Klagen, nichts als Klagen

7 Jul

Ich habe mich ja mittlerweile damit abgefunden, dass Privateigentum in diesem Staat keinen hohen Stellenwert hat. Dass Vertragsfreiheit ein Konzept ist, mit dem hierzulande kein Mensch etwas anfangen kann. Dass der Staat einem vorschreibt, mit wem man handelt und wer mit wem Geschäfte einzugehen hat.

Es ärgert mich trotzdem immer wieder maßlos.

Toleranz gegenüber anderen Ansichten? – Eher nicht!

Respekt vor dem Eigentum anderer Menschen? – Eigentum ist Diebstahl!

Ein anderes Hotel suchen um seine Feier auszurichten? – Zu anstrengend!

Den Staat bemühen, der Schwule und Lesben nicht heiraten und adoptieren lässt, damit er Privatleuten vorschreiben soll, dass sie nicht diskriminieren dürfen? – Aber immer doch!

Und was machen die Brautleute nach ihrem Sieg jetzt? Richten sie Ihre Verpartnerung nun beim Hotelbesitzer aus, den sie um 1500 Euro ärmer gemacht haben? Lachen sie sich auf der Feier über ihn kaputt? Haben sie nun das Gefühl, im Hotel willkommen zu sein?

Oder feiern sie dann doch woanders, etwas, dass sie ohne Probleme bereits vorher hätten tun können. Natürlich mit weniger Geld in der Tasche…

Absurd!

 

4 Antworten to “Klagen, nichts als Klagen”

  1. LoMi 8. Juli 2014 um 09:40 #

    Die Einstellung der Kläger ist schräg. Aber die Rechtslage ist es wohl auch, wenn das Gericht so entscheidet, dass sie Schadensersatz erhalten. Welcher Schaden da entstanden sein soll, ist mir unklar. Hier geht der „gute Wille“ des Gesetzgebers zu weit.

  2. FDominicus 8. Juli 2014 um 13:03 #

    „Ich habe mich ja mittlerweile damit abgefunden, dass Privateigentum in diesem Staat keinen hohen Stellenwert hat. Dass Vertragsfreiheit ein Konzept ist, mit dem hierzulande kein Mensch etwas anfangen kann. Dass der Staat einem vorschreibt, mit wem man handelt und wer mit wem Geschäfte einzugehen hat.

    Es ärgert mich trotzdem immer wieder maßlos. “

    Abgefunden ist etwas „stark“ ausgedrückt. Sagen wie liebe ich hab mich eher schlecht als recht arrangiert. Aber das mal so einfach und klar auf einem anderen Blog zu lesen, ist für mich eine angenehme Überraschung.

    Speziell den letzten Satz aber „fühle“ ich so gut wie jeden Tag. (Es sei denn ich lese mal keine Blogs ;-))

  3. Alreech 8. Juli 2014 um 23:01 #

    Protip vom Schwaben für Geizige:
    Bei jeder Buchungsanfrage sofort ungefragt die sexuelle Orientierung nennen, das gibt dann die Chance bei Ablehnung zu klagen😉

    Wie ist das eigentlich wenn ein Hetenpärchen den lokalen Schwulen / Lesbenclub für eine Hochzeit mieten will und der Vermieter sagt nein…

  4. JeeWee 9. Juli 2014 um 08:42 #

    Hmmm… ich frage mich gerade, wie man bei einer VERPARTNERUNGSfeier seine sexuelle Orientierung geheim halten soll. Insoweit zieht das hier nicht…

    Und selbst wenn: Diese Leute sind das lebende Beispiel dafür, warum es eben doch hin und wieder sinnvoll ist, sofort reinen Wein einzuschenken. Man stelle sich vor, was für ein böses Erwachen es geben hätte, wäre die sexuelle Orientierung erst am Tag der Feier bekannt geworden.

    Warum hier aber (auch noch erfolgreich) geklagt wurde, ist mir bis auf den finanziellen Aspekt ein Rätsel.

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