Tag Archives: Heterosexualität als Defizit

Nachsicht

6 Sep

Ich denke es ist eine Binsenweisheit, dass religiöser Konservatismus heute einen der Hauptpfeiler der Homophobie darstellt. An dieser Stelle möchte ich diese Leuteallerdings  nicht verspotten, verlachen oder ihnen in sonst irgendeiner Weise ihre groteske intellektuelle und moralische Blindheit vor Augen führen, sondern um Nachsicht bitten.

Man kann einfach nicht erwarten, dass diese Menschen einfach so Homosexualität akzeptieren. Immerhin haben sie sich erst vor kurzem damit abgefunden, dass Heterosexualität okay ist.

Du darfst

26 Dez

Thomas Meinecke erzählt in der Welt über die Entstehung seines neuen Romans „Lookalikes“. Manch einer wird das so langweilig finden wie den Roman selbst, anderen wird es gefallen. Einer aber hat so eine schwache Persönlichkeit, dass ihm ein solcher Text einfach nur Angst macht. Und daraus entstehen Fragen: Weiterlesen

Ursachen und Therapie weiblicher Homosexualität

14 Jul

Die Veränderung einer homo- zu einer heterosexuellen Orientierung und die damit verbundene Diskreditierung ersterer ist eines der Lieblingsprojekte des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (DIJG). Auf einer kürzlich von dem Institut in Kassel veranstalteten Tagung zu hören, Homosexuelle

können ihre Orientierung verändern, wenn sie bereit sind, ihre Verletzungen aus der Vergangenheit aufzuarbeiten

war insoweit nicht besonders aufregend.

Bemerkenswert erscheint mir lediglich, Weiterlesen

Mit der Stasi im Bett

20 Jan

Zu DDR-Zeiten spitzelte er für die Stasi, nun will er Oberbürgermeister von Potsdam werden. Hans-Jürgen Scharfenberg hat eben viele Hobbies:

Unter anderem hatte er Mitmenschen „Exzesse mit Frauen“ und Homosexualität unterstellt.

Hmmm, und was von beiden war nun schlimmer? – Wie auch immer, angesichts der Schnüffler-Aktivitäten Scharfenbergs lässt sich konstatieren, dass in der Deutschen Demokratischen Republik, der Sex offenbar weder mit Frauen noch mit Männern gern gesehen war. Was eigentlich logisch ist, denn natürlich gehörte es zur vornehmsten Bürgerpflicht eines jeden Ossis, sich zuallererst von der Partei ficken zu lassen.

Im Wallis geht der Homo um

1 Jul

Das Schweizer Gesundheitswesen gehört mit zu den besten der Welt. Es ist so gut, dass man dort sogar Heilmittel für Dinge kennt, die gar keine Krankheiten sind. So berichtet der im Kanton Wallis beheimatete Jungkatholik „Etienne“ über das schweres Leiden seiner frühen Jugendjahre und der anschließenden Genesung:

„Als ich 13 war, erfasste mich eine schreckliche Krankheit: die Homosexualität. Doch Gott befreite mich vom Dämon“

Natürlich, das kann man von einem allmächtigen Gott ja wohl erwarten. Alles andere wäre ja auch zu enttäuschend. Angesichts dieser göttlichen Vollzugsmeldung könnte „Etienne“ im Verein mit dem SVP-Jungkameraden Grégory Logean, Gott ja mal darum bitten, der Schweizer Bevölkerung eine etwas höhere Fruchtbarkeitsrate zu bescheren. Die liegt in der Eidgenossenschaft nämlich offensichtlich so niedrig, dass man befürchtet, bald von islamischen Babies überkrabbelt zu werden: Weiterlesen

Lieber schwul als schmutzig

25 Jun

Das Wasser gilt im Allgemeinen als Quell des Lebens. Und die Körperpflege mit dem Nass ist in unserer Zivilisation eine Selbstverständlichkeit, welche das Miteinander mit unseren Mitmenschen erheblich erträglicher und ästhetischer gestaltet. Sollte man meinen.

