Gay Pride – Gay Power – Gay Russia

7 Aug

Dass die olympischen Winterspiele des Jahres 2014 im russischen Sotschi stattfinden, hat im Zusammenhang mit dem dortigen Anti-Homo-Gesetz auch sein Gutes. Denn damit kommt das Thema auf den Tisch, und die Medien kommen nicht umhin, darüber zu berichten.

Die Meinungen, wie man mit dem Gesetz umgeht, sind innerhalb der „Community“ geteilt. Während die eine Seite eine Boykott befürwortet, halten dies andere für kontraproduktiv und plädieren dafür, sich als Gast und Sportler in Sotschi präsent zu zeigen und Unterstüzung mit den Schwulen und Lesben Russlands zu demonstrieren. Die Frage ist nur, wie man das tun sollte.

Ist es anzunehmen, dass russische Sicherheitskräfte vor den Augen der Welt, Gäste des Sportevents verhaften, die z.B. Regenbogenflaggen oder Anstecker oder entsprechene Kleidung mit Slogans tragen? Schwer zu beantworten, aber ausgeschlossen ist es nicht.

Letzendlich kommt es wohl auf die Sportler an, denn dass man diese verhaftet und einkassiert, wenn sie sich solidarisch mit Schwulen uns Lesben zeigen, ist weitaus unwahrscheinlicher. Der absolute Clou wäre natürlich ein symbolischer Protest, ähnlich dem, den Tommie Smith und John Carlos bei den Olympischen Sommerspiele 1968 durchführten. Das Foto hierzu ist weltbekannt.

Aber auch kleinere Symbole können schon Aufmerksamkeit erregen. So hat der offen schwule Shorttracker Blake Skjellerup aus Neuseeland verlauten lassen, er würde einen Regenbogenanstecker tragen, sollte er für Sotschi nominiert werden.

Und wie ist es mit der Idee, Russland die Austragung der Spiele zu entziehen? Nun, das könnte in der Tat ein starkes Zeichen setzen, aber wem hilft es letzendlich? Russische Schwule und Lesben brauchen Hoffnung, sie müssen wissen, dass sie nciht alleine sind. Diese Hoffnung zu stärken kann nur durch Präsenz vor den Augen der Weltöffentlichkeit erreicht  werden. Ein Boykott würde meiner Ansicht das Gegenteil bewirken.

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Eine Antwort to “Gay Pride – Gay Power – Gay Russia”

  1. allsurfer4 10. August 2013 um 01:46 #

    Was passiert jetzt eigentlich mit russischen Pornolabels wie Dolphin usw.
    Werden die jetzt unendlich teuer, weil sie im Untergrund gedreht werden müssen?

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