Tag Archives: Die Verschwulung der Welt

Evangelikale gegen Disney

1 Mai

Don’t let them in,
don’t let them see
Be the good girl you always have to be
Conceal, don’t feel,
don’t let them know
Well now they know

So singt Elsa, Hauptfigur im neuesten Disney-Streifen „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ (im Original: „Frozen“). Und hat mit diesen Zeilen nicht nur bei Adrian, sondern auch bei vielen Menschen weltweit Emotionen ausgelöst. Weiterlesen

Im Prinzip…

19 Apr

Simbabwes Diktator Robert Mugabe, dürfte zweifellos zu den größten Deppen dieses Planeten zählen. Bar jeder Moral, Integrität oder Menschlichkeit schafft er es immer wieder, dass man ob der Dummheit der menschlichen Spezies Tränen der Verzweiflung vergießt:

In seiner Rede zum Unabhängigkeitstag sagte er, im heutigen Europa gebe es keine Prinzipien mehr. Europa solle seinen – Zitat – „homosexuellen Unsinn“ für sich behalten und ihn nicht in das südafrikanische Land tragen. Mugabe hatte Homosexualität mehrfach verurteilt – so sagte er über Lesben und Schwule, sie seien schlimmer als Hunde und Schweine. In Simbabwe ist gleichgeschlechtliche Liebe illegal und wird mit Strafen geahndet.

Das alles ist natürlich vollkommener Unsinn, denn selbstverständlich hat Europa Prinzipien. Da hätten wir zum Beispiel Weiterlesen

Schwule sind halt überall

25 Mrz

Auch da, wo man es nicht vermuten würde:

Hénin-Beaumont ist die erste Stadt Frankreichs, die mit [Steeve] Briois ein Mitglied der rechtspopulistischen F[ront]N[ational] direkt zum Bürgermeister gewählt hat. Die 26.000 Einwohner zählende Stadt hat ihre besten Zeiten lange hinter sich. Schuld an der Misere ist der Niedergang der Kohleindustrie in der Region. Aussicht auf Besserung gibt es kaum, die lokale Vormachtstellung der Sozialisten ist durch Misswirtschaft und Affären zerbröckelt. Der FN-Linie entsprechend wettert auch Briois gegen Zuwanderer und „Sozialschmarotzer“ im Allgemeinen sowie gegen Roma im Besonderen. Doch der Sieg der FN in der Stadt, in der Briois seit 36 Jahren lebt, sei keine „Protestwahl“ gewesen, glaubt er. Der Erfolg erkläre sich, weil „die Franzosen einverstanden“ seien mit den Positionen der Rechtsextremen bei Schlüsselthemen wie „Immigration, Sicherheit, Arbeitsplätze, Europa und Globalisierung“.

Dass Briois schwul ist hat die Bürger nicht davon abgehalten, diesen zum Bürgermeister zu wählen. Warum auch? Weiterlesen

Kultiviert und kernig

23 Okt

San Francisco mag immer noch die Welthauptstadt der Schwulen sein, die „heimliche Hauptstadt“ aber ist längst eine andere: Tel Aviv.

Die Kommunalwahlen legen davon beredt Zeugnis ab. Wo sonst könnte man mit dem Slogan „Eine Stimme schickt fünf Schwule in den Stadtrat“ Wahlkampf machen? Tatsächlich finden sich fünf Homosexuelle auf der Meretz-Liste, bei der Zukunftspartei sind es zwei, und natürlich haben auch Huldais Verbündete einige Schwule und Lesben aufzubieten. Auf Anzeigen wirbt eine ehemalige Stadtratsabgeordnete – ebenfalls homosexuell – mit dem Slogan: „Eine schwule Stadt braucht einen schwulen Bürgermeister“.

