Akif außer Rand und Band

23 Mrz

In meinem Bücherregal befinden sich zwei Romane von Akif Pirinçci. Mittlerweile ist mir das zunehmend peinlich. Denn was er in einem Interview mit dem Betreiber des Blogs „Männerstreik“ von sich gibt, ist grotesk und beschämend. Nicht nur für die maskulistische Bewegung, sondern auch für alle Männer; für alle Menschen, die kein Interesse daran haben, Gräben zu errichten und Feindbilder zu pflegen, sondern sich statt dessen dafür engagieren, die Welt für alle ein klein wenig besser zu machen.

Nehmen wir die Homosexuellen. Es wird bei dieser Bevölkerungsgruppe ein Kampf um Leben und Tod für die Eheschließung und das Adoptionsrecht geführt. Allerdings nur für die Öffentlichkeit. Die Forderung hat nämlich nichts mit der Realität zu tun. Die hemmungslos promiskuitive homosexuelle Lebensweise schließt Ehe und Familienleben grundsätzlich aus.

Wenn die „hemmungslos promiskuitive homosexuelle Lebensweise“ Ehe und Familienleben grundsätzlich ausschließen würde, gäbe es keine Homosexuellen, die für Ehe und Familie eintreten würden. Tatsache ist aber, dass nicht alle Homosexuellen promiskuitiv leben, und dass die Homosexuellen, die für Ehe und Familie eintreten, vermutlich am wenigsten promiskuitiv sind. Abgesehen davon, dass es keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen Promiskuität, Ehe und Familie gibt. Denn einerseits kann man in einer Lebensphase promiskuitiv sein, und in der anderen eine Ehe und Familie anstreben, und andererseits ist Monogamie nicht zwangsläufig Bedingung für eine Ehe.

Die überwältigende Mehrheit der Schwulen und Lesben wollen weder heiraten noch Kinder haben.

Erste Frage: Woher weiß Pirinçci das?

Zweite Frage: Inwiefern wäre das relevant? Ich zum Beispiel würde gerne heiraten und vielleicht auch mal Kinder haben. Wieso sollte mir das verwehrt sein, wenn die Mehrzahl der anderen Homos, das (angeblich) nicht möchte?

Unter den 16 Millionen Kindern unter 16 Jahren leben lediglich 1000 Kinder bei schwulen Beziehungen und 9000 bei lesbischen. Damit aber nicht genug. Bei mehr als der Hälfte dieser Fälle handelt es sich um keine „Wunschkinder“, sondern um sogenannte Notadoptionen, weil der Bruder oder die Schwester oder ein anderer Verwandter gestorben ist und die Kinder beim Onkel oder Tante untergekommen sind.

Dass schwule und lesbische Paare vergleichsweise wenig Kinder haben, sollte nicht überraschen. Erstens funktioniert das bei uns mit der Befruchtung nicht ganz so einfach. Und zweitens werden Schwulen und Lesben rechtlich nicht wenige Hürden in den Weg gelegt. Welche könnten das sein? Ach ja, richtig, schwulen und lesbischen Paaren ist zum Beispiel das Ehe- und Adoptionsrecht verwehrt. Man erschwert ihnen damit die rechtliche und soziale Anerkennung als Partnerschaft und als Familie und stempelt ihre Beziehungen zu Beziehungen zweiter Klasse. Könnte das nicht ein Grund dafür sein, dass Schwule und Lesben sich schwer damit tun, einen Kinderwunsch in die Tat umzusetzen?

Dennoch wird dieses Thema zu einem Empörungsorgan aufgebauscht. Warum? Weil man damit a) als Anführer von Lobbygruppen mit einfachen Dummdreistgerede an exzellent dotierte Pöstchen gelangen kann und b) man dadurch das traditionelle Familienmodell, also die Basis einer gedeihlichen Gesellschaft ein Stück mehr zerstören kann.

In Pirinçcis Welt sieht das offenbar so aus, dass eines Tages ein Homo festgestellt hat, nicht im Besitz eines exzellent dotierten Pöstchens zu sein. Was liegt da näher, als für die gleichgeschlechtliche Ehe einzutreten, vor allem da man damit gleichzeitig das „traditionelle Familienmodell“ zerstören kann? Und wie zerstört das Eintreten für die gleichgeschlechtliche Ehe die traditionelle Familie? Diese Antwort bleibt Pirinçci uns leider schuldig.

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Wenn Heteros nicht mehr heiraten, keine Kinder mehr bekommen und sich scheiden lassen, dann liegt das nicht an Schwulen und Lesben, sondern allein an den Heteros. Wer, wie Pirinçci, das traditionelle heterosexuelle Familienbild aufrechterhalten will, sollte seine Worte an seine heterosexuellen Kollegen richten. Leichter ist es natürlich, die Verantwortung auf andere zu schieben, und in aberwitziger Manier die Meinung zu kolportieren, Peter und Hans seien schuld daran, dass Frank und Monika unverheiratet sind und noch kein Kind gezeugt haben.

Ob die Gleichberechtigung schon erreicht ist, vermag ich nicht zu beantworten. Die viel wichtigere Frage ist, ob wir das überhaupt wollen. Daß man alle Menschen, ob Mann oder Frau, gleichberechtigt behandeln sollte, ist klar wie Kloßbrühe.

Offenbar nicht, sonst würde Pirinçci sich ja nicht gegen das Ehe- und Adoptionsrecht für Homosexuelle aussprechen. Denn was bitte schön hat es mit Gleichberechtigung zu tun, wenn eine Frau ein Mann heiraten darf, ein Mann aber nicht (und umgekehrt)? Was hat es mit Gleichberechtigung zu tun, wenn Mann und  Frau Kinder adoptieren dürfen, Mann und Mann /Frau und Frau aber nicht?

Aber ich habe da meine Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee wäre, einer Schönheit,  die man zum Abendessen eingeladen hat, wo am Ende klar ist, daß man gleich gemeinsam ins Bett hüpfen wird, zu sagen: „Bezahl deinen Teil der Rechnung bitte selber, Schätzchen!“ Wenn die Frauen es so haben wollen, bitte sehr.

Nur am Rande sei erwähnt, dass Pirinçci hier offensichtlich heterosexuelle Promiskuität propagiert. Warum ist es ihm dann eigentlich erlaubt zu heiraten?

