Von der guten Frau und dem bösen Mann

1 Mrz

Zu den nahezu unhinterfragten Grundsätzen unserer Gesellschaft gehört es, dass Prostitution irgendwie nicht toll ist. Zwar ist es legal, Sex zu haben, und es ist auch legal, Geld zu verdienen (mit den üblichen staatlichen Einschränkungen) – mit Sex Geld zu verdienen, bzw. gegen Geld Sex zu haben, gilt aber aus nebulösen und nicht nachvollziehbaren Gründen als anrüchig.

Am ehesten könnte man sich die allgemeine moralische Abneigung gegen Prostitution noch mit einer Mischung aus tradierter, religiöser Sexual“moral“, Antikapitalismus, und insbesondere den Bildern einer unschuldigen, und damit schützenswerten, „weiblichen“, sowie einer bösen, und damit einzudämmenden, „männlichen“ Sexualität erklären. Der „Schutz von Frauen“ ist folgerichtig eines der Hauptgründe, welches immerfort angeführt wird, um Sex gegen Geld zu verbieten, bzw. weiterhin im Dunstkreis der Illegalität oder Halblegalität zu belassen. Ruhigen Gewissens kann man behaupten, dass, wenn vorwiegend Männer sich prostituieren würden, kaum ein Hahn nach dem Verbot oder der Einschränkung von Prostitution krähen würde.

Das Europäische Parlament hat nun einer nicht bindenen Resolution folgendes empfohlen:

Die EU-Staaten sollen die Nachfrage nach Prostitution eindämmen, indem sie die Freier bestrafen und nicht die Prostituierten, fordert das Europäische Parlament in einer am Mittwoch verabschiedeten nicht bindenden Resolution. Die Abgeordneten betonen, dass nicht nur Zwangsprostitution, sondern auch freiwillige sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung die Menschenrechte und die Würde des Menschen verletzen.

Ja, man liest korrekt: EU-Politiker haben in einer grotesken Form von Anmaßung beschlossen, dass auch einvernehmlicher Sex gegen Geld ein Verstoß gegen die Menschenwürde darstellen würde. Und als wenn das nicht schon absurd genug wäre, empfehlen die Abgeordneten auch noch, nur eine Seite zu bestrafen, nämlich den Kunden.

Das Blog „Alles Evolution“ kommentiert dazu treffend:

Ich finde eine Regelung, bei der einer der beiden folgenlos anbieten darf, alles in seiner Macht stehende machen darf, damit der andere seine Dienstleistung annimmt, selbst sogar vollauf und aus freien Willen damit einverstanden sein kann, diese Dienstleistung auszuüben und dies dem anderen auch so mitteilen darf und der andere dann bestraft wird, wenn er diese Dienstleistung annimmt, reichlich bescheuert.

Dieses so genannte „schwedische Modell“ ist in der Tat „bescheuert“, fügt sich allerdings gut in das oben aufgeführte Denkmuster von unschuldiger Weiblichkeit und böser Männlichkeit ein. Wenn Frauen von Natur aus für „unschuldig“ gehalten werden, männliche Sexualität als gefährlich gilt und die meisten Prostituieren weiblich sind, dann ist es nur folgerichtig, den Kunden (den Mann) zu bestrafen, und das auch dann, wenn der Anbieter (die Frau) diesen Beruf freiwilig ausübt und alles in der Macht stehende tut, um den Freier gegen Geld ins Bett zu bekommen.

Die Empfehlung des EU-Parlaments ist nicht weniger als ein Anschlag gegen die individuelle und sexuelle Selbstbestimmung, sowie gegen die Vertragsfreiheit. Sie ist infam, freiheitsfeindlich, sexistisch und im Kern männerfeindlich.

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28 Antworten to “Von der guten Frau und dem bösen Mann”

  1. petpanther 1. März 2014 um 10:26 #

    Voll ins schwarze. Kann ich so unterschreiben. Danke für den Post.

    Neben dem hier im Mittelpunkt stehenden Kontext drängt sich damit auch die Frage nach den Denkmustern und der Grundhaltung der Akteure sprich EU-Politiker auf, auch und insbesondere alle wesentlichen anderen Lebensbereiche betreffend. Offebar wird es Zeit dies ernsthafter zu hinterfragen und das mißbrauchte Vertrauen zu entziehen.

    Ich bin für ein Europa, aber nicht in dieser Form und mit diesen Akteuren und diesen zutiefst undemokratischen und ansonsten gute Werte mißbrauchenden Grundhaltungen. Den totalitären Eliten- und Machtgeruch bereits jeder mühelos wahrnehmen.

    Schlimm auch das berechtigte Anliegen von Minderheiten dazu instrumentalisiert werden. Den meisten geht es vielleicht einfach auch nur darum sich so Einkommen und Status zu sichern – auf Kosten anderer, die es ja zu erziehen gilt, z.B auch konzentriert.

  2. Gerhard 1. März 2014 um 10:54 #

    Da ist noch dieser Aspekt, der regelmäßig untergeht. Es wird explizit eigentlich immer nur von männlichen Freiern und weiblichen Prostituierten gesprochen. Ich bin extra Deinem Link gefolgt um dies zu überprüfen.

    Wie immer geht es hier nicht um irgendeine Spielart der Geschlechtergerechtigkeit. Es ist reaktionärer Sexismus, der sich in solchen Feinheiten mal wieder eindrucksvoll bestätigt. Wie kann man nur?

