Search results for 'Markus Hoffmann'

Hoffmanns Erzählungen

7 Jan

Das Dreigestirn der christlichen Reaktion in Deutschland hat wieder zugeschlagen. Nachdem sich Volker Kauder Ende letzten Jahres mit den Worten

Ich glaube nicht, dass sich Kinder wünschen, in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen.

gegen ein Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Partner ausgesprochen hatte, sekundierten ihm jüngst Christl Vonholdt und Markus Hoffmann. Anlass für die Aufregung war die Ankündigung der Justizminister der Länder, gleichgeschlechtlichen Paaren in Zukunft das volle Adoptionsrecht gewähren zu wollen. Zuvor hatte eine  vom Staatsinstitut für Familienforschung der Universität Bamberg 2009 vorgelegte Studie gezeigt, dass sich Kinder in Regenbogenfamilien ebenso gut entwickeln wie andere Kinder. Das jedoch passt nicht in das homophobe Weltbild von Christl Vonholdt, weshalb sie beklagt, Weiterlesen

Die Bibel ist kein Handbuch

15 Jul

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sucht erneut die Nähe zu evangelikalen Befürwortern einer Homo-„Heilung“.

titelte queer.de im April und kündigte an, Merkel werde

am 12. Juli das Christliche Gästezentrum „Forum Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd besuchen

und dort

das Landesjugendtreffen des „pietistischen Evangelischen Gemeinschaftsverbandes ‚die Apis'“

eröffnen. Dessen Vorsitzender, Steffen Kern, hatte vor einigen Jahren in einem Verbandsmagazin beklagt

 dass „homosexuelle Lebensformen massiv gefördert werden“.

Der bekennende Fan von Konversionstherapien ist bspw. der Ansicht, dass CSD-Paraden

gelegentlich nicht nur die Grenzen der Geschmacklosigkeit, sondern auch des Jugendschutzes überschreiten. Weiterlesen

Die letzten Aufrechten

26 Jun

Nach der Auflösung von Exodus International war ich gespannt, wie Wüstenstrom und das DIJG sich dazu äußern würden. Schließlich war man im selben Bereich tätig und könnte das Scheitern von Exodus als Bedrohung der eigenen Tätigkeit wahrnehmen, nach dem Motto, erst gehen die, dann wir. Doch Hoffmann und Vonholdt schaffen eine bemerkenswerte Volte. Das beginnt noch im redaktionellen Teil des Spektrum-Artikels, wenn es heißt, beide Organisationen stünden

nicht in Verbindung mit Exodus International.

Und weil das noch nicht genug Distanzierung scheint, lässt man obendrein erklären: Weiterlesen

Evangelisch undifferenziert

1 Aug

Die deutschen Linksparteien bauen aus machtpolitischen Gründen ein „Feindbild Evangelikale“ auf. Davon ist Hansjörg Hemminger, der Weltanschauungsbeauftragte der württembergischen Landeskirche, überzeugt, wie auf jesus.ch zu lesen ist:

Wer deswegen Radikale ermutige, den Evangelikalismus oder den Pietismus gesellschaftlich zu ächten, spiele das Spiel aus „Biedermann und die Brandstifter“: Die extremen Ränder des politischen Spektrums würden gestärkt.

meint Hemminger, der dabei übersieht, dass die Evangelikalen selber auch nicht gerade in der politischen Mitte der Gesellschaft anzutreffen sind.

Als Beispiele nennt Hemminger den Widerstand gegen das Jugendfestival Christival 2008 in Bremen sowie gegen den Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge Ende Mai 2009 in Marburg.

Was zum Christival zu sagen war, steht zum Beispiel hier, über Marburg kann man hier noch einmal nachlesen.

Besonders dieser Kongress mit rund 1‘000 Teilnehmern sei Ziel heftiger Kritik der Lesben- und Schwulenbewegung an angeblichen „Homoheilern“ gewesen.

Was heißt hier „angebliche“ Homoheiler? Eben darum geht der Streit. Ein paar Christen schwingen sich zu der Behauptung auf, Christen dürften ihre homosexuelle Orientierung nicht ausleben. Dazu behaupten sie wider alle Realität, homosexuelle Orientierung sei willentlich veränderbar.

Gefördert wurde der Protest, so Hemminger, vom Parlamentarischen Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Volker Beck.

Volker Beck ist Christ. Und als ein solcher hat er sich gegen die Hetze gewisser Evangelikaler gewandt. Öffentlich. Nichts ungewöhnliches in einer Demokratie, sollte man meinen. Er hat weder zur Gewalt aufgerufen, noch sie verteidigt. Wieso man damit die extremen Ränder des politischen Spektrums stärkt, das bleibt Hemmingers Geheimnis. Dabei ist Hemminger auch sonst für merkwürdige Erkenntnisse gut: Weiterlesen

Wie Gabriele Kuby einmal vergeblich zu begründen versuchte, warum Versöhnung in den Totalitarismus führt

18 Jun

Gabriele Kuby, gewendete Alt-68-erin, kann es nicht lassen. So wie sie vermutlich schon damals, wie ihre Genossen, Freiheit und Sozialismus verwechselt hat, bringt sie auch heute die Begriffe durcheinander. In ihrem neuesten Narrenstück hält sie Obama für totalitär. Warum? Weil er sich für Versöhnung einsetzt und sie das nicht versteht: Weiterlesen

