Tag Archives: Homosexualität und andere Probleme

Homo-Spielerei

20 Jan

Kevin Hart hat in einem Radiointerview am Freitag erklärt, dass er keine schwule Figur in einem Film spielen wolle. Im New Yorker R&B- und Hip-Hop-Sender „Power 105.1 FM“ sagte der 35-Jährige auf die Frage, ob er einen Homosexuellen auf der Leinwand darstellen könne: „Ich kann das nicht. Nicht aus Böswilligkeit oder Geringschätzung, sondern weil ich diese Rolle nicht hundertprozentig ausfüllen kann, da ich selbst unsicher bin.“

Dazu möchte ich anmerken, dass ich kein professioneller Schauspieler bin, und es dennoch ohne Probleme schaffe, einen Hetero zu spielen. Bis zu meinem 24. Lebensjahr habe ich das sogar regelmäßig getan.

Knutschende Paare und andere Probleme

14 Nov

Ist sich das knutschende, schwule Paar in der U-Bahn eigentlich bewusst, wieviel Toleranz es seinen Mitreisenden abverlangt?

Diese Fragestellung des Hessischen Rundfunks zur Sendung „Horizonte“ mit dem Thema „Der Tanz um die Toleranz“ hat bereits einiges an Aufregung produziert. Dabei ist die Frage durchaus berechtigt. Und leicht zu beantworten. Weiterlesen

Gender, Gender über alles!

25 Sep

Die Website „Frankfurter Erklärung“ möchte uns die Gleichstellungspolitik erklären. Das geht nicht immer gut. Denn zuweilen brinegn die Erklärungen weniger Erkenntnis, als eher Ratlosigkeit ans Tageslicht. So berichtet etwa Dr. Günther Buchholz in einem Kommentar folgendes:

1. Ich habe mal eine Genderistin, eine Kollegin, gefragt, was denn bitte ´gender´sei. Dann kam die bekannte Antwort, gender sei das ´soziale Geschlecht´. Aber was bitte ist das eigentlich genau? Ich habe deshalb gebeten, mit mal ein Beispiel zu nennen. Antwort: Schweigen.

Keine Antwort auf die Frage geben zu können, was denn Gender bitte sei, ist natürlich ungünstig. Dabei ist die Antwort wirklich nicht sonderlich schwer. Weiterlesen

Ein neuer Wind?

28 Feb

Hella von Sinnen meint, was das Thema Homosexualität angeht, einen gesellschaftlichen Stimmungsumschwung zu erkennen:

„Ich treffe oft heterosexuelle Menschen, die zwitschern, dass wir Homosexuellen uns nicht beschweren sollten“, berichtete die Wahl-Kölnerin im Gespräch mit „Filmreporter“. „Es ist aber nun mal so, dass wir die Situation ganz anders empfinden. Ich habe den Eindruck, dass es schon mal eine entspanntere Zeit gab und dass es einen Rückwärtssalto gegeben hat.

Ich kann nachempfinden, was die von Sinnen meint, da auch ich das Gefühl habe, dass der Ton in dieser Hinsicht etwas rauher geworden ist. Weiterlesen

Voll konstitutiv

13 Jan

Der Parteichef der „Alternative für Deutschland„, Bernd Lucke, fand das Coming-out von Thomas Hitzlsperger nicht allzu förderlich. Denn es fehlte etwas. Eine Kleinigkeit. Aber die hat es in sich:

„Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger das Bekenntnis zu seiner Homosexualität mit einem Bekenntnis verbunden hätte, dass Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind.“

Wie genau Hitzlsperger dieses Bekenntnis in sein Coming-out hätte einbringen können, darüber hüllt sich Lucke in Schweigen. Allerdings wären verschiedene Szenarien denkbar gewesen: Weiterlesen

Eine Welt ohne Homos

13 Sep

Es ist unbestreitbar, dass es nicht wenige Menschen gibt, die sich wünschen, Homosexualität würde es nicht geben. Doch was wäre an dieser rein heterosexuellen Welt eigentlich besser? Würde es weniger Kriege geben? Weniger Gewalt im Allgemeinen? Weniger Armut? Weniger Hunger?

Sicher nicht. Die einzige Folge wäre, dass die Welt ein Stück trostloser ist, eintöniger, langweiliger und farbloser. Und der Kampf der Geschlechter ein wenig brutaler.

Die freie Wahl

17 Mai

Man hört es immer wieder. Aussagen von gutwilligen Menschen, die Homosexualität tolerieren, respektieren, akzeptieren – oder zumindest glauben dies zu tun – und die dies damit begründen, dass Homosexualität schließlich angeboren sei, dass Schwule und Lesben sich nicht aussuchen würden, wen sie lieben, sich nicht aussuchen können, auf welches Geschlecht sie stehen.

Ich hasse dieses Argument. Ist es faktisch auch richtig, ist seine moralische Implikation in meinen Augen jedoch verheerend. Denn suggeriert man mit der Aussage, Homosexualität sei zu tolerieren weil man nichts dafür könne, nicht gleichzeitig, sie sei in keinem Fall zu tolerieren, wenn dem nicht so wäre?

