Tag Archives: Blaue Narzisse

Vor dem Lesen kommt das Verstehen

3 Dez

Bei der „Blauen Narzisse“ verwechselt man vor lauter Sorgen um das christlich-konservative Profil der Unionsparteien Türken mit Moslems und Homosexuelle mit Sozialisten und Atheisten, weswegen man sich beschwert, es gebe in der Union

das „Deutsch-Türkische Forum“ und die „Schwulen und Lesben in der Union“ – was beides in einer christdemokratischen, konservativen Kraft äußerst merkwürdig erscheint.

Vielleicht sollte man beim reaktionären Nachwuchs das eigene Motto „lesen und handeln“ um ein vorheriges „begreifen“ ergänzen.

„Sie verlangen nach Kindern“ – Vom Horror schwullesbischer Herrschaftspläne

14 Aug

Seitdem Bundesjustizministerin Brigitte Zypries angeregt hat, Deutschlands Kinder endlich auch in die Klauen der homosexuellen Lobby zu übergeben, herrscht in kulturkonservativen Kreisen ein Sturm im Wasserglas. So auch bei unseren ganz speziellen Freunden von der „Blauen Narzisse„. Die Kameraden, immer gut, wenn es darum geht, unterhaltsames Kasperletheater aufzuführen, sind jedenfalls schockiert; was sein Gutes hat, denn so gelangen wir in den Genuss hervorragend einfältig-humoriger Sätze:

Wer glaubt, die linke 68er-Brut hätte gemeinsam mit den Lesben- und Schwulenverbänden bereits sämtliche Überreste christlicher Werte aus Deutschland verbannt, irrt gewaltig. Denn die eingetragene Lebenspartnerschaft scheint Deutschlands Homosexuellen nicht zu genügen – sie verlangen nach Kindern. Und weil das biologisch nicht möglich ist, und Homosexualität im politisch korrekten Deutschland Kultstatus genießt, ist es kein Wunder, dass der Linksblock gemeinsam mit den Liberalen nun nach einem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verlangt.

Die Narzissen haben uns also ertappt und unseren geheimen schwulen Masterplan aufgedeckt, der da lautet: Weiterlesen

Blumenkinder für die Rente

19 Mai

Stillgestanden, Kameraden! Augen rechts! Die Narzissen marschieren wieder! Besorgt um das christliche Abendland und dabei so blau wie eh und je, hatten es sich die kulturkonservativen Blumenkinder diese Mal vorgenommen, einen Beobachter zum Europawahlkampf der neuen Partei AUF (Arbeit, Umwelt, Familie) zu schicken, auf dem sich so berühmte Nachtgeister wie Eva Herman, Christa Meves und Gabriele Kuby ein Stelldichein gaben.

Narzissen-Korrespondent Carlo Clemens berichtet frohen Mutes:

AUF, im Januar letzten Jahres gegründet, tritt nach eigenen Aussagen für eine „werteorientierte Politik“ ein und lockte an jenem Tag etwa 150 interessierte Bürger mit überaus prominenten Referenten. […]

Der christliche Aspekt zog sich hierbei als Mittelpunkt der ethischen Grundüberzeugung von AUF wie ein roter Faden durch die etwa fünfstündige Veranstaltung.

Der „christliche Aspekt“ einer Veranstaltung mit Hermann, Meves, Kuby und Co liegt natürlich insbesondere darin zu beweisen, dass „werteorientierte Politik“ nur dann möglich ist, wenn alles das glauben, was Herman, Meves, Kuby und Co glauben. Alle anderen sind ja eh mehr oder weniger Satanisten ohne Moral, Werte und Anstand.

Als Beleg dafür, ließ Madame Meves folgenden bedenkenswerten Sermon vom Stapel: Weiterlesen

Der Sturm auf’s Rosa Rathaus

4 Apr

Es dürfte wenige Menschen geben, die noch peinlicher sind als Gabriele Kuby, ihres Zeichens katholische Fundamentalistin mit rechtskonservativem Auftrag. Zu diesen Menschen gehören z. B. die, welche die Ergüsse der Kuby ernst nehmen. So etwa die Kameraden von der Blauen Narzisse, einer in ihrer alternativen Intelligenz schon wieder amüsanten Vereinigung kulturkonservativer Recken, mit der wir schon einmal kurz zu tun hatten, damals, als die Macher  uns bescheinigten, die Schwulenszene zu repräsentieren. Wie drollig!

Die Kuby hat also den Narzissen ein Interview gegeben, in dem sie sich in gewohnt verzweifelter Manier über die Schrecken des Gender-Mainstreaming auslässt, jener Gefahr also, die

versuche das Selbstverständnis von Mann und Frau zu zerrütten und dabei auch nicht vor der Frühsexualisierung von Kleinkindern zurück[schrecke].

Ja, da schlottern den Rettern des Abendlandes und der Geschlechter die Knie. Denn was bitte schön soll aus einer Welt werden, in der so etwas möglich ist? Weiterlesen

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