Abserviert, nicht konvertiert

16 Jun

Mit reichlicher Verspätung erklärt sich Michael Götz, Leitender Sekretär im CVJM, zur Diskussion um „Umpolungs“-Seminare auf dem Christival. Angesichts der kaum anders verlaufenden Debatten zum Marburger Kongress im vergangenen Monat lohnt sich eine Auseinandersetzung mit Götz‘ Text. Eines seiner – falschen – Argumente lautet, „die Homo-Lobby“ habe das „Umpolungs“-Seminar verbieten lassen: Weiterlesen

Der Ekel vor der Liebe – relaunched

30 Mai

Anmerkung: Folgender Beitrag ist ein „Relaunch“ meines Textes Der Ekel vor der Liebe. Auf dem Lesertreffen von GayWest letzten Samstag, haben wir recht ausführlich über Gabriele Kuby, Marburg und den Text diskutiert. Unter anderem wurde mir geraten, Argumentation mehr von Meinungen zu trennen. Dieser Anspruch ist zwar auch in dieser Version nicht erfüllt, dennoch habe ich mich bemüht, die schärfsten Formulierungen des Originaltextes zu streichen; Formulierungen die mir bei der nochmaligen Durchsicht des Originals als übertrieben und für die argumentative Auseinandersetzung als unpassenend erscheinen, und zwar auch in Bezug auf das Fazit der „Liebe“, welche ich den Aktionen von Frau Kuby entgegenzustellen, für angebracht halte.

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Ist die Meinungfreiheit bedroht, wenn Schwule und Lesben gegen Referenten des Marburger Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge demonstrieren, die behaupten, Homosexualität könne „geheilt“ werden? Gabriele Kuby befürchtet genau das.

In ihrem neuesten Beitrag, „Sexueller Totalitarismus“ geht sie erneut harsch mit Kritikern des Marburger Kongresses ins Gericht: Weiterlesen

Der Ekel vor der Liebe

20 Mai

Es scheint so, als versuche sich Gabriele Kuby als die homophobe Fundamentalistin der Bundesrepubik zu etablieren. Nun gut, soll sie. Auf diesen Kampf lasse ich es gerne ankommen. Erneut bekommt sie bei kath.net die Gelegenheit, ihren immergleichen Nonsens in die Tasten zu schmieren; so unwissend, so heuchlerisch, so larmoyant, so dumm.

Sexueller Totalitarismus“ ist das neueste Machwerk überschrieben, ein Titel der für Lacher sorgen müsste, wenn daran nicht ein Weltbild hängen würde, das an Verachtung für das edelste und beste Gefühle eines Menschen, kaum zu überbieten ist: Liebe. Denn machen wir uns nichts vor: Was die Kuby umtreibt, ist der Ekel vor der Liebe. Unserer Liebe. Weiterlesen

Die Unschuld der Huren

21 Apr

„Eigentümlich frei“, jenes sich als „libertär“ verkaufende Blättchen, darf man mittlerweile ruhigen Gewissens als rechtskonservative Schmierenpostille bezeichnen. In ihrem Kampf gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen des deutschen und internationalen Schwulentums hat sich ef seit jeher hervorgetan. Kein Wunder also, dass auch angesichts des Marburger Kongresses aus allen Rohren gefeuert wird, um die Welt darauf aufmerksam zu machen, dass der Schwule dabei ist, die Freiheit der ganzen Welt unter dem Mantel der Political Correctness zu ersticken.

Diese Mal bedient man sich dafür einer Pressemitteilung der Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung“, einer mit so illustren Blättchen wie der „Jungen Freiheit“ und stramm Reaktionären wir Norbert Geis und Gabriele Kuby kungelnden Bewegung, bekannt dafür, es mit Redlichkeit, Humanität und Moral nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Pressemitteilung beginnt von Seiten der ef mit den Worten: Weiterlesen

Das rote Tuch

12 Mrz

Wüstenstrom will’s wieder wissen: Nach den Rückzügen von Graz und Bremen versucht man es diesmal in Marburg, beim 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der für den 20. bis 24. Mai diesen Jahres angekündigt ist. Ob die Veranstalter wissen, wen sie da als Redner und Seminarleiter eingeladen haben? Wenn nicht, muss man ihnen wenigstens mangelnde Sorgfalt bei der Auswahl der Referenten vorwerfen. Denn wer jemand mit einem solch dubiosen Hintergrund wie Roland Werner als Hauptredner einlädt, sollte sich nicht auf Unwissenheit berufen. Werner, laut Kongressprogramm „1996, 2002 und 2008 Vorsitzender des Christival“, ist Autor von Büchern mit Titeln wie „Christ und homosexuell?“, „Homosexualität – ein Schicksal?“ und „Homosexualität und Seelsorge“. Außerdem ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Institutes für Jugend und Gesellschaft der Offensive Junger Christen. Neben Werner finden sich folgende selbsternannten Homo-Heiler im Kongressprogramm: Weiterlesen

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