Tag Archives: Kinder und andere Probleme

Wie der Friedrichstadt-Palast Familien mit Kindern diskriminiert

28 Jul

Der Berliner Friedrichstadt-Palast setzt ein Zeichen gegen staatliche Diskriminierung und Verfolgung:

Die Botschafter folgender Staaten müssen fortan draußen bleiben: Algerien, Burundi, Äthiopien, Mauritius, Sudan, Iran, Pakistan, Palau, Tonga und Russland. Es stehen noch weitaus mehr Länder auf dieser Negativliste, insgesamt 82. Deren offizielle Vertreter werden vom Friedrichstadt-Palast nicht mehr zu Premieren eingeladen. Erstmals gilt dieser Ausschluss für die Premiere des neuen Stückes „The Wyld“ am 23. Oktober. […]

Nur gegenüber Intoleranz sind wir intolerant“, erklärt Palastchef Berndt Schmidt auf Facebook. Es könne niemandem zugemutet werden, „mit Menschen im gleichen Raum zu feiern, die Staaten repräsentieren, in denen manche von uns und manche von euch hingerichtet, verstümmelt, gedemütigt und eingesperrt werden oder unter Strafandrohung nicht öffentlich über ihre normale sexuelle Orientierung sprechen oder diese nicht zeigen dürfen“.

Um es gleich vorneweg zu sagen: ich finde diese Aktion gut und richtig. Sie wird natürlich nicht viel bewegen, aber sie zeigt, dass sich der Friedrichstadt-Palast Grundsätze und Werte wie Respekt, Menschlichkeit und Anstand auf die Fahnen geschrieben hat.

Selbstverständlich sieht das nicht jeder so. In der Kommentarsektion des „Tagesspiegel“ schreibt etwa „wpev“: Weiterlesen

Dummheit oder Heuchelei?

21 Nov

Russlands Präsident Putin mag es offenbar zweigleisig. Zumindest was seine Argumentation angeht:

„Wir dürfen, egal nach welchem Prinzip,  in der Gesellschaft keine xenophobe Einstellung zu irgendjemand schaffen, das gilt auch für Menschen mit nichttraditioneller sexueller Orientierung“, so Putin am Mittwoch in Moskau.

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Ehe hui, Kinder pfui

18 Jan

Dass es in diesem Staat bei der bevorzugten Behandlung von „Ehe und Familie“ weniger um Familie, sondern eher um die Ehe und schon gar nicht um das Wohl von Kindern geht, hat das Finanzgericht Schleswig-Holstein in einem jetzt veröffentlichten Urteil vom November letzten Jahres eindrücklich unter Beweis gestellt:

Im vorliegenden Fall hatte eine lesbische Frau geklagt, die zwei eigene Kinder in die eingetragene Lebenspartnerschaft eingebracht hatte. Ihre Lebenspartnerin hat ebenfalls zwei eigene Kinder. Die Klägerin verlangte nun den „Zählkindervorteil“, wie ihn auch heterosexuelle Eheleute in der gleichen Situation erhalten würden. Dieser war ihr jedoch von der Familienkasse verweigert worden. […] Weiterlesen

Die Kunst, einen Esel zu melken

4 Mai

Wer jemals darüber nachgedacht hat, sich als Samenspender zu betätigen, um einem lesbischen Paar  – oder Frauen überhaupt (?) – zu einem Kind zu verhelfen, dem sei geraten, sich dies gut, sehr gut, zu überlegen. Sonst endet man womöglich in einer Situation wie dieser:

In Berlin hat eine lesbische Mutter einen Mann auf Unterhalt verklagt, der mit einer Samenspende zur Zeugung einer Tochter beitrug. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, wurde die heute 3-jährige Tochter zunächst von der Mutter und ihrer Partnerin aufgezogen, doch das Paar trennte sich später. Weiterlesen

Orientierunglos

27 Feb

Das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben ist nach wie vor ein heißes Eisen. So auch für den Schweizer Politiker Christophe Darbellay, der auf die Entscheidung des Schweizer Bundesrates, die Stiefkindadoption zu legalisieren, folgende Einwände zum Besten gab:

Um ein Kind zu zeugen, sind ein Mann und eine Frau nötig. Zur Orientierung braucht ein Kind einen Vater und eine Mutter.

Dass es zur Zeugung einen Mann und einer Frau bedarf (bzw. konkret Ei- und Samenzelle), ist durchaus richtig. Aber wie ist das mit der Orientierung gemeint? Zu welcher Orientierung braucht ein Kind Vater und Mutter? Damit es sich nicht verläuft? Damit es weiß, ob man sich beim Pinkeln hinsitzen muss oder stehen kann? Um nicht homosexuell zu werden?

Rechte Logik

16 Feb

Kulturkonservative Pappnasen haben eine zutiefst verschrobenes Weltbild, das in sich nicht stimmig ist, wie die Leserschaft bei Politically Incorrect wieder einmal sehr ausführlich belegt. Während nämlich einerseits kinderlose Menschen als Egoisten gebrandmarkt werden, die im Gegensatz zu den aufopferungsvollen Eltern nur Ihrer Selbstverwirklichung frönen, verhält sich andererseits ein lesbisches Paar, das sich für Kinder entschieden hat, wiederum egoistisch und bekommt das Kind nur aus Gründen der Selbstverwirklichung.

Muss man das verstehen?

Mehr Geld für Wanderwitz!

15 Feb

Apologeten des Sozial- und Umverteilungsstaates betonen gerne die solidarische Komponente dieses Modells. Was daran solidarisch sein soll, wenn der Staat Menschen dazu zwingt, für andere Leute aufzukommen, hat man dabei bis heute nicht erklären können. Dabei sorgt die staatliche Umverteilung eher für das Gegenteil einer solidarischen Gesellschaft , weil sie die verschiedenene Gruppen und Milieus gegeneinander ausspielt, und konsequent dafür sorgt, dass immer jemand zuviel zahlen muss, und immer jemand zuwenig vom Kuchen abbekommt.

Für Politiker dagegen ist der Sozialstaat das Paradies schlechthin, denn ersten gibt er ihnen Macht und zweitens eine Begründung für ihre Existenz. Zudem kann meine seiner speziellen Klientel Honig ums Maul schmieren und betonen, wie wichtig dieses für die Gesellschaft sei, während alle anderen eh nur faule Säcke sind, die auf Kosten eben jener bevorzugten Klientel leben.

Ein solches Prachtexemplar von einem Politiker ist der sächsische CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz, einer jener Parteisoldaten, die von der Juristerei in die Politik gegangen sind, seit 2002 massiv von Steuergeldern bezahlt wird, und nun die Dreistigkeit besitzt, noch mehr Geld von denen zu fordern, die nicht so leben wir er, also verheiratet mit drei Töchtern: Weiterlesen

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