Tag Archives: Der Westen ist schwul

Im Westen ist’s am Besten

6 Mrz

Vor kurzem wurde der neueste „Gay Travel Index“ veröffentlicht, der 138 Länder nach ihrer Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber schwulen und lesbischen Reisenden beurteilt. Die Ergebnisse sind wenig überraschend. Grob gesagt, lässt sich wieder die alte Weisheit zitieren: „Im Westen ist’s am Besten“. Weiterlesen

Krieg der Sünde!

22 Aug

Wer, wie Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, angesichts einer solchen Parole davon spricht, Kuba sei

Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker dieser Welt

braucht offenbar ein wenig historische Nachhilfe:

Wir müssen den Weg der Befreiung auch dann gehen, wenn er Millionen atomarer Opfer kosten sollte…

ließ sich Che Guevara einstmals vernehmen. Der sozialistische Kubaner solle sich darum bemühen, mit seiner

Asche als Fundament für eine neue Gesellschaft (zu) diene(n).

Deswegen war bei dem Che konsequent von „Pflichterfüllung“ die Rede und er forderte, dass sich die Gesellschaft

in ihrer Gesamtheit in eine riesige Schule verwandeln

müsse bzw. dass sich die Arbeiter

ihre Lungen mit bewusster Freude vergiften

sollten. Da bei diesem Höhepunkt der sozialistischen Volksherrschaft nur noch die wertvollsten Elemente des Volkes zugegen sein sollten, räumten die kubanischen Kommunisten zuvor noch einmal gründlich auf. Weiterlesen

Der arabische Westen

27 Aug

Es tut sich was in der arabischen Welt, was die Sichtbarkeit von Homosexuellen angeht. Unter dem Schutz der einzigen liberalen Demokratie im Nahen Osten, hat eine Gruppe junger Palästinenser ein Internetportal gegründet, welches in einer Rubrik auch Schwule und Lesben zu Wort kommen lässt:

Das neue Portal, das von Palästinensern in Israel betrieben wird, möchte im arabischsprachigen Webseiten-Dschungel eine Plattform „jenseits aller religiösen, politischen und sozialen Fesseln“ anbieten, erklärt Rasha Hilwi, Redakteurin bei Qadita.net. Man wolle an Tabus rütteln, sensible Themen anpacken und den Usern gedankliche Freiheitsräume eröffnen.

Das Portal soll dabei einen Schutzraum bieten, jenseits der Repression der Homosexuelle in der arabischen Welt ausgesetzt sind: Weiterlesen

Scharia selektiv

28 Jan

Staatliche und selbst ernannte Sittenwächter machen in Malaysia und Indonesien Jagd auf Abweichler, Andersdenkende und Schwule – manchmal im Namen des Islams. Im Fall des malaysischen Oppositionsanführers Anwar Ibrahim dient die Verfolgung «widernatürlichen Verhaltens» aber klar politischen Zwecken.

erfahren wir in einem Blog der NZZ. Doch was bedeutet eigentlich „im Namen des Islam“? Hat der Islam mit den erwähnten Vorgängen nichts zu tun? Wird er gar für ihm widersprechende Zwecke benutzt? Sind politische Zwecke denen des Islam stets entgegengesetzt? Der Text versucht sich darin, aufzuklären:

Malaysias Scharia verbietet Muslimen das Trinken von Alkohol.

Alle nichtmuslimischen Staatsbürger Malaysias dürfen also. Dummerweise gibt es diese nicht, denn Weiterlesen

Haltet ein in Eurem schändlichen Tun! Lebet die Liebe und gebt Euch weder Hass noch Furcht hin!

16 Dez

Den Pressemitteilungen diverser Blätter und Internetportale, Uganda nehme sein Vorhaben, Homosexualität in bestimmten Fällen mit dem Tode zu bestrafen, zurück,  hat der ugandische Abgeordnete David Bahati nun im britischen „Guardian“ eine ziemlich deutliche Abfuhr erteilt. Bahati:

„Erlerntes Verhalten kann einem abgewöhnt werden. Niemand kann mir erzählen, dass es Menschen gibt, die schwul geboren werden. Da sind äußere Einflüsse am Werk.“

Das kennt man: Weil Homosexualität erworben wird, und natürlich eine furchtbar schlimme Sache ist, muss man unter allen Umständen verhindern, dass sie sich ausbreitet. Zur Not eben auch mit Gewalt. Was sollen also die Klagen? Es geht schließlich um die Zukunft von Ugandas Kindern: Weiterlesen

Bizarrer Virus bedroht Afrika

10 Okt

Bei der Afrikasynode im Vatikan sieht man nicht nur die Ehe in Not, sondern hat auch Angst vor einer Ansteckung Afrikas mit dem intellektuellen Zynismus der Gender-Theorie. Diese bezeichnete der westafrikanische Kurienerzbischof Robert Sarah als eine

bizarre soziologische Ideologie der westlichen Welt

die

der afrikanischen Kultur und dem christlichen Menschenbild (widerspreche)

– was auch immer das sein soll, die afrikanische Kultur und das christliche Menschenbild. Immerhin konnte der Mann konkrete Befürchtungen nennen, die

das neue Rollenverständnis von Mann und Frau

bei ihm im

Namen der vorgeblichen „Nichtdiskriminierung“ provoziere

– als da wären

große Ungerechtigkeiten

und eine Gefährdung des sozialen Friedens.

Und damit auch der Letzte kapiert, was der Bischof unter Gerechtigkeit und sozialem Frieden versteht, wurde Sarah noch deutlicher: Weiterlesen

Was ist denn nur mit Rosa los?

26 Jun

Was ist denn bitte mit unserer schwulen Vorzeigelinken (bzw. linken Vorzeigeschwulen) Rosa von Praunheim passiert? Wird sie im Alter etwa noch weise?

Jugendliche hätten nun mal immer die Tendenz, „dass sie so sein wollen wie die Mehrheit, und wenn ihre Gruppe Schwule eklig findet, wie jüngste Umfragen wieder ergeben, dann gibt es den Gruppendruck“. Das verstärke sich noch, wenn die Jugendlichen aus Elternhäusern anderer Kulturen kämen, in denen fundamentalistische Ansichten zur Homosexualität herrschten. „Dagegen haben wir im westlichen Europa noch immer eine relativ liberale Gesellschaft.“

Trotz des „noch“: Man ist beeindruckt, von derlei Realitätssinn. Oh, Rosa, ob Du mit diesen repressiven Ansichten beim nächsten transgenitalen CSD willkommen bist?

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