Tag Archives: Judentum

Europa ist keine Fiktion

19 Mrz

Europas Kultur und Geschichte ruht auf vier Säulen:

1. der antiken griechischen und römischen Zivilisation,

2. dem Judentum als Begründer des Monotheismus und einer lebendigen Kultur einerseits und einer Geschichte der Diskriminierung und blutiger Verfolgung andererseits,

3. dem Christentum mit seinen Glaubensinhalten und den daraus folgenden Traditionen und Werten

4. der Aufklärung

All diese vier Säulen bilden die einmalige Essenz Europas, und nicht nur Europas, sondern der gesamten westlichen Welt (die im Grunde genommen eine europäische Welt ist), der besten aller Welten auf dieser unserer schönen Erde. Und das Christentum bildet dabei den absoluten Kern der Identität und dem Wesen des Westens, in neuerer Zeit in gemeinsamer, teilweiser spannungsvoller, aber durchaus fruchtbaren Koexistenz mit den Ideen der Aufklärung, des Säkularismus und der liberalen Demokratie.

Wenn nun ein gewisser Herr Michael Borgolte, seines Zeichens Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Tagesspiegel einen Artikel schreibt, der in der Quintessenz mündet, dass das christliche Abendland eine Fiktion sei, muss man verwundert und verärgert den Kopf schütteln und darauf laut und eindringlich antworten: Weiterlesen

Zionisten sind hier unerwünscht

8 Jun

Die Veranstalter des CSD in Madrid haben Vertreter der israelischen Homo-Community von der Veranstaltung ausgeladen und schieben als Begründung eine diffuse Bedrohungslage durch palästinensische Gruppen vor. Die israelische Seite ist über diesen Vorgang reichlich irritiert: Weiterlesen

Von geilen Säuen und vögelnden Mäuschen

11 Jan

Wer ist eigentlich auf die merkwürdige Idee gekommen, Sexualpartnern Tiernamen zu geben? Warum verteilen manche Menschen schon bei einer ersten sexuellen Begegnung eine ganze Armada von Tiernamen und wie kommen sie auf diese? Sind sie individuell verschieden oder handelt es sich dabei um ein vorher feststehendes Skript, das nur noch abgespult wird? Gibt es irgendeinen kausalen Zusammenhang zwischen gewählten Tiernamen und den damit belegten Menschen? Weiterlesen

Polnisch pluralistisch

30 Jun

Ausgerechnet im des Antisemitismus und der Homophobie nicht unverdächtigen Polen gibt es seit kurzem einen schwulen Rabbi. Dazu lässt sich nur eines sagen: Mehr davon!

Geschmack oder Weltanschauung – Man hat die Wahl

1 Dez

Jacques Schuster macht in der Literarischen Welt Lust auf das neue Buch von Lothar Gall „Portrait einer Epoche“:

Heutzutage gibt es nicht mehr viele Herren. Irgendwann seit den späten Sechzigerjahren haben sich ihre Reihen gelichtet. Das mag nicht nur an der Studentenbewegung liegen, sondern es ist auch eine Frage der Generation. Offenbar ist die Anlage zum Grandseigneur, zum weltmännischen Auftreten (auch das ein fast ausgestorbenes Wort!) zumindest in Deutschland ab den Geburtsjahren 1940 selten geworden. Wer heute noch auf Herren trifft, der sieht sie gemessenen Schrittes dem Greisenalter entgegen gehen.

Was sind Herren, mag nun der eine oder andere Leser fragen und bringt den Autor in Verlegenheit. Weiterlesen

Mal wieder die (schwulen) Juden

1 Okt

Wie die taz vor einiger Zeit schrieb,

sind Schwule in den Augen militanter osteuropäischer Rechtsextremisten die nützlichen Idioten der Juden, die sich raffiniert einer sexuellen Minderheit bedienen, um die gesunden nationalen Abwehrkräfte zu schwächen und letztendlich die angestrebte jüdische Weltherrschaft zu errichten.

Was denn so schlimm an dieser jüdisch-schwulen Weltherrschaft sein soll, haben uns die Rechtsextremen bis heute nicht erklären können. Denn wenn sie sich lediglich um den Bestand und die Mehrung des eigenen Volkes, nebst der „nationalen Abwehrkräfte“sorgen, bräuchten die Rechten ja nur zu ficken. Aber womöglich sind sie selbst dafür zu dumm.

Wie auch immer: In Sydney jedenfalls gestaltet sich die jüdisch-schwule Weltverschwörung ungeheuer romantisch:

The first Australian same-sex commitment ceremony to take place in a synagogue was held on Sunday.

Christopher Whitmont-Stein, 38, and Scott Whitmont, 47, had already entered into a civil commitment ceremony in 2002, took part in traditional Jewish wedding rites.

At Emanuel Synagogue in Sydney, they stood under a chuppah, exchanged rings, smashed a glass and walked around each other three-and-a-half times, in the traditional fashion.

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