Gender Mainstreaming ist ein von geisteskranken und faulen Lesben, die komplett vom Staat alimentiert werden, erfundener Scheißdreck, der nur einen Zweck verfolgt: Das Männliche aus der Welt zu schaffen.

Auch das ist natürlich populistischer Blödsinn. Denn Gender Mainstreaming, bedeutet,

die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern bei allen Entscheidungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu berücksichtigen, um so die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen.

Diese Definition stammt vom Sozialwissenschaftler Hans Joas, der weder geisteskrank noch lesbisch und vermutlich auch nicht faul ist. Man beachte, dass in dieser Definiton von „Frauen und Männern“ die Rede ist. Die Abschaffung der Männlichkeit ist demnach also kein Bestandteil von Gender Mainstreaming.

Denn wenn man sich die Protagonisten und Ikonen der Gender Mainstreamings (alle Lesben) genauer ansieht und ihre Schriften liest, geht es in Wahrheit nur um Homosexualität und darum, daß am besten ein Mann einen anderen Mann in den Arsch ficken sollte und eine Frau eine andere Frau lecken. Die Eliminierung des traditionellen Familienmodels und der Heterosexualität sind das oberste Ziel.

Jeder der recherchieren und lesen kann, wird mit wenig Mühe herausfinden, dass auch diese Aussage kompletter Unsinn ist. Als Beispiel sei hier eine Broschüre der Stadt Berlin verlinkt, die sich mit „Gender Mainstreaming in der Stadtentwicklung“ beschäftigt. Es muss wohl kaum betont werden, dass es in dieser Broschüre mitnichten um Homosexualität geht, und ganz gewiss auch nicht um lecken und Arsch ficken.

Ich weiß nicht, warum Pirinçci so sehr auf Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Sex fixiert ist. Sollte er diesen Beitrag lesen, so sei ihm mitgeteilt, dass ich als Schwuler kein Interesse daran habe, seine Heterosexualität zu eliminieren, oder ihn daran hindern möchte, eine traditionelle Familie zu gründen. Warum er mich aber daran hindern will, zu heiraten und Kinder zu adoptieren, hat er nicht erklären können.

Er wird seine Gründe haben…

31 Antworten to “Akif außer Rand und Band”

  1. HansG 23. März 2014 um 00:56 #

    In einem Punkt hat er aber Recht. In der Gender-Theorie dienen Männer nur als Feigenblatt. Die Definition von Hans Joas deckt sich nicht mit der Realität.

    In erster Linie wird GM dazu benutzt irgendwelche Benachteiligungen von Frauen zu konstruieren. Ein Nebenprodukt ist die Verschandelung des Schriftbildes durch Sterne, Striche und andere Kuriositäten. Eine unübersehbare Affinität zu verschiedenen Queer-Themen ist nicht zu leugnen. Ich vermute dahinter lediglich eine Strategie um zumindest den Eindruck eines Interesses an Gleichberechtigung zu erwecken.

  2. derdiebuchstabenzaehlt 23. März 2014 um 08:11 #

    Gleichstellung ist ein Gegenteil von Gleichberechtigung.

    Der Sozialwissenschaftler Hans Joas spielt absichtlich mit falschen Karten oder ist kein besonders gewissenhafter Wissenschaftler. Wer immer eine Gleichstellung durchsetzen will, ist gegen Gleichberechtigung! Das sollte einem Sozialwissenschaftler klar sein, der anderen die politische Welt erklären will. Ich vermute, er weiß was er sagt und ist demnach gegen Gleichberechtigung. Ich hoffe nicht, daß es auch bei Euch (Gay West) so ist. Hier wird immerhin diese (eine) Erklärung für Gender Mainstreaming zustimmend zitiert.

  3. Jason Bourne 23. März 2014 um 09:19 #

    Ich finde, Akif hat in ALLEN Punkten recht.
    Insbesondere DESWEGEN:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article117099367/Die-grenzenlose-Emanzipation-einer-Minderheit.html
    Werde mir das Buch kaufen.

  4. Andreas 23. März 2014 um 09:24 #

    @HansG:
    Was Du schilderst ist ein Missbrauch von GM durch eine starke lesbische bzw. konstruktivistische Strömung, welche nicht zuletzt die einschlägigen Lehrstühle besetzt hält. Daran sind wir Männer aber auch zum Teil selbst schuld, weil wir es – wie so vieles – haben geschehen lassen. Im Grunde ist Adrians Sichtweise zu GM richtig.

    @Adrian:
    Der Vorzug von Rechten wie Akif P. gegenüber linken Ideologen ist, dass sie ihr Herz auf der Zunge tragen und sagen was sie denken. Sie sind authentisch. Mit ihnen ist ein offener Dialog möglich, was die Chance auf Korrektur der Meinung durch Argumente einschließt. Andere würden eine Gegenrede solange verbiegen, bis sein Kritiker als dämonischer Unhold dasteht, und dies alles unter geschickter Vermeidung des eigentlichen Themas.

  5. Adrian 23. März 2014 um 10:27 #

    @ Jason Bourne
    ZU dem Artikel hatten wir auch schon was:
    https://gaywest.wordpress.com/2013/06/14/ein-herz-fur-heteros/

  6. HansG 23. März 2014 um 10:38 #

    @Andreas
    Der theoretische Grundgedanke ist eine Blaupause. Relevant ist die Praxis. Und was da kommt ist schlicht abzulehnen. Gerade Gleichstellung hat sich als unermüdliche Triebfeder für Diskriminierung entpuppt.

    Nur weil wir Männer es überhaupt so weit kommen haben lassen widerspricht das nicht der Forderung den Blödsinn so schnell wie möglich wieder abzuschaffen.

  7. Adrian 23. März 2014 um 10:43 #

    @ddbz
    „Hier wird immerhin diese (eine) Erklärung für Gender Mainstreaming zustimmend zitiert.“

    Ich habe nur eine Definition zitiert, um zu zeigen, dass es dem GM nicht um Abschaffung des Männlichen geht, wie Pirinçci behauptet.

  8. derdiebuchstabenzaehlt 23. März 2014 um 11:10 #

    @ Adrian

    Die von Dir zitierte Definition ist aus den von mir genannten Grund alleine schon sehr kritisch zu sehen! Hier wird offen Ungleichberechtigung gefordert. Bist Du sicher, daß es DIE Definition ist, die wirklich GM definiert? Ich bin mir da nicht sicher.

