Man weiß, dass man wieder in Deutschland ist…

26 Aug

…wenn man sich im Flughafen Tegel von den Ticketverkäufern der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) anmotzen lassen muss, weil man die Dreistigkeit besitzt, einen Fahrschein kaufen zu wollen.

Willkommen zu Hause!

18 Antworten to “Man weiß, dass man wieder in Deutschland ist…”

  1. tom174 26. August 2014 um 12:29 #

    Was gehts auch nicht an den Automaten?

    • Adrian 26. August 2014 um 12:30 #

      Ich dachte, es geht schneller am Schalter.

  2. von Romberg 26. August 2014 um 12:56 #

    Aber warum meckerte der denn? Ich versteh das nicht. Ist der Schalter nur für Auskunft und sonst für nix?

    • Adrian 26. August 2014 um 13:01 #

      Er meckerte, weil er ein Deutscher ist, damit jahrhundertelanges Obrigkeits- und Autoritätsdenken anerzogen bekommen hat, und dem Kapitalismus, und somit dem Service- und Dienstleistungsgedanken, skeptisch gegenübersteht.
      Kunden sind Störenfriede in der geölten Maschine öffentlich-rechtlicher Bürokratie. Gäbe es keine Kunden, könnte man bei einem Kaffee mit den Kollegen schwatzen. So aber muss man arbeiten.

  3. von Romberg 26. August 2014 um 13:58 #

    Kaum beschwerst du dich: schon tritt der Wowereit zurück. Boah!

  4. karl 26. August 2014 um 14:43 #

    Willkommen zurück. und: ja.🙂

  5. Yadgar 26. August 2014 um 15:57 #

    Draußen nur Kännchen!
    Radfahrer absteigen!
    Ich zeig Sie an!

    …Deutschland einig Arschlochland!

  6. Yadgar 26. August 2014 um 16:06 #

    Ich frage mich wirklich, wie schaffen es die Bewohner anderer Länder, nicht scheiße drauf, unfreundlich, genervt, aggressiv, ignorant, arrogant, besserwisserisch, nörgelig, jammerig, nach oben buckelnd und nach unten tretend, kurz, Arschlöcher zu sein…

    …was haben die, was wir nicht haben? Besseres Wetter? Geglückte Revolutionen? Unverklemmte Religiosität? Fluor im Trinkwasser? Weniger Fett im Essen? Keinen billigen Alk an jeder Straßenecke?

    Oder liegt es an der Struktur der deutschen Sprache – wie ist es in diesem Zusammenhang eigentlich in der Schweiz oder in Österreich?

  7. Ralf 26. August 2014 um 18:01 #

    Mag in Berlin so sein, in München ist es anders. (Oder hab ich nur einfach Glück???)

  8. allsurfer4 26. August 2014 um 20:33 #

    Huch nee, da isser ja wieder.🙂
    Jetzt waren wir 18 Tage lang auf Schmalkost gesetzt gewesen – beinah verhungert.
    Willkommen zurück in der Heimat.🙂

  9. Gabriele 27. August 2014 um 02:13 #

    Bei uns im internationalen Tourismusbereich gibt es den bekannten Spruch, dass bei Deutschen das typisch deutscheste sei, andere Deutsche als typisch deutsch zu beschimpfen.🙂

    Eine optimistischere Sicht und weniger Pauschalisierungen (hier sei alles schlecht und die Leute unfreundlich ( außer den eigenen Freunden natürlich ;-)), aber woanders ( viele Deutsche haben ihr Liebslingsland welches sie subjektiv verehren und darauf darf dann nichts kommen, auch keine objektiv berechtigte Kritik) ist alles viel besser und die Leute freundlicher, würden „den“ Deutschen gut tun:-)

    Welcher italiienische Hotelangestellte oder Gastronomiearbeiter kennt sie nicht, die Aussage: „In bella Italia habt ihr es so gut“…das sagen die Deutschen zum ( btw oft nicht ehrlich lächelndem) Kellner auch noch, wenn er mal wieder kaum Lohn kriegt, da der Ladenbesitzer sein Geld nicht nur versteuern, sondern auch an die zweiten, inoffiziellen Steuern für die Mafia denken muss…

    Interessant auch, dass obwohl die Deutschen aus dem Ausland mittlerweile recht positiv gesehen werden und es hinsichtlich Offenheit und Freundlichkeit auch innerhalb Deutschlands regionale und personale Unterschiede gibt, trotzdem viele Deutsche den negativ- stereotypen Blick auf ihr eigenes Land und Leute beibehalten.

