Alternative für Deutschland? Eine Alternative?

16 Sep

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist in die drei Landesparlamente von Brandenburg, Sachsen und Thüringen eingezogen.

Gut so!

Nicht dass ich diese Partei wählen, oder auch nur sympathisch finden würde. In meinen Augen ist es eine gesellschaftskonservative und wirtschaftspolitisch sozialdemokratische Partei, eine der schlechtesten Mischungen, die man überhaupt haben kann. Hat jemand das Plakat gesehen, das beim Interview mit Bernd Lucke nach den Wahlen in Brandenburg und Thüringen in die Kamera gehalten wurde? „Banken brauchen Schranken“ stand dort geschrieben: Wie einfallsreich! Besser hätten es SPD, Grüne, die Linke und die NPD auch nicht sagen können.

Und dann der Lucke. Wieso sollte ich eine Partei mit einem Vorsitzenden wählen, der von Schwulen ein Bekenntnis zu Ehe und Familie erwartet? Was gehen mich heterosexuelle Ehen und Familien an? Ich werde beides dann verteidigen, wenn man Ehe und Familie für Heteros verbieten will. Und zu beidem bekennen werde ich mich erst dann, wenn ich heterosexuell heirate und eine heterosexuelle Familie gründe. Vorher sehe ich dazu keine Veranlassung.

Und dann das Restprogramm. Schon gehört, was die AfD alles gut fände?

Volksentscheide beim Bau von Minaretten, eine „Deutsch-Quote“ für Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Personenkontrollen an deutschen Außengrenzen.

Super! Warum schaffen wir Religionsfreiheit, Freizügigkeit und Marktwirtschaft nicht gleich ab? Wer wählt so einen Unsinn?

Ich jedenfalls nicht! Eine solche Kümmeltruppe würde ich nicht mal auf einen Kaffee einladen.

Dennoch finde ich es gut, dass es die AfD gibt. Denn es kann einfach nicht sein, dass es in diesem Lande keine Kraft mehr gibt, die den Standpunkt vertritt, dass es Alternativen zum Euro und dem bürokratischen, undemokratischen Monster EU gibt. Es kann einfach nicht sein, dass dieser Euro und diese EU als alternativlos hingestellt werden. Es kann einfach nicht sein, dass mittlerweile so getan wird, als wäre der Euro für den Wohlstand in Deutschland unabkömmlich. Und es kann nicht sein, dass jeder der Kritik an Euro und der EU übt, suggestiv in eine Ecke mit Kriegshetzern und Gegnern der Völkerverständigung gesteckt wird.

22 Antworten to “Alternative für Deutschland? Eine Alternative?”

  1. derdiebuchstabenzaehlt 17. September 2014 um 00:05 #

    Mir ist es erstmal wurst ob die AFD gewählt wird. Erstens wähle ich nicht und zweitens werden die bald genauso Labberköpp sein wie die anderen auch. Und zur Heteroehe bekenne ich mich schon dreimal nicht! Ich will nicht heiraten …

  2. petpanther 18. September 2014 um 13:13 #

    Der beschnupperte Weg und die Wahrnehmung ist in Teilen richtig.

    In anderen kommen unselige liebgewonnene Glaubenssätze hervor und übliche Stigmatisierungen zum Ausdruck.

    Und ja, man muss nicht mit allem einverstanden sein.

    „Und dann der Lucke. Wieso sollte ich eine Partei mit einem Vorsitzenden wählen, der von Schwulen ein Bekenntnis zu Ehe und Familie erwartet? Was gehen mich heterosexuelle Ehen und Familien an? Ich werde beides dann verteidigen, wenn man Ehe und Familie für Heteros verbieten will. Und zu beidem bekennen werde ich mich erst dann, wenn ich heterosexuell heirate und eine heterosexuelle Familie gründe. Vorher sehe ich dazu keine Veranlassung.“

    Wie wäre es mit dem Ansatz gesellschaftlicher integraler Mitverantwortung auch für Homos?

    D.h. auch mal an die anderen denken.

    Ist eine solche Weiterentwicklung Vorstellbar?

    • Adrian 18. September 2014 um 13:17 #

      „Wie wäre es mit dem Ansatz gesellschaftlicher integraler Mitverantwortung auch für Homos?“

      Und diese Verantwortung sähe im Zusammenhang mit Ehe und Familie wie aus?

