Erstens, zweitens … drittens

12 Feb

Droht die Umerziehung?“, fragte Sandra Maischberger also Hartmut Steeb, worauf der wie gesagt davon sprach, man müsse nicht über Worte so viel nachdenken, es ginge viel mehr um „das Gefühl, dass das Stichwort sexuelle Vielfalt ein Übergewicht bekommt“. Dem widersprach Jens Spahn, es komme eben doch auf die Worte an, denn: „Worte tun weh.“ Die Petition tue so, als würden die Kinder in der Schule durch den Bildungsplan „schwul gemacht“ – und das sei erstens nicht sein Inhalt. Und zweitens auch gar nicht möglich.

Und es wäre drittens auch nicht schlimm. Es wäre nicht schlimm, wenn Kinder schwul gemacht würden. Weil Homosexualität nichts schlimmes ist.

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8 Antworten to “Erstens, zweitens … drittens”

  1. m 12. Februar 2014 um 09:03 #

    „Es wäre nicht schlimm, wenn Kinder schwul gemacht würden.“

    Moment. Das wäre sehr wohl schlimm jemanden anders machen zu wollen, als er ist. Wenn das möglich wäre. Heterosexualität ist nämlich auch nichts Schlimmes.

    Was ist los, Adrian? Oder habe ich dich lediglich falsch verstanden? o.O

  2. Adrian 12. Februar 2014 um 10:11 #

    @ m
    „Das wäre sehr wohl schlimm jemanden anders machen zu wollen, als er ist.“

    Wie kommst Du darauf, jemand anders machen zu wollen, als er ist? Was wäre das Kind denn vorher gewesen? Heterosexuell?

    „Heterosexualität ist nämlich auch nichts Schlimmes.“

    Sag bloß.

  3. m 12. Februar 2014 um 11:11 #

    „Wie kommst Du darauf, jemand anders machen zu wollen, als er ist?“

    So lese ich deinen Beitrag: „Es wäre nicht schlimm, wenn Kinder schwul gemacht würden.“

    Wenn es nicht so gemeint ist, dann ist es leicht misszuverstehen. Mir ist klar, dass niemand schwul gemacht werden kann, der nicht schwul ist. Das macht deine Aussage allerdings nicht klarer.

    „Sag bloß.“

    Ja. Und? Wieso immer so leicht gereizt?

  4. Adrian 12. Februar 2014 um 11:17 #

    @ m
    „Es wäre nicht schlimm, wenn Kinder schwul gemacht würden.“

    Okay, formulieren wir es anders: Worin läge das Problem, wenn Kinder mit der Konfrontation homosexuellen Lebens homosexuell würden?

    „Mir ist klar, dass niemand schwul gemacht werden kann, der nicht schwul ist.“

    Und wenn doch?

    „Das macht deine Aussage allerdings nicht klarer.“

    Meine Aussage lautet: Homosexuell zu sein ist nichts schlimmes, also kann es auch nicht schlimm sein, wenn man durch „homosexuelle Propaganda“ homosexell wird, oder sich seine Homsexualität „aussucht“.

    „Wieso immer so leicht gereizt?“

    Bin halt so. Erbmasse. Musst Du nicht persönlich nehmen.

  5. Brutha 12. Februar 2014 um 12:58 #

    Vielleicht ist auch mir Deine Aussage noch nicht klar genug.

    Ginge es, Heterosexuelle homosexuell zu machen, dann wäre das nicht schlimm, weil Homosexualität nicht schlimm sei.
    Okay, dann wäre aber auch die Ex-Gay-Bewegung nicht verwerflich, denn die wollen Homosexuelle heterosexuell machen – und wenn das ginge, dann wäre das ja auch nicht schlimm, da auch Heterosexualität nicht schlimm ist.

    Ich finde, jeder Versuch, auf die Sexualität von Menschen Einfluss nehmen zu wollen, ist verwerflich – egal, ob man Menschen nun homosexuell oder heterosexuell machen will.

  6. m 12. Februar 2014 um 15:59 #

    „Worin läge das Problem, wenn Kinder mit der Konfrontation homosexuellen Lebens homosexuell würden?“

    Kann ich nicht sagen. Vergelichbar wäre das vielleicht mit Religion/Konfession.

    „Meine Aussage lautet: Homosexuell zu sein ist nichts schlimmes, also kann es auch nicht schlimm sein, wenn man durch “homosexuelle Propaganda” homosexell wird, oder sich seine Homsexualität “aussucht”.“

    Das klingt schon anders für mich. Vermutlich war es unglücklich formuliert.

    „Und wenn doch?“

    Dann wäre es so und liesse sich ja nach belieben wieder rückgängig machen. Und wieder herstellen. Je nach Wunsch. Oder gäbe es einen Termin, nach dem das quasi eingebrannt ist?

    Anlagen dafür trägt wohl jeder in sich. Ich halte das eher für flüssig. Persönlich ist das phasenweise mässig bis signifikant ausgeprägt. Damit widerspreche ich natürlich auch meiner impulsartig gelieferten, politisch korrekten Aussage von oben. ^^

  7. Adrian 12. Februar 2014 um 18:46 #

    @ Brutha
    Die Ex-Gay- Bewegung will Homos zu Heteros machen, eben weil sie Homosexualität schlimm findet. Das ist ein gewichtiger Unterschied.

  8. LoMi 13. Februar 2014 um 11:06 #

    Als Hete mit sehr vielen schwulen Kontakten kann ich sagen: Schwul gemacht werden funktioniert nicht. Ich verstehe die Panik mancher Leute diesbezüglich nicht so ganz. Nach meinem persönlichen Erleben (und ja, ich habe auch schon einen Mann berührt) setzt sich die eigene sexuelle Identität einfach durch.

    Ich habe als Jugendlicher mal den Versuch einiger Leute erlebt, mir einzureden, ich sei eigentlich schwul. Das habe ich als sehr unangenehm empfunden. Das war verbunden mit einem gewissen Druck. Bevor das missverstanden wird: Das war eine Ausnahme. Generell kann ich mich nicht beklagen.

    Aber daraus kann ich auch schlussfolgern, dass jeder umgekehrte Versuch der „Umerziehung“ Schwuler zu Heten a) scheitern muss und b) für diese sehr unangenehm sein dürfte. Insofern machen mir jene Angst, die Homosexualität quasi als Verirrung oder Krankheit darstellen. Das klingt immer nach hoher Bereitschaft zur Übergriffigkeit auf psychischer Ebene.

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