Tag Archives: GayRomeo

Ein steifer Schwanz, der schadet nicht

31 Mai

Die Unternehmen Google und Apple haben mal wieder eine sehr merkwürdige Entscheidung getroffen: Obwohl beide Konzerne für ihre inklusive Firmenpolitik gegenüber Schwulen und  Lesben bekannt sind, haben sie nun eine App akzeptiert, die für sich in Anspruch nimmt, Menschen dabei zu helfen, sich von ihrer Homosexualität „heilen“ zu lassen:

Die neue Gratis-Application „Setting Captives Free“ verspricht die „Heilung“ von Homosexualität innerhalb von 60 Tagen. Nicht einmal nach offiziellen Beschwerden wurde sie aus den Stores der beiden Unternehmen entfernt.

Teilweise sogar auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen soll man mit der christlichen App den vermeintlichen „Weg zur Reinheit“ finden. „Egal, was Sie anderswo gehört haben, es gibt weder ‚Homosexuellen-Gen‘ noch wurden Sie auf diese Weise ohne Hoffnung auf Freiheit geboren. Durch die Kraft von Jesus Christus und des Kreuzes können Sie sich von den Fesseln der Homosexualität befreien“, heißt es im Kapitel „Door of Hope“.

Nur damit ich nicht missverstanden werde: Weiterlesen

Weisheit des Tages (19)

17 Feb

Alle wollen mit mir schlafen – dabei bin ich gar nicht müde.

(zitiert aus GayRomeo)

Schwule ticken anders

12 Mai

Anders als Heteros in jedem Fall. Bei GayRomeo lässt sich das täglich aufs Neue bewundern. Denn dort gibt es doch tatsächlich Männer, die in ihrem Profil Fotos von sich und ihrem Partner eingestellt haben und dennoch unmissverständlich auf der Suche nach Sex sind. Verrückt!

Aber Adrian, werden jetzt sicher einige Leser denken, lebst Du denn hinter dem Mond? Weiterlesen

Schluss! Aus! Feierabend!

20 Okt

Jetzt recht es wirklich! Ich hab so die Nase voll! Nachdem ich mich nach jahrelangen schwersten Überlegungen endlich entschlossen habe, mir einen Account bei „GayRomeo“ einzurichten, bin ich trotz diverser Unkenrufe recht gut damit gefahren. Bislang haben sich zwar nur Oberflächlichkeiten ergeben, aber immerhin. Doch was wirklich nervt: Warum können da Menschen rumschreiben, die bereits einen Partner haben und nur Freunde suchen? Kann man die nicht irgendwie gesondert kennzeichnen, so dass man nicht in die Verlegenheit kommt, sie erst stundenlang anzuhimmeln, bis man das Kleingedruckte in der Beschreibung liest und sich tierisch aufregen muss, so wie ich jetzt gerade?

Meine dringende Bitte an die GayRomeo-Macher: Tut was dagegen! Macht den Beziehungsstatus offensichtlicher, am besten bereits in der Auflistung, neben den schlechten und oftmals mit falscher Rechtschreibung geschriebenen Sprüchen, die Aufmerksamkeit erregen sollen, aber meist nicht mal für einen Lacher gut sind. Wie oft soll mein Herz noch brechen? Könnt Ihr das wirklich weiterhin verantworten?

Pfaffenschänder statt Kinderschänder

24 Mrz

Liebesdienste und Gefälligkeiten unterscheiden sich bloß durch den Beweggrund von den Diensten überhaupt; sie sind immer freiwillig, man ist sie nicht schuldig, dagegen gibt es auch schuldige und erzwungene Dienste. Liebesdienste werden aus Liebe erzeigt und Gefälligkeiten, um zu gefallen. Bei den Liebesdiensten ist der Beweggrund die allgemeine Menschenliebe, bei den Gefälligkeiten hingegen die besondere Freundschaft, die wir gegen gewisse Personen empfinden, denen wir gern, um ihre Gegenliebe zu verdienen, gefallen wollen. Wir erzeigen daher auch Fremden, besonders Unglücklichen aus mitleidiger Menschenliebe Liebesdienste, aber, wenn wir genau reden wollen, nur Freunden oder Menschen, deren Freundschaft wir nicht verschmähen würden, Gefälligkeiten.

Was hier über Liebesdienste zu lesen ist, könnte einen zu der Annahme verleiten, ein Liebesdienst sei erste Christenpflicht, für Priester also geradezu konstitutiv. Im deutschen Westen sieht man das wohl anders und so geht es hier gerade rund. Die BILD hat es aufgedeckt und die Betroffenen müssen nun dran glauben: Weiterlesen

Wie sexy ist der Holocaust?

