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In Vielfalt Fernsehen

21 Feb
Bundesländer für alle!

Bundesländer für alle!

Zuweilen hat man den Eindruck, die Bundesrepublik Deutschland ist kein Land, sondern ein Kasperletheater:

Gegen den geplanten neuen Staatsvertrag für das ZDF regt sich heftige Kritik seitens des Lesben- und Schwulenverbandes LSVD. Laut Vorstandsfrau Henny Engels sei der mit der Reform einhergehende Ausschluss von Schwulen und Lesben “unfassbar”.

Unfassbar finde ich es eher, dass es überhaupt Staatsverträge mit Medien gibt.

Das neue Regelwerk sieht vor, dass jedes Bundesland künftig in den Fernsehrat einen Vertreter einer gesellschaftlichen Gruppe entsendet. So übernimmt Hessen die “Migranten”, Rheinland-Pfalz schickt einen Vertreter der “Menschen mit Behinderung” und Sachsen-Anhalt einen für “Heimat und Brauchtum”. Damit soll der Sender nach Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts “staatsferner” gestaltet werden.

Soso, jedes Bundesland soll also demnächst eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe in den Fernsehrat entsenden, um das ZDf “staatsferner” zu gestalten. Wäre es diesem Ziel nicht förderlicher, man privatisert das ZDF und schafft Staatsverträge und Fernsehräte ab? Weiterlesen

Hinfort mit Artikel 6!

20 Feb
Ich bin kein Freund des deutschen Grundgesetzes. Ich halte es als Verfassung für eher schlecht und eines liberalen Rechtsstaates für unwürdig. Einer der Gründe für diese Auffassung ist dabei der Artikel 6 des Grundgesetzes, und zwar vor allem der dazugehörige Absatz 1, in dem es heißt:

Die Frage die sich mir jedes Mal stellt, wenn ich diesen Satz lese, ist ein simples: “Warum?” Weiterlesen

Bitte denkt doch an die Kinder!

19 Feb

Nein, Arne Hoffmann, wer postuliert, Sexualkundeunterricht müsse besonders “sensibel mit den Grenzen von Intimität und Scham von Schülerinnen und Schülern umgehen”, argumentiert nicht homophob und argumentiert auch nicht auf einer Linie mit Birgit Kelle. Es sei denn natürlich, man ist der Meinung, dass die Erwähnung von Homo-, Trans- und Intersexualität bereits an und für sich die Scham- und Intimitätsgrenzen von Schülerinnen und Schülern verletzt, weil klassische Familie und so.

 

Kein Zweifel?

18 Feb
Was erhoffe ich vom Bildungsplan?
- Akzeptanz.
Warum trete ich für den Bildungsplan ein?
- Weil sich die Mehrheit der von mir wahrgenommenen Gegner des Bildungsplanes schwulenfeindlich artikulieren.
Kommen mir Zweifel am Bildungsplan wenn ich folgende Zeilen lese?

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Endlich Normalität atmen

8 Feb

“Der Zaunfink” beschreibt was es heutzutage heißt, sich als Schwuler in der Öffentlichkeit zu bewegen:

Meine eigene Strategie – und ich glaube, sie ist die verbreitetste – besteht in dem Versuch, immer sozusagen möglichst knapp unterhalb des feindlichen Radars zu fliegen. Das bedeutet, dass ich in jedem einzelnen Moment verschiedene Faktoren abwäge: Bin ich heute so wackelig auf den psychischen Beinen, dass mich schon ein dummer Spruch für den Rest des Tages runterziehen würde oder könnte ich den erfolgreich ignorieren? In welchem Stadtteil bin ich gerade unterwegs, und zu welcher Tageszeit? Was sind da gerade für Menschen um mich herum? Bin ich allein oder in einer Gruppe unterwegs? Ist bei den Jugendlichen an der Bushaltestelle da drüben vielleicht gerade angriffslustige Stimmung angesagt? Je nach Einschätzung der Situation dimme ich dann den jeweiligen Grad meiner Erkennbarkeit als schwuler Mann.

Will man verstehen, was Homos bspw. dazu antreibt, Bildungspläne für sexuelle Vielfalt in Schulen zu befürworten, muss man sich oben beschriebene Situation bewusst machen; eine Situation, die Heteros nicht kennen, weil sie sie nicht erleben müssen.

Es ist der Versuch, endlich Normalität zu atmen.

Die Angst der Birgit Kelle

6 Feb

Birgit Kelle gehört zu den Vorzeigefrauen gegen Bildungspläne und Feminismus und erfreut sich selbst in linksliberalen maskulistischen Kreisen großer Beliebtheit. Warum erscheint rätselhaft, denn Kelles Positionen sind ziemlich konservativ und von einer charmant versteckten Angst und Abneigung vor anderen Lebensweisen durchdrungen.

Wolfgang Brosche arbeitet dies in einem Beitrag  – als Antwort auf eine Kolumne von Kelle im “European” – vortrefflich heraus: Weiterlesen

Lass uns Kuchen essen

5 Feb

Aus den USA erreichen uns zwei Nachrichten, die ich aus mehreren Gründen nicht nachvollziehen kann:

Die ehemaligen Besitzer einer Bäckerei und Konditorei in Gresham (US-Bundesstaat Oregon) haben gegen Gleichbehandlungsrichtlinien verstoßen, als sie im Januar 2013 aus religiösen Gründen einem lesbischen Paar wegen dessen sexueller Orientierung keinen Hochzeitskuchen verkaufen wollten. Eine für Gleichbehandlung verantwortliche Behörde hat am Montag bekannt gegeben, dass Melissa und Aaron Klein das Antidiskriminierungsgesetz des Staates Oregon missachtet haben, das festlegt, dass Homosexuellen wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht der Zugang zu Dienstleistungen verwehrt werden darf.

Die ehemaligen Ladenbesitzer müssen nun dem lesbischen Paar ein Schmerzensgeld von bis zu 150.000 Dollar (130.000 Euro) zahlen.

Wenn ich in eine Bäckerei einen Kuchen für meine Hochzeit kaufen wollte, und mir die Inhaber zu verstehen geben, dass ich ihnen zu schwul sei, wäre ich baff erstaunt und sicherlich auch empört und würde die Inhaber für den größten Idioten de Planeten halten. Weiterlesen

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