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Warum auch Herrn Matussek ein Bildungsplan „sexuelle Vielfalt“ gut getan hätte

13 Feb

Matthias Matussek hält Schwule für defizitäre Wesen. Das ist weder originell noch lesenswert und soll daher nicht weiter kommentiert werden. Wer den Erguss gerne im Ganzen lesen will, kann das hier tun: Ich bin wohl homophob und das ist auch gut so.

Nur zwei Korrekturen seien erlaubt, denn Matussek schafft es, in einem Satz gleich zwei Fehler einzubauen: Weiterlesen

Wie hältst Du’s mit dem Bildungsplan?

28 Jan

Das Kampagnennetzwerk „Campact“ hat beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid eine repräsentative Umfrage zum umstrittenen Bildungsplan in Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind angesichts der Heftigkeit der im Netz geführten Kontroverse erstaunlich – und hoffnungsvoll: Weiterlesen

Dulden heißt beleidigen

17 Mrz

Die Ebene der Toleranz hat man dabei schon lange verlassen. Das Schlagwort der Stunde ist Akzeptanz. Diese duldet nämlich keinen Widerspruch. Es ist schon erstaunlich, dass bei den Diskussionen in allen Bundesländern, die derzeit mit der Überarbeitung ihrer Bildungspläne hin zur Akzeptanz sexueller Vielfalt befasst sind, gelebte Toleranz mittlerweile als ausgrenzendes Handeln definiert wird. Denn wer „nur“ toleriert, statt akzeptiert, erlaubt sich noch eine abweichende Meinung. Wer „nur“ toleriert, statt akzeptiert, widerspricht der neuen Marschrichtung. Wo aber Verwaltung, Polizei, Kirchen, Schule, Kindergärten, Universitäten, Vereine, Medien und selbst Seniorenheime mit staatlichem Auftrag zur Akzeptanz einer bestimmten Meinung auf Linie getrimmt werden sollen, ist für tolerantes Denken kein Platz mehr. Dort ist nur noch Platz für eine Meinung, durchgepaukt von einer Minderheit. Gelebte Demokratie ist das dann allerdings nicht mehr.

„Gelebte Demokratie“ im Sinne von Birgit Kelle ist der Anspruch der Mehrheit, das eigene Leben als gesellschaftliches Ideal propagiert sehen zu wollen; ist der Anspruch der Mehrheit auf bedingungslose Akzeptanz, während man sich gleichzeitig das Recht herausnehmen möchte, alle anderen lediglich zu tolerieren, weil diese ja nur eine Minderheit darstellen.

Verwaltung, Polizei, Kirchen, Schule, Kindergärten, Universitäten, Vereine, Medien und selbst Seniorenheime werden staatlicherseits zur Akzeptanz der Meinung getrimmt, dass Heterosexualität und Cisgender zu akzeptieren sind.

Warum der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität dann aber lediglich Toleranz zukommen soll, kann wohl nur demjenigen einleuchten, der etwas gegen Homo- und Bisexuelle, sowie Trans* und Inter* hat.

Denn hätte man nichts gegen diese, bräuchte man sie nicht lediglich zu tolerieren.

Kein Zweifel?

18 Feb
Was erhoffe ich vom Bildungsplan?
– Akzeptanz.
Warum trete ich für den Bildungsplan ein?
– Weil sich die Mehrheit der von mir wahrgenommenen Gegner des Bildungsplanes schwulenfeindlich artikulieren.
Kommen mir Zweifel am Bildungsplan wenn ich folgende Zeilen lese?

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Die Angst der Birgit Kelle

6 Feb

Birgit Kelle gehört zu den Vorzeigefrauen gegen Bildungspläne und Feminismus und erfreut sich selbst in linksliberalen maskulistischen Kreisen großer Beliebtheit. Warum erscheint rätselhaft, denn Kelles Positionen sind ziemlich konservativ und von einer charmant versteckten Angst und Abneigung vor anderen Lebensweisen durchdrungen.

Wolfgang Brosche arbeitet dies in einem Beitrag  – als Antwort auf eine Kolumne von Kelle im „European“ – vortrefflich heraus: Weiterlesen

Ich bin kein Regenbogenkind

29 Jan

Nach all dem Gerede über den Bildungsplan, haben wir nun endlich mal ein konkretes Beispiel auf dem Tisch, wie man die Akzeptanz nicht-heterosexueller Lebensweisen an Grundschulen erreichen will.

Ohne den „Methodenschatz für Grundschulen zu Lebens- und Liebesweisen“ im Einzelnen zu analysieren, möchte ich hier meine ersten Gedanken niederschreiben, die mir beim Lesen durch den Kopf gegangen sind: Weiterlesen

„Homos attackieren Kinder“

26 Jan

Was soll man dazu noch sagen? Außer sich als Befürworter des Bildungsplanes eindeutig zu distanzieren. Weiterlesen

Nicht homophob?

16 Dez

„Karin Bertholdes-Sandrock (CDU) forderte in der Debatte [um den Bildungsplan], dass man nicht als homophob bezeichnet werden sollte, wenn man sich für traditonelle Werte einsetze“

Dieser Aussage könnte man theoretisch zustimmen. Setzt man sich für „traditionelle Werte“ bezüglich Ehe, Familie und Sexualität ein, dann muss man nicht unbedingt homophob sein.

Aber, was ist man dann?

Schlau mit SchLAu

1 Dez

Auch das Schulaufklärungsprojekt „SchLAu“ steht bei den Gegnern des Bildungsplanes im Fokus der Kritik. In einem Faktenblatt wird sich dieser Kritik gestellt. Hier einige Auszüge:

Die Selbstbestimmung der Jugendlichen zu stärken, ist ein wichtiges Ziel unserer Workshops. Dazu gehört auch, dass die Jugendlichen ihre Themen selbst setzen. In offenen Gesprächsrunden diskutieren die Jugendlichen untereinander über gesellschaftliche Vielfalt und lernen unterschiedliche Standpunkte gegenseitig zu respektieren. […] Weiterlesen

Sex, Tuider und ich

30 Nov

Kommentator „only_me“ hat mich auf einen Beitrag auf dem Blog „man tau“ aufmerksam gemacht, in dem es ebenfalls um den Bildungsplan und Elisabeth Tuider geht. Dieser Beitrag ist durchaus lesenwert, hat m. E. allerdings einen erheblichen Schwachpunkt: Er ist alleine aus der heterosexuellen Perspektive geschrieben und bezieht die Verunsicherungen die einem homo-, trans- oder intersexuellem Schüler angesichts der (bisherigen?) heteronormativen Sexualpädagogik auferlegt werden, nicht ein.

Interessant finde ich insbesondere die Kritik an Tuiders Konzept, Normen in Frage zu stellen: Weiterlesen

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