  3. Stephan Fleischhauer 1. März 2014 um 11:01 #

    Dazu fällt mir folgendes ein:
    § 26 StGB Anstiftung Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

  4. Landstadt 1. März 2014 um 11:20 #

    Werden in Schweden Freier von männlichen Prostituierten nicht auch bestraft?

  5. man.in.th.middle 1. März 2014 um 12:34 #

    @Stephan Fleischhauer: Das Problem der Strafbarkeit der Anstiftung ist mir auch schon aufgefallen bzw. es ist mir ein Rätsel, wie man die Bestrafung der Dienstanbieter verhindern will.

    Ich habe ausgehend von http://dejure.org/gesetze/StGB/26.html einige umliegende Paragraphen gescannt, aber ich finde nichts, was diesen sehr allgemeinen Grundsatz, daß Anstiftung strafbar ist, aushebeln kann, das wäre auch systemwidrig. D.h. schon Werbeanzeigen in entsprechenden Datenbanken oder Zeitschriften oder sonstige eindeutige Angebote müßten strafbare Handlungen darstellen.

    Interessant ist auch § 27 Beihilfe (http://dejure.org/gesetze/StGB/27.html): „(1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat.“
    Völlig klarer Fall, noch beihilfiger geht es bei Prostitution kaum.
    Außerdem müßte eigentlich auch schon die Bereitstellung entsprechend ausgestatteter Räumlichkeiten, insb. solcher, die für spezielle Praktiken notwendig sind, als Beihilfe gewertet werden, denn ohne diese Gerätschaften könnte der Täter seine Tat nicht vollbringen.

    Wie auch schon in Adrians Post angedeutet ist diie einseitige Bestrafung der Kunden (m/w) in einem freiwilligen „Geschäft“ inkonsistent mit Prinzipien wie Vertragsfreiheit.

    Wenn man es mit dem Drogenhandel vergleicht: das ist auch gesellschaftlich unerwünscht, aber da wird in erster Linie der Anbieter von Drogen bestraft und (m.W:, ich bin da kein Experte) der Besitz weniger streng.

  6. Gerhard 1. März 2014 um 17:52 #

    Maninthemiddle, ich wiederhole mich zwar nur ungern, aber Du schreibst „Kunden (m/w)“.

    Hier noch mal als Zitat:

    „Statt der Legalisierung, die in den Niederlanden und Deutschland zu einem Desaster geführt hat, brauchen wir einen nuancierten Ansatz, der die Männer bestraft, die die Körper der Frauen als Gebrauchsgegenstand behandeln[…]

  7. Wolfgang Brosche 1. März 2014 um 18:53 #

    Wie schön, daß man wieder einmal den Feminismus als männerbedrohend beschimpfen kann…dabei kann man ja wunderbar ausblenden daß eine ganze Menschenhandel-Industrie seit dem Ende des Ostblocks ungezählte Frauen (und auch zahlreiche junge Männer und Kinder) in westliche Länder einschleust und in abscheulichen Abhängigkeitsverhältnissen die Leute ausbeutet.
    Daß Gesetze die die einzelnen Kunden oder Prostituierten bedrohen Blödsinn sind, steht doch außer Frage – es gilt den tatsächlichen Menschenhandel zu bekämpfen – hier aber werden die Augen verschlossen von den Politikern und den Feinden des Feminimus.

    Weshalb aber konzentriert man sich auf die, nennen wie es mal „Ausführenden“ der Prostitution und nicht auf die Hintermänner?
    Weil sämtliche Sexualgesetzgebung in Europa noch immer auf dem Sexualwahn der katholischen Kirche (die protestantische hat ihn abgestuft übernommen) beruht.
    Tatsächlich soll nicht Prostitution bekämpft werden, schon gar nicht der Menschenhandel (da müßte man nämlich in internationale Polizeiarbeit investieren – ebenso wie bei der Verfolgung von Produzenten von Kinderpornographie; die jüngste Schreierei nach höheren Strafen ist ein kostenloses Ablenkungsmanöver), sondern die Sexualität der Menschen an sich. Das merken die Gesetze erlassenden Politiker gar nicht, daß sie noch immer die menschenfeindlichen Moralvorstellungen der Kirchen verfolgen.
    Die Bekämpfung der Sexualität durch Religionen, der moralische Regulationswahn der Religionen in punkto Sexualität besteht auf der schlichten Dichotomie von guter und böser Sexualität. Übrig bleibt, wie man ja auch in der aktuellen Debatte um „sexuelle Vielfalt“ sieht, immer dies: es gibt nur eine gute Sexualität, die die zum Zwecke des KInderzeugens „durchgeführt“ wird. Alles andere ist schmutzig und des Teufels.
    DAS steckt tatsächlich hinter solchen Gesetzen – sie erfüllen, unter einem Wust von Moralvorstellungen verborgen – nur einen Zweck: den Menschen die Sexualität zu verleiden, sie als bedrohlich hinzustellen und denen, die sich den Moralvorstellungen nicht unterwerfen nicht auf die Finger, sondern im wahrsten Sinne des Wortes: auf die Geschlechtsorgane zu hauen!

  8. petpanther 1. März 2014 um 19:47 #

    @Wolfgang Brosche

    Es sind Feministen, die das maßgeblich vorantreiben. Und es ist nur die männliche Sexualität, die dämonisiert und kriminalisiert wird.

    Sie erkennen schon richtig, dass da so etwas wie ein „Sexualwahn“ und ein Benutzen davon ist, aber ihre Attributierungen erscheinen so seltsam fehlgeleitet, dass ich das verwirrt empfinde.

    Wir sind alle gegen Zwangsprostitution. Und die kann, wenn politisch gewollt, unterbunden werden durch polizeilichen Durchgriff. Stattdessen wird ein Mißstand politisch aufgeblasen und ideoligisch benutzt – auch auf dem Rücken von den betroffenen Frauen z.B. aus den östlichen Ländern.

    Individuelle Sexualität sollte auch nicht eingeschränkt sein etc. Auch die Rolle der Religionen sehe ich hier nicht so im Vordergrund.

  9. petpanther 1. März 2014 um 21:43 #

    http://www.avoiceformen.com/feminism/eus-zero-tolerance-policy-and-the-swedish-state-the-coming-censorship/

    Passend zum Thema. Ein Kommentar zu einem weiteren EU Vorgang und Dokument, das den m.E. nicht nur sehr extremen Sexismus gegen Männer und Jungen spiegelt, sondern wesentlich weitreichender eine mögliche Diktatur mit willkürlich eingeschränkter und erlaubter Meinungsfreiheit auf den Weg bringt.

    Die Sexualisierung über Feminismus und Genderismus und das Benutzen der Bedürfnisse der LBTG unter dem Motto einer vermeintlichen Gleichheit ist das Vehikel.

    Das ist m.E. sehr ernst zu nehmen.

  10. bajazbasel 1. März 2014 um 23:20 #

    Für mich geht es darum, den Frauen einen „höheren Lohn“ wegzunehmen. Die Frauen wiederum sollen die Macht über die Sexualität der Männer wiedererlangen.

    Alles, was man der Prostitution vorwirft, kann man auch den Arbeitsverhältnissen ohne Sex vorwerfen, aber da kann frau wohl eben nix dagegen tun…

    Die schlimmsten sind die heterosexuellen Männer, die dem allem wortlos zustimmen!

    Jede Verfassung garantiert die Gleichbehandlung und Gleichbestrafung jedes Bürgers und jeder Bürgerin!

  11. Alreech 2. März 2014 um 01:49 #

    Am einfachsten kann man die Freier übrigens bestrafen in den man die Beweise bei den Prostituierten sucht.
    Orte an denen der Prostitution nachgegangen wird kann man überwachen, Männer die sie verlassen als verdächtig ansehen.

    Natürlich muß zur Strafverfolgung auch die Aussage der Prostituierten verwertet werden.
    Ich schätze mal, das sie kein Recht hat die Aussage zu verweigern. Auch ihre Unterlagen wie z.B. Abrechnungen oder Kontaktinformationen im Mobiltelefon oder auf dem Rechner sind nötig um die Freier zu verfolgen.
    Das mag zwar unangenehm für die Prostituierte sein, wenn die Strafverfolgungsbehörden sie überwachen um die Freier zu schnappen, aber zum Schutz der armen hilflosen Frauen ist das wohl nötig….

  12. Wolfgang Brosche 2. März 2014 um 01:52 #

    Langsam würde es lächerlich, wenn es nicht so dumm und damit gefährlich wäre…
    Ach, den armen Männern geht es ja so schlecht, die Frauen nehmen ihnen die Butter vom Brot und jetzt werden womöglich (sicherlich zweifelhafte) Gesetze den Männern auch noch die Möglichkeit nehmen, sich wenigstens Frauen zu kaufen – die armen Männer…
    Und ja – auch die Prüderie des Feminisus basiert auf religiösen Sexualordnungen und Vorstellungen….
    Tatsächlich aber zeigt sich hier das gleiche Muster wie bi Ba.-Wü. Petition!
    Man(n) braucht immer eine Sexualität, die er abqualifizieren kann – bei den religiös-national Durchgeknallten sind es die Schwulen – bei den heterosexuellen Männern die Frauen.
    Das ganze Gejaule gewisser Männergruppen und ihrer Protagonisten gleicht im Ton dem Gejaule der Schwulenfeinde. Die einen behaupten, die Minderheit der Schwulen würde alle schwul machen wollen – die anderen fürchten völlig irrational die Entmannung.
    Ich lach mich doch kaputt über die Schwulenhasser, die sich unterdrückt fühlen, ebenso über die Männer, die fürchten auf die zweite Stelle verwiesen zu werden…
    Es ist der gleiche Impetus – jede Gruppe will die Deutungshoheit behalten!
    Es ist in jedem Falle grotesk. Wie sehr sich heterosexuelle Männer davor fürchten, daß Frauen über ihr Leben und ihre Sexualität selbst bestimmen, merkt man in diesen Jammermännergruppen, deren MITGlieder (im wahrsten Sinne des Wortes) sich immer noch für die Krone der Schöpfung halten (übrigens auch eines der Geistesverbrechen, die wir der katholischen Kirche zu verdanken haben, insbesondere Paulus und Thomas von Aquin).

  13. Adrian 2. März 2014 um 14:28 #

    @ Wolfgang Brosche
    „Ach, den armen Männern geht es ja so schlecht, die Frauen nehmen ihnen die Butter vom Brot und jetzt werden womöglich (sicherlich zweifelhafte) Gesetze den Männern auch noch die Möglichkeit nehmen, sich wenigstens Frauen zu kaufen – die armen Männer…“

    Gibt es eigentlich einen Grund für Deine pauschale Abwertung männlicher Befindlichkeiten?

