My Way

23 Apr

Nach den homosexuellen wagen sich zunehmend auch transsexuelle Christen aus der Deckung. Manch konservativer Christ fühlt sich davon auf den Plan gerufen:

Nach Angaben des Diakonie-Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz ist der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung in den vergangenen Jahren öfter aufgetreten. Es wäre aber verkehrt, von Schöpfungsvarianten zu sprechen, sagte der Leiter, Rolf Trauernicht (Kassel), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Warum das verkehrt wäre, diese Erklärung fehlt bei Trauernicht. Immerhin gibt er zu, man wisse nicht, warum

gelegentlich Knaben mit weiblichen Sexualmerkmalen und Mädchen mit männlichen Merkmalen geboren werden

– der Zusammenhang, in den der Fachmann Transsexualität dann stellt, macht aber deutlich, dass es ihm keineswegs um eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema geht:

Warum gelegentlich Knaben mit weiblichen Sexualmerkmalen und Mädchen mit männlichen Merkmalen geboren werden, lasse sich ebenso wenig beantworten wie die Frage, warum Kinder mit unheilbaren Krankheiten zur Welt kämen. „Wir wissen nicht, was Gott sich dabei gedacht hat, aber wir glauben, dass Gott für jeden Menschen einen guten Weg vorgesehen hat“, so Trauernicht

– der offenbar davon überzeugt ist, Gottes guten Weg für jeden Menschen zu kennen. Wie praktisch, wenn der dann mit der eigenen Ideologie harmoniert. Um das Resultat einer solchen handelt es sich ganz offensichtlich, wenn Trauernicht wissen will:

Häufig hänge Transsexualität mit frühkindlichen Erfahrungen und der anschließenden Lebensgeschichte zusammen.

Die gesetzlich geregelte Geschlechtsangleichung hält Trauernicht für keine gute Lösung:

Die Hoffnung, danach beginne ein besseres Leben, bleibe vielfach unerfüllt.

Was dazu zu sagen ist, steht in einem Kommentar unter dem Artikel: Die große Mehrheit der Transsexuellen ist nach einer Geschlechtsangleichung

glücklich, und nur ca 1% will wieder zurück – das aber in den meisten untersuchten Fällen deshalb, weil vorher in der Therapie geschlampt wurde (…) War es nicht so, dass die ersten Christengemeinden im heidnisch- frauenfeindlichen Umfeld sich gerade durch Akzeptanz, Solidarität und Gleichwertigkeit auszeichneten?

Schade, dass davon bei Christen immer wieder kaum etwas zu spüren ist, weshalb es transsexuellen Christen häufig schwer fällt, ihren Weg mit Gott zu gehen.

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