  10. Atacama 27. August 2014 um 14:04 #

    Wie war es denn überhaupt in Kanada?
    Hast du was interessantes gesehen? Tiere? Landschaften Menschen?
    Wäre das ein gutes Auswanderungsziel wenn man aus D wegwill?

    • Adrian 27. August 2014 um 14:13 #

      @ Atacama
      Ich schreibe dazu noch was.

  11. Yadgar 27. August 2014 um 17:07 #

    Ich habe ja mittlerweile den Verdacht, dass die von Deutschen betriebene Glorifizierung anderer Länder bei gleichzeitigem Schlechtreden der Verhältnisse in Deutschland auch viel damit zu tun hat, dass Deutsche andere Länder typischerweise als Touristen bereisen (und das gilt, tut mir leid, auch für die ach so alternativen Globetrotter, selbst wenn sie monatelang auf eigene Faust die Welt durchstreifen!) – separiert vom eigenen heimischen Alltag (das ist ja der Sinn von Tourismus!) und den Einheimischen gegenüber in der Position des Gastes, des privilegierten Fremden, dem natürlich hauptsächlich die Schokoladenseite der jeweiligen Kultur präsentiert wird (ach, die Leute anderswo sind ja alle so heeeeeeerzlich, und so gaaaaaastfreundlich, das gibt es in unserem kalten grauen Autobahnland ja nirgendwo mehr, bla bla bla…).

    Ich vermute mal, dass der ganz normale Alltag in beliebigen anderen Ländern insgesamt genau so nervig, banal, frustrierend, doof und prollig ist (von chronisch kaputten Chaosstaaten mit mindestens latentem Bürgerkrieg rede ich jetzt gar nicht)… allerdings kann ich bis auf weiteres keine eigenen Erfahrungen vorweisen, da ich bis jetzt noch nie irgendwohin emigriert bin (auch wenn mir die Auswander-Sehnsucht durchaus nicht fremd ist, aber das hat seinen Grund auch wiederum hauptsächlich in der oben skizzierten Romantisierung des Auslands…).

  12. Yadgar 27. August 2014 um 17:20 #

    In Köln ist es auch im Großen und ganzen besser als in Berlin, was den Kommunikationsstil der Einheimischen angeht… aber Köln liegt ja auch näher an Paris als an Berlin! Vive la Rhénanie!

  13. Yadgar 27. August 2014 um 17:58 #

    @Gabriele:
    „Interessant auch, dass obwohl die Deutschen aus dem Ausland mittlerweile recht positiv gesehen werden und es hinsichtlich Offenheit und Freundlichkeit auch innerhalb Deutschlands regionale und personale Unterschiede gibt, trotzdem viele Deutsche den negativ- stereotypen Blick auf ihr eigenes Land und Leute beibehalten.“

    Als Deutscher, oder genauer als sich für progressiv, im weitesten Sinne „links“ haltender Deutscher, darf man sich in Deutschland nicht wohlfühlen – und das hat wahrscheinlich nicht einmal primär mit Hitler oder Auschwitz zu tun, sondern hauptsächlich mit der Furcht, andernfalls für einen dümmlichen, reaktionären, ZDF-sedierten CDU-Kleinbürger gehalten zu werden! Ich habe es ja selbst in meiner jugendlichen Sturm-und-Drang-Zeit in den westdeutschen 1980ern erlebt: Zufriedenheit, Optimismus, Zuversicht, das war die selbstfällig vor wehendem Schwarz-Rot-Gold in die Kamera grinsende „Birne“, das war „Weiter so, Deutschland“, Traumschiff und Schwarzwaldklinik, als cooler, unangepaßter Durchblicker musste man dagegen ein düsterdunkelschwarzes Weltbild („No Future!“) haben: der weltweite nukleare Holocaust nur eine Sache von Monaten, die Welt in jeder Hinsicht hoffnungslos im Eimer, und das Schlimmste von allen war (West-)Deutschland, dieses arrogante, fettärschige, biersaufende, bewusstlos in die Glotze stierende dumme, dumme, dumme Spießerland! Bombe drauf!!!

  14. Irene (@irene_muc) 28. August 2014 um 20:39 #

    Die Achtziger, das ist ja schon länger her.

    Umwelt war aus berechtigten Gründen ein großes Thema der Achtziger, aber wenn man sich die Profis ansieht (die Verbände, nicht die Grünen): Die wissen längst, dass man mit Untergangsstimmung und schlechtem Gewissen niemand überzeugt, oder nur ganz strenge Moralapostel, die schlechte Multiplikatoren sind.

  15. Irene (@irene_muc) 28. August 2014 um 20:42 #

    Halt, die Stichworte „Grüne“ und „draußen nur Kännchen“ verlangen noch einen Link :o)

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