    Selbst wenn das so ist, widerspricht es nicht der Behauptung das GM eine Erfindung von Lesben ist. Und der genaue Zweck von GM bleibt weiterhin im Dunkel.

    Die Humbold-Gender-Uni Berlin weigert sich weiterhin ihre Genderlehrinhalte offen zu legen, was mir schon zu denken gibt. Die wollen nicht mit offenen Karten spielen, lassen es lieber auf einen Gerichtsprozeß ankommen.

    • Adrian 23. März 2014 um 11:11 #

      @ ddbz
      „Selbst wenn das so ist, widerspricht es nicht der Behauptung das GM eine Erfindung von Lesben ist.“

      Selbst wenn es so wäre: Inwiefern wäre das ein Argument gegen GM? Nur für den, der Lesben nicht ausstehen kann.

  9. maennerstreik 23. März 2014 um 11:33 #

    Erstens sollte man sehen, dass Akif in dem Buch vorsätzlich sehr provokativ und „ie die Axt im Walde“ auftritt. Ich teile auch nicht alle seiner Thesen, aber man kann ihm nicht absprechen, in vielerlei Hinsicht Recht zu haben.

    Mir ist es übrigens vollkommen egal, ob Homosexuelle Kinder adoptieren können sollten oder nicht. Das Wohl des jeweiligen Kindes sollte im Vordergrund stehen und da jeder weiß, wie grausam Kinder sein können, sollte man IMHO den Kindern, die oftmals eh schon aus schwierigen Lebenssituationen kommen, die Belastung ersparen, die sie dadurch hätten, wenn jeder sie nach den beiden Männern oder Frauen fragt und anschließend die gesamte Schulzeit übr bis zum Selbstmord hänselt. Und nein, das löst man nicht durch eine Umerziehung der Gesellschaft. Wenn zwei Frauen oder zwei Männer Kinder bekommen sollten, hätte die Natur das so eingerichtet. Geht nicht, ist also auch nicht vorgesehen. Beschwert euch doch bei der Evolution, beim Schöpfer oder wem auch immer. Oder geht eine Lebensgemeinschaft mit einem Partner ein, der erst später homosexuell geworden ist, schon Kinder hat und euch mit ihm / ihr Familie spielen läßt.

    Die heterosexuelle Ehe ist übrigens deswegen privilegiert, weil sie üblicherweise der Ursprung von Kindern und Familie ist. Das ist bei Homosexuellen aus oben genannten biologischen Gründen unmöglich. Auch ist die Beziehungsdauer bei Homosexuellen oftmals nicht besonders lange, erst wenn sie alt werden, wünschen sie sich langsam sowas wie Beständigkeit. Bis Mitte / Ende 30 wird hingegen oftmals alles gevögelt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Nur meine Beobachtung in Köln, wo ich allerdings früher arbeitsbedingt auch einige wenige homosexuelle Paare getroffen habe, die man als „wie verheiratet“ hätte bezeichnen können, noch bevor es die eingetragene Lebenspartnerschaft gab.

    Bleibt zu sagen, dass bei Gender Mainstrreaming in der Tat Theorie und Praxis verschiedene Welten sind Real wurde das Gender Mainstreaming nämlich von feministischen Kreisen als Waffe gegen die Männer annektiert, so dass männliche Positionen und Rollenbilder häufig unbeachtet bleiben. Nur als Homo- oder Transsexuelle rücken sie ein bisschen in den Fokus, der heterosexuelle Mann hingegen bleibt unbeachtet und darf den Schwachsinn nur finanzieren.

    Generell halte ich es für untauglich, Menschen anhand ihres Unterleibs oder dessen, was sie damit tun, in Schubladen zu stecken. In einer demokratischen Gesellschaft muss man aber akzeptieren, dass es Mehrheiten gibt, die den Ton angeben. Solange Minderheiten dennoch ihre Rechte zugesichert erhalten und angemessen geschützt werden, ist IMHO alles in Ordnung. Wir können jedoch nicht die Mehrheit ignorieren um Minderheiten den Puderzucker nicht nur mit dem Füllhorn, sondern mit dem Windkanal in den Allerwertestens zu pusten. Und manche Minderheiten sollten sich einfach mal fragen, ob sie einerseits nicht mittlerweile zu gierig nach Privilegen und Extrawürstchen lechzen und nicht andererseits absolut intolerant und ignorant gegenüber denjenigen sind, die ihnen Toleranz und bestehende Privilegien ermöglicht haben. Toleranz ist nämlich keine Einbahnstraße, sondern bedaf auch des *gegenseitigen* Respekts und der Kommunikation *miteinander* – auch jenseits von Wunschlisten und Forderungskatalogen.

    PS: Ich hatte Akif nur diese paar Fragen vorab gemailt, ein Rezensionsexemplar ist geordert und wird dann zeitnah besprochen. Vielleicht ist der Fokus auch deshalb bei den Homosexuellen gelandet, weil er da offenbar Verbindungen zwischen Feministinnen und Lesbenlobby sieht. In 4-5 Tagen wird man sehen können, inwieweit er den Fokus auf Homoseuelle richtete. Dieser Artikel in der SZ läßt aber anderes vermuten, das klingt eher nach einem Rundumschlag: http://www.sueddeutsche.de/kultur/schriftsteller-akif-pirinci-liebe-landsleute-1.1919409

    PPS: Was hältst Du eigentlich davon, dass homosexuelle Männer beim Blutspenden als Risikogruppe gelten, homosexuelle Frauen aber nicht?

    • Adrian 23. März 2014 um 11:48 #

      @ Maennerstreik
      „Mir ist es übrigens vollkommen egal, ob Homosexuelle Kinder adoptieren können sollten oder nicht.“

      Um Dich geht es in dem Beitrag auch nicht.

      „Die heterosexuelle Ehe ist übrigens deswegen privilegiert, weil sie üblicherweise der Ursprung von Kindern und Familie ist.“

      Der Ursprung von Kinder und Familien ist die Befruchtung einer Ei- durch eine Samenzelle. Mit einer Ehe hat das nichts zu tun. Weder muss man Kinder haben um zu heiraten, noch sich verpflichten, Kinder zu bekommen, wenn man heiratet.

      „In einer demokratischen Gesellschaft muss man aber akzeptieren, dass es Mehrheiten gibt, die den Ton angeben.“

      Schön. Die Mehrheit in Deutschland ist für die Eheöffnung.

