Geschlecht ist keine Qualifikation

4 Apr

Das Oberste Gericht Australiens hat ein wegweisendes Urteil gesprochen:

Eine Pflicht, sich als Bürger zwischen zwei Geschlechtern entscheiden zu müssen, sei nicht in Ordnung. „Für die meisten rechtlichen Angelegenheiten ist das Geschlecht eines Individuums irrelevant“, begründete das Gericht nach Angaben des „Sunday Morning Herald“ seine Entscheidung.

In der Tat wäre das Geschlecht seiner Bürger für einen Staat nur dann relevant, wenn es in diesem Staat eine rechtliche Ungleichbehandlung von Menschen auf Grund Ihres Geschlechtes gibt. Da diese Ungleichbehandlung aber abzulehnen ist, sehe ich keine Veranlassung, warum es den Staat etwas anzugehen hat, als was man sich geschlechtlich definiert.

14 Antworten to “Geschlecht ist keine Qualifikation”

  1. derdiebuchstabenzaehlt 5. April 2014 um 07:04 #

    Dank Feminismus und Gender wird das Geschlecht in rechtlichen Angelegenheiten immer wichtiger und zum entscheidenden Kriterium.

    Aber die Obersten Richter dort im Outback scheinen nicht gerade die Schlauesten. Wenn das Geschlecht für EINE rechtliche Angelegenheit wichtig ist, geht es den Staat sehr wohl etwas an ..

    • Adrian 5. April 2014 um 09:37 #

      @ ddbz
      Die Richter wissen offenbar, dass die Öfffnung der Ehe in Australien nur noch eine Frage der Zeit ist. Dann wird das Geschlecht rechtlich egal.

  2. FDominicus 5. April 2014 um 08:10 #

    Nicht witzig. Den Staat geht vieles nicht an, er mischt sich trotzdem ein. Also warum auch nicht völlig schwachsinnige Bereiche?

  3. Christian - Alles Evolution 5. April 2014 um 09:01 #

    Der pass dient ja auch der Identifizierung und bei 99% ist das Geschlecht ein sehr einfacher weg vuele Informationen zu geben. Was nicht bedeutet, dass eine dritte Option dann nicht für einige Fälle sehr sinnvoll sein kann

    • Adrian 5. April 2014 um 09:36 #

      @ Christian
      Identifizierung? Dafür benutzt man das Gesicht, oder die Fingerabdrücke. Ich musste jedenfalls noch nirgendwo meine Hose runterlassen.

  4. derdiebuchstabenzaehlt 5. April 2014 um 10:37 #

    @ Adrian

    „Dann wird das Geschlecht rechtlich egal.“

    Klar, die habe dort sicher keine Frauenförderung und Genderforschung gibts da auch nicht. Eherecht ist nicht das ganze Recht …

  5. Atacama 5. April 2014 um 12:10 #

    „@ Christian
    Identifizierung? Dafür benutzt man das Gesicht, oder die Fingerabdrücke. Ich musste jedenfalls noch nirgendwo meine Hose runterlassen.“

    Das wäre doch lustig, ein Penisabdruck oder Vaginaabdruck ist ja auch sehr individuell und auf der Welt auch je nur einmal vorhanden wie ein Fingerabdruck.
    Allerdings hinterlässt man selbige natürlich eher selten an Tatorten😀

    Oder Phantombild von einem Penis auf der Seite der Polizei. „Hat jemand diesen Mann gesehen“?😀

  6. HansG 5. April 2014 um 12:18 #

    Identifizierung? Dafür benutzt man das Gesicht, oder die Fingerabdrücke. Ich musste jedenfalls noch nirgendwo meine Hose runterlassen.

    Du warst also offensichtlich nie bei einer Musterung?

    • Adrian 5. April 2014 um 15:09 #

      @ HansG
      Ich war Panzerfaustschuetze. Und musste bei der Musterung nicht die Hosen runterlassen.

  7. Ralf 5. April 2014 um 13:46 #

    Der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz hat gestern den Versuch von Landesregierung und Landtag für verfassungswidrig erklärt, bei der Kommunalwahl am 25. Mai die Wählerinnen und Wähler zu drängen, Frauen Männern vorzuziehen. Die Wahlzettel, auf denen diese unzulässige Wahlbeeinflussung ebenso abgedruckt ist wie der Hinweis auf den Anteil der von den einzelnen Parteien aufgestellten Kandidatinnen und der gegenwärtigen weiblichen Stadt-/Gemeinderats- und Kreistagsmitglieder, müssen eingestampft und durch Scheine ohne Wahlbeeinflussung ersetzt werden. Wenn ein deutsches Bundesland das Geschlecht zum Wahlkriterium erhebt und dafür sogar die eigene Verfassung bricht, dann muss die Geschlechtszugehörigkeit enorm wichtig sein. Wer es immer noch nicht gemerkt hat: Männer stehen unter ständigem Diskriminierungsdruck, jetzt sogar schon beim Wahlrecht.

  8. Atacama 5. April 2014 um 16:39 #

    Wenn eine solche Untersuchung gemacht wird, dann wohl eher um mögliche Probleme zu erfassen. Ich habe mal gehört, früher wurde man an den Hoden angefasst und musste dabei husten.
    Sowas wird ja nicht zum Spaß oder zur Geschlechtsbestimmung gemacht worden sein sondern aus irgendwelchen medizinischen Gründen.

    @Adrian

    Wir hatten doch vor Kurzem eine Diskussion über Homosexualität und Militärdienst. warst du geoutet oder teilgeoutet während deiner Zeit und was hast du für Einschätzungen diesbezüglich gehabt? wenn es zu privat ist ignorier es, ich fände es aber interessant.

    • Adrian 5. April 2014 um 21:42 #

      @ Atacama
      Beim Bund war ich nicht geoutet, das war mir zu heikel damals, außerdem war ich noch nicht so selbstbewusst.
      Aber ich glaube nicht, dass es ein allzugroßes Problem gewesen wäre. Wir waren sechs Mann auf de Stube, und einer von uns hat aus Spaß an die Tür ein Poster mit nem halbnackten Mann angebracht, das die ganze Zeit da hing, ohne dass es Anstoß erregt hat.

  9. HansG 5. April 2014 um 21:17 #

    @Atacama
    Wenn ich mich recht erinnere ging es dabei um eine Untersuchung um Brucherkrankungen. Mit einem Hoden- oder Leistenbruch ist man Dienstuntauglich.

  10. Dummerjan 10. April 2014 um 10:12 #

    @adrian: War er oben oder unten herum nackt? Oder lateral?

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