      „D.h. auch mal an die anderen denken.“

      Wenn ich mich recht erinnere, ist Ehe und Familie für heterosexuelle Paare erlaubt.

  3. petpanther 18. September 2014 um 13:46 #

    @Adrian

    Das Problem entsteht z.B. bei Kindern.

    Familie hat genau dies zum Kern.

    Ein Paar, das heiratet, ist in diesem Sinne noch keine Familie.

    Hier wird etwas zur Anerkennung missbraucht.

    Und wenn ich das jetzt so sage heißt dies nicht, dass ich jetzt voll gegen die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare schwadronieren möchte. Im Gegenteil, dass kann in individuellen Fällen gegenseitig und gesellschaftlich sehr von Vorteil sein.

    Aber es kommt eben darauf an. Auch auf das involvierte homosexuelle Paar.

    Was ich sagen will, ist dass es hier um menschliche (Mit-)Verantwortung geht. Und da kommt bisher zu wenig aus der Community. Viel zu wenig.

    Weniger politische Agitation. Mehr an Hinterfragen. Auch von Motivationen. Betrachten von Individuellem.

    Nur Rechte einfordern ohne das trägt nicht. Und das spüren die Menschen. Insbesondere auch die, die sich nicht so wie wir mit diesen Themen auseinandersetzen. Das erzeugt Ängste.

    Hier gibt es auch eine Bringschuld. Und die wird nicht wahrgenommen.

    Für eine Weiterentwicklung ist die aber zwingend notwendig. Rechte gabe es noch nie ohne zusammengehörige Verantwortung. Das platte Einfordern ohne gleichzeitige Wahrnehmung dessen ist m.E. ein ziemlich zersetzendes Wohlstandsphänomen, dass niemanden gut tut.

    Die Situation ist meiner bescheidenen Einschätzung und Wahrnehmung nach an einem Punkt wo hier spürbare Schritte bzw. ein Bewusstseinswandel auch aus der Community heraus stattfinden müssen bzw. muss.

    Aber da rede ich wohl gegen den Wind. Und werde ggf. reflexartig verteufelt.

    • Adrian 18. September 2014 um 13:55 #

      „Aber da rede ich wohl gegen den Wind“

      In der Tat, denn wenn Heteros eine Ehe eingehen, redet auch keiner von deren Verantwortung für die Gesellschaft.

      Ich verstehe Deine Position nicht mal.

      Diese ganzen Argumente sind völlig haltlos in einer Gesellschaft, in der die Ehe weder hinreichend noch notwendig für das Aufziehen von Kindern ist.

      „Und da kommt bisher zu wenig aus der Community. Viel zu wenig.“

      Okay, ich bin ja bereit für konstruktive Vorschläge. Was konkret sollte die „Community“ Deiner Meinung nach tun?

      Ich kann aber auch die ursprüngliche Frage noch mal stellen: Was geht mich als Homo die Ehe von Heteros an?

      Oder um den ursprünglichen Zusammenhang mit Luckes Äußerung herzustellen: Was hat die Homosexualität von Hitzlsperger mit der Ehe zu tun?

  4. petpanther 18. September 2014 um 14:06 #

    @Adrian

    „Ich verstehe Deine Position nicht mal.“

    Da kann ich dann nur sagen nochmal lesen.

    Sie enthält eine konstruktive Kritik, die so meine ich einigermaßen klar rübergebracht habe.

    „Ich kann aber auch die ursprüngliche Frage noch mal stellen: Was geht mich als Homo die Ehe von Heteros an?“

    Du hast das mit den Kindern und Familie noch nicht ganz begriffen. Und das geht uns alle etwas an. Deshalb ist dieser Satz so unsinnig.

    Klammern wir das aus. Ist es, und da liegst du richtig, völlig egal. Mir wäre es dann auch völlig egal.

    Aber das ist eben genau nicht so.

    Und deine Argumentation zeigt an, dass ich mit meiner Kritik nicht so falsch liege.

    „Okay, ich bin ja bereit für konstruktive Vorschläge. Was konkret sollte die “Community” Deiner Meinung nach tun?“

    Und tja. Wie macht man verantwortungsvollen Umgang deutlich?

    Bestimmt nicht mit Trotz.

    Diese Antwort zu finden ist eben Aufgabe. Die Menschen werden es merken.

