Tag Archives: Homosexualität und Christentum

Gott liebt Homos (oder auch nicht)

3 Jul

Matthew Vines hat es sich zur Aufgabe gemacht, Homosexualität und Christentum miteinander in Einklang zu bringen. Aus christlicher bzw. religiöser Sicht habe ich diesen Ansatz bereits in der Vergangengheit als „fruchtbarer“ bezeichnet als meinen eher „atheistischen Ansatz“, der die Bibel im Hinblick auf moralische Fragen als irrelevant abtut,

weil Moral unabhängig von der Bibel existiert. Ob eine Handlung moralisch ist, sollte man nicht an einem Schriftstück festmachen, sondern an der konkreten Situation der in einer Handlung involvierten Menschen.

Auch heute noch halte ich Vines Ansatz für besser, zumindest im Hinblick auf religiöse Kreise

ganz einfach, weil der atheistische Ansatz den Menschen, die er [Vines] ansprechen will, zu abstrakt ist, weil für sie Moral ohne Bibel – oder wie sie sagen würden: ohne Gott – gar nicht vorstellbar ist.

Was hätte ich im Gegenzug religiösen Menschen anzubieten? Weiterlesen

Liebe, Schmerz und Traurigkeit

31 Mrz

Das Christentum gehört zu der am meisten verfolgten Religionsgemeinschaft der Welt. Daran erinnert zu Ostern ein Beitrag der „Welt“. Skandalös ist in der Tat nicht nur die schändliche, abscheuliche, widerwärtige Behandlung und Verfolgung christlicher Menschen in – wen wundert’s? – überwiegend islamischen Ländern, skandalös ist vor allem die weitgehende Indifferenz gerade in der westlichen Welt, jener Welt also, in der das Christentum einer der Grundpfeiler von Zivilisation und Kultur ist.

Es scheint, als hätten viel Menschen vergessen, dass die Werte des Christentums Werte sind, die es sich zu verteidigen lohnt, dass diese Werte auf Idealen bauen

ohne die eine Gesellschaft nicht lebens- und liebenswert ist: Toleranz, Empathie, Gerechtigkeit, Vergebung.

Doch möglicherweise haben diese Menschen des Westens diese Werte gar nicht vergessen. Weiterlesen

Die Bibel und wir

18 Sep

Wie diskutiert man mit „bibeltreuen“ Menschen über die moralischen Implikationen der Homosexualität? Ein Weg wäre der, den Matthew Vines aus den USA gegangen ist:

Matthew Vines war Mitglied einer bibeltreuen Kirche in Kansas. Der Homosexuelle wurde ausgeschlossen aus seiner Gemeinschaft – nicht etwa, weil er homosexuell ist, sondern weil er behauptete, dass Gott nichts dagegen hat!

Daraufhin nahm sich der Philosophie-Student an der Elite-Uni Harvard eine Auszeit, denn er wollte es wirklich wissen: Hat Gott etwas gegen seine Sexualität? Weiterlesen

Abschaffen! Verschwindet!

12 Jun

In einem katholischen Nachrichtenportal findet sich ein Aufruf zu Protesten gegen die diesjährige CSD-Parade in Wien. Wenn man alle falschen Aussagen im Text entfernt, bleibt das hier übrig: Weiterlesen

Plauener Spitzen

2 Mai

Der Plauener CDU-Stadtrat Dieter Blechschmidt findet, dass Homosexualität eine Krankheit ist und möchte, dass den „Betroffenen“ Hilfe angeboten wird. Fragt sich nur warum Blechschmidt meint, Heterosexualität sei derartig erstrebenswert. Denn das ist sie nicht. Zumindest nicht in meinen Augen.

Doch die Sorge um den Gesundheitszustand von uns Homos ist nicht das einzige, was Blechschmidt antreibt. Ihm geht es auch um das Ansehen Deutschlands in der Welt: Weiterlesen

„Ich bin kein Anti-Semit“

1 Nov

Wer einen Text über Israel mit diesen Worten beginnt, braucht von der Geschichte Israels keine Ahnung zu haben. Er braucht auch nichts zu wissen von der Shoah und so wird ihm die Gründung Israels zum Rätsel:

Zweiter Weltkrieg hin, zweiter Weltkrieg her. Ich habe bereits geschrieben, dass ich mich vom Holocaust und jeder Ausländerfeindlichkeit entschiedenst distanziere.

Wie konnten damals 1948/49 denkende Menschen hingehen und Israel erneut ins Leben rufen? Der Grund dafür war nicht, dass in Palästina gerade „Platz“ war, um dort Menschen anzusiedeln. Nein, der Grund war ein altes religiöses Buch – die Bibel oder von mir aus auch die Torah (das Alte Testament der Juden).

Holocaust hin, Holocaust her, das interessiert doch keinen mehr. Vor allem, wenn man sich der Gegenwart zuwendet: Weiterlesen

Drogen, Rockmusik und Hurerei

20 Jul

Anlässlich des CSD wurde in Berlin am Vorabend der diesjährigen Parade erstmals ein Gottesdienst gefeiert. Neben Klaus Wowereit wirkte dabei der Superintendent für den Kirchenkreis Berlin-Mitte, Bertold Höcker, mit. Dieser erinnerte in seiner Predigt

an die Basisbotschaft von Christus: „Ihr seid geliebt“. Sich darauf zu gründen, geliebt zu werden, führe auch zu einer besonderen Verantwortung, wie sie Wowereit angemahnt habe. Schwule und Lesben gefielen sich oft in einer Opferhaltung als verfolgte Elite, sagte Höcker. „Diese Opferhaltung ist sehr gemütlich, aber nicht christlich.“ Er forderte sie auf: „Schluss mit dem Opfer, hin zur Verantwortung.“

Eine gänzlich andere Sicht auf das Thema „Homosexualität und Christentum“ präsentierte ein Herr Schimmelpfennig, der auf medrum.de in einem Brief an Höcker erklärte:

War selber früher kommunistischer Staatsfunktionär der DDR und Atheist, landete aber nach der Wende in Kreisen, die das bejubeln, was Sie predigen: Freier Sex, natürlich in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen, so habe ich das erlebt – und ich wünsche es niemanden, da rein zu kommen!!! Dazu all die hämmernde Rockmusik und natürlich Hurerei. Weiterlesen

Macht’s gut und danke für alles

4 Mrz

Zwei Jahres ist es her, dass ich diese Zeilen hier veröffentlichte:

Ich halte die öffentliche Auseinandersetzung mit Schwulenfeinden für notwendig. Aber das sollen jetzt andere tun. Ich habe das Gefühl, alles gesagt zu haben, was ich zu sagen habe zu dem Thema.

Was mich bewegt und was ich tun möchte: Schwule und Lesben stärken, die an ihrer Kirche zu zerbrechen drohen. Im Kleinen, Stillen an ihrer Seite sein, aufbauen, ermutigen, kräftigen. Zeit zum Zuhören haben, ohne aggressive Angriffe von Außenstehenden.

Vielleicht auch hier und da öffentlich das Wort ergreifen. Ja, vielleicht auch hin und wieder hier. Fürs erste aber schweige ich. Auch an diesem Ort.

Das Schweigen an diesem Ort habe ich nicht lange ausgehalten damals. Die öffentliche Auseinandersetzung halte ich weiter für notwendig und am Schreiben habe ich einfach Freude, manchmal. Hier ist es jedoch für mich jetzt an der Zeit zu gehen. Weiterlesen

Wir gehören zusammen!

17 Jan

Zu zweit ist das Leben leichter und schöner und der Partner ist ein Geschenk Gottes. Gleichzeitig gibt es aber auch Herausforderungen, die unsere Beziehung belasten und Kraft kosten. Spannungen entstehen durch Erwartungen und ‚Mitbringsel‘ aus den Herkunftsfamilien, durch Unterschiede in den Glaubensbiographien und durch divergierende Vorstellungen von Liebe und Beziehung.

Mit diesen Worten lädt die Ökumenische Initiative Zwischenraum zu einem Begegnungswochenende für lesbische und schwule Paare.  Hintergrund ist die prekäre Situation von christlichen Lesben- und Schwulenpaaren, die oft Weiterlesen

Schlank, sinnlich, creativ

3 Jan
  • Lebensmüdigkeit
  • Erschöpfung
  • Leere
  • Trauer
  • Depression

Na, schon eine Idee, welches Grundproblem dieser Mensch hat? Weiterlesen

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