Tag Archives: Kommerzialisierung der Schwulen- und Lesbenszene

Linke Partypupser

10 Dez

Linke haben keinen Humor. Wie auch? Innerhalb ihres pessimistischen Weltbildes ist das Leben schließlich scheiße, ganz einfach deshalb weil, nun ja, weil es eben so ist: Weibliche Friseusen verdienen immer noch weniger als männliche Ingenieure (Sexismus!); es gibt immer noch Menschen, die eher auf Latinos stehen als auf Asiaten (Rassismus!); es gibt immer noch Menschen, die Christen sind und nicht Moslems (Islamophobie!), und – last but not least – immer noch gibt es Menschen, die nicht „queer“ sind, was besonders schlimm ist, denn „queer“ zu sein, entwickelt sich zum neuesten Trend unter progressiven Linken. Der Clou dabei: Kein Linker weiß wirklich, was „queer“ eigentlich sein soll, man ist sich nur einig, dass das kapitalistische Schweinesystem uns alle daran hindert, unsere wahre queere Bestimmung zu finden, ebenso wie es uns vor ein paar Jahrzehnten noch daran gehindert hat, unsere wahre proletarische Bestimmung zu entdecken.

Doch die Linke wäre nicht die Linke, wenn sie aus dem Umstand, dass „queer“ eigentlich nichts bedeutet, keine Tugend machen würde. Weiterlesen

Kapitalisten sind böse…

27 Sep

…wie man hier erneut sehen kann.

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Leck mich, Rom!

31 Aug

Italienische Eiscreme gehört zweifellos zu den besten der Welt. Und der Eishersteller „Antonio Federici Gelato Italiano„, gehört zweifellos zu den frechsten Firmen der Branche. In England jedenfalls sorgt die Firma gerade für einen Sturm der Entrüstung – jedenfalls bei den Leuten, die kein erfülltes Leben haben, und sich deshalb über Kleinigkeiten aufregen müssen, die sie persönlich als beleidigend empfinden.

Nein, nein, dieses Mal ist nicht vom Islam die Rede, wir reden von den anderen Sensibelchen der religiösen Front, der Katholischen Kirche. Weiterlesen

Butleresk

29 Jun

Butler kam auf Einladung der CSD-Veranstalter. Diese zahlen den Flug und ihre Unterkunft im Hotel Adlon.

Dabei wäre eine Unterbringung auf einem der zahlreichen Berliner Wagenplätze viel standesgemäßer gewesen. Dann jedoch hätte Butler am Ende auch noch am Transgenitalen CSD teilnehmen müssen und das wäre selbst für sie eine Zumutung gewesen oder wie hat man ihre Abwesenheit auf dem von ihr gehypten Event zu verstehen?

McGaynalds

5 Jun

Linke hassen McDonalds – und das mit gutem Grund. Die Bulettenbude (Imperialistischer Multikonzern) wagt es nämlich tatsächlich, gering qualifizierten Menschen (Prekariat) einen Job zu geben (Sklaverei) und ihnen dafür einen Lohn zu zahlen (Lohnsklaverei), der geringer ist als der eines Ingenieurs bei Siemens (Ausbeutung). Keine Frage: Im Sozialismus/Kommunismus (Paradies) wird es kein McDonalds geben (zu wenig Güter), denn kein Mensch kann wirklich freiwillig (Freiheit ist Sklaverei) Gefallen an Fast Food (amerikanischer Drecksfraß) finden, und nur durch perfide Methoden der Manipulation (Totalitarismus) durch Werbung (Propaganda) wird der Mensch im Kapitalismus (sterbender, parasitärer, faulender) dazu gebracht bei McDonalds zu konsumieren (Konsumterror), anstatt seinen wirklichen Bedürfnissen (festgelegt durch einstimmigen Parteibeschluss) zu folgen und Bio-Obst, Bio-Gemüse und Bio-Nade zu sich zu nehmen, sich also wirklich gesund zu ernähren.

Doch nicht nur Linke hassen McDonalds, auch Rechte mögen den Bulettenkonzern nicht. Zum einen deshalb, weil die heimische (völkische) Esskultur verdrängt wird, zum anderen, weil der Konzern auf Vielfalt und Diversität setzt.

Und nicht nur das: McDonalds ist schon seit einiger Zeit ein Verbündeter der Schokostecher-Fraktion, ein Umstand, der sich erst kürzlich wieder durch einen neuen Werbespot manifestiert hat: Weiterlesen

Goldene Gänse schlachtet man nicht

3 Mrz

„Es gibt nichts, was es nichts gibt.“ Nimmt man sich diesen Spruch zu Herzen, kann einen nichts mehr überraschen. So auch nicht, dass es eine Karrieremesse gibt, die sich speziell an Homosexuelle richtet: die „Milk„, benannt nach dem ersten schwulen Stadtrat von San Francisco, Harvey Milk. In diesem Jahr findet die erstmalige Veranstaltung in München statt: Weiterlesen

Zwei Mal zwei Minderheiten sind mehr als zwei Mal eine Mehrheit

8 Feb

Dass Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit nicht tun sollten, was auch Heteros machen (Händchen halten, küssen, kindisch miteinander kichern) weil sie eben eine Minderheit sind, beruht, neben einem antiindividualistischen Menschenbild, auf einem mathematischen Missverständnis. Denn natürlich sind Homosexuelle deutlich in der Mehrheit, legt man nur die richtige Prämissen zugrunde, wie folgende Grafik von Armani veranschaulicht: Weiterlesen

Großkonzerne mit großen Herzen

31 Okt

Unseren Weg durch den Internetdschungel suchen wir uns mit Google, wie fliegen mit Boeing, an den Füßen tragen wir Nike und unsere MP4-Pornos schauen wir uns mit dem Real-Player an. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen, dass wir damit einer Weltherrschaft von finsteren Großkonzernen den Weg ebnen. Denn, ob man es glaubt oder nicht, auch diese Konzerne werden von Menschen geleitet, und diese Menschen haben zuweilen sogar so was wie ein Gewissen:

Die Google-Büros von Seattle und Kirkland unterstützen die Einführung die Homo-Ehe im US-Bundesstaat Washington.

Dort hat Gouverneur Chris Gregoire im Mai ein Gesetz unterzeichnet, dass Lesben und Schwulen alle Rechte zusteht – außer der Ehe. Jetzt wollen die Befürworter einer Öffnung mit einem Referendum dieses Gesetz zu Fall bringen. […]

Mit ihrem Engagement reihen sich die beiden Google-Büros in eine lange Liste von Konzernen ein. Bereits im September hat Rivale Microsoft gemeinsam mit anderen Firmen wie Boeing, Nike oder RealNetworks eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie R[eferendum]-71 unterstützen.

Daimler wird rosa

23 Sep

Die Repressionsmechanismen des Kapitals, sie werden immer perfider. Schon wieder wurden schwule revolutionären Subjekte auf den Pfad falscher Bedürfnisse gelockt:

Das Schwulen- und Lesbennetzwerk GL@D der Daimler AG kommt am Donnerstag, 24. September 2009, in Stuttgart zum ersten offiziellen Netzwerktreffen zusammen. Auf dem Programm stehen neben der Gründung als Mitarbeiternetzwerk ein erster Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte.

Das Knüpfen neuer Kontakte? Also hört mal Jungs, ist dafür nicht GayRomeo“ da?

Schwul, schwuler, Hornbach

3 Sep

Über Anzeigenmotive der Baumarktfirma  Hornbach haben wir schon einmal hier berichtet. Doch es geht niemals nicht noch schwuler:

Seite vier des Prospekts zeigt ein schick eingerichtetes Loft. Braune Designerlampen, dekorative Bilder werden angepriesen. Auch den Holzfußboden «Lärche, geölt und gebürstet» gibt es zu kaufen. Am Rand stehen zwei junge Männer. Einer legt dem anderen von hinten den Arm über die Schulter, die rechte Hand berührt sanft den Arm des Vordermannes. Sie sehen sich in die Augen. Die beiden Fotomodels mimen augenscheinlich ein Liebespaar.

„Von hinten“ – natürlich…

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