      „Was hältst Du eigentlich davon, dass homosexuelle Männer beim Blutspenden als Risikogruppe gelten, homosexuelle Frauen aber nicht?“

      Ich halte diese Regelung für falsch, die Begründung aber für nachvollziehbar.

  10. derdiebuchstabenzaehlt 23. März 2014 um 12:41 #

    @Adrian

    Die Behauptung ist ja, daß es Lesben erfunden hätten mit dem Ziel das Männliche aus der Welt zu schaffen. Weiterhin, daß der Staat diese dafür komplett bezahlt. Auch meinte er „geisteskranke und faule Lesben“.

    Jetzt könnte ich erstens unterstellen, daß Du Lesben generell damit als beschrieben siehst.

    Weiter wird GM komplett vom Staat bezahlt und erzwungen und wie ich gezeigt habe ist zumindest ein offenes Ziel von GM das Männliche tatsächlich zurückzudrängen. Beides mit dem erklärten Ziel die Gleichberechtigung einer Gleichstellung zu opfern.

    Nochmal, wer hats erfunden? Wenn ich die Definition für ein Rad aufschreibe, bin ich doch nicht Erfinder des Rades. Genauso ist nicht der Soziologieprof wegen seiner Definition von GM auch der Erfinder von GM.

    Du hast also diese Behauptungen über GM von Akif nicht widerlegt.

  11. maennerstreik 23. März 2014 um 12:43 #

    @Adrian:

    „Der Ursprung von Kinder und Familien ist die Befruchtung einer Ei- durch eine Samenzelle. Mit einer Ehe hat das nichts zu tun. Weder muss man Kinder haben um zu heiraten, noch sich verpflichten, Kinder zu bekommen, wenn man heiratet.“

    Richtig, es braucht zwei verschieden Zelltypen für eine Befruchtung, woran es in homosexuellen Beziehungen eben scheitert mit der Fortpflanzung. Schaut man in die Geschichte und die Zeit als die Ehegesetze formuliert wurden, so war es zu dieser Zeit üblich zu heiraten, wenn Frau schwanger war und wer heiratete, bekam auch recht bald Kinder. Dass dies heute nicht mehr so ist, ist Zeitgeist, der nicht dem Geist / der Intention der gestzlichen Kodifikation zur Zeit seiner Entstehung anzulasten ist.

    „Schön. Die Mehrheit in Deutschland ist für die Eheöffnung.“

    Link zu Umfrage / Statistik finde ich wo? Oder meintest Du ironischerweise die Mehrheit der Homosexuellen?

  12. Leszek 23. März 2014 um 13:14 #

    @ Adrian

    „(…)denn was er in einem Interview mit dem Betreiber des Blogs “Männerstreik” von sich gibt, ist grotesk und beschämend.“

    In der Tat. Ein aufmerksamkeitssüchtiger Dummschwätzer.

    Meiner Ansicht nach gehört es auch zu den Aufgaben des linken Maskulismus solche homophoben Ideologien wie die von Pirincci kritisch zu analysieren und diskursiv zurückzuschlagen.

    Die belegfreie Behauptung, nur wenige Homosexuelle hätten Interesse an Heirat und Adoption, wäre in der Tat selbst dann ein selten dämliches Argument, wenn es stimmen würde.
    Denn im Kontext einer ethischen Argumentation hängt es nicht davon ab, wie hoch der Anteil an Menschen ist, die bestimmte, ihnen bislang verwehrte Rechte in Anspruch nehmen würden, um es als Unrecht zu beurteilen, dass einer bestimmten Menschengruppe gleiche Rechte verwehrt werden.

    Die falsche Behauptung, es ginge der politischen Linken beim Recht auf Ehe und Adoption für Homosexuelle in Wahrheit um die „Zerstörung der Familie“ – wird so ähnlich übrigens auch von Sarrazin vertreten – ist eine gängige radikal-konservative/rechte Propagandalüge, die zwar keinerlei Realitätsgehalt hat, aber der Selbstaufwertung, Gegnerdämonisierung und Mobilisierung Konservativer mit starker Präferenz für Familienstabilität dient.

    Ich kenne die verschiedenen Spektren innerhalb der Linken seit meiner Jugend und es gibt keine größere zeitgenössische Strömung innerhalb der Linken, die eine Ideologie der „Zerstörung der Familie“ vertreten würde und schon gar nicht mittels der Förderung von Gleichberechtigung für Homosexuelle im Ehe- und Adoptionsrecht. Das ist schon leicht daran erkennbar, dass es keine Schriften, Veranstaltungen, Debatten etc. innerhalb der Linken zu einer solchen Strategie der „Familienzerstörung“ gibt.

    Und es wäre übrigens auch schon rein pragmatisch völlig absurd. Inwiefern schadet es denn heterosexuellen Familien, wenn Homosexuelle hinsichtlich Ehe und Adoption die gleichen Rechte hätten? Überhaupt nicht!
    Inwiefern wäre dies eine Abwertung der Familie? Es wäre überhaupt keine Abwertung der Familie, sondern faktisch eine Aufwertung. Weil das Konzept/Modell Familie wertvoll ist, soll es auch homosexuellen Paaren voll und ganz als Möglichkeit zur Verfügung stehen.

    Noch absurder ist diese Anschuldigung in Bezug auf Interessengruppen für Homosexuelle, die ja offensichtlich keinerlei Vorteile von einer „Zerstörung der Familie“ hätten, für die die Gleichberechtigung im Ehe- und Adoptionsrecht aber einen wichtigen Abbau von Diskriminierung und Ungleichbehandlung bedeuten würde.

    Interessant ist bei dieser konservativen/rechten Diskursstrategie die demagogische Umdeutung des tatsächlichen Sachverhalts: Die Forderung nach dem Recht auf ein Familienleben für homosexuelle Paare wird versucht in eine Strategie zur Abwertung der Familie umzudichten.

    „Denn wenn man sich die Protagonisten und Ikonen der Gender Mainstreamings (alle Lesben) genauer ansieht und ihre Schriften liest, geht es in Wahrheit nur um Homosexualität und darum, daß am besten ein Mann einen anderen Mann in den Arsch ficken sollte und eine Frau eine andere Frau lecken. Die Eliminierung des traditionellen Familienmodels und der Heterosexualität sind das oberste Ziel.“

    Tatsächlich spielen die genannten Aspekte in Schriften zur politischen Praxis des Gender Mainstreaming sowie zur Gender-Theorie (was Akif Pirinçci hier offenbar durcheinander wirft) überhaupt keine Rolle.