    „Man(n) braucht immer eine Sexualität, die er abqualifizieren kann – bei den religiös-national Durchgeknallten sind es die Schwulen – bei den heterosexuellen Männern die Frauen.“

    Inwiefern qualifizieren heterosexuelle Männer weibliche Sexualität ab? Weil sei gerne mit Frauen schlafen? Weil sie bereit sind, für Sex mit Frauen zu bezahlen?

    „die anderen fürchten völlig irrational die Entmannung.“

    Es ist nicht zu übersehen, dass das Rollenbild und die Geschlechtsidentität vieler Männer leidet. Vielleicht könnte man sich ja mal mit den Gründen beschäftigen, warum dies so sein könnte. Feminismus hat im Großen und Ganzen nicht dazu beigetragen, die Situation von Jungen und Männern in dieser Hinsicht zu verbessern – und das entgegen seinem Anspruch.

    „Wie sehr sich heterosexuelle Männer davor fürchten, daß Frauen über ihr Leben und ihre Sexualität selbst bestimmen“

    Du scheinst nicht viel von heterosexuellen Männern zu halten. Das ist schade und in jedem Fall wenig förderlich für Dein Anliegen. Sofern Du überhaupt ein Anliegen hast.

  14. Wolfgang Brosche 2. März 2014 um 18:05 #

    @Adrian

    Welche Brille tragen Sie, Allerwertester – Ihr Gegreine gleich dem der Muslime die immer und überall „Beleidigung“ schreien…
    Ich habe „Männer“ als Gruppe überhaupt nicht abgewertet. Ich wundere mich nur über das Genöle, man fühle sich unterdrückt. DAS ist lächerlich: Sie wissen ganz genau, daß Männer immer noch mehr verdienen für die gleiche Arbeit, daß Frauen noch immer in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, daß es tatsächlich immer noch Frauen und Kinder sind, die in hoher Zahl von Männern mißhandelt und vergewaltigt werden.

    Oder um ein aktuelles Beispiel zu nehmen:
    die augenblickliche Entwicklung zwischen der Ukraine und Putins Rußland ist ein Machokonflikt. Ein testosterongesteuerter Staatschef mit phallischen Eroberungsträumen hat Wahnvisionen von einem erneuten Großrußland, beherrscht von einer autokratischen Männerclique und einer theokratischen orthodoxen Männerkirche.

    Ach Gott ja, die Männer sind fürchterlich bedroht von Quoten oder den Überlegungen Prostitution zu verbieten, damit sie sich nicht mehr den Körper der Frauen kaufen können – daß ein solches Gesetz unterlaufen wird, ist eine andere Frage. Aber das ist ja nicht Ihr Thema: eigentlich geht es um das Gegreine von „Muttersöhnchen“, denen die Mama weggenommen wird, an die sie sich bis ans Lebensende anschmiegen können.
    In der Tat ist es so gewesen, das Jahrhunderte lang die Frauen die Männer gewähren ließen, sie mußten Mama sein, Hafen, billige Arbeitskraft, Gefäße für das „Ausbrüten“ des männlichen Samens, in vielen Gesellschaften müssen die Frauen noch immer schuften für den Erhalt der Familie, während die Männer Männer sind und das genügt!
    Das oft angeführte Beispiel, bei Scheidungen hätten die Männer keine Rechte an ihren Kindern – ist 1. reines Besitzdenken am Kind, 2. schwanzgesteuerte Überheblichkeit: ich hab´s gemacht, ich will´s auch haben aber vor allem ist die Situation, daß Kinder immer noch eher den Müttern zugesprochen werden, abzuleiten aus der Jahrhunderte langen von Männern geschaffenen Überbewertung der Mutterrolle.
    Hier auch noch mal der Verweis aufs Christentum: die Vergottung Marias geschah durch männliche Kleriker – alle anderen Frauen galten als sündhaft. Maria war unschuldig und ist als Jungfrau (ein Dogma noch im 19. Jahrhundert erlassen) in den Himmel aufgenommen worden – und sie war eben Gottesmutter. Sie trug den kostbarsten Samen in sich, der sich denken läßt.
    Die Situation von Frauen als zweitklassig ist also multikausal und gleichzeitig können Männer nicht anders denken, als Frauen entweder als (Gottes)Mutter, als Austragerin ihres kostbaren Samens oder als Hure zu sehen. Huch – und jetzt soll ihnen auch noch die Hure genommen werden.
    Lächerlicher geht es nicht mehr! Och, die armen Männer, die ihr Sperma nicht mehr überall verspritzen können.
    Sie sind so geprügelt und unterdrückt, sie sterben früher, werden öfter krank etc. weil sie sich männlich gemachten Gesellschaftsstrukturen unterwerfen. Sie haben sie erschaffen und arbeiten immer weiter daran…
    Die Auslegung der von Ihnen angeführten Statistiken ist also bewußt unredlich!
    Und ferner – Ihre männliche Solidarität, die Solidarität der Männer ist nicht angelegt auf eine positive Entwicklung der Gesellschaft. Ihr ganzes Gegreine und Geschwafel wegen der Unterdrückung der Männer ist Camouflage – sobald die Situation entsteht, einen anderen Mann wegboxen zu können, dann wird sie genutzt. Sobald die Möglichkeit entsteht seinen (auch verbalen) Samen zu verspritzen, wird sie scham- und rücksichtslos genutzt (siehe Beispiel Putin).
    Ach, nichts ist lächerlicher als Männer, die jammern, sie dürften keine Männer mehr sein!

