Fordern? Fördern? Frei sein?

8 Nov

Dr. Alexander Grau hat auf „Cuncti“ einen Beitrag über die Unterschiede zwischen Liberalen und Konservativen geschrieben. Dabei erwähnt er auch ein für dieses Blog relevantes Thema:

Besonders hübsch ist die konservative Melange aus kultureller Verklemmung und autoritären Reflexen bei dem Thema Homosexualität zu beobachten. Zwar trauert man in diesen Kreisen vermutlich nur hinter vorgehaltener Hand dem § 175 StGB hinterher, die Vorstellung aber, dass der Staat das Idealbild der heterosexuellen Klein- oder besser noch Großfamilie zu propagieren habe, ist in diesen Milieus immer noch fest verankert – wenn nicht schlimmeres. Für Liberale hingegen ist klar: Sexualität ist Privatsache. Wer, was, mit wem im Bett anstellt, ist für den Staat uninteressant. Es ist nicht Aufgabe des Staats, besondere sexuelle Vorlieben oder Lebensentwürfe zu fördern. Das gilt allerdings nicht nur für heterosexuelle Partnerschaften, sondern auch mit Blick auf ideologisch motivierte Forderungen sexueller Minderheiten.

Dem ist meines Erachtens durch und durch zuzustimmen. Die Frage ist bloß, was man unter Förderung von Lebensentwürfen und „ideologisch motivierte(n) Forderungen sexueller Minderheiten“ zu verstehen hat. Hier werden die Meinungen vermutlich auseinandergehen.

2 Antworten to “Fordern? Fördern? Frei sein?”

  1. petpanther 8. November 2014 um 14:08 #

    Ab „Für Liberale ist klar: Sexualität ist Privatsache … sondern auch mit Blick auf ideologisch motivierte Forderungen sexueller Minderheiten.“

    Das sind Sätze, die ich auch so ähnlich hätte schreiben können.
    Bis vielleicht auf die letzten Wörtchen?

    Allerdings ist das nur ein Ausschnitt aus dem ganzen Artikel. Und der ist dann doch etwas schräg und eher paternalistisch.

    Deshalb find ich es schwierig ihm eine tatsächlich liberale Einstellung zu attestieren.

  2. Ralf 8. November 2014 um 15:41 #

    Die Ideologie, die Herr Dr. phil. Grau meint, ich schlicht Aet. 3 GG in der Auslegung des Bundesverfassungsgerichts. Wenn er mit dem Grundgesetz Probleme hat, sollte er das nicht hinter einer verschwurbelten Phrase verstecken, sondern sich offen zu seiner Verfassungsferne bekennen.

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