Tag Archives: Christentum

Gott liebt Homos (oder auch nicht)

3 Jul

Matthew Vines hat es sich zur Aufgabe gemacht, Homosexualität und Christentum miteinander in Einklang zu bringen. Aus christlicher bzw. religiöser Sicht habe ich diesen Ansatz bereits in der Vergangengheit als „fruchtbarer“ bezeichnet als meinen eher „atheistischen Ansatz“, der die Bibel im Hinblick auf moralische Fragen als irrelevant abtut,

weil Moral unabhängig von der Bibel existiert. Ob eine Handlung moralisch ist, sollte man nicht an einem Schriftstück festmachen, sondern an der konkreten Situation der in einer Handlung involvierten Menschen.

Auch heute noch halte ich Vines Ansatz für besser, zumindest im Hinblick auf religiöse Kreise

ganz einfach, weil der atheistische Ansatz den Menschen, die er [Vines] ansprechen will, zu abstrakt ist, weil für sie Moral ohne Bibel – oder wie sie sagen würden: ohne Gott – gar nicht vorstellbar ist.

Was hätte ich im Gegenzug religiösen Menschen anzubieten? Weiterlesen

Liebe, Schmerz und Traurigkeit

31 Mrz

Das Christentum gehört zu der am meisten verfolgten Religionsgemeinschaft der Welt. Daran erinnert zu Ostern ein Beitrag der „Welt“. Skandalös ist in der Tat nicht nur die schändliche, abscheuliche, widerwärtige Behandlung und Verfolgung christlicher Menschen in – wen wundert’s? – überwiegend islamischen Ländern, skandalös ist vor allem die weitgehende Indifferenz gerade in der westlichen Welt, jener Welt also, in der das Christentum einer der Grundpfeiler von Zivilisation und Kultur ist.

Es scheint, als hätten viel Menschen vergessen, dass die Werte des Christentums Werte sind, die es sich zu verteidigen lohnt, dass diese Werte auf Idealen bauen

ohne die eine Gesellschaft nicht lebens- und liebenswert ist: Toleranz, Empathie, Gerechtigkeit, Vergebung.

Doch möglicherweise haben diese Menschen des Westens diese Werte gar nicht vergessen. Weiterlesen

Europa ist keine Fiktion

19 Mrz

Europas Kultur und Geschichte ruht auf vier Säulen:

1. der antiken griechischen und römischen Zivilisation,

2. dem Judentum als Begründer des Monotheismus und einer lebendigen Kultur einerseits und einer Geschichte der Diskriminierung und blutiger Verfolgung andererseits,

3. dem Christentum mit seinen Glaubensinhalten und den daraus folgenden Traditionen und Werten

4. der Aufklärung

All diese vier Säulen bilden die einmalige Essenz Europas, und nicht nur Europas, sondern der gesamten westlichen Welt (die im Grunde genommen eine europäische Welt ist), der besten aller Welten auf dieser unserer schönen Erde. Und das Christentum bildet dabei den absoluten Kern der Identität und dem Wesen des Westens, in neuerer Zeit in gemeinsamer, teilweiser spannungsvoller, aber durchaus fruchtbaren Koexistenz mit den Ideen der Aufklärung, des Säkularismus und der liberalen Demokratie.

Wenn nun ein gewisser Herr Michael Borgolte, seines Zeichens Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Tagesspiegel einen Artikel schreibt, der in der Quintessenz mündet, dass das christliche Abendland eine Fiktion sei, muss man verwundert und verärgert den Kopf schütteln und darauf laut und eindringlich antworten: Weiterlesen

Liebe kennt keine Grenzen

10 Jan

Bruce Bawer unterteilt in seinem formidablem Werk „Stealing Jesus“ das Christentum in zwei große Hauptströmungen: in die „Kirche der Liebe“ (Church of Love) und die „Kirche des Gesetzes“ (Church of Law). Im Weltmaßstab gehören bedauerlicherweise mehr Christen der letzteren Kirche an, als der ersteren. Sie glauben nicht an die Liebe, sondern höchstens an die Heterosexualität und die Ehe als einen zweckgebundenen Vertrag zur Zeugung  und zur Aufzucht von Nachwuchs.

Man muss wohl kaum erwähnen, dass der Papst und seine Anhänger, die „Kirche des Gesetzes“ favorisieren, Weiterlesen

Anne und die Postmoderne

4 Aug

Anne Rice („Interview mit einem Vampir“) will keine kirchentreue Christin mehr sein,

lese ich bei queer.de. Sie will also in Zukunft eine kirchenkritische Christin sein, innerhalb oder vielleicht auch außerhalb einer Kirche. Doch schon im nächsten Satz heißt es bei queer.de, Rice

verkündete ihre Abwendung vom Christentum auf ihrer Facebook-Seite.

Also doch eine Abkehr vom Glauben? Es sieht ganz so aus:

Heute höre ich auf, eine Christin zu sein. Ich bin raus.

zitiert queer.de die Autorin. Aus welchem Grund erfolgt der öffentlichkeitswirksame Einsatz? Weiterlesen

Von geilen Säuen und vögelnden Mäuschen

11 Jan

Wer ist eigentlich auf die merkwürdige Idee gekommen, Sexualpartnern Tiernamen zu geben? Warum verteilen manche Menschen schon bei einer ersten sexuellen Begegnung eine ganze Armada von Tiernamen und wie kommen sie auf diese? Sind sie individuell verschieden oder handelt es sich dabei um ein vorher feststehendes Skript, das nur noch abgespult wird? Gibt es irgendeinen kausalen Zusammenhang zwischen gewählten Tiernamen und den damit belegten Menschen? Weiterlesen

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