Tag Archives: Alkohol

Margot Käßmann ist nicht schwul

25 Feb

Werte konservative Freunde des christlichen Abenlands,

nur weil die Frau gegen den Afghanistan-Krieg ist und betrunken Auto fährt, muss sie nicht auch noch sexuell anders sein. Wir bitten daher in Zukunft von derartigen Suchanfragen abzusehen: Weiterlesen

Hinterhalt in Prag

14 Feb

Die Verschwulung der Welt schreitet voran. Unter dem Deckmantel eines besonderen gastronomischen Angebots zum Valentinstag werden heterosexuelle Männer hinterhältig dazu gebracht, rosa (!) Bier zu trinken. Wo soll das noch enden?

Werbung kann so schmutzig sein

7 Feb

Ganz spontan waren Adrian und ich gestern bei Bump. Schon wieder. Im Gespräch mit einem anderen Besucher erfuhren wir, dass er normale Orte wie diesen hier eher selten aufsuche. Wenn das die Schwuz-Crew gehört hätte. Normal wollte man hier doch nie sein, oder? Andererseits haben sich vielleicht auch die Zeiten geändert. Denn was, außer dass es Männer sind, die sich küssen, ist hier denn tatsächlich anders als da wo es normal ist? Das Schmutzigste jedenfalls, das mir gestern im Schwuz begegnete, war eine Werbung, die in den Toiletten auslag. Sie kennen sicher die „Alkohol? Kenn dein Limit“-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das Motto der Kampagne lautet „Alkohol macht mehr kaputt als du denkst.“ Und auf Plakatwänden gibt es dann diese humorfreien Fotos, deren Inhalt sich auch hier im Video wiederholt. Kleine Kostprobe gefällig?

Sie feiert heute hemmungslos … er stellt sie morgen nackt ins Netz.

Er will Party ohne Ende … und wacht in seiner Kotze auf.

Er verliert nicht nur den Führerschein.

Er feiert bis der Arzt kommt … und landet auf der Intensivstation.

Die Werbung im Schwuz war vom Irrenhouse. Deren Kampagne heißt „Alkohol! Spreng Dein Limit.“. Das Motto lautet „Alkohol macht mehr wieder gut, als Du denkst.“. Darüber ein Foto von vier halbwegs schicken Transen mit ihrer ganz eigenen Kotzprobe: Weiterlesen

Scharia selektiv

28 Jan

Staatliche und selbst ernannte Sittenwächter machen in Malaysia und Indonesien Jagd auf Abweichler, Andersdenkende und Schwule – manchmal im Namen des Islams. Im Fall des malaysischen Oppositionsanführers Anwar Ibrahim dient die Verfolgung «widernatürlichen Verhaltens» aber klar politischen Zwecken.

erfahren wir in einem Blog der NZZ. Doch was bedeutet eigentlich „im Namen des Islam“? Hat der Islam mit den erwähnten Vorgängen nichts zu tun? Wird er gar für ihm widersprechende Zwecke benutzt? Sind politische Zwecke denen des Islam stets entgegengesetzt? Der Text versucht sich darin, aufzuklären:

Malaysias Scharia verbietet Muslimen das Trinken von Alkohol.

Alle nichtmuslimischen Staatsbürger Malaysias dürfen also. Dummerweise gibt es diese nicht, denn Weiterlesen

Voll fies: Trinken für junge Frauen kompliziert

9 Jan

Warum Mädchen so tun, als wären sie betrunken

steht nicht in der Welt, auch wenn die gleichnamige Überschrift eben das suggeriert. Stattdessen erfahren wir, warum Mädchen sich betrinken:

weil sie dann eine Ausrede für ihr Verhalten haben – insbesondere wenn es ums Flirten geht.

Meint jedenfalls Sozialgeografin Sara Landolt von der Universität Zürich,

die in 14 Gesprächsrunden mit 15- bis 18-jährigen Schweizern darüber sprach, warum sie Alkohol konsumieren

und jetzt auch etwas über die Gründe von Jungen weiß, sich zu betrinken. Jungs nämlich brauchen keine Ausreden, Jungs trinken, Weiterlesen

O’zapft is – Vom kleinen, feinen Unterschied

25 Sep

Wer Bayern verstehen will, der muss zum Oktoberfest. Denn dort ist Bayern wie es eben ist: Urig, gemütlich, lärmend, besoffen.

Und wer begreifen will, was sich in Deutschland – pardon: in Bayern – alles geändert hat, auch der sollte zum Oktoberfest: Weiterlesen

No entry for pigs

12 Mai

Die Begründung des Berliner Eisladenbesitzers, keine miteinander knutschenden Menschen gleichen Geschlechts zu bedienen,

er habe auch türkische und arabische Kunden, die so etwas nicht wollten

rief mir eine Werbung in Erinnerung, die ich kürzlich in meinem Briefkasten fand. Darin wurde seitens der Firma „Muncheese“ versichert, in ihrer Filiale in der Nollendorfstraße – also mitten im Berliner Homo-Kiez – seien alle Produkte ausschließlich ohne Schweinefleisch erhältlich. Nun ist es keineswegs so, dass ich das Angebot von Speisen ohne Schweinefleisch in irgendeiner Weise anrüchig fände. Der eine ist eben Vegetarier, der andere mag lieber Hähnchenfleisch als Schweinefleisch, warum ist mir im Grunde genommen egal. Merkwürdig fand ich lediglich das Versprechen, kein Schweinefleisch zu verkaufen. Da ich nicht annahm, dass es sich hierbei um eine besondere Rücksichtnahme auf die jüdischen Speisegebote handelt, lag es nahe, zu vermuten, dass hier in einer Art vorauseilendem Gehorsam das islamische Speisegebot wenigstens auszugsweise durchgesetzt wird. Immerhin: Alkohol hat man – noch? – im Angebot. Ob Schwule und Lesben, die ihre Zuneigung füreinander bekunden, bedient werden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Vermutlich hat das Ganze aber keinen religiösen Hintergrund und „Muncheese“ meint es einfach gut mit seinen Kunden. Schweinefleisch ist schließlich ungesund.

Last call: Lesertreffen

11 Mai

Das GayWest-Lesertreffen rückt näher.

Am 23. Mai beginnen wir um 16 Uhr mit einem kleinen Orgelkonzert in der Paul-Gerhardt-Kirche Berlin-Schöneberg: Orgelwerke von J.S. Bach. Auszüge aus “Kunst der Fuge”, BWV 1080 (Orgelfassung H. Walcha) & Toccata E-Dur, BWV 566.

Dauer ca. 40 Minuten, Flentrop-Orgel (III/36/1965).

Ab 17 Uhr geht es bei Speis und Trank weiter im griechischen Restaurant “Nemesis”, Hauptstr. 154, 10827 Berlin-Schöneberg

Wegen des in der Zwischenzeit hinzugekommenen musikalischen Auftakts haben wir den Anmeldeschluß verlängert. Anmeldungen an: gaywestweb@web.de

Ohne rechtzeitige Anmeldung können wir keinen Sitzplatz garantieren!

See you soon!

Schöne schwule Einfalt

21 Mrz

Ein amerikanischer Ringkämpfer, der aufgrund eines in einem schwulen Pornoportal veröffentlichten Wichsvideos einigen Ärger hatte, hat sich als heterosexuell geoutet.

„Ich bin hetero, aber in den Internetforen reißen die Leute viele Schwulenwitze über mich. Das ist mir aber egal“, erklärte Donahoe in einem Interview mit dem „Boston Globe“.

Die ganze Aufregung um das Video versteht Donahoe bis heute nicht:

Ich hab nichts Illegales getan. Ich hab niemandem wehgetan. Ich denke, ich habe hier keine Fehler gemacht. Warum sollte ich mich bei jemandem entschuldigen?.

Die Entscheidung seiner ehemaligen Uni, ihn wegen des Videos von der Hochschule zu verweisen, findet er angesichts von nicht geahndetem Fehlverhalten Anderer nicht nachvollziehbar:

Ich denke, es war unfair von Nebraska, mich rauszuschmeißen. Erstens, gibt es viele Athleten im Team, die mit Alkohol am Steuer erwischt wurden oder in Schlägereien verwickelt waren. Das ist für die Uni-Bosse wohl in Ordnung. Aber sich nackt filmen zu lassen ist deren Ansicht nach wohl schlimmer als betrunken Auto zu fahren und das Leben anderer zu riskieren.

So weit, so sympathisch. Merkwürdig ist allerdings die Überschrift, unter der die Meldung bei queer.de zu finden ist: Weiterlesen

Die islamische Lösung der Finanzkrise: Sauber, sozialistisch, hetero

26 Okt

Auf Telepolis hat man mal wieder ein Herz für den Islam. Erst mal hat man aber einen gehörigen Sprung in der Schüssel, denn wie sonst kommt man auf solche Überschriften?

Der islamische Rechtsgelehrte und Publizist Jusuf al-Qaradawi erkennt im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems die Klasse der von der Scharia geleiteten Prinzipien islamischer Finanzierungssysteme

Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Aber bei Telepolis hat man nicht nur seinen Marx gelesen, nein, auch den Rohrmoser hat man nicht vergessen und kommt daher zu der folgenden Diagnose:

Wie wenig sonst eignet sich dieser Tage die Finanzkrise mit ihren realwirtschaftlichen Rezessions-und Depressionsausläufern dazu, die westliche Dekadenz und die damit einhergehende moralische Verwahrlosung erneut grundlagenkritisch ins Visier zu nehmen.

Die Rettung aber naht schon: Weiterlesen

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