    Kritikwürdig an der bisherigen Praxis des Gender Mainstreaming ist, dass von geschlechtsbezogenen gesellschaftlichen Ungleichverteilungen auf Diskriminierung zu Lasten (nur) von Frauen geschlossen wird und Frauenquoten gefordert werden, ohne zu prüfen, ob und inwieweit solchen Ungleichverteilungen unterschiedliche durchschnittliche Präferenzen von Frauen und Männern zugrunde liegen.
    Kritikwürdig ist außerdem die komplette Ausblendung männlicher Diskriminierungen, Benachteiligungen und sozialer Problemlagen in der gegenwärtigen Geschlechterpolitik:

    http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

    https://gaywest.wordpress.com/2013/06/03/mannerrechte-sind-menschenrechte/

    Kritikwürdig an der Gender-Theorie ist die Ausblendung des biologischen Forschungsstandes zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Geschlechter

    http://allesevolution.wordpress.com/2014/02/10/geschlechterrollen-haufungen-wird-es-immer-geben-dies-darf-aber-keinen-konformitatszwang-erzeugen/

    http://allesevolution.wordpress.com/2013/07/05/grit-vandermassen-und-die-unstimmigkeiten-feministischer-theorie-im-gegensatz-zu-evolutionarer-psychologie/

    sowie die einseitige und radikalfeministische Ausrichtung, die gegen Männer gerichteten Sexismus nicht anerkennt,

    http://feminismus101.de/was-ist-sexismus/

    männliche Diskriminierungen leugnet oder relativiert und auf pseudowissenschaftlichen und unhaltbaren ideologischen Konzepten wie „hegemoniale Männlichkeit“ und „patriarchale Dividende“ beruht.

    Akif Pirinçci hat also überhaupt nicht verstanden, was die tatsächlich problematischen Aspekte am Genderismus sind, hat offenbar auch nie etwas Fundiertes zum Thema gelesen und missbraucht das Thema lediglich als Bezugspunkt für seine Homophobie.

    Solche demagogischen Phrasen, wie die von Akif Pirinçci erschweren es der fundierten – und in keiner Weise homophoben – Kritik an Gender-Theorie und Gender-Mainstreaming, wie sie von seriösen Männerrechtlern praktiziert wird, wahrgenommen und ernstgenommen zu werden und erleichtern es radikalfeministischen Gegnern der Männerrechtsbewegung diese mit solchen Gestalten wie Akif Pirinçci in einen Topf zu werfen.

    Aus Perspektive des linken Maskulismus sollte man hier m.E. noch einmal deutlich betonen: Der Kampf für Schwulenrechte ist ein Kampf für Männerrechte!

    http://genderama.blogspot.de/2013/12/erste-maskulistische-blogparade-warum.html

    Und auch wenn Lesben aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit nicht primärer Bezugspunkt von Männerpolitik sein können, muss die Gleichberechtigung im Ehe- und Adoptionsrecht für sie natürlich genauso gelten wie sie für schwule Männer gelten sollte.

  13. Robin Urban 23. März 2014 um 13:36 #

    „Unter den 16 Millionen Kindern unter 16 Jahren leben lediglich 1000 Kinder bei schwulen Beziehungen und 9000 bei lesbischen. Damit aber nicht genug. Bei mehr als der Hälfte dieser Fälle handelt es sich um keine „Wunschkinder“, sondern um sogenannte Notadoptionen, weil der Bruder oder die Schwester oder ein anderer Verwandter gestorben ist und die Kinder beim Onkel oder Tante untergekommen sind.“

    „Dass schwule und lesbische Paare vergleichsweise wenig Kinder haben, sollte nicht überraschen. Erstens funktioniert das bei uns mit der Befruchtung nicht ganz so einfach. Und zweitens werden Schwulen und Lesben rechtlich nicht wenige Hürden in den Weg gelegt. Welche könnten das sein? Ach ja, richtig, schwulen und lesbischen Paaren ist zum Beispiel das Ehe- und Adoptionsrecht verwehrt. “

    Adrian, verstehst du diese ausgezeichnete Argumentation nicht? Wenn ihr wirklich, WIRKLICH Kinder haben wolltet, würdet ihr sie euch klauen. Das ist doch ganz klar. Dass ihr das nicht tut zeigt überdeutlich, dass es euch nur um irgendwelche überbezahlten Pöstchen geht. Gib es doch einfach zu, Adrian!

    „Er wird seine Gründe haben…“

    Kennst du diesen Artikel schon? Der scheint das Klischee, Männer mit homophilen Neigungen äußern sich ganz besonders oft homophob, zu bestätigen. Ich konnte mir ein hämisches Kichern nicht verkneifen…
    http://www.zeit.de/wissen/2014-02/homophobie-ursachen-folgen-akzeptanz

    Mir wird es auch zunehmend peinlicher, „Felidae“ mal gemocht zu haben.

  14. Atacama 23. März 2014 um 14:27 #

    „Das Wohl des jeweiligen Kindes sollte im Vordergrund stehen und da jeder weiß, wie grausam Kinder sein können, sollte man IMHO den Kindern, die oftmals eh schon aus schwierigen Lebenssituationen kommen, die Belastung ersparen, die sie dadurch hätten, wenn jeder sie nach den beiden Männern oder Frauen fragt und anschließend die gesamte Schulzeit übr bis zum Selbstmord hänselt.“

    Das finde ich immer wieder erstaunlich, wie passiv sich weite Teile der Erwachsenenwelt bei dem Thema verhalten. Und noch dazu es offenbar nur oder primär bei dem Thema hervorkramen. Ansonsten herrscht zum Thema Mobbing doch Schweigen im Walde.
    Hach ja es ist halt so, dass manche Kidner Spaß daran haben, andere zu quälen. Das ist ganz normal und nicht änderbar. Und wir schauen dann einfach zu wie da jemand „die gesamte Schulzeit über bis zum Selbstmord gehänselt wird“. Hinterher stellen wir allenfalls ein „Warum?“ Schildchen auf und machen weiter wie bisher.
    Übrigens ist das mit „Kidner können grausam sein“ sowieso nur eine Schutzbehauptung. In der Arbeitswelt der Erwachsenen sieht es ja oft nicht besser aus.

