„Raffael und Adrian“

16 Mrz

Wer hat nicht schon den Satz gehört, dass Schwule und Lesben sich nicht so anstellen sollen, dass sie mittlerweile doch alles erreicht hätten, und nun müsse es doch endlich mal gut sein, mit dem ständigen Homo-Thema.

Auch schön ist, wenn einem Heteros die Frage stellen, warum wir Homos uns immer so separieren müssen, warum wir unsere eigenen Clubs und Fitnesscenter und Bäckereien haben, oder warum wir überhaupt Wert auf Dienstleistungen legen, die sich explizit als „gayfriendly“ verstehen.

„just dave’s blog“ erklärt, warum das so ist:

Bei einem Urlaub vor einigen Jahren in New York, hatte ich mit meinem damaligen Freund ein Doppelzimmer mit Doppelbett gebucht. Das schien den Rezeptionisten zu irritieren, denn er wollte uns die partout in ein Zimmer umbuchen, das getrennte Betten hatte. Es ist ja auch möglich, dass zwei gute Freunde einen Städte-Trip nach New York machen, doch wollte der Herr nicht verstehen, dass wir beide doch lieber in einem Bett schlafen wollten. Zwar war das Hotel, das wir damals gebucht hatten, nicht explizit gayfriendly, dennoch ist es doch verwunderlich, dass die Hotelbetreiber in einer weltoffenen und liberalen Stadt wie New York auf das Thema Homosexualität nicht ausreichend vorbereitet sind. Schließlich ist die Stadt eines der beliebtesten Reiseziele bei Schwulen und Lesben.

Ehrlich gesagt, mit hätte in einer solchen Situation die Toleranz gefehlt. Aus zwei Gründen: Erstens geht es den Rezeptionisten grundsätzlich einen feuchten Kehricht an, wie meine Begleitung und ich unsere Bettarrangements gestalten. Um mich nicht falsch zu verstehen: gegen ein simples Nachfragen, ob das mit dem Doppelbett so richtig sei, dagegen habe ich nichts. Aber nachdem man „ja“ gesagt hat, sollte das Thema gegessen sein. Wenn ich und meine Begleitung ein Doppelzimmer mit Doppelbett gebucht haben, dann ist das halt so. Punkt! Aus! Da gibt es nichts mehr zu diskutieren und da gibt es auch nicht „stundenlang“ zu debattieren, ob wir nicht lieber doch zwei getrennte Betten haben möchten.

Für den zweiten Grund, sei noch einmal „just dave’s blog“ zitiert:

Mich nervt es, ständig erklären zu müssen, dass ich schwul bin und daher ein Doppelzimmer haben will. Schwule und Lesben sehnen sich im Alltag nach Normalität und wollen nicht, dass sie ständig als Besonderheit wahrgenommen werden bzw. sich erklären müssen.

Exakt! Und genau das ist der Grund, warum Schwule und Lesben oftmals darauf achten, in einer Umgebenung zu verkehren, in der sie nicht als Exoten gelten, und in der sie sich nicht erklären müssen. Was wir möchten ist, dass man uns mitdenkt, dass man uns gleich behandelt und aus unserer Sexualität kein Geheimnis macht.

Hierzu vielleicht noch ein Beispiel aus meiner „Jugendzeit“ (ähnliche Erlebnisse habe ich auch schon von anderen schwulen Männern gehört):

Als mein Ex und ich noch zusammen waren, wurden wir von einer Freundin von ihm zu einer privaten Party eingeladen, bei der auch einige andere Pärchen zugegen waren. Die meisten kannten sich nicht, und daher wurden wir von der Gastgeberin einander vorgestellt. Es wurden vorgestellt (alle Namen geändert): „Gabriele und ihr Freund Peter“, „Manuela und ihr Freund Jörg“, sowie „Sebastian und seine Freundin Veronika“. Mein Ex und ich wurden dagegen vorgestellt als „Raffael und Adrian“, ganz so, als wären wir zufällig zusammen auf dieser Party erschienen, als Singles und nicht als Paar.

Man mag das für keine große Sache halten und vielleicht wäre es den meisten auch gar nicht aufgefallen. Und auch mich hat das damals kaum gestört, da ich noch nicht allzu lange out war und mir derartige Feinheiten heteronormativen Denkens zu dem Zeitpunkt noch als normal erschienen sind. Mein Ex aber war richtig sauer, hat den ganzen Abend lang geschmollt (was bei ihm kein Zuckerschlecken gewesen ist) und hätte ob dieser Episode beinahe die Freundschaft mit der Gastgeberin beendet. 

