Tag Archives: Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft

Die letzten Aufrechten

26 Jun

Nach der Auflösung von Exodus International war ich gespannt, wie Wüstenstrom und das DIJG sich dazu äußern würden. Schließlich war man im selben Bereich tätig und könnte das Scheitern von Exodus als Bedrohung der eigenen Tätigkeit wahrnehmen, nach dem Motto, erst gehen die, dann wir. Doch Hoffmann und Vonholdt schaffen eine bemerkenswerte Volte. Das beginnt noch im redaktionellen Teil des Spektrum-Artikels, wenn es heißt, beide Organisationen stünden

nicht in Verbindung mit Exodus International.

Und weil das noch nicht genug Distanzierung scheint, lässt man obendrein erklären: Weiterlesen

CDU warnt vor DIJG-Angebot

6 Dez

Erinnert sich noch jemand? 2007 lud die hessische CDU Christl Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) zu einer Anhörung zum Gesetzentwurf zur Anerkennung Eingetragener Partnerschaften. Fünf Jahre später erklärt Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU), die vom DIJG angebotenen

Konversions- oder Reparativtherapien könnten jedoch zu „Ängsten, sozialer Isolation, Depression bis hin zum Suizid“ führen.

Und weiter: Weiterlesen

Ist Gerhard Amendt homophob?

22 Mrz

Der linke Maskulist Arne Hoffmann hat sicher recht, wenn er es als absurd betrachtet, den Wissenschaftler Gerhard Amendt der Homophobie zu bezichtigen, weil dieser darauf aufmerksam gemacht hat, dass häusliche Gewalt in homosexuellen Beziehungen ebenso häufig, oder häufiger, vorkommt als in heterosexuellen Beziehungen.

Andererseits ist Amendt durchaus kein Unschuldslamm. Immerhin ist er sich nicht zu schade, dem Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) Artikel zur Verfügung zu stellen, jenem Institut, welches Homosexualität als Störung betrachtet und dafür streitet, diese zu heilen. Schon alleine das reicht aus, um seine Motive zu hinterfragen.

Man lese sich nur einmal diesen Artikel von Amendt auf der Seite vom DIJG durch. Dass er gewisse Probleme mit Schwulen und Lesben hat, sollte nach dieser Lektüre eigentlich offensichtlich sein.

Ursachen und Therapie weiblicher Homosexualität

14 Jul

Die Veränderung einer homo- zu einer heterosexuellen Orientierung und die damit verbundene Diskreditierung ersterer ist eines der Lieblingsprojekte des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (DIJG). Auf einer kürzlich von dem Institut in Kassel veranstalteten Tagung zu hören, Homosexuelle

können ihre Orientierung verändern, wenn sie bereit sind, ihre Verletzungen aus der Vergangenheit aufzuarbeiten

war insoweit nicht besonders aufregend.

Bemerkenswert erscheint mir lediglich, Weiterlesen

Roland und die Hand Gottes

7 Jul

Roland Werner wird neuer Generalsekretär des CVJM. Das ist eine schlechte Nachricht für alle, denen die „Separation of Church and Hate“ am Herzen liegt. Anlass für meine Einschätzung ist keineswegs die von ihm postulierte Überwindung seiner Homosexualität, obwohl auch diese Formulierung merkwürdig genug ist.  Doch wenn er es dabei beließe, wäre es seine Privatsache. Das Problem ist vielmehr, dass der langjährige Vorsitzende des evangelikalen „Christival“ zugleich Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirats“ des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft ist.

Und damit für eine Haltung der Intoleranz steht, die Homosexualität nicht als der Heterosexualität gleichwertigen Lebensentwurf akzeptiert, sondern als Defizit sieht: Weiterlesen

Christl Vonholdts postmoderne Halluzinationen

23 Feb

Christl Vonholdt vom DIJG, zugehörig der Offensive Junger Christen, ist regelmäßigen Lesern dieses Blogs zur Genüge bekannt, ein ausgiebiger Verriss ihrer Ideologie findet sich bspw. hier. In ideaSpektrum 07/2010 begründet Vonholdt jetzt – für ihre Verhältnisse schon beinahe originell -, warum sie die Ergänzung von Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität ablehnt: Weiterlesen

Die Unschuld der Huren

21 Apr

„Eigentümlich frei“, jenes sich als „libertär“ verkaufende Blättchen, darf man mittlerweile ruhigen Gewissens als rechtskonservative Schmierenpostille bezeichnen. In ihrem Kampf gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen des deutschen und internationalen Schwulentums hat sich ef seit jeher hervorgetan. Kein Wunder also, dass auch angesichts des Marburger Kongresses aus allen Rohren gefeuert wird, um die Welt darauf aufmerksam zu machen, dass der Schwule dabei ist, die Freiheit der ganzen Welt unter dem Mantel der Political Correctness zu ersticken.

Diese Mal bedient man sich dafür einer Pressemitteilung der Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung“, einer mit so illustren Blättchen wie der „Jungen Freiheit“ und stramm Reaktionären wir Norbert Geis und Gabriele Kuby kungelnden Bewegung, bekannt dafür, es mit Redlichkeit, Humanität und Moral nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Pressemitteilung beginnt von Seiten der ef mit den Worten: Weiterlesen

Bleibt mal locker?

15 Apr

Aus einem Leserkommentar im Tagesspiegel zur Marburger Homo-Heiler-Kontroverse:

Vielleicht sollte der LSVD gelassener mit der Minderheiten-Meinung der angesprochenen Psychotherapeuten umgehen. Mit vorab geforderten Denkverboten und Maßnahmen, die mißliebige Meinungen unterdrücken, tuen wir uns alle keinen Gefallen.

Nun, was mich angeht, gehe ich mit der ganzen Angelegenheit ziemlich gelassen um. Aber wie kann man eigentlich erwarten, mit dem Anliegen der Ex-Gay-Freaks gelassen umzugehen? Wir Homos werden beleidigt, belächelt, verprügelt, im Iran gehängt und in Jamaika gelyncht. Und das alles im Kontext der Minderwertigkeit homosexueller Menschen, die auf dem Kongress in Marburg, wissenschaftlich verbrämt, erneut propagiert werden soll.

Das rote Tuch

12 Mrz

Wüstenstrom will’s wieder wissen: Nach den Rückzügen von Graz und Bremen versucht man es diesmal in Marburg, beim 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der für den 20. bis 24. Mai diesen Jahres angekündigt ist. Ob die Veranstalter wissen, wen sie da als Redner und Seminarleiter eingeladen haben? Wenn nicht, muss man ihnen wenigstens mangelnde Sorgfalt bei der Auswahl der Referenten vorwerfen. Denn wer jemand mit einem solch dubiosen Hintergrund wie Roland Werner als Hauptredner einlädt, sollte sich nicht auf Unwissenheit berufen. Werner, laut Kongressprogramm „1996, 2002 und 2008 Vorsitzender des Christival“, ist Autor von Büchern mit Titeln wie „Christ und homosexuell?“, „Homosexualität – ein Schicksal?“ und „Homosexualität und Seelsorge“. Außerdem ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Institutes für Jugend und Gesellschaft der Offensive Junger Christen. Neben Werner finden sich folgende selbsternannten Homo-Heiler im Kongressprogramm: Weiterlesen

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