Laut dem Artikel in der „Welt“ sollen etwa 20 Prozent der Einwohner Tel Avivs schwul sein. Weiterlesen

Das war schon immer so

26 Mai

Schwule Kinder und Jugendliche werden bei den amerikanischen Pfadfindern ab dem 1. Januar 2014 nicht mehr ausgegrenzt. So weit, so erfreulich! Doch wie sieht es mit schwulen Leitern aus? Laut der Süddeutschen schlecht, denn in

ihren Reihen werden weiterhin keine Schwulen geduldet.

In der WELT hingegen heißt es, für die Erwachsenen ändere sich nichts an

dem Verbot, sich offen zur Homosexualität zu bekennen,

was eher nach „Don’t ask, don’t tell“ klingt als nach einer absoluten Ausgrenzung. Kritische Stimmen zum Ausschluss der Erwachsenen deuten allerdings darauf hin, dass die Süddeutsche korrekt berichtet: Weiterlesen

Nehmen die Schwulen uns nun auch noch die Arbeitsplätze weg?

12 Jul

Bei ideaSpektrum hat man ein neues Schreckgespenst entdeckt. Unter Berufung auf einen taz-Artikel erfährt man dort, dass

sich viele Unternehmen mit der sexuellen Orientierung ihrer Mitarbeiter (beschäftigten).

Und daraus folgt für ideaSpektrum nur eine Frage:

Haben Homosexuelle künftig bessere Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt als Heterosexuelle mit Familie? Weiterlesen

Parallelwelt

13 Jan

Nur Lou Reed hat gerade ein Album mit Metallica veröffentlicht, das ihm vermutlich mehr Geld eingebracht hat, als alle Honorare in den ersten Jahren, als Velvet Underground dem zweiten Bestandteil ihres Namens alle Ehre machten und meist vor Künstlern und Schwulen – beides damals noch Minderheiten – spielten. Weiterlesen

Wo trifft gekotzter Feminismus auf islamische Finanzsysteme?

12 Jul

Dafür dass es sich um ein Minderheitenthema handelt, scheint es ganz schön viele Leute zu beschäftigen. Oder ist das immer derselbe Typ, der diese Suchanfragen startet? Weiterlesen

Schwul um jeden Preis

14 Apr

Neues aus Indien:

Nach Einschätzung des indischen Ministers für erneuerbare Energien, Farooq Abdullah, führt der Geburtenrückgang indischer Mädchen dazu, dass Jungs zur Homosexualität verführt werden.

In Deutschland ist es dagegen umgekehrt. Hier werden Männer schwul, weil es zuviele Frauen gibt, und Mann auch mal unter sich sein will.

Immer Ärger mit Haider

24 Jan

Rein persönlich bin ich ja der Meinung, dass der heterosexuelle Lebensstil grundfalsch ist, eine Sünde wider den guten Geschmack, Ästhetik und das Leben selbst. Zum Glück jedoch bin ich ein derart ausgeglichener und in mir selbst ruhender Mensch, dass mich die öffentliche Zurschaustellung heterosexueller (Un)Kultur relativ kalt lässt. Ich akzeptiere es, dass sich Heteros am hellichten Tag und in aller Öffentlichkeit befummeln und abknutschen, ich akzeptiere es, dass Heteros heiraten dürfen und ich akzeptiere es, wenn Mann und Frau miteinander tanzen.

Und gerade mit letzterem hebe ich mich vorteilhaft von der Sorte Mensch ab, die nichts Besseres zu tun haben, als ihre ganz persönlichen Neigungen zum Maßstab aller Dinge zu erklären. So wie Niki Lauda, seines Zeichens Weltmeister in einer „Sport“art, bei der man im Auto sitzt, lenkt und aufs Gaspedal tritt, sowie Unternehmer im Bereich Luftverkehr.

Herr Lauda also empört sich über eine angekündigte Sendung des österreichischen Fernsehens, in der – mon Dieu! – ein Mann mit einem Mann tanzen will. So wie sich das gehört. Was Herr Lauda allerdings ganz anders sieht: Weiterlesen

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