Auf dem Nachhauseweg hat er mir erklärt, wieso (ich zitiere aus dem Gedächtnis). „Ich dachte, sie versteht micht. Ich dachte, sie weiß, wer ich bin. Aber wenn ich von einer Freudin nicht erwarten kann, dass sie mich wie einen normalen Menschen behandelt, von wem kann ich es dann erwarten?“

Heute stimme ich ihm zu.

26 Antworten to “„Raffael und Adrian“”

  1. tom174 16. März 2014 um 18:22 #

    Das mit dem Bett geschenkt. Aber das auf der Party? ganz ehrlich, man weiss halt manchmal nicht, ob man da nicht aus versehen jemand outed, der das gar nicht will..
    wenn ich weiss, dass da wer total offen ist, schmerzfrei. wenn ich das nicht weiss.. dann doch lieber so, oder?

    • Adrian 16. März 2014 um 18:39 #

      @ tom174 und Donut
      Aber wir wurden als Paar eingeladen.

  2. Donut 16. März 2014 um 18:27 #

    Also ganz ehrlich, das gleiche Klagliedchen könnte ich auch anstimmen – als Single.

  3. tom174 16. März 2014 um 20:27 #

    klar, deine freundin wusste das und hatte da auch offensichtlich kein problem damit. was sie vielleicht nicht wusste, war, ob ihr das auch fremde wissen lassen wollt.
    Ich überlasse das erzählen auch den leuten selber.. wenn das allgemein falsch ist, ändere ich das gerne. Glaube ich aber fast nicht, sonst wäre das fussballer outing kein so grosses ding gewesen, oder?

    • Adrian 16. März 2014 um 20:33 #

      @ tom174
      Es war die Freundin meines Ex.
      Wenn wir als Paar auf einer Feier erscheinen, dann haben wir nichts dagegen, als Paar wahrgenommen zu werden.
      Und es geht gar nicht darum, wer es erzählt. Es geht darum, dass wir anders behandelt wurden, als dir Hetero- Pärchen.

      • tom174 16. März 2014 um 20:43 #

        aber du verstehst schon, was ich meine, oder?
        Ich meine, ich gebe nur selten einen familienstand mit, wenn ich wen vorstelle (ausser ich weis nur den namen von einem teil eines pärchens), dann weiss ich nicht, ob die beiden das für sich behalten wollen oder nicht. ich kenne ein paar schwule, die das nur ihrem wirklich engen bekanntenkreis erzählen. andere wiederum erzählen es allen und jedem. auch die, die das wirklich unter dem deckel halten, wollen mit ihrem freund zusammen auf ne party, auch wenn sie nicht jedem auf die nase binden wollen, dass sie schwul sind.
        Ich finde das grade echt nicht einfach, klar, ich behandle jeden anders, aber gerade meine kumpels möchte ich so behandeln, wie sie das am ehesten wollen, auf keinen fall mag ich ihnen auf die füße treten. ich glaub, ich frag bei der nächsten party einfach vorher, wie sie es haben wollen (auch wenn das wieder eine andere behanlung ist, als bei nem hetero pärchen) ächz.

        • Adrian 16. März 2014 um 20:51 #

          @ tom174
          „Ich meine, ich gebe nur selten einen familienstand mit, wenn ich wen vorstelle“

          Hat die Freundin aber gemacht. Bei allen, außer bei uns. Obwohl wir uns von den anderen nicht unterschieden haben.

          • tom174 16. März 2014 um 21:01 #

            verstanden. aber meinst du, es ist jedem schwulen pärchen lieber als adrian und sein freund raffael vorgestellt zu werden? Ich weiss es echt nicht.

            • Adrian 16. März 2014 um 21:03 #

              @ tom174
              Ich glaube nicht, dass Hetero-Pärchen ein Fass aufmachen, wenn man sie als Freundin und Freund vorstellt. Warum sollten Homos was dagegen haben?

            • tom174 16. März 2014 um 21:06 #

              aus dem gleichen grund, warum es homos gibt, die sich eben noch nicht geouted haben?

            • Adrian 16. März 2014 um 21:09 #

              @tom174
              Wenn ich mich nicht geoutet hättte und nicht wollen würde, dass man es mitbekommt, würde ich nicht mit meinem Freund auf eine Privatparty gehen.

