Tag Archives: Antidiskriminierung und andere Absurditäten

Lass uns Kuchen essen

5 Feb

Aus den USA erreichen uns zwei Nachrichten, die ich aus mehreren Gründen nicht nachvollziehen kann:

Die ehemaligen Besitzer einer Bäckerei und Konditorei in Gresham (US-Bundesstaat Oregon) haben gegen Gleichbehandlungsrichtlinien verstoßen, als sie im Januar 2013 aus religiösen Gründen einem lesbischen Paar wegen dessen sexueller Orientierung keinen Hochzeitskuchen verkaufen wollten. Eine für Gleichbehandlung verantwortliche Behörde hat am Montag bekannt gegeben, dass Melissa und Aaron Klein das Antidiskriminierungsgesetz des Staates Oregon missachtet haben, das festlegt, dass Homosexuellen wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht der Zugang zu Dienstleistungen verwehrt werden darf.

Die ehemaligen Ladenbesitzer müssen nun dem lesbischen Paar ein Schmerzensgeld von bis zu 150.000 Dollar (130.000 Euro) zahlen.

Wenn ich in eine Bäckerei einen Kuchen für meine Hochzeit kaufen wollte, und mir die Inhaber zu verstehen geben, dass ich ihnen zu schwul sei, wäre ich baff erstaunt und sicherlich auch empört und würde die Inhaber für den größten Idioten de Planeten halten. Weiterlesen

Klagen, nichts als Klagen

7 Jul

Ich habe mich ja mittlerweile damit abgefunden, dass Privateigentum in diesem Staat keinen hohen Stellenwert hat. Dass Vertragsfreiheit ein Konzept ist, mit dem hierzulande kein Mensch etwas anfangen kann. Dass der Staat einem vorschreibt, mit wem man handelt und wer mit wem Geschäfte einzugehen hat.

Es ärgert mich trotzdem immer wieder maßlos. Weiterlesen

Das ist keine Freiheit!

2 Jun

Die Ansicht, man hätte ein Recht dazu, eine Dienstleistung von jemanden zu fordern, der einem diese Dienstleistung nicht anbieten will, ist nichts anderes als autoritär.

Belgien verbietet Feminismus

24 Mrz

Nun ja, eigentlich nicht, aber würde man das kürzlich in Belgien eingeführte Gesetz über die Strafbarkeit sexistischer Äußerungen ernst nehmen, wäre der Feminismus mit als erster dran.

Doch der Reihe nach. Worum geht es? Weiterlesen

Religion als Privileg

25 Feb

Im US-Bundesstaat Arizona könnte es bald ein Gesetz geben,

wonach Geschäftsinhaber keine homosexuellen Paare bedienen müssen, wenn es eine schwere Last für ihren Glauben ist.

Die Begründung erscheint dabei auf den ersten Blick durchaus sympathisch:

„Jeder der ein Geschäft hat kann entscheiden mit wem er Geschäfte machen will und mit wem nicht“, erklärte [Arizonas Gouverneurin]. „Das ist Amerika, das ist Freiheit.“

Grundsätzlich bin ich ebenfalls dieser Ansicht. Weiterlesen

Floristen gibt’s wie Sand am Meer

21 Apr

Im amerikanischen Bundesstaat Washington muss sich der hiesige Staatsanwalt mal wieder mit einer albernen Klage herumschlagen. Robert Ingersoll und Curt Freed möchten heiraten. Für die Feierlichkeiten braucht es natürlich einen anständigen Floristen. Die Floristin auf der Liste des Paares, eine gewisse Barronelle Stutzman, hatte aber etwas dagegen, einem gleichgeschlechtlichen Paar ihre Dienstleistung anzubieten, da Sie der Meinung ist, eine Ehe sei eine Institution, die nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden könne, ganz so wie es in der Bibel stünde. Nun hat die gute Frau eine Klage am Hals, eingeleitet vom Paar und unterstützt von der American Civil Liberties Union (ACLU).

Warum nun, ist diese Klage albern? Nun, aus mindestens drei Gründen: Weiterlesen

Mein Haus, mein Auto, meine Pension

19 Okt

Michael Black und John Morgan freuen sich. Sie haben sich Geld erstritten, ein Privileg erkämpft und die Privatautonomie anderer Menschen eingeschränkt:

In England hat ein schwules Paar sein Gerichtsverfahren gegen eine Pensionsbesitzerin gewonnen, die den beiden Männern wegen ihrer Homosexualität ein Zimmer verweigert hatte.

Ich werde nie verstehen, wieso ich als Geschäftspartner nicht das Recht habe, mir meine Kunden auszusuchen. Schließlich eröffne ich das Geschäft, ich trage das unternehmerische Risiko und ich muss letzendlich auch mit den Konsequenzen meiner Geschäftspraktiken leben. Weiterlesen

Nicht mein Staat

30 Mrz

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat entschieden, dass die Benachteiligung schwuler Schützenkönige rechtswidrig ist. Zur Erinnerung:

Der Schützen-Dachverband hatte einen entsprechenden Beschluss gefasst, nachdem im September vorigen Jahres ein homosexueller Schützenkönig aus Münster seinen Lebensgefährten zum Bundeskönigsschießen im nordrhein-westfälischen Harsewinkel mitgebracht hatte. Die beiden Männer durften nicht nebeneinander gehen, wie bei Königspaaren üblich.

Es bedarf wohl keiner nochmaligen Erörterung, dass dieses Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis mir sauer aufstößt, und für mich ein erneuter Grund ist, diesen Staat und dessen Verständnis vom Umgang mit seinen Bürgern abzulehnen.

Schwule sind krank!

4 Nov

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, solange man nur die richtige Meinung hat:

Dragan Markovic, der Chef der rechtspopulistischen Partei „Vereinigtes Serbien“ und Bürgermeister der Stadt Jagodina, war von der Homo-Gruppe „Gej strejt alijansa“ (GSA) verklagt worden, weil er im Vorfeld des geplanten Belgrader CSDs im August diesen Jahres Homosexuelle als „krank“ bezeichnet hatte. Der 51-Jährige muss keine Strafe zahlen, darf aber die Äußerungen nicht wiederholen. Er muss zudem die Gerichtskosten der Kläger tragen.

Na, da werden sich die Ritter der moralischen Gerechtigkeit mal wieder auf die Schulter klopfen: Weiterlesen

Willkommen im Kommunismus!

20 Jan

Im Kapitalismus kann jeder mit seinem Eigentum machen was er will. Wir leben aber leider nicht im Kapitalismus. Wir leben in einem Semi-Sozialismus, in dem man als Besitzer eines Hotels vom Staat gezwungen wird, Gäste zu beherbergen, die man nicht beherbergen will:

Die in einer eingetragenen Partnerschaft lebenden Kläger Martyn Hall und Steven Preddy hatten ein Doppelzimmer im Chymorvah-Hotel in der Grafschaft Cornwall gebucht. Die Besitzer Hazelmary und Peter Bull wiesen das Paar aber ab – mit Verweis auf ihren christlichen Glauben, der Homosexualität verbiete. Sie bezeichneten es als „Beleidigung ihres Glaubens“, wenn Schwule in ihrem Grundstück ein Bett teilen würden.

Dabei geht es hier gar nicht um Glaubensfragen, sondern um Eigentumsrechte. Weiterlesen

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