Tag Archives: Florida

Zahlesel

10 Mrz

Politik ist nichts anderes, als die Durchsetzung eigener Interessen mit dem Geld anderer. Ein sehr schönes Beispiel für diese Weisheit, zeigt uns das Parlament von Florida: Weiterlesen

Coke ist auch keine Lösung

9 Okt

Die Boykott-Kampagne der American Family Association gegen Pepsi-Cola wegen Homo-Unterstützung findet weitere Unterstützer:

Die Bell-Shoals-Baptistenkirche, eine „Mega Church“ in Florida, hat ihre Pepsi-Automaten in der Kirche abbauen lassen und durch Coca-Cola-Automaten ersetzt. „Unsere Ahnen kamen nach Amerika wegen der Glaubensfreiheit, nicht wegen der sexuellen Freiheit“, begründete Kirchensprecher Terry Kemple die Aktion.

Ob das allerdings eine Lösung ist? Schließlich

wird auch der Brausehersteller Coke von der schwul-lesbischen Gruppe Human Rights Watch als eines der homofreundlichsten Unternehmen des Landes bewertet.

Vielleicht wäre das eine Alternative? Garantiert ohne sexuelle Freiheit, allerdings auch ohne Glaubensfreiheit für Christen und gegen die zionistischen Faschisten. Aber man muss eben Prioritäten setzen. Und wenn es gegen Homos geht, ist manchen wohl jedes Mittel und jeder Bündnispartner recht.

Personale Konversion

28 Nov

Auch wenn die Anhänger der fortschreitenden Zivilisierung am 4. November Niederlagen in Kalifornien, Arizona und Florida in Kauf nehmen mußten, geht der Kampf weiter. Und manchmal gibt es richtig gute Nachrichten zu verzeichnen, denn

die Bereitschaft unter den Konservativen, an Organisationen wie den christlich-konservativen Focus on the Family zu spenden, scheint deutlich abzunehmen. Jüngst gab der Leiter der Organisation, James Dobson, bekannt, dass er in den nächsten Wochen seine Organisation deutlich straffen und Dutzende Mitarbeiter entlassen müsse.

Tallahassee Ho!

26 Nov

So spricht man Recht:

Im US-Bundesstaat Florida hat erstmals eine Richterin einem homosexuellen Paar die Adoption von Kindern erlaubt. „Es gibt keine vernünftigen Gründe, Homosexuellen eine Adoption zu verbieten“, urteilte Richterin Cindy Lederman in Miami laut einem Bericht der „Sun Sentinel“. Wie die Zeitung auf ihrer Internetseite ausführte, dürfen die beiden klagenden Männer nun zwei Jungen adoptieren. Die beiden Brüder im Alter von vier und acht Jahren werden bereits seit vier Jahren von Frank Martin Gill und seinem Lebenspartner als Pflegeeltern betreut.

„Das ist eine gute Familie, die Kinder haben ein Recht auf Stabilität“, sagte die Richterin. Sie setzte sich damit ausdrücklich über das seit 1977 in Florida geltende Adoptionsverbot für Homosexuelle hinweg. Dieses verstoße gegen die Verfassung, erklärte Lederman zur Begründung.

Da die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat, könnte es demnächst zum Showdown vor dem Obersten Gericht Floridas kommen. Sollte dieser das Urteil bestätigen, steht einem grundsätzlichen Adoptionsrecht im Staate nichts mehr im Wege. Außer vielleicht eine Volksabstimmung, die die Homos, zu diesem Zeitpunkt, natürlich verlieren werden. Denn noch gibt es allzu viele Heteros, die Kinder lieber im Heim sehen, als bei Papa und Papa.

Siege und Niederlagen – US-Wahl 2008

6 Nov

Den Wahlsieg Obamas kann man ohne Frage als ein historisches Ereignis bezeichnen. Nicht nur hat er es geschafft, soviele Wähler wie seit langem nicht mehr zu mobilisieren, er hat es überdies vermocht, den Mittleren Westen (einschließlich Ohio), die zwei Südstaaten Virginia und North Carolina sowie die eigentlich für die Republikanische Partei „reservierten“ Staaten Colorado und New Mexico für sich zu gewinnen. Hinzu kommt der Durchmarsch der Demokraten in beiden Häusern des Kongresses.