    Natürlich ist das änderbar und zwar durch die Erwachsenen im Umfeld des Betroffenen (und der Täter). Oder will man mir weis machen, dass man sich nicht gegen Kinder durchsetzen kann.
    Und dann wird immer behauptet, Erziehungsrecht läge primär bei den Eltern. Dann sollen die ihren Kindern eben ein anständiges Sozialverhalten beibringen und ansonsten haftbar gemacht werden können. Eltern haben da meiner Ansicht nach nämlich eine Aufsichtspflicht und eine Pflicht zu gewährleisten, dass das Kind nicht als Schädigungsfaktor gegenüber anderen auftritt.

    „Und nein, das löst man nicht durch eine Umerziehung der Gesellschaft. “

    Aber durch Sanktionen der Täter-Eltern (und der Täter selbst, und zwar nicht erst wenn es schon richtig schlimm ist sondern von Anfang an) und der wegsehenden Lehrer. Wenn Hartz4/Kindergeld erstmal gestrichen werden oder ein paar Tausend Euro Schmerzensgeld fällig werden bei jeder Attacke, werden Eltern es sich dreimal überlegen, ob sie ihren Drecksblagen weiterhin so eine lange Leine lassen. Da würde sich der ein oder andere vielleicht dann mal eine Erzieungshilfe holen oder einen Termin beim Kidnerpsychologen oder das Verhalten des eigenen Kindes in der Öffentlichkeit mal etwas mehr überwachen.
    Das meine ich nicht speziell auf das Homosexualitäts-Thema bezogen, sondern allgemein. Denn die individuellen und volkswirtschaftlichen (Langzeit-)Schäden die durch Mobbing entstehen können, sind doch kaum bezifferbar.
    Ab und zu kriegt man es ja mit wenn mal wieder über das Thema berichtet wird und ich finde es zum Kotzen, dass das nicht viel mehr in den öffentlichen Fokus gerückt wird (auch im Hinblick auf das neu aufgekommene Cybermobbing). Ich finde es unfassbar was für Zustände da teilweise geduldet werden und das bei jungen Menschen bei denen solche Erfahrungen garantiert noch schwere Folgen haben als bei entwickelten Erwachsenen die bessere Bewältigungsstrategien haben.
    Die hier war nicht lesbisch udn auch kein Kind von lesbischen Frauen.

    Wenn, dann sollte man die Täter anprangern und nicht die Opfer. Die, wenn es passiert am besten noch irgendwie selbst dran schuld sind, weil sie nicht angepasst genug sind.
    Und daran sollte man arbeiten und nicht diese Passive Duldung an den Tag legen. Würdest du auch so passiv sein, wenn es um dein Kind ginge?

    Ausserdem gibt es ja nun schon einige Kinder aus solchen Paar-oder Familienkonstellationen und dass es da automatisch zu Mobbing kommt, scheint keineswegs gesichert. Zumal Eltern sowieso nicht Hauptansatz für Mobbing sind.

    „Wenn zwei Frauen oder zwei Männer Kinder bekommen sollten, hätte die Natur das so eingerichtet. Geht nicht, ist also auch nicht vorgesehen. “

    Es geht ja nicht ums gemeinsame Zeugen (zeugung dauert 5 Minuten) sondern um das gemeinsame Großziehen (dauert mindestens 18 Jahre, die Beziehung dauert aber noch länger)

  15. Blub 23. März 2014 um 14:33 #

    Um Adrians Hinweis noch weiterzudenken, eigentlich ist das Konzept der heterosexuellen Ehe und deren Primat ein Konzept, das erstmal verhindert, dass Eizelle und Samen zusammenkommen. Insofern ist das eigentlich ein übles Kinderverhinderungskonzept. Das fällt nur nicht auf, da sie besonders gern und erfolgreich in Kombination mit Kondomverbot und Abtreibungsverboten betrieben wird.

    Da heute schon ein großer Anteil der Kinder außerhalb der Ehe geboren werden (und dann eher irgendwann danach die Ehe irgendwann mal folgt), zeigt, dass das ganze Konzept des Primats der Ehe nicht mehr zeitgemäß ist und mit den Realitäten eines Lebens in einer freien westlichen Gesellschaft und insbesondere auch ihrer Mobilität nicht kompatibel ist. Man kann sich dem stellen und passendere Modelle entwickeln oder, wie von Konservativen bevorzugt, schmollend die Vergangenheit preisen (kein Internet toll, keine Medizin toll, man wurde verheiratet und musste keine Frau suchen toll, man lebt da, wo man geboren wurde, toll….), als noch alles besser war, und sich daran versuchen dieses Leben aus den vorigen Jahrhunderten, den heutigen Menschen aufzuzwängen.

    Und genauso kann man sich statt mit den echten Definitionen von Gender Mainstreaming zu beschäftigen, wie dies Adrian getan hat, auch einfach nur gegen dieses neumodische Zeug poltern. Und dabei wäre es doch auch im männlichen Interesse, wenn die Bedürfnisse von jungen wie alten Männern in der Gesellschaft und ihren Abläufen berücksichtig würde. Darum geht es doch, zu schauen, dass man die Menschen richtig fördert. Und ja, in der Praxis z.B. wird ignoriert, dass Jungen sich langsamer entwickeln, viel aufbegehrender sind und nur die wqenigen besten heute z.B. im Gymnasium bestehen können, wo dann über 60 % weiblich sind. Das ist ein guter Punkt, wo Männerrechtler sich mal die Idee des Gender Mainstreaming zu nutze machen sollten, statt es dumpf ohne Argumente als Feministenwerkzeug zu verdammen.

    Und zurück zu Schwulen, vielleicht sind Schwule wirklich noch zu wenig präsent und es müssten sich noch mehr outen und dies überall leben. Immer wieder hört man, dass Schwule wie Feministen nur hinloses Gender-Geschwafel absodern und studieren würden. Aber das ist weit gefehlt, in MINT-Fächern an den Hochschulen und im Berufsleben gbit es Schwule massenhaft. Sie zahlen Euch das Kindergeld. Es weiss nur keiner so richtig. .

