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„Tod den Juden – Freiwillig und ohne Zwang“

22 Nov

Der ehemalige Kärnter FPÖ-Politiker Karlheinz Klement, der zuletzt mit seiner Äußerung, Homosexualität sei eine „Kultur des Todes“ und verschwörungstheoretischen Ansichten über den Tod von Jörg Haider aufgefallen war, macht wieder von sich reden. Er veröffentlichte

auf seiner Homepage einen Text mit antisemitischen Aussagen unter dem Titel „Erez Israel gelb vor Neid“.

Dessen Autor kann sich

vorstellen, dass man ihm (dem Juden, Anm.) und seinesgleichen auch ein Staatbegräbnis bereiten würde, an dem nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt teilnehmen würde. Die Juden müssten sich nur dazu entschließen können, möglichst zeitnah und alle auf einen Schlag, gleichzeitig von dieser Welt zu scheiden – Natürlich, freiwillig und ohne Zwang, versteht sich.

Mal sehen, ob Klement nun ähnlich viel Verständnis wie Ahmadinedjad erntet. Der hatte schließlich auch alles ganz anders gemeint. In jedem Fall wird einmal mehr deutlich, wie wenig sich linke, rechte und moslemische Extremisten unterscheiden, wenn es um den Hass auf Juden wie die Ablehnung von Homosexuellen geht.

Haider: Bekam er Alkohol von hinten eingeflößt?

21 Okt

So ungefähr ließe sich wohl das Niveau der Diskussion zusammenfassen, die sich nicht nur in Österreich an den Todesumständen Jörg Haiders entzündet hat. Noch am Tag der Beerdigung des Rechtspopolisten gab es Unruhe im Alpenland:

Vor dem Szenecafé Stadtkrämer, einem Schwulentreff in Klagenfurt, spielen sich hässliche Szenen ab. Ein ausländisches Fernsehteam, das vor dem Lokal dreht, wird bedroht. Was davon zu halten sei, dass sich Jörg Haider vor seiner Todesfahrt im Stadtkrämer einen angetrunken habe, will der Reporter wissen. „Hauen Sie ab, bevor ich es mir anders überlege“, schimpft ein Mann in Kärntner Tracht und schüttelt erzürnt den Kopf.

Man kennt ja schließlich die Machenschaften von denen, die einem anständigen Österreicher das Leben schwer machen:

Wilde Verschwörungstheorien über den Unfalltod Haiders kursieren. Der Alkohol sei ihm eingeflößt worden, schreiben anonyme Kommentatoren im Internet. Karlheinz Klement, wie Haider ein ehemaliger Politiker der nationalkonservativen Freiheitlichen Partei (FPÖ), brachte sogar den israelischen Geheimdienst Mossad ins Spiel. Klement hatte in Österreich einst für Empörung gesorgt, als er Homosexualität als „Kultur des Todes“ bezeichnete.

Und wie Haider in den Phantasien des braven Bürgers noch für den Alkoholexzess nicht selbst verantwortlich gewesen sein kann, so kann auch eine homosexuelle Orientierung nicht seine Schuld gewesen sein. Weiterlesen

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