Wie man ein Land regiert

5 Mrz

Wenn ich der Regierungschef eines armen Landes in, sagen wir Afrika, wäre, dem das Wohl seiner Untertanen am Herzen liegt, und dem daran gelegen ist, sein Land aus der Armut zu befreien, was würde ich tun? Simpel! Ich würde mich an meinen Schreibtisch setzen, das Internet anmachen (das gibt es zumindest im Regierungsgebäude eines afrikanischen Landes auch) und bei Wikipedia oder dem CIA World Factbook nachschauen, welche Länder dieser Erde zu den wohlhabensten Ländern dieser Erde gehören. Mir würde dann schnell auffallen, dass dies unter anderem die skandinavischen Länder sind. Offenbar haben dies in mit einer Mischung aus Marktwirtschaft und starken wohlfahrtstaatlichen Elementen geschafft, Armut und Elend in ihren Ländern zu beenden und glückliche Untertanen zu schaffen.

Wenn ich weiterhin im Internet surfen würde, würde ich feststellen, dass nahezu alle wohlhabende Länder zur sogenanten westlichen Welt gehören, die sich alle, mal mehr, mal weniger, durch folgende Eigenschaften auszeichen: Marktwirtschaft, weitgehende Trennung von Staat und Religion, liberale Demokratie und individuelle Freiheiten der Menschen. Das scheint offenbar ein Erfolgsrezept zu sein.

Leider sind in vielen afrikanischen Ländern aber Menschen an der Macht, die nicht ins Internet gehen, obige Zusammenhänge ignorieren und daher nichts besseres zu tun haben, als Schwule und Lesben zu verfolgen.

Andererseits, vielleicht gehen afrikanische Regierungschef ja doch is Internet. Und haben daher gelernt, dass man seine Homosexuellen erst verfolgen muss, bevor man sie heiraten lassen kann…

3 Antworten to “Wie man ein Land regiert”

  1. Matze 5. März 2014 um 14:24 #

    Ich bin Fan von der „Daily Show with Jon Stewart“ aus den USA. Ich glaube dieses Jahr Anfang Feb. hatten die das Thema auch thematisiert. Eine gewisse Triebkraft gegen die Homosexuellen wird dort von weißen USAlern erzeugt, denen es in den USA zu bunt wurde. Dort konnten die die Homo-Ehe nicht aufhalten, jetzt versuchen die das woanders.

    Total krank!

  2. martin 5. März 2014 um 14:35 #

    Wer redet denn von solchen Dingen wie dem Wohl der Untertanen? Untertanen haben doch wohl eher umgekehrt dem Wohl der Herrschenden zu dienen. Und diesbezüglich sind die westlichen Staaten doch ein vergleichsweise wenig glänzendes Vorbild, vergleicht man die Bezüge ihrer führenden Politiker mit den Lebensverhältnissen mancher afrikanischer (und anderer) Potentaten.

  3. keppla 5. März 2014 um 16:38 #

    @Matze: klingt für mich ein wenig nach „Liberal white Guilt“, denn ich hab nicht gerade den Eindruck, dass in der USAmerikanischen schwarzen Community Homosexualität einen höheren Stellenwert hätte (stichwort Hip Hop).

    Klar, die Republikaner schaffen es immer ganz gut so zu tun als wären sie DER Archetypische weiße Heterofamilienvater, wenn man aber mal von diesem Image absieht, ist mein Eindruck, dass der liberale Teil der oberen mittel- und oberschicht der USA noch am tolerantesten gegenüber der Homosexualität ist, und das sind afaik größtenteils weiße.

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