  15. Adrian 2. März 2014 um 18:17 #

    @ Wolfgang Brosche
    „Ich habe “Männer” als Gruppe überhaupt nicht abgewertet.“

    Nein, Sie haben nur geschrieben, dass Männer immer jemanden brauchen, deren Sexualität sie abqualifizieren können. Für mich klingt das nach pauschalen Unterstellungen.

    „Sie wissen ganz genau, daß Männer immer noch mehr verdienen für die gleiche Arbeit, daß Frauen“

    Das ist Unsinn, weil längst widerlegt.

    „noch immer in Führungspositionen unterrepräsentiert sind“

    Dafür geben Frauen mehr Geld für den Konsum aus, während mehr Männer arbeitslos und ohne Schulabschluss sind, und fast alle Obdachlosen männlich sind.

    „daß es tatsächlich immer noch Frauen und Kinder sind, die in hoher Zahl von Männern mißhandelt und vergewaltigt werden.“

    Häusliche Gewalt geht zu gleichen Teilen von Männern und Frauen aus, beide Seiten sind gleichermaßen Opfer wie Täter. Nahezu sämtliche hierzu erstellten Studien belegen dies eindeutig. Vergewaltigung geht in der Tat häufig von Männern aus, wobei allerdings mehr Männer als Frauen Opfer einer Vergewaltigung sind. Eine nicht unerhebliche Zahl von Misshandlungen und sexuellem Missbrauch geht allerdings von Frauen aus.

    Zu dem Rest werde ich mich nicht weiter äußern. Das ist mir zu niveaulos und sexistisch.

  16. HansG 2. März 2014 um 18:51 #

    “noch immer in Führungspositionen unterrepräsentiert sind”

    Frauen entscheiden sich trotz Studium und hoher Bildung signifikant häufiger für Familie statt Karriere. Später wird regelmäßig eine Halbtagesstelle angenommen. Männer leisten im direkten Vergleich mehr Überstunden. Eine Folge der Work-Life-Balance?

  17. Gerhard 2. März 2014 um 20:40 #

    Wolfgang Brosche, bei Dir kann man eigentlich nur „dont feed the trolls“ denken und sich mit was anderem beschäftigen. Soviel Abstruses liest man sonst nur bei Stefanowitsch.

    Aber eine Sache Sache triggert mich doch immer wieder. “ die in hoher Zahl von Männern mißhandelt und vergewaltigt werden.“. Adrian hat ja das passende schon erwidert und da könnte man noch so einiges zu sagen.

    Aber wie widerlich ist es doch, von einem an der Gesamtbevölkerung gemessenen verschwindend kleinem Prozentsatz an Tätern gleich mal knapp die Hälfte der Bevölkerung in Sippenhaft zu nehmen.

    Man könnte genauso gut alle Russen für Stalin verurteilen oder Zalando für Imelda Marcos. Macht man aber nur bei Männern. Fällt auch gar nicht mehr auf und wird auch systematisch gemacht.

  18. Rainer Starzoneck 3. März 2014 um 00:47 #

    @ Adrian
    „Häusliche Gewalt geht zu gleichen Teilen von Männern und Frauen aus, beide Seiten sind gleichermaßen Opfer wie Täter. Nahezu sämtliche hierzu erstellten Studien belegen dies eindeutig. Vergewaltigung geht in der Tat häufig von Männern aus, wobei allerdings mehr Männer als Frauen Opfer einer Vergewaltigung sind. Eine nicht unerhebliche Zahl von Misshandlungen und sexuellem Missbrauch geht allerdings von Frauen aus.“

    Ich besuche ja eigentlich ganz gern eure Website, aber im Ernst jetzt: das ist wirklich der größte Unsinn, den ich auf meiner heutigen Tour durchs Internet aufspüren konnte. Gratulation!

    Besonders witzig ist der Halbsatz „Vergewaltigung geht in der Tat häufig von Männern aus,“ – der war echt gut!

  19. Adrian 3. März 2014 um 00:57 #

    @ Rainer Starzoneck

    Freut mich, wenn ich Dich zum Lachen bringen konnte. Das Thema Vergewaltigung bietet sich da ja auch geradezu an.

  20. Adrian 3. März 2014 um 01:12 #

    @ Rainer Starzoneck
    Ich merke allerdings gerade, was Dich irritieren könnte. Die Formulierung „Vergewaltigung geht in der Tat häufig von Männern aus“, ist in der Tat missverständlich.

    Gemeint ist: Vergewaltigung wird häufig von Männern begannen.

  21. Leszek 3. März 2014 um 13:45 #

    @ petpanther

    „Es sind Feministen, die das maßgeblich vorantreiben. Und es ist nur die männliche Sexualität, die dämonisiert und kriminalisiert wird.“

    Verbotsforderungen und eine undifferenzierte Dämonisierung von Sexarbeit sind typisch für den klassischen Radikalfeminismus (Dworkin, MacKinnon, in Deutschland der Emma-Feminismus), aber eigentlich nicht für den radikalen Gender-Feminismus.

    Zwar ist auch der postmoderne Gender/Queer-Feminismus stark sexualfeindlich, wenn es um sexuelle Interaktionen außerhalb des Kontextes von Sexarbeit geht (Zustimmungsprinzip, Critical Hetness/Knutschverbot) – und zwar in einer Weise, die durchaus die sexuelle Freiheit für beide Geschlechter betrifft – aber gerade bezüglich des Themas Sexarbeit nimmt der Gender/Queer-Feminismus tendenziell meist eher die Position des sogenannten sex-positiven Feminismus ein, (ist manchmal m.E. tendenziell sogar zu unkritisch hinsichtlich von Mißständen in der Sexarbeitsbranche).

    Der klassische Radikalfeminismus wurde die letzten Jahre als bislang einflussreichste radikalfeministische Strömung zunehmend durch den postmodernen Gender-Feminismus abgelöst, d.h. der Gender-Feminismus ist in politischer Hinsicht heutzutage im Allgemeinen einflussreicher als der klassische Radikalfeminismus.
    Ob und inwiweweit die Resolution des EU-Parlamentes auf unmittelbaren radikalfeministischen Einfluss zurückgeht, ist daher aus meiner Perspektive noch ungesichert, denn wie gesagt: Die heutzutage einflussreichste Strömung des (radikalen) Feminismus ist gar nicht Anti-Prostitution.

    Ohne hier einen Einfluss des klassischen Radikalfeminismus auf diese (nicht bindende) Resolution des EU-Parlamentes völlig ausschließen zu wollen, könnte es sich bei solchen Dingen auch um eines der typischen Ablenkmanöver der ökonomischen und politischen Eliten handeln: vermeintliche Antidiskriminierungspolitik vorspielen, um von den zunehmenden ökonomischen und sozialen Problemen neoliberaler Politik abzulenken:

    http://newleftreview.org/II/52/walter-benn-michaels-against-diversity

    „Individuelle Sexualität sollte auch nicht eingeschränkt sein etc.“

    Ist das jetzt ein Plädoyer von dir für die sexuelle Freiheit?
    Ich dachte, du bist Anhänger der sexualfeindlichen Ansichten von Gabriele Kuby und zudem ein Anhänger einer antilinken Verschwörungstheorie, die sich gegen den bedeutenden Psychoanalytiker Wilhelm Reich und dessen – seinerzeit sehr berechtigtes – Engagement gegen sexuelle Unterdrückung richtet.

    „Auch die Rolle der Religionen sehe ich hier nicht so im Vordergrund.“

    Sexualfeindliche Formen der Religiosität und radikalfeministische Sexualfeindlichkeit wirken in ihrem Bemühen die sexuelle Freiheit zu zerstören faktisch zusammen. Wer die sexuelle Freiheit bewahren will, wird sich gegen beides wenden müssen.

    „Die Sexualisierung über Feminismus und Genderismus (…)“

    Hier richtest du dich jetzt auf einmal offenbar gegen den sogenannten sex-positiven Feminismus.
    Der durch und durch sexualfeindliche klassische Radikalfeminismus kann damit ja wohl kaum gemeint sein. Und der Genderismus ist – das ist auch kein großes Geheimnis – ebenfalls stark sexualfeindlich, strebt z.B. an, das sexualfeindliche Zustimmungsprinzip als soziale und kulturelle Norm für sexuelle Interaktionen zu etablieren.

    Und dass der Gender-Feminismus trotzdem in Bezug auf Sexarbeit im Allgemeinen eine liberalere Haltung einnimmt als der klassische Radikalfeminismus liegt NICHT daran, dass er eine „Sexualisierung“ anstreben würde, sondern resultiert aus seinen poststrukturalistischen theoretischen Grundlagen.
    Dem Poststrukturalismus ging es in seiner ursprünglichen französischen Variante u.a. darum vermeintlich oder tatsächlich ausgeschlosssenen und ausgegrenzten Gruppen eine Stimme zu verleihen – was grundsätzlich natürlich auch richtig ist. Dies wurde im Gender-Feminismus u.a. auf das Thema Sexarbeit übertragen, d.h. es gilt im Gender/Queer-Feminismus im Allgemeinen nicht als legitim, sich beim Thema Sexarbeit über die Stimmen der Betroffenen hinwegzusetzen.

    Mir geht es nun nicht darum, die jeweiligen Argumentationsgänge zum Thema Sexarbeit im klassischem Radikalfeminismus und im postmodernem Gender-Feminismus herauszuarbeiten – mir geht es darum, dass trotz der unterschiedlchen Beurteilung des Themas Sexarbeit beide Hauptströmungen des radikalen Feminismus starke sexualfeindliche Tendenzen haben und alles andere als eine „Sexualisierung“ der Gesellschaft anstreben.

    Insofern müsste jemand mit Sympathie für sexualfeindliche Verschwörungstheorien wie du doch eigentlich mit dem radikalen Feminismus in dieser Hinsicht zufrieden sein.
    In sexueller Hinsicht ist nichts so weit entfernt von Wilhelm Reich wie der radikale Feminismus in seinen beiden zeitgenössischen Hauptströmungen.

  22. Wolfgang Brosche 3. März 2014 um 16:16 #

    Ich muß mich doch sehr wundern, daß der phallozentrische Blick auch bei angeblich Liberalen so stark ist…
    Es ist ja grotesk Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit oder Unbildung von Männern den Frauen anzulasten weil sie auf ihre Rechte drängen.
    Die völlig Haltlosigkeit solcher „Pseudoargumente“ entstammt wirklich der Steinzeit – und da waren sie schon falsch.
    Auch die Behauptung, Frauen würden sich eben doch eher fürs Hausfrauendasein entscheiden ist zynisch – erstens können das viele Frauen gar nicht, weil ihre Männer so schlecht verdienen, zweitens können sich Frauen nur dann dafür entscheiden, wenn das Familieneinkommen gesichert ist, da der Mann genug verdient – umgekehrt sieht es nicht so aus – und drittens arbeiten z.B. in Frankreich Männer und Frauen in gleich hoher Zahl – und nebenbei werden dort mehr Kinder geboren als in Deutschland (das nur, weil so viele Männer um ihre Zeugungskraft fürchten).
    Und schließlich gibt es noch immer nur einen kleinen Prozentsatz von Männern, die z.B. in Kinderurlaub gehen oder angeblich weibliche Jobs ergreifen, die ja auch schlechter bezahlt sind: Kindergärtner, Krankenpfleger etc. sind noch immer in der Minderzahl.

