Tag Archives: Gottesdienst

Go West

9 Sep

Statt Gay West heißt es in Herne Ende diesen Monats nicht zum ersten Mal Go West. Im Rahmen von „Go West – Der etwas andere Gottesdienst“ präsentiert die evangelische Matthäus-Kirchengemeinde Wanne drei Veranstaltungen: Weiterlesen

Ja, ich will

27 Jun

So lautet das Motto des Kölner CSD 2012. Aus diesem Anlass feiert unsere Kirchengemeinde einen Open-Air-Gottesdienst. Hierfür waren wir im vergangenen Gottesdienst eingeladen, uns Gedanken zum Motto, passend zum Gottesdienst, zu machen. Hier sind meine: Weiterlesen

Das Leben genießen … und Welt gestalten … damit alle genießen können

14 Aug

Ich war heute das zweite Mal im Gottesdienst der Kölner MCC. Ich weiß nicht, woran es lag, aber ich habe mich noch nie so heil gefühlt in einem Gottesdienst. Da war keine Angst, falsch zu sein, das Falsche zu sagen oder zu tun. Es war einfach gut, da zu sein, mit allen anderen, die dort feierten. Sicher hat mein Gatte dazu beigetragen, mit dem ich dieses Wochenende genießen durfte, nachdem er spontan ins Rheinland gekommen war und wir uns aneinander und auch an der Planung einer gemeinsamen Zukunft erfreuten. Sicher hat Pastor Ines-Paul Baumann dazu beigetragen, mit seiner Behutsamkeit und seinem Humor. Sicher hat Gott seinen Teil dazu beigetragen und natürlich die anderen Menschen, die mit uns gefeiert haben.

Wir hörten eine Lesung über Abrahams Verhandlung mit Gott, wie viele Gerechte in Sodom zu finden sein müssten, damit Gott die Stadt verschont. Weiterlesen

Drogen, Rockmusik und Hurerei

20 Jul

Anlässlich des CSD wurde in Berlin am Vorabend der diesjährigen Parade erstmals ein Gottesdienst gefeiert. Neben Klaus Wowereit wirkte dabei der Superintendent für den Kirchenkreis Berlin-Mitte, Bertold Höcker, mit. Dieser erinnerte in seiner Predigt

an die Basisbotschaft von Christus: „Ihr seid geliebt“. Sich darauf zu gründen, geliebt zu werden, führe auch zu einer besonderen Verantwortung, wie sie Wowereit angemahnt habe. Schwule und Lesben gefielen sich oft in einer Opferhaltung als verfolgte Elite, sagte Höcker. „Diese Opferhaltung ist sehr gemütlich, aber nicht christlich.“ Er forderte sie auf: „Schluss mit dem Opfer, hin zur Verantwortung.“

Eine gänzlich andere Sicht auf das Thema „Homosexualität und Christentum“ präsentierte ein Herr Schimmelpfennig, der auf medrum.de in einem Brief an Höcker erklärte:

War selber früher kommunistischer Staatsfunktionär der DDR und Atheist, landete aber nach der Wende in Kreisen, die das bejubeln, was Sie predigen: Freier Sex, natürlich in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen, so habe ich das erlebt – und ich wünsche es niemanden, da rein zu kommen!!! Dazu all die hämmernde Rockmusik und natürlich Hurerei. Weiterlesen

Völlig losgelöst

17 Nov

Man könnte meinen, Homosexualität werde für evangelische Pastoren bald zur Pflicht. Doch es ist in Wahrheit nicht viel, was der bayerische Landeskirchenrat plant (siehe auch hier):

„Im Einzelfall“ werde Paaren, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, das gemeinsame Wohnen im Pfarrhaus gestattet, heißt es in einer Erklärung der Kirchenleitung. Voraussetzung sei, dass der örtliche Kirchenvorstand sowie der Landeskirchenrat, der Dekan und der Regionalbischof „einmütig“ zustimmen.

Auch das neue von der EKD-Synode beschlossene Dienstrecht sorgt für keine Revolution: Weiterlesen

Willkommen in der Kirche

17 Dez

Als ich vor zwei Jahren auf einige Weihnachtsgottesdienste für Schwule und Lesben hinwies, hätte ich nicht zu träumen gewagt, worauf ich in diesem Jahr verweisen kann. In Berlin-Schöneberg hat eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Ende November ein Gemeindeforum „Sexualethik“ veranstaltet. Konkret ging es um Homosexualität. Als Referent eingeladen war Pfarrer Klaus Douglass, der eindeutig erklärte: Weiterlesen

Immerhin etwas

12 Okt

Gestern nach dem Gottesdienst habe ich mich geoutet. Im Gemeindebistro. Weiterlesen

Heimatlos

30 Mai

Heimat war mir lange einfach nur suspekt. In den linken Zusammenhängen, in denen ich unterwegs war, galt sie als spießig und reaktionär. Ich mußte 30 werden, um eine Sehnsucht nach Heimat zu spüren, die mich zurück in die Stadt führte, in der ich aufgewachsen war.

In einer Predigt hörte ich Jahre später einmal, wir Christen seien „unterwegs, mit Heimweh im Gepäck“. Das gefiel mir.

Und heute? Weiß ich immer weniger, welche politischen Schubladen zu mir passen. Die Leute fragen ja manchmal. Ein Linker bin ich nicht mehr, ein Rechter nicht. Liberal bin ich. Irgendwie auch konservativ. Doch was bilden Begriffe ab, von dem was ist, was schließen sie aus, von dem, was aber auch ist? Ist Liberalismus eine politische Verortung? Eine Lebenshaltung? Weiterlesen

Sag beim Abschied leise „Servus“

12 Apr

Die Woche im Haus der Stille hat gut getan, das schöne Wetter wird seinen Teil dazu beigetragen haben, der Blick aus meinem Zimmer direkt auf den kleinen Wannsee, die anderen Teilnehmer, eine kleine, angenehme Gesellschaft, zum Nachdenken anregende Texte, die wir gemeinsam lasen. Wir haben an den ersten Tagen die Passionsgeschichte der Reihe nach von allen Evangelisten gelesen, am Besten gefiel mir die von Johannes, ich glaube, die hatte ich nie zuvor gelesen.

Ich habe die Tage genutzt, um Resümee zu ziehen: Was mache ich aktuell? Was davon soll bleiben? Wovon will ich mich verabschieden? Weiterlesen

Frohe Ostern!

5 Apr

Liebe Leser,

ich verabschiede mich für eine Woche vom Bloggen und vom Rest des geschäftigen Treibens. Bis zum Ostersonntag lebe ich im Haus der Stille am Berliner Wannsee.  „Einkehrtage zu Ostern“ heißt das Angebot, das ich gebucht habe. Was mich erwartet, weiß ich nicht im Einzelnen. Außer den Ostergottesdiensten steht nichts Genaues im Programm. Verantwortlich für das Angebot ist die evangelische Gabriels-Gilde, die das Haus auch gegründet hat. Im Januar war ich dort auf einem Wochenende, bei dem wir mit der Jahreslosung in 2009 gestartet sind. Die Struktur erhielten die Tage durch die Tagzeitengebete. Das wäre was für den Alltag, dachte ich damals. Am liebsten in einer Gemeinschaft mit anderen, warum nicht ein christliches Wohnprojekt? Nur für Lesben und Schwule? Muss nicht sein, darf aber. Mir hat das Wochenende im Januar gut getan und Kraft gegeben für das neue Jahr. Jetzt bin ich gespannt auf die Osterwoche.

Allen Lesern wünsche ich schon jetzt Frohe Ostern und den spürbaren Segen des Auferstandenen!

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