    Konstruktive Hinweise aus meiner Sicht hab dazu ich gegeben. Man muss nur die Courage haben das zu konfrontieren. Und so etwas wird gesehen werden. Da wäre ich zuversichtlich.

    • Adrian 18. September 2014 um 14:23 #

      „Da kann ich dann nur sagen nochmal lesen.“

      Hab ich. Ich versteh es nicht.

      „Sie enthält eine konstruktive Kritik, die so meine ich einigermaßen klar rübergebracht habe.“

      Konstruktive Kritik an was? An der Verantwortungslosigkeit der Homos? Die sich durch was manifestiere?

      „Du hast das mit den Kindern und Familie noch nicht ganz begriffen. Und das geht uns alle etwas an.“

      Darüber kann man streiten. Ich würde sagen: Jein.
      Zunächst geht es erst einmal mal die etwas an, die Kinder und Familie haben möchten. Das Wohl der involvierten Menschen sollte uns natürlich nicht gleichgültig lassen. Aber was hat das speziell mit Homos und Ehe zu tun?

      „Und tja. Wie macht man verantwortungsvollen Umgang deutlich?“

      Indem man Menschen so leben lässt, wie sie leben wollen, ohne anderen zu schaden? Und Menschen dazu zu befähigen, ihr Lebensglück zu verwirklichen?

      „Konstruktive Hinweise aus meiner Sicht hab dazu ich gegeben.“

      Eigentlich nicht. Du hast nebulös etwas von „gesellschaftlicher integraler Mitverantwortung“ von Homos geschrieben. Tut mir leid, was soll ich damit anfangen? Was soll das heißen? Werd doch mal konkret. Was sollte ich als Adrian tun, um meine gesellschaftliche integrale Mitverantwortung in Deinen Augen zu beweisen? Was sollte die homosexuelle „Community“ tun?

  5. petpanther 18. September 2014 um 16:26 #

    @Adrian

    Das meiste ist immer noch nur auf sich selbst fokussierte Abwehr. Aber ok.

    „Was sollte ich als Adrian tun, um meine gesellschaftliche integrale Mitverantwortung in Deinen Augen zu beweisen? Was sollte die homosexuelle “Community” tun?“

    Bleiben wir beim Beispiel Kind (es gibt noch andere Felder, aber das ist wohl eines der wichtigsten).

    Denn das ist es ja was eine Familie ausmacht. Auf der Paarebene ist es letztendlich tatsächlich egal, ob gleichgeschlechtlich oder heterogeschlechtlich.

    Homopaare können keine selber bekommen. Eine Tatsache. Niemand diskriminiert hier.

    Aus der Sicht des Kindes ist es aber nun tatsächlich wesentlich, erheblich und existentiell, dass zunächst und zu allererst seine Verbindung zu seinen Eltern geschützt wird und die von ihnen zum Kind. Und niemand hat das Recht das aus eigenen persönlichen Gründen zu hintertreiben.

    Meinetwegen kannst du das mit dem traditionellen Familienbild gleichsetzen. Ich aber finde, dass es menschenrechtlich zwingend ist. Und zwar aus jeder Perspektive. Und deshalb zu schützen ist.

    Kannst du soweit folgen? Oder ist das bereits gefühlt diskriminierend für diejenigen, die das nicht sehen möchten, dass sie da nichts verloren haben. Eben auch dann, wenn sie noch so gern …

    Jetzt holzschnittartig weiter (mehr kann auch ich nicht in dem kurzen Raum).

    Es gibt Konstellationen, wo es auf der Paarebene (vielerlei Gründe hier) nicht so klappt. Dennoch bleiben sie Eltern. Und aus Kindessicht ist das wichtig, existenziell wichtig. Und deshalb ist hier zu stützen. Und nicht mit irgendwelchen politischen zeitgeistlichen Dogmen daherzukommen und zu meinen, dass wäre doch besser wenn … ein andere Familie etc. Das ist ein extrem anmaßender existentieller Eingriff, den kein Kind gutheißen wird. Und dem Niemand zunächst zusteht. Aus keinen Gründen. Denn es gibt hier nur welche egoistischer Natur. Und alles was hier Hintertreibungsdruck verursacht ist nicht ok.

    Nun weiter.