30 Nov

Auf diese Frage könnte man eine Diskussion bei queer.de herunter brechen. Es geht um Profilfotos bei Gayromeo, die als Hintergrund für ihre Präsentation das Stelenfeld nutzen:

Im Ausland wundert man sich über den merkwürdigen Trend: das schwule Blog „Catch Fire“ sammelt einige der Fotos unter der Kategorie „Memorial Pics“. „Ich habe nie verstanden, was der Gedanke bei den Fotos ist (und ich habe wirklich eine Menge davon gefunden, also muss irgendein merkwürdiger Gedanke dahinter stecken)“, schreibt der Blogger. „Ich denke, es ist faszinierend, wie all diese Leute sexy aussehen wollen an einem Ort, der zu denen auf der Welt gehört, die am wenigsten sexy sind.“

Doch das versteht in Deutschland nicht jeder. Ein User meint daher:

Was ist denn gegen private Photos einzuwenden, man kann es auch übertreiben? Typisch, immer wenn irgendwas mit dem Zentral der Juden nur in sehr entfernter Weise in Kontakt geraten könnte, meldet man sich sofort mit dem Hinweis auf die Vergangenheit Deutschlands.

Merkwürdig, der vermutlich gemeinte „Zentralrat“ hatte sich zu den Holocaust-Präsentationen gar nicht geäußert. Weiterlesen

Was ist schwul?

14 Mai

Wenn ich neu in einem schwulen Zusammenhang auftauche, werde ich dort gelegentlich gefragt, unter welchem Namen ich denn bei Gayromeo angemeldet sei. Offenbar vor dem Hintergrund, vor dem einer meiner Mitbewohner Gayromeo als schwules Einwohnermeldeamt bezeichnet. Dumm nur, dass ich bei Gayromeo überhaupt nicht angemeldet bin.

Da ich am Freitag meinen neuen Personalausweis abhole und mich anläßlich dessen erinnerte, dass eine verspätete Beantragung desselben ganz schön teuer werden kann, frage ich mich gerade, was wohl die Strafe dafür  ist, sich nicht bei Gayromeo anzumelden. Vielleicht Ausschluß aus der Community? Macht nichts, da wäre ich in bester Gesellschaft. Oder in der Sauna niemand mehr zum Ficken abbekommen? Macht auch nichts, da geh ich gar nicht hin. Ich lebe nämlich, oh Graus – welch Ausbund an Heteronormativität! – in einer festen Beziehung. Monogam. Bin also eigentlich gar nicht schwul. Oder?

Homo-Sex and Crime

4 Apr

Deutschlands größtes Homo-Boulevard-Internetportal hat wieder zugeschlagen: Nach dem „Homo-Mord in Gelsenkirchen“ ist jetzt Zeit für den Gayromeo-Mord in Essen. In bester BILD-Manier erfahren wir über den Angeklagten, er sei

als „Weltbeherrscher“ bei Gayromeo angemeldet

gewesen. Und weil Crime ohne Sex irgendwie langweilig ist, enthält uns queer.de auch diese Information nicht vor:

In seinem Profil stand: „Ich bin ein 19-jähriger Boy und würde mich als bitchig bezeichnen.“.

Wollen wir nur hoffen, dass niemand bei der Lektüre von queer.de auf kriminelle Gedanken kommt. Sonst heißt es demnächst:

Queer.de-Mord in Düsseldorf

Ehrenrettung für Gayromeo

13 Nov

Gayromeo spielt in diesem Blog i.d.R. keine Rolle. Wenn doch, dann um einmal mehr festzuhalten, dass es für uns keine Rolle spielt. Heute jedoch ist eine Initiative des Portals zu vermelden, die Anerkennung verdient. Gedacht ist sie für Menschen in Ländern, in denen Homosexualität kriminalisiert wird. Um zu vermeiden, dass die Gayromeo-Anmeldung oder eine Kreditkartenabbuchung für die Anmeldung in diesen Ländern durch den Staat zurückverfolgt werden kann,

hat Gayromeo diesen Monat über 27.000 kostenfreie Premium-Zugänge für User aus diesen Ländern zur Verfügung gestellt. Diese User verfügten bereits über einen kostenlosen Zugang, können nun aber mit Hilfe des Premium-Zuganges  die SSL-Verschlüsselung verwenden. Diese ist viel sicherer und dient dem Schutz von persönlichen Daten.

Durch die Bereitsstellung der Premium-Accounts, mit einem geschätzen Wert von mehr als einer Million Euro möchte die PlanetRomeo B. V. als Betreiber die Homosexuellen in diesen Ländern unterstützen und

mit Sicherheit auch Werbung für sich machen. Warum auch nicht? In jedem Fall ist die Initiative eine praktische Unterstützung für Menschen, die in ihrer Heimat mit Gefahr für Leib und Leben rechnen müssen, weil ihr Staat sich anmaßt, sich in die ganz privaten Belange seiner Bürger einzumischen.

Wofür PI schwule Opfer braucht

6 Nov

Das rechte Schmierfinken-Portal PI wirkt zur Zeit ein wenig wirr, wenn es um die Homo-Frage geht. Einerseits wird in üblicher Manier vom (w)armen Wowi gekalauert, was das Zeug hält, andererseits outet man sich als User bei GayRomeo und ruft zur Solidarität mit Opfern antischwuler Migrantengewalt auf. Wobei der Focus hier auf Migrantengewalt und nicht auf antischwuler Gewalt liegt, weshalb schon der 7. Kommentator unter der vermeintlichen Homo-Solidaritätserklärung weiß: Weiterlesen

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