Denn für einen „richtigen Mann“ gilt das alles eben nicht. Der muss eigentlich stinken. So richtig wie ein Dachs nachdem er sich im eigenen Kot gewälzt hat. Zugegeben, die Diktatur der Körperpflege macht auch vor richtigen Männern nicht halt. Aber dennoch ist Waschen voll schwul. Findet zumindest Jochen Schmidt in der Süddeutschen Zeitung:

Die Duschbadhermeneutik hat mich immer fasziniert. Für Frauen gibt es alles mit Milch, Kokos, Mandeln, Honig und Zitrone, im Grunde möchten sie sich mit Essen waschen. Bei Männern sehen schon die Verpackungen aus wie für Motoröl.

Und warum tun sie das? Na eben weil Motoröl so richtig schön „männlich“, d.h. heterosexuell ist: Weiterlesen

Sex mit Dummies

6 Mai

Legt man die kultigen Fragen zugrunde, die dem Dr. Sommer-Team der „Bravo“ seit eh und jeh gestellt werden, sind Heteros ziemlich pisageschädigt:

„wenn ich beim Sex oben liege, dann kann ich doch nicht schwanger werden, oder?“

Nein, Schatzi, wenn du ein Junge bist, dann nicht.

Islam auch schlecht für Heteros

15 Apr

Eines muss man den Taliban in Afghanistan ja zugestehen: In Fragen der Gleichberechtigung sind sie weiter als man denkt: Nicht nur bekennende Homos werden unter den islamistischen Berserkern ermordet, nein, Allah hat nach ihrer Ansicht auch was gegen die „natürliche“ Fortpflanzung, bzw. gegen das, was dieser vorausgeht:

Provinzgouverneur Gholam Dastagir Asaad sagte am Dienstag, die 19-jährige Frau und der etwa 23 Jahre alte Mann seien von zu Hause weggelaufen, als ihre Eltern ihnen die Heirat verweigert hätten.

Die Familie der Frau habe die beiden im Distrikt Khosh Rud aufgespürt und an die Taliban ausgeliefert, um über sie zu richten. “Die Extremisten haben sowohl den Jungen als auch das Mädchen durch Schüsse vor einer Ansammlung von Dorfbewohnern sinnlos getötet“, sagte Asaad.

„Sinnvoll“ wäre die Tötung vermutlich dann gewesen, wenn die beiden schon verheiratet gewesen wären und hinter dem Rücken der Ehepartner sich anderweitig vergnügt hätten. Und bei solch schändlichen Vergehen, würden dann auch moderate Taliban kein Pardon mehr kennen.

Malta geht mit gutem Beispiel voran

1 Apr

Malta plant eine Erhöhung des Schutzalters für heterosexuelle Kontakte von 12 auf 16 Jahre. Zur Begründung hieß es seitens des Justizministeriums, in neueren Studien sei deutlich geworden,

wie unterschiedlich homo- und heterosexuelle Erwachsene mit jüngeren Partnern umgehen. Bei heterosexuellen Kontakten fiel eine erkennbar höhere Selbstbezüglichkeit des älteren Partner auf und zwar unabhängig vom Geschlecht.

Bei homosexuellen Kontakten hingegen werde

wegen des sensibleren Eingehens des Älteren auf den jüngeren Partner das jetzige Schutzalter als ausreichend bewertet.

Als Erklärung für das unterschiedliche Verhalten von Homo- und Heterosexuellen wird ein gesteigertes Einfühlungsvermögen von Homosexuellen vermutet, aufgrund der Zuneigung zum eigenen Geschlecht falle es ihnen leichter, sich in den Partner hineinzuversetzen. Um die unterschiedliche gesetzliche Regelung nicht „auf ewig“ festschreiben zu müssen, plant das Familienministerium in Valletta Kampagnen in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen,

um unseren heterosexuellen Mitbürgern so früh wie möglich die Gelegenheit zu geben, ihr offenbar von der Natur mitbekommenes mangelndes Einfühlungsvermögen in sozialen Trainingskursen zu erweitern.

GayWest meint: Eine gute Idee, an der sich weitere Länder ein Beispiel nehmen könnten!

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