Tag Archives: Helmut Matthies

Über das Recht, in Ruhe gelassen zu werden

23 Mai

Im aktuellen Heft von ideaSpektrum verwechselt Helmut Matthies Ansicht und Orientierung. Ein Versehen wird das nicht sein:

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, setzt sich vehement dafür ein, dass Angebote verboten werden, die minderjährigen Homosexuellen helfen wollen, ihre sexuelle Orientierung zu verändern. Der Mensch soll sich also nicht verändern. Zumindest sexuell.

Die Begründung von Beck und anderen lautet natürlich nicht, der Mensch solle sich nicht verändern. Zur Begründung wird vielmehr auf  das erhebliche gesundheitliche Risiko verwiesen, das mit derartigen Angeboten verbunden sei. Weiterlesen

Was hat der Kampf gegen Rechtsextremismus mit Abtreibung zu tun?

28 Nov

Nichts, meinen Sie? Helmut Matthies scheint das anders zu sehen und so nutzt er die Gelegenheit, um den Rechtsextremismus gleichzeitig zu funktionalisieren und zu verharmlosen. Im Editorial der letzten Ausgabe von ideaSpektrum fällt ihm angesichts der

mindestens zehn Morde, die in acht Jahren mutmaßlich von der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ begangen wurden,

erstens ein,

dass „Rechte“ angesichts kirchlicher Stellungnahmen den Eindruck haben, ihnen werde ohnehin die Menschenwürde abgesprochen

und zweitens, dass die EKD sich nun, ebenso wie gegen Rechtsextremismus auch gegen Abtreibungen äußern müßte: Weiterlesen

Über die Freiheit zur intelligenten Distanzierung

4 Aug

Immer neu Brechreiz erzeugend ist es, wie manch einer den Massenmord in Norwegen für seine eigenen Zwecke funktionalisiert: Idea-Leiter Helmut Matthies verweist in der aktuellen Ausgabe von ideaSpektrum darauf, dass Anders B. Breivik entgegen ersten Meldungen kein „fundamentalistischer Christ“ sei. Soweit, so richtig. Doch statt es dabei zu belassen, nutzt Matthies die Gelegenheit zu einer Ehrenrettung ausgerechnet der „Jungen Freiheit“. Weiterlesen

Blasphemie: Original und Fälschung

8 Apr

IdeaSpektrum-Chef Helmut Matthies ist entsetzt (Spektrum 14/2010):

wer je geglaubt hat, alle Tabus seien schon gebrochen, erlebte zum Osterfest, dass er sich getäuscht hat. Hunderttausendfach prangt an Kiosken oder in Buchhandlungen das Titelblatt eines Magazins, auf dem in Großaufnahme zu verstehen gegeben wird, dass sich ein Geistlicher am Geschlechtsteil von Jesus Christus zu schaffen macht, während der Heiland der Welt auf schlimmste Weise stirbt: Er verreckt am Kreuz. Sex mit dem sterbenden Jesus – das war bislang geradezu undenkbar.

Nicht ganz, Herr Matthies. Als aufmerksamer GayWest-Leser wüßten Sie, dass es bereits im Jahre 2007 einen Pornofilm über das Leben Jesu gab. Im Übrigen bringt der Titanic-Titel die Ungeheuerlichkeiten der letzten Wochen doch bestens auf den Punkt. Oder war es nicht Jesus, der gesagt hat: Weiterlesen

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