  16. Atacama 23. März 2014 um 15:47 #

    „“Nee“, sagt er, „da gibt’s schon ein paar gute Weiber.“ Aber er, Pirinçci, habe einfach keinen Bock auf Parteien. Bei denen gehe es am Ende überall nur um Wichtigtuerei und Pöstchen. Und Frauen habe er auch in Bonn „jede Menge“.

    Er nimmt sein Handy wieder in die Hand, tippt ein bisschen rum und reicht es über den Tisch. „Schau dir die an.“ Auf dem Foto sieht man eine hübsche, etwas pausbäckige Blondine auf einem Bett liegen. Er nickt in Richtung Haus. „Das Bild habe ich im Schlafzimmer gemacht.“ Dann nimmt er einen extralangen Zug aus der Zigarette: „Rat mal, wie alt die war?““

    Das klingt ja wirklich garnicht nach Polygamie und strikt nach gelebten traditionellen Familienwerten.
    Wenn er das schon kritisiert (Auflösung traditioneller Beziehungsstrukturen, Polygamie usw.), dann soll er es doch bitte selber „besser“ machen. Alles andere klingt sonst ein wenig unglaubwürdig bis schizophren.

    Er „zerstört“ doch selber nach seiner Definition die traditionelle Familie wenn er sich nur mit wechselnden Prostituierten abgibt.
    Aber dann mit dem Finger auf andere zeigen und ihnen Polygamie vorwerfen. Merkt der noch was?
    Mir kommt das so vor, als würde diese Grundsatzkritik an Homosexuellen (Männern) eine Art Ablenkung sein von den diesbezüglichen „Missständen“ (wenn man es denn so sieht, was diese Leute ja tun) in den „eigenen Reihen“.
    Und dann sollen sie auch noch möglichst jung sein, während homosexuelle Männer pauschal dem Pädophilieverdacht ausgesetzt werden, was Pirincci ebenfalls tut zumindest behauptete er mal, schwule Männer wollten ausschliesslich Jungen adoptieren würden oder wollen würden, mit entsprechenden Absichten.

  17. Robin Urban 23. März 2014 um 20:25 #

    „Und dann sollen sie auch noch möglichst jung sein, während homosexuelle Männer pauschal dem Pädophilieverdacht ausgesetzt werden, was Pirincci ebenfalls tut zumindest behauptete er mal, schwule Männer wollten ausschliesslich Jungen adoptieren würden oder wollen würden, mit entsprechenden Absichten.“

    Wer ständig Prostituierte aufsucht, nicht trotz, sondern WEIL er sie verachtet, scheint nicht nur ein beschissenes Verhältnis zu Frauen, sondern ein ebenso gestörtes Verhältnis zu Sexualität an sich zu haben. Ein solches braucht man wohl für so ekelhafte Gedankengänge. Kein Mensch mit einem Bildungsstand wie Pirincci muss auf so eine Anti-Schwulen-Propaganda reinfallen, allein scheint er es wohl irgendwie nötig zu haben und WILL es glauben. Das, oder er ist ein Lügner, dem wirklich nichts zu niveaulos ist.

  18. Adrian 23. März 2014 um 23:12 #

    @ männerstreik
    „Link zu Umfrage / Statistik finde ich wo?“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Recognition_of_same-sex_unions_in_Germany#Public_opinion

  19. LoMi 24. März 2014 um 09:02 #

    „Der Vorzug von Rechten wie Akif P. gegenüber linken Ideologen ist, dass sie ihr Herz auf der Zunge tragen und sagen was sie denken. Sie sind authentisch. Mit ihnen ist ein offener Dialog möglich, was die Chance auf Korrektur der Meinung durch Argumente einschließt.“

    Das widerspricht vollends meinen Erfahrungen. Ich sehe in diesem Herrn eher jemanden, der sich ein für alle Mal festgelegt hat auf sein Familienbild. Es ist ja nicht so, dass es bislang noch keine Argumente gäbe. Es gibt genug Informationen, die helfen würden, die These der allmächtigen und familienzerstörenden Homo-Lobby zu differenzieren bzw. sie ganz ad acta zu legen. Wer offen für einen Dialog ist und auch bereit ist, seine Meinung gegebenenfalls zu ändern, der würde vermutlich auf derart starke Thesen verzichten, wie sie der Herr P. verbreitet. In meinen Augen bastelt P. lediglich an einem Feindbild. Es ist ein lächerliches Feindbild, weil die traditionelle Familie von der Minderheit der Homosexuellen nicht bedroht ist. Die Mehrheit der Menschen ist nach wie vor auf Familie gepolt. Mich jedenfalls hat niemand bedrängt, keine Familie zu haben, weder Schwule noch Gleichstellungsbeauftragte. Warum auch?

    Ich kenne keine Schwulen, die sagen: Familie ist Mist. Ich kenne keine Schwulen, die irgendwie gegen Kinder sind. Noch keiner von denen, die ich kenne, hatte was dagegen, dass ich mich für eine Familie entschieden habe. Kein einziger hat mir reingeredet in die Wahl meines Lebensmodells. Auch keine Aktivisten.

    Im übrigen haben Schwule auch Familie. Das scheint Herr P. zu vergessen. Schwule sind Kinder von Eltern und ich gehe mal davon aus, dass sie in der Regel sich im Schoße ihrer Herkunftsfamilie nicht minder wohl fühlen wie jeder andere auch. Insofern sie das tun, werden sie der traditionellen Familie auch einen Wert beimessen und sie nicht für den Fehler schlechthin halten.

  20. martin 24. März 2014 um 11:14 #

    Wir drehen uns hier doch permanent im Kreis. Gerade wenn es gar nicht besonders viele lesbische und schwule Paare geben sollte, die heiraten und Kinder adoptieren wollen, und gar nicht so viele Kinder, die bei lesbischen und schwulen Paaren aufwachsen, sodass man Zweifel haben muss, ob um gleichgeschlechtliche Ehen und gleichgeschlechtliche Adoptionsrechte nicht unverhältnismäßig viel Aufhebens gemacht wird, muss man sich doch umgekehrt umso mehr fragen, warum es ausgerechnet für diese wenigen Fälle eine Sondergesetzgebung geben muss.
    Was Pirincci angeht: Der ist Provokateur von Berufs wegen, das heißt als Schriftsteller. Ich glaube deshalb nicht, dass es notwendig ist, ihn gar so streng zu beurteilen, und es muss einem auch nicht peinlich sein, Bücher von ihm zu besitzen. Ich selbst habe freilich keine.

