Search results for 'Marburg'

Verteidigung des Dagegen Seins

18 Jul

Mitmachen ist Ehrensache

Die radikale Linke rüstet sich zum Bierputsch gegen Ideologiekritiker

Unter diesem Titel lädt die Redaktion Bahamas für den 27. Juli in Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung mit Thomas Maul und Justus Wertmüller: Weiterlesen

Ludigs und LUSK

13 Dez

Bezug nehmend auf meinen Beitrag über Dirk Ludigs, Edith Düsing und den LUSK erreichte mich heute eine Stellungnahme des LUSK, auf die ich an dieser Stelle aufmerksam machen möchte.  Das wichtigste in Kürze: Weiterlesen

Wie Ludigs loszog, den Liberalismus gegen den LUSK zu verteidigen

11 Dez

Anmerkung: Man beachte auch diese Stellungnahme des LUSK.

Am Montag dieser Woche hielt die Philosophie-Professorin Edith Düsing an der Universität Köln einen Vortrag über Friedrich Schiller. Dieser Vortrag wurde begleitet von einem Kiss-In vorrangig schwuler und lesbischer Studenten. Nun kann man sich fragen, was Studenten gegen Friedrich Schiller haben (außer dass dieser viel zu liberal war und viel zu wenig Klassenbewusstsein hatte), doch ging es um Schiller nur am Rande. Ziel der Demonstrierenden war es vielmehr, die Vortragende Edith Düsing in eine peinliche Situation zu bringen, da diese zum Dunstkreis jener gehört, die sich angesichts der Proteste gegen den „Homo-Heiler-Kongress“ in Marburg diesen Jahres, „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ eingesetzt hatte.

Und so kam es, als Reaktion auf den Vortrag Düsings, einerseits zum erwähnten Kiss-In, andererseits zur Forderung des „Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Uni Köln (LUSK)“, den Auftritt Düsings zu verbieten.

Eine Provinzposse, nicht weiter der Rede wert,  könnte man meinen, wäre da nicht der Beitrag, von TIMM-Nachrichtensprecher Dirk Ludigs den „queer.de“ veröffentlicht hat, und in dem er den Demonstrierenden vorwirft, ein undemokratisches Verhalten an den Tag zu legen. Ludigs beginnt seine Kritik an den Protestierenden durchaus markig: Weiterlesen

Evangelisch undifferenziert

1 Aug

Die deutschen Linksparteien bauen aus machtpolitischen Gründen ein „Feindbild Evangelikale“ auf. Davon ist Hansjörg Hemminger, der Weltanschauungsbeauftragte der württembergischen Landeskirche, überzeugt, wie auf jesus.ch zu lesen ist:

Wer deswegen Radikale ermutige, den Evangelikalismus oder den Pietismus gesellschaftlich zu ächten, spiele das Spiel aus „Biedermann und die Brandstifter“: Die extremen Ränder des politischen Spektrums würden gestärkt.

meint Hemminger, der dabei übersieht, dass die Evangelikalen selber auch nicht gerade in der politischen Mitte der Gesellschaft anzutreffen sind.

Als Beispiele nennt Hemminger den Widerstand gegen das Jugendfestival Christival 2008 in Bremen sowie gegen den Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge Ende Mai 2009 in Marburg.

Was zum Christival zu sagen war, steht zum Beispiel hier, über Marburg kann man hier noch einmal nachlesen.

Besonders dieser Kongress mit rund 1‘000 Teilnehmern sei Ziel heftiger Kritik der Lesben- und Schwulenbewegung an angeblichen „Homoheilern“ gewesen.

Was heißt hier „angebliche“ Homoheiler? Eben darum geht der Streit. Ein paar Christen schwingen sich zu der Behauptung auf, Christen dürften ihre homosexuelle Orientierung nicht ausleben. Dazu behaupten sie wider alle Realität, homosexuelle Orientierung sei willentlich veränderbar.

Gefördert wurde der Protest, so Hemminger, vom Parlamentarischen Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Volker Beck.

Volker Beck ist Christ. Und als ein solcher hat er sich gegen die Hetze gewisser Evangelikaler gewandt. Öffentlich. Nichts ungewöhnliches in einer Demokratie, sollte man meinen. Er hat weder zur Gewalt aufgerufen, noch sie verteidigt. Wieso man damit die extremen Ränder des politischen Spektrums stärkt, das bleibt Hemmingers Geheimnis. Dabei ist Hemminger auch sonst für merkwürdige Erkenntnisse gut: Weiterlesen

Abserviert, nicht konvertiert

16 Jun

Mit reichlicher Verspätung erklärt sich Michael Götz, Leitender Sekretär im CVJM, zur Diskussion um „Umpolungs“-Seminare auf dem Christival. Angesichts der kaum anders verlaufenden Debatten zum Marburger Kongress im vergangenen Monat lohnt sich eine Auseinandersetzung mit Götz‘ Text. Eines seiner – falschen – Argumente lautet, „die Homo-Lobby“ habe das „Umpolungs“-Seminar verbieten lassen: Weiterlesen

Wie ein mutiger heterosexueller Löwe auszog, die bösen schwulen Kaninchen zu besiegen

31 Mai

Immer wieder lustig: Wenn wir über schwulenfeindliche Bestrebungen des Islam berichten, kommen Linke daher und kriegen einen Herzkasper, weil wir so „undifferenziert“, „rassistisch“ und „islamophob“ sind. Man sollte doch lieber, so der Ratschlag, schwulenfeindliche Christen aufs Korn nehmen; denn im Gegensatz zu denen, haben Moslems grundsätzlich gar nicht wirklich was gegen Schwule, und wenn dann nur, weil wir Westler ihnen das beigebracht haben bzw. weil viele Moslems in Neukölln die Schule abbrechen.

