Feuchte Footballspieler

3 Mrz

Nachdem es im amerikanischen Football das erste Coming-out gegeben hat, wagen sich nun auch die ersten Berufsheteros aus ihren Verstecken, um derartige Vorkommnisse künftig zu unterbinden. So hat der Lobbyist Jack Burkman einen Gesetzesentwurf an den US-Kongress versendet, der es Football-Spielern künftig verbieten soll, offen homosexuell zu leben. Begründet wird dies mit so einleutenden Argumenten wie Anstand und Duschen:

“We are losing our decency as a nation,” Burkman said. “Imagine your son being forced to shower with a gay man. That’s a horrifying prospect for every mom in the country. What in the world has this nation come to?”

Die Duschproblematik war ja auch schon während der amerikanischen Debatte um offen homosexuelle Soldaten das Hauptargument, weil heterosexuelle Männer sich aus irgendwelchen Gründen missbraucht vorkommen würden, wenn sie wüssten, dass da jemand mitduscht, der homosexuell ist. Möglicherweise hat diese Furcht aber auch mit der allseits bekannten Tatsache zu tun, dass Schwule eh jeden Mann besteigen, der nicht bei drei auf den Bäumen ist…

5 Antworten to “Feuchte Footballspieler”

  1. Neuer Peter 3. März 2014 um 13:20 #

    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn sich Leute mit mir duschen, die mich zumindest theoretisch anziehend finden könnten. Das ist deren Problem. Mich nervt der umgekehrte Fall: Dass nämlich Frauen ständig und überall in männliche Räume eindringen müssen. Das ist unangenehm. Weil ich dann nämlich unter Druck stehe, mein Verhalten zu kontrollieren und anzupassen.

    In meinem Fitnessstudio werden die Männersaunen ständig von Frauen mitbenutzt (weil ihre „zu voll“ sind). Gleiches gilt für Toiletten. Und die Umkleideräume werden von weiblichem Putzpersonal gepflegt. Während der Stoßzeiten. Man hat ja nirgendwo mehr seine Ruhe. Wenn man also unbedingt meckern will, dann doch bitte dazu.

  2. Atacama 3. März 2014 um 15:47 #

    Erstens ist der „Sohn“ (es soll vermutlich wieder die Kinder-Assoziation geweckt werden) wahrscheinlich erwachsen wenn er als Footballer mit „dem Schwulen“ unter der Dusche steht, von daher geht es die Eltern so oder so nichts an.
    Und zweitens wird doch niemand zum duschen gezwungen, man kann doch auch einfach abwarten bis der schwule Mitspieler fertig ist und dann erst reingehen oder eine Badehose tragen. Oder garnicht duschen, sondern sich mit Deo einsprühen oder einfach stinkend nach Hause gehen.

    Und drittens löst ein Nicht-Outen das Problem doch nicht, sondern verschärft es eher noch.
    Denn dann kann der perverse schwule sich ganz unerkannt zwischen den unwissenden, vertrauensseeligen Heteros bewegen, die gutgläubig jede Verteidigung schleifen lassen, weil sie der Meinung sind, sich unter Heteros zu befinden und sie erst Recht „anstarren“.
    Die Denkweise, „was ich nicht sehe, das ist auch nicht da“, ist ja doch sehr infantil.
    Aber das scheint menschlich zu sein. Wir sehen ja auch nicht wie Facebook, Google und Co. uns ausspionieren und deshalb ist es uns egal.

  3. Atacama 3. März 2014 um 15:51 #

    Ausserdem macht es mich aggro, wenn selbsternannte traditionelle, echte Männer ständig aufs Extremste traditionelle natürliche männliche Eigenschaften vermissen lassen (wie z.B Logik, Rationalität) und stattdessen ausschliesslich traditionell weibliche Eigenschaften zeigen, wie z.B Emotionalität, Irrationalität und Hysterie.

    Meiner Meinung nach sollten solche Männer wegen des Tatbestandes des Genderismus aus ihren Parteien entfernt werden.

  4. Ralf 3. März 2014 um 17:47 #

    Tja, was wird aus einer Nation, die Schwule als vollwertige Menschen anerkennt? Bestenfalls spart sie große Mengen an Duschwasser ein.

  5. pedro luis 4. März 2014 um 09:41 #

    @Neuer Peter

    Dieses Sich-Aufdrängen von Frauen an Orten, wo sie nichts zu suchen haben, stört mich genauso. (Meistens machen sie dann auch noch eine Miene, als müßte mann sich geehrt fühlen, wenn sie auftauchen, sie haben nicht das geringste Gespür dafür, wie unerwünscht sie sind.) Wenn die Putzfrau in die Umkleide kommt, gehe ich inzwischen in eine Kabine bzw. drehe ihr den Rücken zu, wenn sie in der Dusche zu tun hat (immer bei Hochbetrieb, wie du auch bemerkt hast.)

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