Tag Archives: Europa

Wenn ich wählen würde – Mit Adrian in der Kabine

3 Mai

Am 25. Mai ist Europawahl. Ich bin natürlich nicht dabei, denn wählen gehen lehne ich immer noch ab. Dennoch hat es mich interessiert, welche Partei meinen grundsätzlichen politischen Präferenzen am ehesten nahekommt. Dafür bietet sich, wie üblich, der Wahl-O-Mat an. Nachfolgend möchte ich die einzelnen Thesen zur Europawahl 2014 vorstellen, meine Antwort hierzu mitteilen und diese kurz kommentieren.

Los geht’s : Weiterlesen

Im Prinzip…

19 Apr

Simbabwes Diktator Robert Mugabe, dürfte zweifellos zu den größten Deppen dieses Planeten zählen. Bar jeder Moral, Integrität oder Menschlichkeit schafft er es immer wieder, dass man ob der Dummheit der menschlichen Spezies Tränen der Verzweiflung vergießt:

In seiner Rede zum Unabhängigkeitstag sagte er, im heutigen Europa gebe es keine Prinzipien mehr. Europa solle seinen – Zitat – „homosexuellen Unsinn“ für sich behalten und ihn nicht in das südafrikanische Land tragen. Mugabe hatte Homosexualität mehrfach verurteilt – so sagte er über Lesben und Schwule, sie seien schlimmer als Hunde und Schweine. In Simbabwe ist gleichgeschlechtliche Liebe illegal und wird mit Strafen geahndet.

Das alles ist natürlich vollkommener Unsinn, denn selbstverständlich hat Europa Prinzipien. Da hätten wir zum Beispiel Weiterlesen

Europa? Brauch ich nicht!

24 Aug

Die Granden der Europäischen Union haben ein entscheidendes Problem festgestellt: Die Menschen Europas lassen sich nicht für Europa – sprich: für die EU – begeistern. Was auch kein Wunder ist, denn wen interessiert schon die EU? Ein bürokratisch aufgeblähtes, undemokratisches Monster, das nur dazu dient, Geld von einer Ecke in die nächste zu verschieben, deren Mechanismen man nicht versteht, deren Politiker sich für nichts rechtfertigen müssen.

Die EU ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Beamte und abgehalfterte Politiker, die in ihrem eigenen Staat nicht mehr gebracht werden. Gibt es eigentlich irgendetwas positives an der EU? Weiterlesen

Einheit in Verschiedenheit

21 Jun

Die eher konservativ geprägte Herrnhuter Brüdergemeine hat auf ihrer europäischen Synodaltagung ihrer Theologischen Kommission den Auftrag erteilt,

eine Möglichkeit zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bis 2014 zu erarbeiten.

Zwar war man sich unter den Synodalen nicht einig über das Ziel, Weiterlesen

Europa ist keine Fiktion

19 Mrz

Europas Kultur und Geschichte ruht auf vier Säulen:

1. der antiken griechischen und römischen Zivilisation,

2. dem Judentum als Begründer des Monotheismus und einer lebendigen Kultur einerseits und einer Geschichte der Diskriminierung und blutiger Verfolgung andererseits,

3. dem Christentum mit seinen Glaubensinhalten und den daraus folgenden Traditionen und Werten

4. der Aufklärung

All diese vier Säulen bilden die einmalige Essenz Europas, und nicht nur Europas, sondern der gesamten westlichen Welt (die im Grunde genommen eine europäische Welt ist), der besten aller Welten auf dieser unserer schönen Erde. Und das Christentum bildet dabei den absoluten Kern der Identität und dem Wesen des Westens, in neuerer Zeit in gemeinsamer, teilweiser spannungsvoller, aber durchaus fruchtbaren Koexistenz mit den Ideen der Aufklärung, des Säkularismus und der liberalen Demokratie.

Wenn nun ein gewisser Herr Michael Borgolte, seines Zeichens Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Tagesspiegel einen Artikel schreibt, der in der Quintessenz mündet, dass das christliche Abendland eine Fiktion sei, muss man verwundert und verärgert den Kopf schütteln und darauf laut und eindringlich antworten: Weiterlesen

Prost Mounir!

