Tag Archives: Australien

Geschlecht ist keine Qualifikation

4 Apr

Das Oberste Gericht Australiens hat ein wegweisendes Urteil gesprochen:

Eine Pflicht, sich als Bürger zwischen zwei Geschlechtern entscheiden zu müssen, sei nicht in Ordnung. „Für die meisten rechtlichen Angelegenheiten ist das Geschlecht eines Individuums irrelevant“, begründete das Gericht nach Angaben des „Sunday Morning Herald“ seine Entscheidung.

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Schwul kastriert

27 Apr

Einem blinden Australier ist der Einlass in ein Restaurant verweigert worden, weil ein Kellner seinen Blindenhund für schwul hielt.

Wie jetzt? Haben schwule Hunde in Australien Restaurantverbot? Immerhin bekam der Hundehalter Schadenersatz zugesprochen und eine schriftliche Entschuldigung des Restaurants obendrauf:

Wie die Zeitung „Sunday Mail“ berichtete, bekam Ian Jolly vor einem Gericht im Bundesstaat South Australia Schadenersatz in Höhe von 1500 australischen Dollar (gut 1000 Euro) zugesprochen, weil eine Bedienung seinem Hund Nudge im Mai des vergangenen Jahres den Eintritt verwehrte. Außerdem muss sich das Lokal „Thai Spice“ in der Stadt Adelaide schriftlich für die Diskriminierung entschuldigen.

Die Begründung finde ich andererseits irritierend: Weiterlesen

Römische Brille

12 Nov

Die Nachrichtenagentur „Zenit“ berichtet aus Australien:

Die Agentur für die Vermittlung von Pflegekindern der Wesley Kirche hatte den Antrag eines homosexuellen Paares abgelehnt, das ein Pflegekind suchte. Das Paar verklagte die Methodisten daraufhin, vor dem ersten Gericht zunächst erfolgreich. Die Vermittlungsagentur ging daraufhin vor die nächste Instanz, die das Ersturteil nun aufhob.

„Zenit“ erläutert:

Die Entscheidung wird von politischen Initiativen der Lobby für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften begleitet, die eine neue Definition von Menschenrechten erreichen will.

Eine neue Definition von Menschenrechten? Was hat man sich darunter vorzustellen? Der Erzbischof von Sydney hilft weiter: Weiterlesen

Der Wert einer Freundin

19 Apr

Matthew Mitcham hat Sportgeschichte geschrieben: Ein Olympiasieg mit der höchsten jemals bei den Spielen gemessenen Punktzahl in seiner Sportart; ein Sieg mit denen er den Chinesen verwehrt hat, alle Goldmedaillen fürs Wasserspringen abzugreifen; ein Sieg eines offen schwulen, noch jungen Sportlers. Und dennoch tut er sich schwer damit, Sponsoren zu finden:

According to the Daily Telegraph, he said: „I haven’t experienced any homophobia in sport but I’m hoping I’m not experiencing any in the corporate world because I haven’t had any companies rushing to sponsor me,“ he said.

„It took me a very long time to secure any form of sponsorship after the Olympics, and that’s still my only sponsorship.“

Es fällt mir schwer, Mitchams Ahnungen nicht zu teilen. Denn nehmen wir doch einmal an, der Goldjunge könnte anstatt eines Freundes eine niedliche, kleine Freundin präsentieren, die zusammen mit dem hübschen Matthew ein echtes „schönes Paar“ abgeben würde. Die Medien würden auf Shritt und Tritt darüber berichten und die australischen Firmen würden sich um sein Sponsoring reißen. Garantiert.

Melbourne, USA

1 Apr

Die Erzdiözese von Melbourne hat angekündigt, künftig alle Priesteranwärter auf „tiefsitzende homosexuelle Tendenzen“ zu überprüfen – und sie bei einem positiven Ergebnis aus den Seminaren zu entfernen. Wie ein Sprecher der Diözese erklärte, erfülle man damit die Empfehlungen des Heiligen Stuhls. Der Vatikan hatte im Oktober letzten Jahres den Homo-Test als Reaktion auf die hohe Zahl von Kindesmissbrauchsfällen unter Priestern angekündigt

meldet queer.de. Eine kritische Anmerkung hierzu von Leser Kristian lautet: Weiterlesen

Schreibstau

10 Jan

Ein australischer Richter hat einen 19-jährigen Fahrsünder gewarnt, dass bei seiner nächsten Verurteilung Gefängnis anstehe – und dort

so zitiert queer.de Richter Brian Moloney

begegnen Ihnen starke, hässliche, haarige Männer, die Gesichter haben, die nur deren Mütter schön finden können.

Damit der Delinquent auch ja verstünde, ergänzte Moloney:

Die werden Ihnen eine Menge Aufmerksamkeit schenken – besonders ihrem Körper.

Der ultimative Kommentar eines queer.de-Lesers hierzu:

Das ist ja bitter, wenn man erst gegen dies und jenes verstoßen muß, um endlich Sex zu kriegen mit starken, häßlichen, haarigen Männern, die einen, womöglich Tag und Nacht, zum willenlosen Objekt ihrer animalischen Gier und nie versiegenden Potenz – pardon, kann jetzt gerade nicht weiterschreiben.

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen

17 Dez

Vor zwanzig Jahren ereignete sich in der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Tasmanien ein Zusammenstoß von schwullesbischen Demonstranten und der örtlichen Polizei. Vorangegangen war eine Zusammenkunft eben jener Aktivisten auf einem öffentlichen Platz der Stadt. Irgendein um Moral und Anstand besorgter Bürger verständigte die Polizei, die dem Treiben ziemlich unsanft ein Ende setzte – in voller Übereinstimmung mit den damaligen Gesetzen, jedoch nicht ohne Gegenwehr.

Nun, im Jahre 2008, hat sich der Stadtrat von Hobart offiziell für die Polizeiaktion entschuldigt: Weiterlesen

Kommunismus für Sadomasochisten

31 Aug

Wer auf SM-Praktiken steht, ist glücklicher als diejenigen, die den „normalen“ Sex bevorzugen. Das ist das Resultat einer wissenschaftlichen Untersuchung aus Australien.

steht bei queer.de. Im weiteren Text werden dann zwar nur noch Fessel- und Disziplinspiele erwähnt, aber was auch immer da genau erfasst wurde, es stellt sich die Frage nach den Hintergründen für dieses Ergebnis. Diese wurden allerdings gar nicht erfragt:

Die genauen Zusammenhänge dieses signifikanten Unterschiedes untersuchten die Forscher zwar nicht,

dafür üben sich die Forscher in Hypothesen, denn

ihrer Theorie nach sind BDSM-Anhänger ausgeglichener und zufriedener mit sich selbst, da sie in der Lage sind, ihre Bedürfnisse auszuleben.

Für einen Wissenschaftler ist das eine geradezu peinliche Aussage. Wie soll denn bitte schön jemand der eben kein Bedürfnis nach BDSM verspürt durch BDSM glücklicher werden? Wie dem auch sei, die Studienleiterin hofft auf praktische Veränderungen infolge der Ergebnisse:

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Sie betreten jetzt den homophilen Sektor

27 Aug

Der Stadtrat von Sydney hat eine Verordnung erlassen, die fast das gesamte Stadtgebiet zur Zone erklärt, in der frank und frei der Homophobie gefrönt werden darf. Ausgenommen von dieser Hass-Zone ist das schwule Szeneviertel um die Oxford Street im Stadtteil Darlinghurst.

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