    Die Männer, die hier immer noch greinen und jaulen, sie würden benachteiligt, geprügelt und vergewaltig,t haben, mit Verlaub gesagt, Stellvertreter-Phantasien, will heißen, die haben das alles nicht erlebt – aber dieser Unsinn nutzt ihnen, gegen Frauen im Allgemeinen vom Leder zu ziehen. Es ist breitbeiniger Stammtisch mit Schwellhoden!

    Ich beschäftige mich hier auch nicht mit Männern im Allgemeinen, sondern mit denen, die glauben, sie würden durch gleiche Rechte für Frauen benachteiligt, nicht als Gruppe, sondern tatsächlich in ihrer Männlichkeit. Das hat die gleiche lachhafte Qualität wie das bereits erwähnte Lügengespinst der christlichen Anti-Homo-Fronde, die sich durch gleiche Rechte für Schwule in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt fühlt!
    Noch immer sind unsere gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen männlich geprägt (daß Frau von der Leyen Kindertagesstätten in der Bundeswehr einführen will – geschenkt! Nix weiter als eine exotische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme!). Aber darunter leiden nicht nur die Frauen, es leiden vor allem die Männer unter dem institutionalisierten Konkurrenzdenken, dem ständigen männlichen Weiter, Höher, Besser – dem Langschwanzgehabe! DESHALB sterben Männer früher und scheitern sie gewaltiger!
    Ich jedenfalls fühle mich durch die Frauenbewegung und die Genderforschung nicht im Mindesten bedroht – ich habe keine Kastrationsangst.
    Aber was sich da an Männerbewegung auftut, das sind die Restbestände der phallokratischen Männlichkeit.

  23. Leszek 3. März 2014 um 17:53 #

    Ich finde Wolfgang Brosche übrigens ausgesprochen witzig und hoffe, dass er noch häufiger hier kommentiert.
    Der ganze vulgärfeministische, pc-verblödete und männerfeindliche Stuss, den Wolfgang Brosche so von sich gibt – in vollständiger Unkenntnis dessen, was die verschiedenen feministischen und männerrechtlichen Strömungen eigentlich vertreten – , der stockautoritäre Diskussionsstil, die beständigen Unterstellungen und Beleidigungen gegenüber jedem, der es wagt den radikalen Feminismus und die Gender-Ideologie zu kritisieren, wirken wie eine gelungene Satire auf fortgeschrittene radikalfeministische und politisch korrekte Gehirnwäsche.

    Weiter so! 🙂

  24. Matze 3. März 2014 um 19:30 #

    Ich kann Leszek nur zustimmen. Das vulgäre Sprachgekotze von Wolli ist sehr amüsant. Bist du vielleicht um die 20 und der Meinung schon alles zu wissen, also eigentlich unbelehrbar? Ich muss auch noch applaudieren dass du die ausschließlich negativen Merkmale von ein paar männlichen Individuen auf das ganze männliche Geschlecht projizierst. Wieso hab ich kein Popcorn im Haus?! Har Har Har!