9 Sep

Der zehnte Jahrestag der Terroranschläge des 11. September steht bevor; für das Feuilleton also die perfekte Gelegenheit, nun endlich auch einmal die eigentlichen Opfer der Anschläge zu Wort kommen lassen: die Moslems. Deren Religion wird nämlich seit 10 Jahren mit Terrorismus, Intoleranz und Gewalt in Verbindung gebracht – völlig unzutreffend natürlich, denn wie jeder weiß, ist der Islam eine Religion des Friedens und islamische Staaten Hochburgen der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Humanität.

Dumm nur, dass der Westen das einfach nicht erkennen will. So klagt etwa die libanesische Schriftstellerin Joumana Haddad in der „Welt“: Weiterlesen

Was nun, Europa?

24 Jul

Die grauenvollen Anschläge in Norwegen, haben mich mehr erschüttert, als ich im ersten Moment zuzugeben bereit war. Es ist nicht nur das unsägliche Leid, welches der rechtsextreme Irre über die Angehörigen und Freunde der Getöteten gebracht hat, es ist auch eine tiefe Besorgnis über die Zukunft Europas. Wiederholt sich das Schicksal des Kontinents, durch die Polarisierung politischer Fanatismen zerrieben zu werden, um wieder einmal dem Abgrund entgegen zu taumeln?

Der Untergang des Abendlands als Geburtsstunde des Westens

20 Dez

Es ist interessant zu beobachten, wie deutsche Autoren, wenn sie selbst für ihre Übersetzungen verantwortlich waren, gerne die vermittelnde Formel „occidental West“ einbrachten, sich aber damit nicht durchsetzen konnten. Die allgemeine Westorientierung bewirkte vielmehr, dass im Nachkriegseuropa diesseits des Eisernen Vorhangs die Berufung auf das Abendland zunehmend obsolet und durch den politisierten und globaleren Begriff des Westens ersetzt wurde. Weiterlesen

Nach der Wahl ist vor der Wahl

3 Nov

Die USA haben gewählt, und wie so oft lässt sich beobachten, dass die deutschen Medien offenbar nicht die geringste Ahnung vom politischen System der USA haben. So schreiben sie von „Parteien“, von „Opposition“, gar von „Fraktionen“, ganz so als würden sich diese Begriffe europäischer parlamentarischer Demokratien auf die präsidentielle Demokratie der USA übertragen lassen. Die Journalisten, ja viele Menschen überhaupt, können einfach nicht verstehen, warum Obama, der mit soviel Furor in den Wahlkampf gestartet ist, nicht mehr die Wertschätzung genießt, die er bei Amtsantritt hatte. Sie verstehen die breite Opposition gegen die Gesundheitsreform nicht; sie verstehen nicht, warum amerikanische Arbeiter sich nicht wohlfahrtsstaatlich einlullen lassen wollen; sie verstehen nicht, aus welchen gesellschaftlichen Milieus sich Demokraten und Republikaner konstituieren. Und ganz besonders wichtig: Sie verstehen nicht, was der „Amerikanische Traum“ tatsächlich bedeutet, was er für ein Wirkung im Denken der Amerikaner entfacht.

Es wäre gut, wenn man sich hierzulande eines klar machen würden: die USA sind nicht Europa; Amerikaner ticken nicht wie Europäer – und erst recht nicht wie Deutsche. Und das – man kann es nicht oft genug wiederholen – das ist auch gut so.

Share

Gottes Wort an Strichers Arsch

7 Mai

Solange die europäische Zivilisation noch existiert (Danke Griechenland! Danke EU!), ist es natürlich eine gute Idee in den europäischen Ländern Urlaub zu machen. Eine noch bessere Idee ist es natürlich, auf diesen Reisen von einem hübschen, jungen Mann begleitet zu werden, einem jungen Mann, der sich durch einen „glatten, süßen, festen Arsch“ und seinen „perfekt gebauten 8-Zoll Schwanz (unbeschnitten)“ auszeichnet, einem jungen Mann der „sinnlich“, „wild“ und „für alles zu gebrauchen“ ist – solange man dafür bezahlen kann.

George Alan Rekers ist nicht Griechenland, und deshalb hatte er keinerlei Probleme, sich einen Callboy für eine Europareise zu leisten. Nun sollte man das aber nicht in bösartiger Absicht falsch interpretieren. Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: