ulrike Baureithel) und die wiederum haben via Augstein – dem der Laden gehört – sicherlich Kontakte zu „Spiegel“ und „Spon“.
    Dann noch „taz“ und „Tagesspiegel“.

    Politik: Katrin Rönicke ist bei den Grünen und dann darf man auch Teresa Bücker (ex-„Freitag“) nicht vergessen, die wiederum bei der SPD arbeitet.
    Wenn man bei der Talkshow mit Monika Ebeling genau auf den Monitor schaute, als ein geposteter „aufschrei“ Beitrag gezeigt wurde – das war sie.

    Sie greifen dabei die Skandal-Logik der Mainstream-Medien auf, die Skandalisierung benötigen, um Auflage zu generieren.

    Weiterer Punkt ist, sie haben die Logik des „freche Früchtchen-Feminismus“ internalisiert, für die sie wiederum gefeiert werden: „Neu, jung, selbstbewusst“.
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/netzdepeschen-neu-jung-selbstbewusst-1.1182508

    D.h. mit genügend Jugend und Sexyness versehen verkauft sich ein solcher Feminismus einfach besser – er ist kompatibel zu den Vorstellungen der Mainstreampresse und unkritisch genug, noch nicht einmal das zu thematisieren.

    Beispiel:
    „Damit die Erzählung über moderne Revolutionen (Anm.: natürlich meint sie damit keine Revolution, sondern eine „soziale Transformation“ – was auch immer das sein mag, jedenfalls muss eine Quote drin sein) gelingt, ist es nur logisch, die Rolle von Jugend, Schönheit und Weiblichkeit stark herauszustellen. Denn diese Ästhetik bricht den Alltag der Macht auf: Über den bewussten Kontrast zum ergrauten Politikbetrieb provoziert sie Aufmerksamkeit (!!!!) und bedient den Markt (!!!!) mit sprachgewaltigen Bildern (!!!).“

    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mariannes-tochter

    Alles klar?
    Schönheit als marktkompatible Generierung von Aufmerksamkeit; Attraktivität statt Argument, Überwältigungslyrik.

    Das gesamte Wirken muss sich dann in klingende Münze umwandeln lassen.
    Ist das gewaltige gesellschaftliche Problem erst einmal erkannt, so muss dem natürlich unbedingt staatlich/politisch Einhalt geboten werden.

    Beratungsstellen, Kurse, Seminare, Lehrerfortbildung, Gutachten Studien etc. pp.

    Und immer wieder: It´s the economy, stupid.

    Die politische-Ökonomie des Feminismus ist zwar noch nicht geschrieben, aber schaut euch doch bitte mal die Ausbildung der Akteurinnen an.
    Die müssen sich in Regel staatlich alimentieren lassen.
    Wie soll das sonst gehen?

    Gruß, crumar

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