              Ich verstehe Deine Bedenken, aber die Situation war in meinem beschriebene Fall anders: Sie wusste es, wir wussten es, und wir hatten kein Problem, das andere es wissen. Wie lässt sich ein Pärchenverhalten verheimlichen, wenn man als Pärchen auf einer Privatparty erscheint?

            • tom174 16. März 2014 um 21:21 #

              indem man erstmal einen auf kumpel macht, bis man weis wie der rest der party so drauf is? ich habe das mit meiner frau auch ne weile durchgezogen (meine frau war die beste freundin meiner ex….) das geht schon..

  4. Neuer Peter 16. März 2014 um 20:50 #

    „doch wollte der Herr nicht verstehen, dass wir beide doch lieber in einem Bett schlafen wollten.“

    Nun ja, die Beschreibung des Vorfalls ist etwas ungenau. Hat er einen verständnislosen Gesichtsausdruck gemacht während er das Doppelbett bestätigte (Begriffsstutzigkeit soll vorkommen) oder hat er tatsächlich „stundenlang“ diskutiert?

    „Was wir möchten ist, dass man uns mitdenkt,“

    Da bin ich mir nicht sicher, ob du nicht zuviel verlangst. Dafür sind Schwule viel zu selten, als dass das lebenspraktisch wäre. Das ist keine böse Absicht. Menschen sind schlicht faul und optimieren ihre Erwartungshaltungen im Normalfall anhand des, nun, Erwartbaren, des „Normalen“ im statistischen Sinne.

    Wenn ich wissen will, wie es um den Partner eines Mannes steht, werde ich ihn in der Regel nach seiner Freundin fragen. Nicht, weil ich die heteronormative Zwangsmatrix aufrecht erhalten will, sondern aus Gedankenlosigkeit, Gewöhnung und Faulheit.

  5. Adrian 16. März 2014 um 20:58 #

    @ Neuer Peter
    „Da bin ich mir nicht sicher, ob du nicht zuviel verlangst. Dafür sind Schwule viel zu selten, als dass das lebenspraktisch wäre.“

    So selten? Ich dachte, man wird mit dem Thema beständig konfrontiert?
    Und ich denke in der Konstellation, zwei junge Männer haben ein Zimmer mit Doppelbett gebucht, ist das Szenario Homosexualität nicht ganz unwahrscheinlich.

  6. HansG 16. März 2014 um 21:01 #

    @Neuer Peter
    Angenommen ich möchte zusammen mit meine heterosexuellen Freund ein Doppelzimmer mit Doppelbett und bestätige diesen Wunsch. Warum sollte ich mich für die Gründe rechtfertigen müssen?

    Und wenn ich für mich und eine Ehefrau getrennte Betten will bekomme ich die Nummer einer Eheberatung?

  7. Neuer Peter 16. März 2014 um 21:22 #

    @ Adrian

    „So selten? Ich dachte, man wird mit dem Thema beständig konfrontiert?“

    Selbst wenn, das schließt sich ja nicht gegenseitig aus.

    „Und ich denke in der Konstellation, zwei junge Männer haben ein Zimmer mit Doppelbett gebucht, ist das Szenario Homosexualität nicht ganz unwahrscheinlich.“

    Ja, vor allen Dingen in New York. Aber die Geschichte eignet sich auch für die Auslegung, dass der Hotelier schlicht verdutzt und begriffsstutzig war. Dass er versucht hat, den beiden ihren Bettenwunsch in langen Gesprächen auszureden, ist deine Interpretation.

    @ Hans

    „Angenommen ich möchte zusammen mit meine heterosexuellen Freund ein Doppelzimmer mit Doppelbett und bestätige diesen Wunsch. Warum sollte ich mich für die Gründe rechtfertigen müssen?“

    Solltest du nicht. Habe ich aber auch nirgendwo behauptet.

    „Und wenn ich für mich und eine Ehefrau getrennte Betten will bekomme ich die Nummer einer Eheberatung?“

    S.o.

  8. Adrian 16. März 2014 um 21:28 #

    @ tom174
    Ja, aber noch mal: Sie wusste es, wir wussten es, und wir hatten kein Problem, das andere es wissen.

  9. Adrian 16. März 2014 um 21:31 #

    @ Neuer Peter
    „Dass er versucht hat, den beiden ihren Bettenwunsch in langen Gesprächen auszureden, ist deine Interpretation.“

    Gut, ich denke das ergibt sich aus dem Wort „partout“. Aber wir könne ja noch mal nachfragen.

  10. Neuer Peter 16. März 2014 um 21:42 #

    „@ tom174
    Ja, aber noch mal: Sie wusste es, wir wussten es, und wir hatten kein Problem, das andere es wissen.“

    Toms Argument ist ja, dass sie unter Umständen nicht wussten, dass ihr kein Problem damit habt. Du meintest, das ergäbe sich aus der Situation. Das kannst du wahrscheinlich besser einschätzen, du warst ja dabei. Aber so ganz eindeutig hört sich das für mich auch nicht an.

  11. hulrich 16. März 2014 um 22:03 #

    Es scheint mir früher liberaler gewesen zu sein. Ich selber, Abijahrgang 88, habe folgendes erlebt. Stufenfahrt nach Berlin 1988, LK Geschichte, 20 Jungs, ein Mädchen, Berlin total überlaufen, 750 Jahr Feier stand an.
    Unser Geschichtslehrer hatte eine Pension in der Kurfürstenstraße gefunden, wo er uns eingebucht hatte. Es erwartete uns ein Herbergswirt, der ganz begeistert davon war, 20 Jungs beherbergen zu dürfen. In der Pension hingen Bilder mit jungen Männern an der Wand, AIDS-Aufklärung an den Wänden, Kondome auf dem Nachttisch, Szeneliteratur im Foyer.
    Unserem Lehrer fielen die Augen aus dem Kopf. Bei uns Schülern großes Gekicher. Dann kam von unserem Lehrer nur der Spruch, es dürfte eine Herausforderung werden für einige und es sei eine Unmgöglichkeit, jetzt etwas anderes zu finden.
    Es gab Zimmer mit Doppelbetten und mit Einzelbetten. Für ein paar Jungs ein großes Problem, mit einem anderen Jungen das Bett teilen zu müssen. Für mich und meinen Kumpel (stockhetero) kein Problem. Am nächsten Morgen gabs ein paar Sprüche beim Frühstück, ob wir eine nette Nacht gehabt hätten. „Lars schnarcht und knirscht im Schlaf mit den Zähnen!“ kam von mir und das wars. Lars grinste und meinte, ich schliefe ziemlich unruhig, sein Arsch sei aber immer noch Jungfrau.
    Das wars! Sonst nix.
    Wir haben uns als LK dann das im Entstehen begiffene schwule Museum angesehen, ich hab in einer Kneipe mein erstes Date gehabt, was der Kurs auch schnell mitbekam und auch daraus wurde kein großes Drama gemacht.
    So im nachhinein betrachtet, scheint mir sowas heute fast undenkbar.

  12. allsurfer4 16. März 2014 um 23:09 #

    Es ist wohl auch so, dass heute noch in weiten Teilen der USA die (Hotel)Regel gilt:

    Ein Zimmer, zwei getrennte Betten, und die müssen noch mindestens 60 cm auseinander stehen – auch für Ehepaare!
    Was spricht dagegen, seine Nerven zu schonen und die Betten einfach zusammen zu schieben? (Wenn möglich)🙂

  13. Kai V 18. März 2014 um 06:55 #

    ‚Auch schön ist, wenn einem Heteros die Frage stellen, warum wir Homos uns immer so separieren müssen, warum wir unsere eigenen Clubs und Fitnesscenter und Bäckereien haben, oder warum wir überhaupt Wert auf Dienstleistungen legen, die sich explizit als “gayfriendly” verstehen.‘

    Zwischebn „separieren“ und gayfrindly ist ein großer Unterschied. Gayfrindly, klar, Hotels haben kein Problem mit Schwulen, sollte eigentlich in unserer Gesellschaft normal sein. Ich war mal mit nem Freund auf ner Radtour, wie haben in einem Hotel eingecheckt, und mein Freund, der zu dem Zeitpunkt ein Hautproblem hatte, fragte mich an der Rezeption in der Tasche wühlend, ob ich die Vaseline eingepackt habe. Die Frau an der Rezeption hatte kurz vorher gefragt ob wir getrennte Betten wünschen, was ich mit Ja beantwortet hatte. Wir hatten dann ein Doppelbett… Geht also auch anders herum😉

    Das diese für mich eher lustige Geschichte bei Euch zu einem Problem, bzw. Spießrutenlauf wird, ist klar. Und auch ich würde darauf achten das meine Besonderheit im Hotel akzeptiert wird, egal ob Vegan oder Hetro etc.

    Das man z. B. wegen Duschen im Fitnescenter auch drauf achtet das dieses Gayfrindly ist, klar, warum nicht. Genau so wie eigene Bars wo man mal unter sich ist, etc. Auch einen Sportverein, aber Bäckerreien? Das man bekannte Homophobe (Bäcker oder sonstwas) nicht unterstützt, geschenkt. Aber mal ehrlich, wozu braucht man eine extra Bäckerei? Oder den schwul/lesbischen Weihnachtsmarkt in Köln?

    Wenn man sich immer separiert, versteckt man das Problem. Und ich möchte keine Gesellschaft, die wie im Mittelalter die Juden, in spezielle Stadtbezierken versteckt, aber auch um sie vor täglichen Übergriffen zu schützen.

    Wenn man sich durchgehend fernhält, sieht man nicht wie weit sich diese Gesellschaft ändert. Bestes Beispiel ist hier für mich immer der Schützenverein im tiefsten Münster, wo der schwule Schützenbruder den Vogel abgeschossen hat und der Vorstand dann nochmals den Vogel abschoss, als er dem Schützenbruder sagt, hey, die Gabie? Nimm doch Deinen Freund als ‚Königin‘. Durch separieren hätte man das nie hin bekommen, in jedem Schützenverein sicherlich auch nicht, wie man am Schützenbund sieht. Aber durch Spaltung erst recht nicht.

    Gruß
    Kai

  14. Kai V 18. März 2014 um 07:17 #

    Zum Vorstellen auf der Party ist mir noch eingefallen, Steffi und IHR Freund Klaus, ist eine Anzeige von Besitz. Normalerweise wird zuerst der Mann, dann die Frau als Freundin vorgestellt. Wie rum muss ich das bei Schwulen machen? Vor allem weil ja immer noch n zumindest in meinem ehemaligen ländlichen Umfeld, fest behauptet wird, das in einer schwulen Beziehung immer einer der Mann und einer „die Frau“ ist. Kann man da bei der Vorstellung in ein Fettnäpfchen treten? Deshalb hätte ich wahrscheinlich auch versucht mich das aus der Situation zu stehlen und irgendwas gesagt wie, und als letztes Pärchen haben wir Adrian und Raffael oder so… Und selbst mich und einen Freund kann man Vorstellen als Kai (der nicht allein kommen wollte) und sein (bester) Freund Josef. Ist natürlich erst mal dumm, aber ich hätte nachher mal das Gespräch mit der Freundin gesucht. Und bei der Situation selbst hätte ein Händchen halten sofort alles erklärt…

  15. Adrian 18. März 2014 um 10:09 #

    @ Kai V
    „Normalerweise wird zuerst der Mann, dann die Frau als Freundin vorgestellt.“

    Nicht in Berlin, und nicht auf dieser Feier. Da wurde zuerst der engere Freund/die engere Freundin der Gastgeberin vorgestellt, und dann der Anhang.

  16. Kai V 21. März 2014 um 02:41 #

    Hallo Adrian,

    ‚Nicht in Berlin, und nicht auf dieser Feier.‘

    das war mal überall so. Niemand stellte Frau Humpenrump mit ihrem Mann vor, sondern immer Herr Humpenrump mit Frau. Lag auch daran das der Mann immer der Namensgeber der Familie war. Daher kamen dann so Namen wie Frau Humpenrump genannt Vondenrump, wenn der Mann z. B. auf den Hof der Frau eingeheiratet hat. Wir hatten auch mal ein Sparbuch auf der Bank für eine Frau Herbert Humpenrump, also die Frau von Herbert Humpenrump…

    Darum ging es ja nicht, und das es sich auf dieser Feier so verhielt habe ich mir auch gedacht. Wenn sie Euch beide kannte, so ist es aber auch ähnlich. Das ist Adrian mit seinem Freund Raphael, würde dann Raphael als direkten Freund ausschließen… Ich will da aber nicht krampfhaft ne Ausrede finden, sondern nur sagen, manchmal macht man etwas um anderen nicht vor den Kopf zu stoßen, eben beide als direkte Freunde anzugeben und tut ihnen, ohne es zu wollen, anders weh…

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  1. Fortschritt – um jeden Preis? | too long; didn’t read - 16. März 2014

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