  25. Wolfgang Brosche 3. März 2014 um 19:32 #

    Lezsek, Allerwertester,

    es zeigt sich mal wieder, daß das Gegreine um die „political correctness“ und das „Gutmenschentum“ permanent von sehr aggressiven Männer abgesondert wird, die einfach nicht damit umgehen können, mit Frauen auf gleicher Stufe zu leben…
    Meine Herren, um es mal so zu sagen, natürlich hatte ich auch Schwierigkeiten mit den weiblichen Endungen (hähä), bis ich kapierte, wie männlich beherrscht auch die Sprache ist. Die männliche Dominanz vor alllem verbreitet von den abrahamitischen Religionen, die sich in Sprache, Politik, Kultur festgeschrieben hat, ist natürlich für richtige Männer nicht zu erkennen. Die fürchten sich ja vor Flintenweibern und Amazonen.
    Genderforschung als Ideologie zu bezeichnen entspricht (ich habe den Vergleich schon mal gewählt und muß ihn wiederholen) dem Gefasel von Homo-Ideologie!
    Welcher vernünftig denkende Menschen mit wenigstens einer Minimalfähigkeit zur Einsicht und ein wenig Bildung könnte denn leugnen, daß Geschlechter auch sozial konstruiert werden – immer so wie die jeweilige Herrschaftsclique sie braucht!
    Wovor haben Sie Angst – es ist mir unerfindlich? Meinen Sie, Sie dürften nicht mehr Fußball spielen, schmutzige Witze erzählen, mit dem Sportwagen durch die Landschaft rasen? Fürchten Sie, Sie müßten demnächst Röcke tragen oder Kinder hüten?
    Daß es Frauen gibt, die die Vagina zum Zentrum des Weltalls erklären (um es einmal deutlich zu sagen) ist doch bloß eine Gegenreaktion auf solche Figuren wie Sie, die vor lauter Kastrationsangst fürchten, ihr Pimmel wäre nicht mehr die „Trieb“kraft des Universums!
    Alles, was Ihnen nicht paßt wird auf einmal weiblich – oder ist politisch korrekt – und das ist ja für Sie weiblich! Ich wüßte auch nicht wie ich gehirngewaschen sein könnte?
    Das männliche Gehirn ist etwas größer als das weibliche – soso, und wenn man das wäscht, verliert es an Substanz!? Das ist natürlich typisch männliches Quantitätsdenken.
    Ich merke bei Ihnen bloß eine lächerliche Furcht vor der Frau, ein Abwerten der Frauen und ein Lächerlichmachen des Weiblichen…
    Wer schwingt sich hier also „autoritär“ auf? Ach, ich will mich mit Ihnen da gar nicht drum balgen – die ganze Männerbewegung ist die uralte Furcht vor der vagina dentata (auch so eine geisterbahnartige Männerphantasie, damit sich die Kerle gruseln können), die eigentlich wohlige Angst vor der der dominanten Frau – schaudernd herbeigesehnt.
    Und wenn Frauen mal ernst machen und Eure Phantasien erfüllen, wenn Ihr nicht mehr die Herrschaft über eure Phantasien habt, dann wird aber gejammert zum Herzerweichen.
    Ich gebe nichts von meiner „Männlichkeit“ her (was immer das auch sein soll) wenn ich für Frauen Partei ergreife und nicht in schulterklopfende Kerlssolidarität verfalle.
    Daß ich einen Schwanz habe, erlaubt mir bestimmte sexuelle Spielarten, und die Möglichkeit meinen Samen abzuspritzen, nicht mehr – daß ich trotzdem als Mann noch immer mehr Vorteile im Leben habe, ist in der männlichen Selbstbemächtigung und Schwanzüberhöhung (hehe) zu suchen und hat nichts mit meinem Geschlechtsteil selbst zu tun.
    Autos interessieren mich genauso wenig wie Fußball – soll es auch geben – und an Barbiepuppen habe ich auch kein Interesse. Alles dumme Zuweisungen.
    Was mich aber interessiert, sind die Fähigkeiten meines Verstandes oder des Verstandes der Frauen – das scheint aber bei den permanent Schwanzgesteuerten nicht der Fall zu sein. Sie haben Schwierigkeiten mit denkenden Frauen – und welche Überforderung es auch selbst zu müssen, das Denken

  26. Wolfgang Brosche 3. März 2014 um 22:43 #

    @Matze
    Mit dummen Menschen ist nicht mehr zu reden. Es hat keinen Zweck. Manchmal muß man sehr deutlich werden, dann sind sie erschrocken und nennen das vulgär.
    Zumeist aber haben Sie gar keine Bildung und Kenntnisse, nur ihre dummen Vorurteile und benehmen sich natürlich wie sollte es auch anders sein, „väterlich“ – will heißen, sie machen andere nieder wie Väter, die sich über ihre Kinder erheben – wie Männer, die beleidigt sind, weil Frauen und Kinder gleiche Rechte zur Meinung beanspruchen.
    Wahrscheinlich, Sie ordinärer Mensch, bin ich älter als Sie!
    Aber das ist kein Grund klüger und belesener als Sie zu sein – ich habe es nicht nötig um mein „Mannsein“ zu jammern und überall böse Genderistinnen zu vermuten, die mir ans Leder wollen.
    Wie gesagt – da offenbar viele Männer Ihres Kalibers (ich kenne auch viele andere) noch immer meinen, es gebe eine Weltverschwörung der Feministinnen (die genauso dumm ist wie die „Weltverschwörung der Schwulen“ oder die „internationale Homolobby), so können Sie mir nur leid tun.
    In der Tat aber nehme ich hier eine männliche Arroganz wahr, die eben auf Unbildung und der Selbstzufriedenheit des Schwanzbesitzes beruht!
    Es sind die Rückzugsgefechte des Machotums, daß sich darüber mokiert, daß sich nun einige Frauen genauso machohaft benehmen wie sie selber, was sie ja eigentlich als endgültigen Sieg ihres Mannseins feiern müßten.
    Ach, i moag nimmer, Dummheit und männlicher Stolz wachsen auf einem Holz.
    Damit gute Nacht, ihr schlafenden Prinzen und geschlechtslose Engelsscharen singen Euch zur Ruh!
    (Nur für die Unbelesenen – eine Travestie der letzten Verse des „Hamlet“! – Ganz toller Supermann)

  27. Matze 3. März 2014 um 22:44 #

    LOL, du musst ins Fernsehen!

  28. Matze 4. März 2014 um 10:58 #

    Du bist doch gar nicht an eine Diskussion interessiert. Du bist hier reingeplatzt und hast nur herablassend mit deinen Vorurteilen um dich geschmissen. Für dich stand schon von vornherein die Fronten fest. Die Leute, die diese Richtlinien zur Prostitution, welche die Kritik am „Schwedischen Modell“ überhaupt nicht berücksichtigt, bescheuert finden, sind natürlich alles Machos, die sich von Frauen bedroht fühlen, Angst um ihren Job haben, Frauen ihre Rechte nicht zustehen wollen, ausschließlich mit ihren Schwanz denken und eigentlich immer nur rumjammern, -nölen und -reinen wenn sie von der Diskriminierung von Männern und Jungen reden. Man muss das auch gar nicht geschrieben haben, dass ließt du nämlich alles zwischen den Zeilen.

    Willst du diskutieren? Dann leg dir einen andern Ton zu! Dein durchgehenden Unterstellungen greifen zumindestens bei mir nicht. Nur lächerlich das ganze.

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