Das ist keine Freiheit!

2 Jun

Die Ansicht, man hätte ein Recht dazu, eine Dienstleistung von jemanden zu fordern, der einem diese Dienstleistung nicht anbieten will, ist nichts anderes als autoritär.

6 Antworten to “Das ist keine Freiheit!”

  1. Yadgar 2. Juni 2014 um 12:54 #

    In der Tat – ich möchte ja auch nicht per Gesetz gezwungen werden, für irgendwelche rechtsradikalen Verschwörungstheoretiker Websites zu programmieren! Freiheit ist unteilbar!

  2. LoMi 2. Juni 2014 um 13:31 #

    Dem kann ich nur zustimmen.

  3. Feixo 3. Juni 2014 um 03:11 #

    Es kommt immer auf den Grund an, weshalb man die Dienstleistung verweigert. Wenn es aufgrund von unabänderlichen biologischen Merkmalen (sexuelle Orientierung, Hautfarbe etc.) geschieht finde ich es in Ordnung, dass der Dienstleister vom Gesetz her dazu gezwungen wird diese eben doch anzubieten.

    Dieser spezielle Fall hier wirkt zwar wie eine Kleinigkeit, eine Vorstadtposse, aber wenn man mal weiter denkt und sich z.B. ausmalen würde was wäre, wenn Apple oder Microsoft nur noch an Heteros verkaufen oder Krankenhäuser nur noch heterosexuelle Patienten versorgen, dann erkennt man welche Relevanz in diesem Urteil steckt.

    • Adrian 3. Juni 2014 um 12:45 #

      @ Feixo
      „aber wenn man mal weiter denkt und sich z.B. ausmalen würde was wäre, wenn Apple oder Microsoft nur noch an Heteros verkaufen“

      Ja, was wäre dann?

      „oder Krankenhäuser nur noch heterosexuelle Patienten versorgen“

      Ärzte haben einen Eid geleistet, jeden zu behandeln. Geschäftsleute nicht.

      Ich verstehe diesen Impuls zu klagen, auch nicht. Ich will also heiraten, und bestelle dafür eine Torte. Bäcker A sagt „Nein, Sie sind schwul, mache ich nicht.“ Okay. Ich würde den Bäcker für einen Deppen halten, meinen Freunden und Bekannten erzählen, dass Bäcker A mich nicht bedienen will, ich würde vermutlich auch darüber bloggen. Aber ihn verklagen? Ihn dazu zwingen, mit mir ein Geschäft abzuschließen? Auf welcher Grundlage? Mit welchem Recht? Ist das nicht irgendwie egozentrisch? Für mich stellt sich die Situation recht simpel dar: Ich will etwas vom Bäcker. Er will aber nicht mit mir. Sein gutes Recht. Meiner Meinung nach. Ich kann jemanden doch auch nicht dazu zwingen, sich mit mir zu unterhalten. Oder mit mir ins Bett zu gehen. Dann gehe ich halt zu einem anderen Bäcker. Gibt doch genug davon. In einer Marktwirtschaft findet jeder seine Nische. Und jeder seinen Dienstleister.

  4. m 3. Juni 2014 um 07:50 #

    @Feixo: „wenn Apple oder Microsoft nur noch an Heteros verkaufen “

    Was meinst du, wie lange Apple oder ein vergleichbares Unternehmen mit so einer Politik existieren würde? Adrian hat hier vollkommen Recht: Jemanden zu Dienstleistungen zu zwingen, zu sagen, es gäbe ein Anrecht auf die Arbeitszeit und andere Ressourcen von jemandem ist Zwangsarbeit.

  5. gracuch 3. Juni 2014 um 21:29 #

    Ich hätte auch keine Lust, so nem Bäcker noch Geld in den Arsch zu schieben! Dann suche ih mir lieber nen Konditor, der auf Homo-Hochzeiten spezialisiert ist! Dann sehen die homophoben schon, wie gut sie eigentlich an uns verdienen könnten! >:)

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