    Dann gibt es Konstellationen, wo es Gewalt, Verwahrlosung und Verwaisung gibt (wieder aus vielerlei Gründen). Und die möchte ich nicht herbeigeredet oder (politisch) missbrauchend benutzt sehen, um an Kinder zu kommen oder sich vom Gebot des Stützens der Elterlichen Bindung und autonomen Lebens mit dem Kind herumzukommen.

    Dennoch gibt es hier Fälle wo es richtig ist, den Kindern eine neue Familie zu suchen (mehr möchte ich hier nicht sagen, aber auch das muss restriktiv in dem Sinne gehandhabt werden, dass keine erfolgreiche andere Entwicklung mehr gegeben sein kann. Und keine „optimalen“ Ansprüche, denn die sind nirgends erfüllt).

    Und jetzt komme ich zum Bogen zurück, zu dem was das mit der Frage zu tun hat.

    Für alle drei hier holzschnittartig (damit überhaupt darüber hier so gesprochen werden kann, dass ich versuche deine Frage zu beantworten) dargestellten Fälle ist es möglich, dass die Homo Community (nenne ich jetzt einfach einmal so) sich hier verantwortlich und stützend verhält.

    Damit meine ich, dass sie sich nicht hintertreibend positioniert.

    Denn das ist der Lokus wo die Angst der Menschen sitzt. Nicht ganz zu unrecht muss ich sagen, denn das unselige Auftreten der LGBT Affinen allerdings ist was das angeht, hier deutlich verantwortlich zu machen. Aber das reduziert sich nicht auf Homos allein. So einfach ist das dann eben auch wieder nicht.

    Zurück zum verantwortlich stützend. Hier ist ein Platz und Bedarf.

    Wäre es nicht schön, wenn er wahrgenommen würde? Es gibt Kinder, die eine Familie brauchen. Aber bitte nicht das was da u.a. auch an Prekärem vorhanden ist, dazu noch weiter demontieren. Im Gegenteil.

    In dieser Weise wäre ein vollständige Anerkennung auch von Homofamilien möglich. Aber in dieser „Reihenfolge“, die sich eben nicht aus irgendwelchen diskriminatorischen Ansätzen ergibt, sondern aus den völlig natürlichen Gegebenheiten und der Achtung von menschlichen Rechten und Leben. Und dahinter steht auch kein überaus antiquiertes Familienbild. Letztendlich wollen sie es doch selbst, eben eine dieser Familien sein.

    Um abzuschließen nochmal:

    Homopaare können keine Kinder selber bekommen. Eine Tatsache. Niemand diskriminiert hier.

    Was ist nun die verantwortliche Position, die sich hieraus ergibt?

    Es muss tatsächlich akzeptiert bzw. angenommen werden, dass das *zunächst* zu keiner noch so erwünschten Gleichrangigkeit führen kann. Auch unabhängig von Traditionen. Dennoch ist es so, dass homosexuelle Paare hier sehr wohl gesellschaftlich außerordentlich unterstützend sein könnten. Und dann gleichrangige Anerkennung als Familie erfahren und auch erfahren sollten.

    Ich weiß auch, dass meine Meinung dazu nicht beliebt ist. Und es ist auch nur eine Facette von vielen, aber eine wichtige, da sie mit Familie zu tun hat. Ein bisschen mehr spürbare ehrliche Reflexion dazu wäre vielleicht tatsächlich einmal angebracht. Genau das meine ich z.B. mit „gesellschaftlich integraler (Mit-)Verantwortung“. Sich auch als interner Teil dessen begreifen, auch für andere da zu sein, auch zu schützen, zu stützen und sich nicht in Anmaßungen zu ergehen und sich gegen andere stellen und nur nach Rechten schreien, die ggf. die anderer tangieren bzw. hintertreiben.

    Im übrigen sind Homorechte auch Männerechte und umgekehrt. Ich würde z.B. auch einen zu unrecht angegriffenen Homovater zur Seite stehen.

    • Adrian 18. September 2014 um 16:42 #

      „Aus der Sicht des Kindes ist es aber nun tatsächlich wesentlich, erheblich und existentiell, dass zunächst und zu allererst seine Verbindung zu seinen Eltern geschützt wird und die von ihnen zum Kind. Und niemand hat das Recht das aus eigenen persönlichen Gründen zu hintertreiben.“

      Wer will das?

      „Homopaare können keine Kinder selber bekommen. Eine Tatsache. Niemand diskriminiert hier.“

      Okay.

      „Was ist nun die verantwortliche Position, die sich hieraus ergibt?

      Es muss tatsächlich akzeptiert bzw. angenommen werden, dass das *zunächst* zu keiner noch so erwünschten Gleichrangigkeit führen kann.“

      Du meinst, Homo-Paare sind nicht gleichrangig zu einem Hetero-Paar, weil erstere zusammen keine eigenen Kinder bekommen können. Richtig?

      „Dennoch ist es so, dass homosexuelle Paare hier sehr wohl gesellschaftlich außerordentlich unterstützend sein könnten. Und dann gleichrangige Anerkennung als Familie erfahren und auch erfahren sollten.“

      Das verstehe ich nicht. Wenn Homos Hetero-Eltern unterstützen (wie?), dann können wir gleichrangige Anerkennung als Familie erfahren?

      „Und es ist auch nur eine Facette von vielen, aber eine wichtige, da sie mit Familie zu tun hat. Ein bisschen mehr spürbare ehrliche Reflexion dazu wäre vielleicht tatsächlich einmal angebracht. Genau das meine ich z.B. mit “gesellschaftlich integraler (Mit-)Verantwortung”. Sich auch als interner Teil dessen begreifen, auch für andere da zu sein, auch zu schützen, zu stützen und sich nicht in Anmaßungen zu ergehen und sich gegen andere stellen und nur nach Rechten schreien, die ggf. die anderer tangieren bzw. hintertreiben.“

      Und wenn ich einen Mann heirate, stelle ich mich gegen andere und hintertreibe und tangiere die Rechte von anderen? Inwiefern hintertreibt und tangiert die „Community“ die Rechte anderer?

  6. petpanther 18. September 2014 um 16:57 #

    @Adrian

    „Was ist nun die verantwortliche Position, die sich hieraus ergibt?

    Es muss tatsächlich akzeptiert bzw. angenommen werden, dass das *zunächst* zu keiner noch so erwünschten Gleichrangigkeit führen kann.”

    Du meinst, Homo-Paare sind nicht gleichrangig zu einem Hetero-Paar, weil erstere zusammen keine eigenen Kinder bekommen können. Richtig?“

    Nein. Das ist so nicht richtig gesehen. Ich meine, dass sich daraus eine Abfolge ergibt, die angenommen werden muss. Ok wenn du so willst kannst du es auch als Rangfolge sehen, die allerdings gute Gründe hat, wie ich sie auch angegeben habe. Kommt es zu dem Fall, dass sich eine Homofamilie in dem Bild was ich skizziert habe (bitte im Zusammenhang betrachten und nicht herausgreifen), ist sie ganz genauso gleichrangig zu sehen und auch zu schützen.

    Das beantwortet eigentlich auch teilweise deine zweite Frage.

    „Dennoch ist es so, dass homosexuelle Paare hier sehr wohl gesellschaftlich außerordentlich unterstützend sein könnten. Und dann gleichrangige Anerkennung als Familie erfahren und auch erfahren sollten.”

    Das verstehe ich nicht. Wenn Homos Hetero-Eltern unterstützen (wie?), dann können wir gleichrangige Anerkennung als Familie erfahren?“

    Du denkst in zu einfachen Bahnen. So habe ich das nicht gesagt. Das heutzutage zu unrecht angegriffene tradierte (Hetero-)Familienbild genauso mit stützen, wie das einer Homofamilie, die letztendlich dann ja auch tradiert ist. Es ist eben nicht progressiv, einem Kind seine Eltern durch soziale Verunsicherung madig zu machen.

    Dann werdet ihr nicht mehr als feindlich wahrgenommen, sondern als verantwortlich. Das meinte ich damit. Leuchtet doch irgendwie ein, oder?

    „Und wenn ich einen Mann heirate, stelle ich mich gegen andere und hinterteibe und tangiere die Rechte von anderen?“

    Nein. Das hatten wir schon.

    • Adrian 18. September 2014 um 17:03 #

      „Es ist eben nicht progressiv, einem Kind seine Eltern durch soziale Verunsicherung madig zu machen.“

      Welche Homo-Organisation tut das?
      Ich habe jedenfalls noch keinen Homo getroffen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern ihre Eltern madig zu machen.

  7. petpanther 18. September 2014 um 17:09 #

    @Adrian

    So wirkt ihr aber.

    Ist nun nicht auf meinem Mist gewachsen. Und ich weiß mehr darüber als andere. Mich brauchst du deshalb nun teilweise auch nicht zu überzeugen. Trotz meiner Kritik.

    Alles was ich sage ist, dass es an der Zeit ist den Fokus bzw. Horizont zu erweitern.

    Mit der Nabelschau aufhören. Und das hat mit dem Thema gesellschaftliche (Mit-)Verantwortung und Demonstration dessen zu tun.

    • Adrian 18. September 2014 um 17:11 #

      „So wirkt ihr aber.“

      Weil?

      „Alles was ich sage ist, dass es an der Zeit ist den Fokus bzw. Horizont zu erweitern.“

      Auf Heteros und deren Familie?

      „Mit der Nabelschau aufhören.“

      Welche Nabelschau?

      Ehrlich gesagt: So richtig verstehen, worauf Du hinaus willst, verstehe ich immer noch nicht. Oder was Homos besser machen wollten, um Deine Erwartungen zu erfüllen.

  8. petpanther 18. September 2014 um 17:15 #

    @Adrian

    „So richtig versthehen, worauf Du hinaus willst, verstehe ich immer noch nicht. Oder was Homos besser machen wollten, um Deine Erwartungen zu erfüllen.“

    Ich weiß, Adrian, Ich weiß. Lass dir’s durch den Kopf gehen.

    Vielleicht gibt unsere Diskussion ja auch anderen Anregungen.

    Jetzt lassen wir aber mal ein bisserl los.

    • Adrian 18. September 2014 um 17:17 #

      „Lass dir’s durch den Kopf gehen.“

      Eher nicht. Dazu bräuchte ich konkrete Thesen und konkrete Kritik.

  9. petpanther 18. September 2014 um 17:27 #

    @Adrian

    „“Lass dir’s durch den Kopf gehen.”

    Eher nicht. Dazu bräuchte ich konkrete Thesen und konkrete Kritik.“

    Hast du bekommen. Hab‘ mich ziemlich ausführlich mit dir auseinandergesetzt.

    • Adrian 18. September 2014 um 17:28 #

      „Hab’ mich ziemlich ausführlich mit dir auseinandergesetzt.“

      Korrekt. Bin dennoch eher unbeeindruckt.

  10. petpanther 18. September 2014 um 17:35 #

    @Adrian

    Ich weiß.

    Ist halt schwer dich zu beeindrucken🙂

  11. Atacama 18. September 2014 um 19:59 #

    @petpanther

    „Wie wäre es mit dem Ansatz gesellschaftlicher integraler Mitverantwortung auch für Homos? “

    Das geht nicht. Wenn ein Homosexueller ein Kind großziehen will, wird das als Zerstörung der Familie gewertet.
    Bei solchen Leuten kann man nichts richtig machen, denn sowohl Kinder haben als auch keine haben wird als Akt des Egoismus betrachtet.
    Nur erfolgreiches Umpolen ist eine Option, wenn man sich nicht ständig Attacken ausgesetzt sehen will.

  12. derdiebuchstabenzaehlt 18. September 2014 um 21:57 #

    Hier wird immer was von Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gefaselt. Man entschuldige meinen Tonfall! Aber was soll das eigentlich sein, diese Verantwortung und wer verdammt legt das denn fest? Macht das die AFD, die Grünen, die EU oder macht Mutti Merkel das zusammen mit Panzer-Uschi?

    Warum ist es in unserer Gesellschaft scheinbar NICHT möglich allen gleiche Rechte zu geben? Männlein und Weiblein, Homos und Heteros … warum geht das nicht? Ich kapier’s nicht!😦

  13. petpanther 19. September 2014 um 16:14 #

    @ddbz

    Frag ich mich auch.

    Weil wir in einer ziemlich hinterfotzigen nötigenden PC-Gesellschaft des Wohlstandsporns leben in dem tatsächliche Missstände missbraucht, neue erfunden und stigmatisierend benutzt werden?

    Auch ich bin unverbesserlich, versuch’s immer wieder mit Verantwortungsappellen.

    Ich könnt völlig unaufgeregt mit Männlein und Weiblein, Homos und Heteros … leben. War schon immer so.

  14. wablo 20. September 2014 um 12:56 #

    „wirtschaftspolitisch sozialdemokratische Partei“
    Was hast du denn unverantwortliches mit deinem Gehirn angestellt, um zu so einer grotesken Aussage zu kommen?

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