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Der Geisbock und die Gretchenfrage

12 Aug

„Nun sag, wie hast du’s mit der Adoption? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“

Ob das mit dem „herzlich guten Mann“ in diesem Fall so passend ist, sei dahingestellt, aber Norbert Geis, bekannter Muffelkopf aus den Reihen der CSU, beantwortet eine der Gretchenfragen der modernen Zeit, mit der für ihn typisch bayerischen Bierseligkeit:

„In der Ehe und bei heterosexuellen Paaren liegt die Zukunft. Und nicht bei irgendwelchen Fehlentwicklungen.“

Autsch, „Fehlentwicklungen“. Das ist jetzt aber gar nicht nett, Nobbie, aber andererseits, von einem kulturreaktionären Wüterich wie Dir auch nicht anders zu erwarten. Mit ein wenig Differenzheit hätte man möglicherweise eingestanden, dass Du auch nur ein Mensch bist und deshalb unmöglich wissen kannst – und es Dich eigentlich auch einen feuchten Kehricht angeht – für wen wie die Zukunft aussieht.

Weniger müssen müssen

25 Okt

„Nein fürs Leben“ – Unter diesem grammatikalisch leicht verunglückten Titel findet sich in „Christ und Welt“, ehemals christlich-konservative Wochenzeitung, die mittlerweile der ZEIT beiliegt, ein kurioser Artikel zum Thema „Homo-Ehe“.

Lasse will nicht von Familienministerin Schröder beglückt werden.

weshalb er vermeldet:

Es sollten eben nicht alle müssen, was Kristina Schröder will.

Dass es Schröder darum geht, Benachteiligungen von Homosexuellen gegenüber Heterosexuellen abzubauen und nicht darum, dass alle Menschen heiraten, wird in dem Text nicht deutlich. Tatsächlich scheinen Menschen der Ansicht zu sein, dass es sinnvoll ist, Benachteiligungen für ihresgleichen aufrechtzuerhalten: Weiterlesen

„Schwuler Kitsch“ schlägt Michael Gerlach

5 Nov

Natürlich hätte man sich am vorgestrigen Dienstag die Maischberger-Sendung über „Schwule und Lesben an die Macht!“ in voller Länge anschauen können, aber Schwulenkritiker Norbert Geis und Schwulenheiler Michael Gerlach gemeinsam vereint, nein, das musste dann doch nicht sein!

Dennoch war die Sendung natürlich Thema, u. a. in der „Welt“. Über den dortigen, eher mauen Artikel, wurde ich auf ein weitaus interessanteres Fernsehereignis aufmerksam gemacht: Weiterlesen

Antisemitismus und Homophobie

15 Sep

Beim 9. Kongress „Freude am Glauben“ des „Forums Deutscher Katholiken e.V.“ kam einiges an Brechmitteln zusammen. Auf einem Podium unter dem Motto

Wo Christen zusammenstehen müssen

trafen sich u.a. der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU), Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz sowie der protestantische Religionspädagoge Andreas Späth. Letzterer gab zu Protokoll:

Christen dürften nicht als Antisemiten und Rassisten bezeichnet werden, nur weil sie Homosexualität nicht für gottgegeben erachten.

Keine Frage, der Mann hat Recht. Weiterlesen

Die Unschuld der Huren

21 Apr

„Eigentümlich frei“, jenes sich als „libertär“ verkaufende Blättchen, darf man mittlerweile ruhigen Gewissens als rechtskonservative Schmierenpostille bezeichnen. In ihrem Kampf gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen des deutschen und internationalen Schwulentums hat sich ef seit jeher hervorgetan. Kein Wunder also, dass auch angesichts des Marburger Kongresses aus allen Rohren gefeuert wird, um die Welt darauf aufmerksam zu machen, dass der Schwule dabei ist, die Freiheit der ganzen Welt unter dem Mantel der Political Correctness zu ersticken.

Diese Mal bedient man sich dafür einer Pressemitteilung der Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung“, einer mit so illustren Blättchen wie der „Jungen Freiheit“ und stramm Reaktionären wir Norbert Geis und Gabriele Kuby kungelnden Bewegung, bekannt dafür, es mit Redlichkeit, Humanität und Moral nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Pressemitteilung beginnt von Seiten der ef mit den Worten: Weiterlesen

Entschwulungssteuer

22 Feb

War es der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, der sich in einem Interview für die Einführung einer neuen Steuer aussprach? Von der sogenannten „Entschwulungssteuer“, hieß es heute morgen im Deutschlandradio, verspreche man sich eine „deutliche Verringerung des homosexuellen Bevölkerungsanteils“. Weiterlesen

Schwuler Kulturkonservatismus

3 Jul

Jürgen Friedenberg ist Journalist und Lyriker. Deshalb und weil er dazu noch homosexuell ist, darf er auf queer.de ab und an einen Text veröffentlichen. Sein neuester Erguss dort zeugt von einem Kulturkonservatismus, der sich sich gewaschen hat. Unter der Überschrift Rettet die Zärtlichkeit! erfahren wir dort:

Gewalt ist auf dem Vormarsch. Weiterlesen

PRISM: Erlöse uns von dem Bösen

14 Jul

Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Kontrolle.

meint der amerikanische Franziskanerpater Richard Rohr. Einen vermutlich aus diesem Geist heraus verfassten geistlichen Impuls zur Debatte um das PRISM-Programm fand ich im Gemeindebrief einer Berliner Baptistengemeinde: Weiterlesen

Schwule und Moslems – Hand in Hand ins Paradies

5 Feb

Der Lesben und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), der sich seit jeher Ausgrenzung und Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat – was man schon alleine daran erkennt, dass er sich immer noch nicht Lesb_innen, Schwul_innen, Bisexuell_innen, Intersexuell_innen und Transidentität_innen-Verband in Deutschland (LSBITD) nennt – hat erneut ins Fettnäpfchen linker Nörgler getreten, ruft er doch für die rege Teilnahme einer Umfrage der Universität Kiel auf, die Norbert Blecht von der schwulen BILD-Zeitung „queer.de“, bereits als fundamental rassistisch entlarvt hat. Warum? Nun diese Umfrage, dies sich zum Ziel gesetzt hat „die Lebenswirklichkeit und die Diskriminierungserfahrungen von Lesben, Schwulen und Trans-Personen zu untersuchen“ (Zitat LSVD) wagt es doch tatsächlich auch Moslems mit einzubeziehen und zu suggerieren, auch diese könnten homophob sein.

Das geht natürlich gar nicht, denn wie wir alle wissen, sind Moslems im Allgemeinen und der Islam im Besonderen voll cool, hipp und geil, die beste Religion der Welt und über jeden Verdacht erhaben. Homophobe Moslems gibt es schlicht nicht, und etwas anderes zu behaupten ist neoliberal, rassistisch und zionistisch – mindestens.

Norbert Blech schreibt auf queer.de daher folgerichtig: Weiterlesen

Nicht für den Kommunismus, jedenfalls nicht öffentlich,

19 Jan

zu sein scheint Ilse Junkermann, Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Äußerungen der Genossin Lötzsch verteidigte sie trotzdem mit der Begründung, Weiterlesen


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