Wendet man sich allerdings den Christen zu, jammert die Rechte herum, wir würden den Islam nicht genug kritisieren:

Der Blog [GayWest] scheint sich augenscheinlich auch als islamkritisch zu geben. Okay, hinter der Anonymität der Blogosphäre fällt dies leichter. Wie es auf Seiten der Homo-Lobby offiziös so üblich ist, wird nämlich lieber auf diejenigen eingetreten, die eh schon am Boden sind (Christen), während wahre Bedrohungen für bunte Homobestrebungen, wie der Islam z.B., unterwürfig ausgeblendet werden.

So unterwürfig, wie bspw. hier, hier und hier. Immer wieder faszinierend auch, dass unsere Kritiker, die Beiträge offenbar gar nicht gelesen haben: Weiterlesen

Der Ekel vor der Liebe – relaunched

30 Mai

Anmerkung: Folgender Beitrag ist ein „Relaunch“ meines Textes Der Ekel vor der Liebe. Auf dem Lesertreffen von GayWest letzten Samstag, haben wir recht ausführlich über Gabriele Kuby, Marburg und den Text diskutiert. Unter anderem wurde mir geraten, Argumentation mehr von Meinungen zu trennen. Dieser Anspruch ist zwar auch in dieser Version nicht erfüllt, dennoch habe ich mich bemüht, die schärfsten Formulierungen des Originaltextes zu streichen; Formulierungen die mir bei der nochmaligen Durchsicht des Originals als übertrieben und für die argumentative Auseinandersetzung als unpassenend erscheinen, und zwar auch in Bezug auf das Fazit der „Liebe“, welche ich den Aktionen von Frau Kuby entgegenzustellen, für angebracht halte.

————————————————–

Ist die Meinungfreiheit bedroht, wenn Schwule und Lesben gegen Referenten des Marburger Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge demonstrieren, die behaupten, Homosexualität könne „geheilt“ werden? Gabriele Kuby befürchtet genau das.

In ihrem neuesten Beitrag, „Sexueller Totalitarismus“ geht sie erneut harsch mit Kritikern des Marburger Kongresses ins Gericht: Weiterlesen

Eine wirkliche Zivilgesellschaft

29 Mai

Die USA beeindrucken mich immer wieder. Tausende sind nach dem Urteil des Obersten Gerichtshof von Kalifornien auf die Straße gegangen um erneut gegen die Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu demonstrieren.

Und Deutschland? Die Ungleichbehandlung unserer Partnerschaften – seit 2001 rechtlich institutionalisiert – schert offenbar niemanden. Nein, hier pilgert man lieber mit gekreuzigten Schweinen und Farbbeuteln nach Marburg, um wegen einer Handvoll evangelikaler Scharlatane, den antichristlichen Kulturkampf auszurufen.

Und wahrscheinlich werden wir immer noch mit Schweinen und Gummipuppen vor den Kirchen hocken, wenn unsere Kollegen in den USA längst den kirchlichen Segen erhalten.

Postmoderne Praxis

27 Mai

Zu unserem kritischen Beitrag über den antisemitischen Charakter der Proteste gegen den Marburger Kongress der evangelikalen Akademie für Psychotherapie und Seelsorge erreichte uns folgendes Schreiben:

Wir haben mit der Aktion die Theorie der Postmoderne praktisch gemacht. Es ist kein Wunder, dass unsere Motive von den Heterosexisten aller Couleur verschwiegen und verdreht werden. Die Aktion richtete sich gegen die homophobe religiöse Formierung, sei sie christlicher, sei sie islamischer Herkunft. Weiterlesen

„Jesus, du Judensau“

25 Mai

„Jesus, du Opfer“: Auch diese Parole war bei den Protesten gegen den Marburger Kongress der evangelikalen Akademie für Psychotherapie und Seelsorge zu hören. Was will man mit diesem Spruch wohl demonstrieren – außer, dass man von christlicher Theologie vermutlich rein gar nichts verstanden hat und darauf auch noch stolz ist? Mir fällt da – neben der offensichtlichen Verachtung für das Schwache – nur eine Erklärung ein: Es ist eine positive Bezugnahme auf die, die den Spruch auf deutschen Schulhöfen und Straßen salonfähig gemacht haben, natürlich ohne das „Jesus“ davor: anislamisierte Jugendliche, deren liebstes Schimpfwort – nach „Du Jude“ und „Du Schwuchtel“ – eben „Du Opfer“ lautet. Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: