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Judith „Boring“ Butler

2 Jul

Und das soll eine große Denkerin sein? Entschuldigung, aber das Interview dass die nichtidentitäre Queer-Identitäts-Queen Judith Butler der taz gegeben hat ist ja derartig verquer, bzw. verqueer, dass man sich verzweifelt fragt, warum diese Frau so berühmt ist. Kostproben gefällig?

Ich spreche von Inhalten, die zum Beispiel auf Webseiten vertreten werden. Ich betrachte diese Beiträge als Formen von Rassismus, denen man entgegentreten muss. Ich war auch darüber alarmiert, was für ziemlich schreckliche Stereotype unter einigen der prominentesten Figuren beim Berliner CSD zirkulierten. Weiterlesen

Mehr Antikapitalismus, weniger Sex

28 Mai

So oder so bleibt das Gefühl, dass mit diesem Film die heterosexuelle Liebe abgewertet werden soll.

meint ein Kommentator in der WELT zu Abdellatif Kechiches „La Vie d’Adèle“, der in Cannes gerade die Goldene Palme gewonnen hat. Wollte man es sich einfach machen, könnte man das einfach umdrehen und fragen, ob mit der Flut von Hetero-Liebesfilmen, die Jahr für Jahr auf den Markt geworfen werden, etwa homosexuelle Liebe abgewertet werden soll. Aber es reicht aus, Kechiches Aussagen über den Film aufmerksam zu lesen, um zu erkennen, das die Homosexualität gar nicht im Mittelpunkt des Filmes steht, zumindest für den Regisseur: Weiterlesen

Ich habe nichts gegen Christdemokraten, solange man es ihnen nicht ansieht

25 Apr

CSD Berlin schließt CDU von der Parade aus

ist eine Erklärung des Berliner CSD e.V. überschrieben. Zur Begründung heißt es:

Dies ist eine Konsequenz der verfassungswidrigen Entscheidungen des letzten CDU-Parteitags, des CDU-Präsidiums und der zunehmend polemischen, diffamierenden und verhetzenden Äußerungen zahlreicher CDU-PolitikerInnen in den letzten Monaten.

Was für ein merkwürdiges Argument soll das denn sein, dass eine Entscheidung verfassungswidrig sei? Weiterlesen

Nicht schon wieder queer

1 Jan

Das neue Jahr fängt ja gut an. Kaum hat man sich von einer rauschenden Silvesternacht erholt, wird einem auf queer.de ein unglaublich kompliziert geschriebener Beitrag präsentiert, der wieder einmal versucht, aus Homosexualität eine Lebensweise, wenn nicht gar eine Revolution zu machen. Schon die Einleitung hat es in sich:

Die Mehrheit der Menschheit ist hetero, daran führt kein Weg vorbei. Wollen wir als Fünfprozent-Minderheit da auf gütige Akzeptanz hoffen, wenn wir uns möglichst heteronormativ benehmen, heiraten, monogam leben und bausparen? Oder kann man nicht besser die Heterowelt von innen sprengen?

Es hat schon etwas von einer narzisstischen Anmaßung sich einzubilden, man könnte als selbsteingestandener „Fünfprozent-Minderheit“ die „Heterowelt von innen sprengen“. Abgesehen davon, dass man es sich wohl etwas zu einfach macht, „die Heterowelt“ alleine mit heiraten, Monogamie und bausparen in Verbindung zu bringen. Weiterlesen

Solidarität

27 Aug

Von wegen „Pink Washing“, das ist schlicht und ergreifend Solidarität, was der israelische Botschafter in Berlin am Sonntag auf dem Sommerfest der DIG zur Ankündigung der Stadt Frankfurt, den Theodor-W.-Adorno-Preis in diesem Jahr an Judith Butler zu verleihen, erklärte: Weiterlesen

Bibel, Burka und Bikini

30 Sept

Als ich kürzlich gefragt wurde, wie ich als „Quasi-Anarchist“ mit Römer 13:1ff klarkomme, musste ich nicht lange nach einer Antwort suchen. Ich zitierte:

Römer 13,1-7 kann als Text interpretiert werden, der nicht den Unterwerfungsstrategien irgendwelcher Obrigkeiten als nützlicher Idiot dient, sondern im Gegenteil diese Strategien in ihrer Relativität offenbart und den verrückten Weg der Vollmacht der Angesprochenen bestärkt. Weiterlesen

Goodbye Berlin!

24 Jun

Nur noch wenige Tage, dann verlasse ich die Hauptstadt und gehe zurück in die rheinische Heimat. Ein guter Zeitpunkt, um mit dem Schreiben hier fortzufahren, das mir in der letzten Zeit manchmal gefehlt hat. Die angekündigte Tätigkeit ist im Aufbau und reicht mir nicht aus. Ab und an ein wenig Polemik, Kritik, Auseinandersetzung mit den Feinden der Freiheit, dafür ist GayWest einfach ein guter Platz.

Neue Literatur hat mich inspiriert: Weiterlesen

Danke, „Maneo“!

27 Aug

Wenn das Berliner Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ dieser Tage seinen zwanzigsten Geburtstag begeht, werden diverse linke Grüppchen nebst Judith Butler ganz bestimmt beleidigt auf ihren Plätzen sitzen bleiben und sich nicht in den Reigen der Gratulanten einreihen. Denn immerhin hat „Maneo“ es gewagt, öffentlich zu machen, dass es nicht nur Nazis und deutschstämmige Rentner sind, die in Berlin Schwule verprügeln. Und dann auch noch die Hommage auf die verstorbene, streitbare Jugendrichterin Kirsten Heisig. Also wirklich…

Bleibt Maneo nur zu wünschen, dass wir sie bald nicht mehr brauchen werden. Und ich bin sicher, dass diese Zeit kommen wird.

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Schwuler Tropfen höhlt den Stein

19 Jul

Gemessen an polnischen Standards, war die Parade in Warschau, in Volker Becks Worten, in der Tat ein „Riesenerfolg“. Die Gegendemonstranten beschränkten sich auf Eier- und Flaschenwürfe, da die Polizei einen vergleichsweisen guten Job machte und das Demonstrationsrecht auch tatsächlich durchsetzte. Wenn das so weitergeht, ist es vermutlich bereits in 20 Jahren möglich, einen CSD so durchzuführen wie in Berlin, also komplett mit Judith Butler und anderen kritischen Geistern, welche hierzulande dafür sorgen, die fehlende Außenwirkung eines CSD durch innere Zwistigkeiten zu kompensieren.

Bis dahin heißt es allerdings: „Perverse nach Berlin.“ Und das zu Recht, denn was will man schon in Warschau?

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Verque(e)re Ehrenrettung

8 Jul

Jan Feddersen versucht zu retten, was nicht zu retten ist:

Dass sie den Preis am Ende nicht wollte, war den Verantwortlichen des Berliner CSD e. V. letztlich einerlei. In einem Punkt hat Judith Butler, die den Zivilcouragepreis jenes Vereins, der die hauptstädtische Christopher-Street-Day-Parade organisiert, zurückwies, völlig recht: Gut ist, dass jetzt eine Diskussion angestoßen wurde. Butler allerdings glaubt, nun sei das Thema des Rassismus auf der Tagesordnung der queeren Community gelandet. In Wahrheit aber geht es um Politikkonzepte, ja um das Politische überhaupt.

Seine Haltung scheint dem üblichen Schöneberg-Bashing und Kreuzberg-Hype angenehm entgegengesetzt: Weiterlesen

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