    • Adrian 24. März 2014 um 11:21 #

      @ martin
      „Der ist Provokateur von Berufs wegen, das heißt als Schriftsteller.“

      Ein Schriftsteller ist nicht notwendigerweise ein Provokateur und auch ein Provokateur muss damit rechnen kritisiert zu werden.

      „Ich glaube deshalb nicht, dass es notwendig ist, ihn gar so streng zu beurteilen“

      Streng beurteilt? Ich habe mich noch zurückgehalten.

  21. LoMi 24. März 2014 um 11:27 #

    „muss man sich doch umgekehrt umso mehr fragen, warum es ausgerechnet für diese wenigen Fälle eine Sondergesetzgebung geben muss.“

    Das Recht ist doch keine Frage der Menge der betroffenen Leute. Sobald es einen Menschen gibt, der eine Gleichbehandlung verdient, gibt es einen Grund für dieses Recht. Das ist eine Frage der Menschenwürde und der Vorstellung, was ein Mensch gilt.

    So etwas von Menge abhängig zu machen, wäre eher eine politische Logik, die auf den Einfluss von Wählergruppen achtet.

  22. martin 24. März 2014 um 11:40 #

    @ Adrian: Ja, Dein Beitrag klingt tatsächlich eher zurückhaltend🙂 Und nein, ich will Dir gar nicht widersprechen. Ich habe nur meine Zweifel, inwieweit er wirklich ernst meint, was er herumpolemisiert. Natürlich kann und soll man ihn dafür trotzdem (und gerade deshalb) kritisieren.

    @ LoMi: Aus Sicht der liberalen Position hast Du natürlich Recht, obwohl auch dann die politische Logik nicht ganz außer Betracht bleiben kann. Aber ich bin zweifellos ganz Deiner Meinung. Es ging mir nur umgekehrt um eine Art performativen Widerspruch auf der nicht-liberalen Seite – sich nämlich über eine unmäßige Aufmerksamkeit für ein bloßes Randphänomen zu beklagen, die man permanent selbst produziert.

  23. Feministin 25. März 2014 um 17:33 #

    FeministInnen sind für die Gleichstellung der Homo- zur Hetero-Ehe.

    Also nochmal: Welcher Partei schließt Du dich lieber an.

    Wem gilt deine Loyalität?

  24. HansG 25. März 2014 um 22:28 #

    @Feministin
    Wenn zwei oder auch fünf Menschen das Bedürfnis haben sozial und wirtschaftlich für einander einzustehen ist das meiner Meinung nach immer zu unterstützen.

    Dafür brauch ich jedenfalls nicht den ideologischen Mist der bei den Feministen mit dran hängt.

  25. maennerstreik 26. März 2014 um 07:25 #

    @Feministin:
    „FeministInnen sind für die Gleichstellung der Homo- zur Hetero-Ehe.“

    Kein Wunder, ein nicht unerheblicher Teil der heutigen Feministinnen sind wohl Lesben auf der Suche nach neuen Bettgespielinnen. Da ist eine verkorkste Ideologie, mit der Leichtgläubige und Verwirrte abgegriffen werden können, natürlich hilfreich. Ungleiches gleich zu behandeln ist übrigens nicht unbedingt eine Gleichstellung, sondern eine Privilegierung. So wie mit Frauenquoten ja auch nur die Privilegien und Paychecks von Berufs- und Diplomlesben (Zitat Hadmut Danisch) finanziert werden sollen.

    • Adrian 26. März 2014 um 10:54 #

      @ maennerstreik
      „Kein Wunder, ein nicht unerheblicher Teil der heutigen Feministinnen sind wohl Lesben auf der Suche nach neuen Bettgespielinnen.“

      Und ein nicht unerheblicher Teil der Befürworter der Nur-Hetero-Ehe sind Heteros auf der Suche nach neuen Bettgespielen…

      „Ungleiches gleich zu behandeln ist übrigens nicht unbedingt eine Gleichstellung, sondern eine Privilegierung.“

      Ich bin gegenüber einer Frau ungleich, warum aber sollte ich deswegen nicht die gleichen Rechte wie eine Frau haben?

      „So wie mit Frauenquoten ja auch nur die Privilegien und Paychecks von Berufs- und Diplomlesben (Zitat Hadmut Danisch) finanziert werden sollen.“

      Das ist natürlich Blödsinn, weil die Quoten nicht nur lesbischen Frauen zugute kommen würden.

  26. LoMi 26. März 2014 um 11:59 #

    „Kein Wunder, ein nicht unerheblicher Teil der heutigen Feministinnen sind wohl Lesben auf der Suche nach neuen Bettgespielinnen.“

    Ich halte das für ausgemachten Blödsinn. Erstens dürfte das so nicht zutreffen, viele Feministinnen sind keine Lesben. Zweitens gibt es weitaus effektivere Methoden, um Bettgespielinnen zu finden. Krude hochakademisierte Theorien sind kein Aphrodisiakum. Drittens erklärt sich der Feminismus kaum aus einer Tendenz zum Lesbianismus. Er ist anschlussfähig auch für Heterofrauen, die ihn trotz Mann, Kind und Beruf irgendwie plausibel finden können (Disclaimer: Für mich ist er nicht plausibel).

    Ich denke, da der Feminismus nun einmal eine allround-Herrschaftskritik sein will, übernimmt er eben das Engagement für alle Gruppen, die vom „System“ geknechtet werden, ähnlich, wie gewisse marxistische Strömungen das mit jedweger Befreiungsbewegung auf unserem Planeten tut. Lesben- und Schwulenrechte sind dann eher ein Aufhänger dafür, die weitreichende Bösartigkeit des Patriarchats zu beklagen, also ein weiterer Skandalfall. Die Enttäuschung der Feministinnen dürfte groß sein, wenn sie dann Homo-Aktivisten kennenlernen, die in der CDU sind. Sie sind nur solange für Lesben- und Schwulenrechte, wie das ihre Theorie des Patriarchats stützt (behaupte ich jetzt mal frech).

Trackbacks/Pingbacks

  1. Kindergarten: Sachlich diskutieren | Geschlechterallerlei - 9. April 2014

    […] Aber bitte: https://gaywest.wordpress.com/2014/03/23/akif-auser-rand-und-band/ […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: