Tag Archives: Internet

Selektiver Antikolonialismus

27 Okt

Das westafrikanische Land Nigeria hat nicht viel, worauf es stolz sein kann. Nun aber wurde endlich ein Grund gefunden:

„Endlich schaffen wir mal etwas“, jubelt Nigerias Internetgemeinde und wirkt ungewohnt stolz auf das eigene Land. Dessen Regierung hat nämlich vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen deutlich gemacht: Nigeria duldet keine Einmischung, wenn es um die Frage von Homosexualität gilt.

Man muss schon ein ziemliches dürres Selbstbewusstsein haben, um seinen Patriotismus ausgerechnet mit der Verfolgung von Schwulen und Lesben zu begründen. Aber immerhin kann man sich so im Nachhinein der Illusion hingeben, noch einmal am antikolonialen Befreiungskampf teilzuhaben: Weiterlesen

Sexualität ist kein Verbrechen!

24 Aug

Es gibt Geschehnisse auf der Welt, bei denen ich mich frage, ob die Menschheit noch alle Tassen im Schrank hat. So etwa bei einem Vorfall, der sich in Irland zugetragen hat:

Manchmal dauern die Folgen einer durchzechten Nacht nicht länger als der Kater am nächsten Tag. In einigen Fällen verfolgt einen eine schlechte Entscheidung jedoch ein Leben lang.

Für ein Mädchen, das im Internet derzeit als „Slanegirl“ traurige Berühmtheit erlangt, könnte das womöglich zutreffen. Die 17-Jährige besuchte am vergangenen Sonnabend ein Konzert des US-Rappers Eminem im irischen Slane Castle. Währenddessen soll sie zwei Männer in aller Öffentlichkeit sexuell befriedigt haben. Videos und Fotos der Blowjobs, die andere Besucher gemacht hatten, verbreiteten sich in Windeseile auf Twitter, Facebook und Instagram. Weiterlesen

Sie hat die Haare schön

24 Jun

Doris Stump ist Feministin. Deshalb fordert sie,

sexuelle Klischees in den Medien abzubauen.

Unter „sexuellen Klischees“ versteht Stump ausweislich einer im Europarat diskutierten Beschlussvorlage recht unterschiedliche Sachverhalte:

Frauen seien in den Medien entweder unterrepräsentiert, „oder sie werden häufig in Rollen dargestellt, welche ihnen die Gesellschaft traditionellerweise zuschreibt, als  passive und minderwertige Wesen, Mütter oder Sexualobjekte“.

Da Stump aber nicht nur Feministin, sondern auch Sozialistin ist, fordert sie, Weiterlesen

Pfaffenschänder statt Kinderschänder

24 Mrz

Liebesdienste und Gefälligkeiten unterscheiden sich bloß durch den Beweggrund von den Diensten überhaupt; sie sind immer freiwillig, man ist sie nicht schuldig, dagegen gibt es auch schuldige und erzwungene Dienste. Liebesdienste werden aus Liebe erzeigt und Gefälligkeiten, um zu gefallen. Bei den Liebesdiensten ist der Beweggrund die allgemeine Menschenliebe, bei den Gefälligkeiten hingegen die besondere Freundschaft, die wir gegen gewisse Personen empfinden, denen wir gern, um ihre Gegenliebe zu verdienen, gefallen wollen. Wir erzeigen daher auch Fremden, besonders Unglücklichen aus mitleidiger Menschenliebe Liebesdienste, aber, wenn wir genau reden wollen, nur Freunden oder Menschen, deren Freundschaft wir nicht verschmähen würden, Gefälligkeiten.

Was hier über Liebesdienste zu lesen ist, könnte einen zu der Annahme verleiten, ein Liebesdienst sei erste Christenpflicht, für Priester also geradezu konstitutiv. Im deutschen Westen sieht man das wohl anders und so geht es hier gerade rund. Die BILD hat es aufgedeckt und die Betroffenen müssen nun dran glauben: Weiterlesen

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