Was also, wenn ich nicht schwul wäre, sondern bspw. bisexuell, wenn ich also quasi die „Wahl“ hätte, auch mit Frauen eine romantisch-sexuelle Beziehung einzugehen? Wäre nach obigen Aussagen ein Verhältnis mit einem Mann dann verwerflicher? Wäre es unmoralischer?

Und wenn ja, warum? Was wäre daran verwerflich als Mann mit einem anderen Mann eine Beziehung einzugehen, sei es nun Liebe oder purer Sex – und das aus freien Stücken?

Keine Heten, bitte!

14 Mai

Am 9. Juni findet in Berlin die Karrieremesse MILK statt, die sich auf dem Markt eine Nische als Jobmesse erobert hat, die gezielt Schwule und Lesben anspricht. Das Besondere an der MILK versucht dabei deren Organisator Stuart B. Cameron auf „queer.de“ zu erklären:

Jeder wünscht sich einen offenen Arbeitgeber. Auf der MILK bieten genau solche Unternehmen Jobs und Praktika in verschiedenen Branchen. Aber auch Vorträge und Workshops, die normalerweise viel Geld kosten, gibt es bei uns kostenlos. Man kann seinen Lebenslauf vorher hochladen und noch auf der Messe ein Bewerbungsgespräch haben. Unsere Karriereexperten checken kostenlos Bewerbungsmappen auf Schwachstellen. Und, und, und… Die Unternehmen sind von unserem Konzept überzeugt. Wir sind für dieses Jahr ausgebucht, mehr als 70 Unternehmen erwarten die Besucher.

[….]

Unsere Aussteller outen sich selbst als stolze Unternehmen, die Vielfalt fördern.

Es geht also um Arbeitgeber, die offen sind und Vielfalt fördern. Aber soll das tatsächlich der große Unterschied zu einer gewöhnlichen Jobmesse sein? Weiterlesen

Die Freiheit zu l(i)eben

26 Jan

Der „Sex and the City“-Star Cynthia Nixon („Miranda“) hat unter Schwulen und Lesben offenbar einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Anlass sind Äußerungen  über Ihre Beziehung zu Männern und Frauen . Nixon hat jahrelang eine Beziehung mit einem Mann gehabt und lebt nun mit einer Frau zusammen.

Es ist äußerst schwer aus dem Wust von Berichten, die alle ein wenig anders zitieren und übersetzen, den eigentlichen Zusammenhang herauszufiltern, doch offenbar hat Nixon folgendes verlauten lassen: Weiterlesen

Ist Homophobie normal?

25 Jan

Nachdem ich eine Zeit lang mit der Idee geflirtet habe, Geschlechterrollen seien weitgehend kulturell bestimmt, bin ich mittlerweile wieder auf der anderen Schiene gelandet. Als Biologie im Herzen, ist es für mich im Grunde genommen nicht tragbar, einer These zuzustimmen, die behauptet, der Mensch komme als geschlechtsloses Neutrum zur Welt, welches lediglich durch kulturelle und gesellschaftliche Einflüsse zum Mann oder zur Frau gemacht wird. Dabei lässt sich bei allen höheren Säugetieren, insbesondere bei Affen, klar erkennen, dass Männchen und Weibchen sich im Verhalten unterscheiden. Warum sollte das beim Menschen anders sein, der schließlich auch nur ein Affe ist?

Natürlich hat der Mensch als kulturelles Wesen eine Fülle von Möglichkeiten, seine Geschlechtsrolle auszugestalten, aber bestimmte Grundmuster scheinen in der Tat determiniert zu sein, was auch logisch ist, wenn man sich vor Augen hält, warum es überhaupt Geschlechter gibt: zur Mischung des Genpools zum Zwecke der Reproduktion. Und man kann sich der Tatsache schlechterdings nicht verschließen, dass – rein biologisch versteht sich – Männer zum Besamen da sind und Frauen zum gebären und dazu, den Nachwuchs über die ersten kritischen Monate zu helfen, weil eben nur Frauen in der Lage sind, die Neugeborenen mit Nahrung zu versorgen, sie also zu stillen, bzw. um es biologisch auszudrücken, zu säugen.

Wenn es den Mann aber zum Besamen gibt (wozu sollte es ihn als Mann auch sonst geben?) und die Frau zum Gebären und Säugen (und wozu sollte es sie als Frau sonst geben?), wenn also nur der Mann besamen und nur die Frau gebären und säugen kann, dann ist es doch nicht unlogisch zu behaupten, dass diese unterschiedlichen Aufgaben sich auch in bestimmten, biologisch verankerten, unterschiedlichen Verhaltensmustern wiederspiegeln.

Ich habe keine Ahnung ob diese Verlautbarungen meinerseits Schockwellen durch unsere Leserschaft jagen werden, mit Befremden werden sie sicherlich von denen aufgenommen werden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Geschlechter zu dekonstruieren oder zu beweisen, dass es so etwas wie Zweigeschlechtlichkeit nicht gibt.

Mit einem dieser Exemplare, einem gewisser „Jason“ hatte ich kürzlich einen kurzen Schlagabtausch auf dem Blog „Alles Evolution“. In diesem Schlagabtausch habe ich mein Herz sprechen lassen und all das ausgebreitet, was ich vor einigen Jahren nicht einmal mir gegenüber eingestanden hätte.

Ich begann unseren dualen Schlagabtausch mit folgenden Worten: Weiterlesen

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