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Antisemitismus und Homophobie

15 Sept

Beim 9. Kongress „Freude am Glauben“ des „Forums Deutscher Katholiken e.V.“ kam einiges an Brechmitteln zusammen. Auf einem Podium unter dem Motto

Wo Christen zusammenstehen müssen

trafen sich u.a. der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU), Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz sowie der protestantische Religionspädagoge Andreas Späth. Letzterer gab zu Protokoll:

Christen dürften nicht als Antisemiten und Rassisten bezeichnet werden, nur weil sie Homosexualität nicht für gottgegeben erachten.

Keine Frage, der Mann hat Recht. Weiterlesen

Katholische Kernspaltung

29 Jul

Die katholische Tagespost hat bei uns bereits des öfteren für Erheiterung gesorgt. Mal ging es um nackte junge Männer in Liegestühlen auf dem Dach eines amerikanischen Priesterseminars, mal um Erwägungen bezüglich der Nützlichkeit von Homosexuellen für den Volkskörper. Jetzt versucht man sich in der Tagespost an der Kernphysik. Den Wissenschaftlern im Auftrag des Herrn gelten

Mann und Frau als anthropologischer Kern der Familie, als historische Konstante der Menschengesellschaft, „als erste natürliche Gemeinschaft“, als „Prototyp jeder sozialen Ordnung“.

Doch es naht Gefahr:

Genau dieser Kern, diese natürliche Gemeinschaft, dieser Prototyp soll gespalten werden.

Von wem? Den 68ern:

Es ist die alte Stoßrichtung der familienverachtenden 68er, derer, die die Natur des Menschen nicht anerkennen und die Geschlechter einebnen wollen.

Alles Schlampen, außer Gaby. Und jetzt kommt ein lustiger Verschreiber: Weiterlesen

Reaktionäre Revolution

18 Feb

Das kann man im Internet nachlesen, dass Homosexualität heilbar ist. Die sollen zu einem Arzt gehen und sich Hormone dagegen geben lassen.

Wie blöd muss man eigentlich sein, um in der römisch-katholischen Kirche ein Amt zu bekleiden? Im Internet kann man so gut wie alles lesen. Da steht, dass Gott ein Arschloch ist, wie geil es ist, Kinder zu ficken, dass Nazis cool sind und der Kapitalismus Scheiße, … Das Gegenteil von alledem findet sich zum Glück auch. Nur was richtig ist, ist damit noch lange nicht gesagt. Selber Denken bleibt gefragt. Das scheint auch die Ansicht der katholischen Tagespost zu sein, die angesichts der Affäre um den gescheiterten Linzer Weihbischof Wagner anmerkt,

ob Homosexualität heilbar ist oder nicht, darüber darf man unterschiedlicher Auffassung sein und leidenschaftlich, möglichst auch argumentativ, streiten.

Wobei das im Grunde genommen ein wenig albern ist. Wer diskutiert schließlich noch darüber, ob die Erde eine Scheibe ist, Schwarze dümmer sind oder Frauen weniger intelligent als Männer. Doch eben darum geht es der Tagespost und den reaktionären Kräften in der römisch-katholischen Kirche, wie übrigens auch dem Mainstream der Evangelikalen, gerade nicht. Weiterlesen

Post von Wagner

10 Feb

Der Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner hat uns Homos bereits 2003 einen Brief geschrieben, in dem es u. a. heißt

„Ich möchte Ihnen Mut machen, zur eigentlichen Menschenwürde zurückzufinden, damit Sie erkennen, dass es sich um eine defizitäre Form der Sexualität handelt, und damit Sie auch an die Veränderbarkeit von Homosexualität zu glauben beginnen und daran arbeiten, dass Sie sich bekehren und die ganz andere Seite der Liebe erkennen“.

Ein wahrlich unwiderstehliches Angebot, dem eigentlich nur noch der Strick vorzuziehen ist.

Homos sind so gut wie tot

29 Apr

Das meint zumindest Erzbischof Robert Zollitsch:

Für den deutschen Katholiken-Chef ist es genauso schlimm, wenn ein Kind bei einem gleichgeschlechtlichen Elternpaar aufwächst oder ein (Hetero-)Elternteil stirbt. Robert Zollitsch spricht sich aus diesem Grund gegen die Homo-Adoption aus. „Wir bedauern es, wenn in einer Familie ein Elternteil stirbt und ein Kind deswegen nicht mehr beide Eltern erleben kann. Das sehen wir als Nachteil an. Auf diesem Hintergrund verstehe ich nicht, warum man eine solche, für die Entwicklung eines Kindes nachteilige Situation konstruieren“, erklärte Zollitsch gegenüber der katholischen Zeitung „Tagespost“.

HOU (Homosexual Occupied University)

6 Apr

Der Papst kommt nach Amerika und die Homos sind schon da. Eine Studie der „Amerikanischen Gesellschaft für die Verteidigung der Tradition, der Familie und des Gemeinguts“ (TFP)

nennt 96 katholische Universitäten und Colleges, an denen Clubs existieren, die systematisch für die Interessen der Homosexuellen kämpfen. „Viele dieser Clubs teilen die radikalen Ziele der Homosexuellen-Bewegung“, heißt es in einer Erklärung von TFP. Es gehe der Lobby darum, ihre soziale Akzeptanz unter den Christen in Amerika mit massivem Druck zu erhöhen und Meinungsäußerungen zu unterbinden, die sich mit der ideologischen Agenda der Bewegung nicht vertrügen. 45 Prozent der 211 katholischen Hochschulen informieren auf ihrer Homepage über Einrichtungen und Termine der Homo-Lobby im eigenen Haus. Dabei bilden Einrichtungen des Jesuitenordens die statistische Spitzengruppe (23). Der Studie zufolge identifizieren sich jedoch auch Universitäten der Dominikaner und anderer Ordensgemeinschaften Verantwortliche und Studenten mit den Zielen der Homosexuellenbewegung.

Klingt, als sei Hopfen und Malz verloren. Denn längst sind auch die Hochschulverwaltungen unterwandert, gar die Polizei: Weiterlesen

Internationale Homo-Lobby

27 Nov

Nachdem sich in Österreich nach der SPÖ auch die ÖVP für eine Homo-Ehe ausgesprochen hatte, versucht sich ein Hassprediger im Namen des Christentums in einer Art letztem Gefecht dem offenbar mal wieder kurz bevor stehenden Untergang des Abendlandes einsam entgegen zu stemmen. In der katholischen Tagespost behauptet der Salzburger Weihbischof und Professor für Moraltheologie Andreas Laun, dass die geplante Homo-Ehe „ungerecht und unbegründet“ sei. Laun hatte bereits vor drei Jahren für Aufsehen gesorgt, als er sich gegen eine Weihe für schwule Priester aussprach bzw. für die Entlassung der bereits Ordinierten, u.a. mit der Begründung, es scheine Weiterlesen

Nackte junge Männer in Liegestühlen

25 Jul

„Das Böse ist immer und überall“ textete in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Erste Allgemeine Verunsicherung. Wer oder was dieses „Böse“ ist, blieb bei den Alpenrockern im Unklaren. Guido Horst hingegen weiss in der Tagespost, katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur, Genaueres. In einem Text, in dem es eigentlich um sexuellen Kindesmissbrauch durch Priester geht, schafft er im letzten Absatz einen thematischen Turn, der es in sich hat: Weiterlesen


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