Hurra! Wir haben die Schwuchteln besiegt!

Hurra! Wir haben die Schwuchteln besiegt!

In Kalifornien hat die Initiative für die Beibehaltung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare leider verloren. 52,5 gegen 47,5 Prozent der Kalifornier stimmten für eine Ergänzung zur Staatsverfassung, die Ehe als eine Institution zwischen Mann und Frau zu verankern. Damit dürfen Schwule und Lesben weiterhin nur in den US-Staaten Massachusetts und Connecticut heiraten. Die Gewinner freuen sich, als hätten sie Satan persönlich besiegt. Was sie vermutlich auch glauben. Und die Verlierer? Können nur auf die Zukunft hoffen.

Maybe in four years...

Maybe in four years...

In Arizona lehnten 56 Prozent der Wahlberechtigten die Zulassung der Homo-Ehe in ihrem Staat ab.

In Arkansas stimmten die Bürger mit 57 Prozent gegen die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare. Die Staatsverfassung wird dementsprechend angepasst. Die Ehe für Schwule und Lesben ist in diesem Staat bereits per Verfassung verboten.

In Florida stimmten ganze 62 Prozent der Wähler für ein Verbot der Homo-Ehe in ihrem Staat. Ermutigend für die Zukunft dürfte sein, dass Erstwähler sich mehrheitlich gegen ein solches Verbot ausgesprochen haben.

Künftig wird es drei offen schwule Mitglieder im US-Repräsentantenhaus geben. Neben Barney Frank aus Massachusetts und Tammy Baldwin aus Wisconsin – beide Demokraten -, hat es auch Jared Polis – ebenfalls Demokrat – geschafft, seinen Wahlkreis in Colorado für sich zu gewinnen.

————————————————

Fotos: Los Angeles Times und San Francisco Chronicle

Zum Wohle des Kindes: Adoptionsrecht für Schwule und Lesben

13 Sep

Nicht nur Israel ist weltweit unter den führenden Nationen, was die rechtliche Situation von Lesben und Schwulen betrifft, z.B. in Bezug auf das Adoptionsrecht, auch in den USA werden diesbezüglich erfrischend pragmatische Entscheidungen getroffen, die denen in Deutschland um Längen voraus sind:

Ein Gericht im US-Bundesstaat Florida hat ein 31 Jahre altes Adoptionsverbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt, weil eine erfolgreiche Adoption schließlich im Interesse des Kindes liege.

Die Begründung ist eine schallende Ohrfeige für alle, die das Kindeswohl aufgrund ihrer Ideologie für zweitrangig halten:

Richter David Audlin vom Monroe County Circuit Court erklärte, das Adoptionsverbot bestrafe ohne Begründung eine ganze Gruppe und widerspreche daher sowohl der Verfassung des Bundesstaates Florida als auch der der Vereinigten Staaten. Das Gesetz sei 1977 in einer politisch aufgeladenen Stimmung beschlossen worden, um Schwule „wieder zurück in ihr Versteck“ zu schicken.

An den üblichen politischen Reflexen dürfte das wenig ändern: Die Evangelikalen werden mal wieder den Untergang des Abendlandes vor der Tür stehen sehen, die Anti-Amerikaner von links bis rechts werden uns erklären, warum die USA trotzdem oder genau deshalb wahlweise vor der faschistischen und/oder jüdischen Machtübernahme stehen. Die Emanzipation der Homosexuellen aus ihrem Nischendasein schreitet derweil munter voran. Gewinner sind eindeutig, neben den Schwulen und Lesben, die Kinder, denen liebevolle Eltern nicht länger aufgrund von Klischees vorenthalten werden dürfen.

%d Bloggern gefällt das: