Tag Archives: Kulturkampf

„Politically Incorrect“ – der heimliche Freund des Islam

22 Okt

Dass die allseits bekannte Internetseite „Politically Incorrect“ dem Islam wenig abgewinnen kann, dürfte mittlerweile zur Binsenweisheit gehören. Liest man die Veröffentlichungen auf PI stellt sich allerdings schon die Frage: warum eigentlich? Denn im Grunde genommen vertreten die Macher von PI ähnliche Positionen wie konservativ-reaktionäre Moslems. Die Antipathie gegen den Islam rührt offenkundig weniger daher, dass man ihn als eine Gefahr für die liberalen Werte des Westens sieht, sondern aus schlichtem Konkurrenzneid. Denn der Islam in seiner gegenwärtigen Form vertritt Ansichten, die auch die Macher von PI hochhalten: konservative Familienwerte, Prüderie und Religion um ihrer selbst willen – also die ganze unappetitliche Soße der 50er und 60er Jahre. Warum, so fragen sich die PI’ler, kann der Westen nicht so sein, wie die islamische Welt – auf christlicher Grundlage versteht sich. Warum darf die islamische Welt Schwule wegsperren, während diese Perversen bei uns durch die Straßen paradieren und sich sogar „ehelichen“ dürfen?

Sie meinen, ich übertreibe? Nun keineswegs. Denn wie, so fragt sich ein gewisser Thorsten M., muss ein rechtgläubiger Moslem eigentlich sein Leben Deutschland im neuen Jahrtausend empfinden? Weiterlesen

Bizarrer Virus bedroht Afrika

10 Okt

Bei der Afrikasynode im Vatikan sieht man nicht nur die Ehe in Not, sondern hat auch Angst vor einer Ansteckung Afrikas mit dem intellektuellen Zynismus der Gender-Theorie. Diese bezeichnete der westafrikanische Kurienerzbischof Robert Sarah als eine

bizarre soziologische Ideologie der westlichen Welt

die

der afrikanischen Kultur und dem christlichen Menschenbild (widerspreche)

– was auch immer das sein soll, die afrikanische Kultur und das christliche Menschenbild. Immerhin konnte der Mann konkrete Befürchtungen nennen, die

das neue Rollenverständnis von Mann und Frau

bei ihm im

Namen der vorgeblichen „Nichtdiskriminierung“ provoziere

– als da wären

große Ungerechtigkeiten

und eine Gefährdung des sozialen Friedens.

Und damit auch der Letzte kapiert, was der Bischof unter Gerechtigkeit und sozialem Frieden versteht, wurde Sarah noch deutlicher: Weiterlesen

Der Untergang des Abendlands – Elsässer Version

28 Jul

Jürgen Elsässer, ehemaliger Aktivist des Kommunistischen Bundes, der in der Zwischenzeit seinen Stolz, Deutscher zu sein, entdeckt hatte und folgerichtig zuletzt eine „Volksinitiative gegen Finanzkapital“ gründete, die auch am äußerst rechten Rand mit Sympathie aufgenommen wurde, äußert sich in seinem Blog zur Forderung von Bundesjustizministerin Zypries, homosexuellen Paaren die Adoption zu erlauben. Über dem christlich-konservativen Titel

Anmerkungen zu den aktuellen Angriffen auf die Familie

lautet die Überschrift

Babys für Brüno? Nein Danke!

Etwa auf dem Niveau bewegt sich der komplette Eintrag. Nach dem obligatorischen Einstieg, man habe ja nichts gegen Schwule, solange sie sich in der Öffentlichkeit bedeckt halten, Weiterlesen

Homosexuelle Orthodoxie

5 Dez

Theologisch konservative Anglikaner in den USA und Kanada haben damit begonnen, eine eigene Kirche zu gründen. In einer Pressekonferenz am 3. Dezember in Wheaton bei Chicago stellten sie eine vorläufige Kirchenverfassung vor.

Im Gegensatz zu anderen Abtrünnigen wollen die Häretiker aber ausdrücklich Teil der Anglikanischen Kirche bleiben:

Die neue Anglikanische Kirche in Nordamerika möchte Teil der Weltkirchengemeinschaft bleiben. Um als Kirchenprovinz anerkannt zu werden, braucht sie die Zustimmung von zwei Dritteln der geistlichen Leiter der weltweit 38 Kirchenprovinzen mit zusammen über 70 Millionen Mitgliedern.

Da es sich bei den Spaltern um Schwulenfeinde handelt, liegt natürlich nichts näher, als sich mit den rückständigsten Teilen der anglikanischen Weltkirche zu verbünden bzw. auf deren Unterstützung zu hoffen: Weiterlesen

Schwedisch ambig

29 Nov

Katholische Gruppen haben in Polen zum Boykott des schwedischen Möbelhauses Ikea aufgerufen.

schreibt queer.de wahrheitsgemäß, um schon im nächsten Satz bei der Grundlage für den Aufruf ins Reich der Fantasie hinüber zu gleiten:

Im neuen Katalog ist auch ein Homo-Paar abgebildet.

Nun ist die Argumentation der Fundi-Katholiken korrekt wiedergegeben, nur was da für ein Paar im Katalog zu sehen ist, das ist weit weniger eindeutig. Ich habe das ganze zuerst für die Frühstücksidylle eines Heteropaares gehalten, bis mir die Brustbehaarung bei der „Frau“ auffiel. Andere queer.de-Leser hielten die Beiden für Vater und Sohn. Die Reaktion von Ikea, das vor einem guten Jahr noch mit einer Maßnahme vorauseilenden Gehorsams gegenüber islamischen Feinden der Meinungsfreiheit von sich reden machte, ist ebenfalls mehrdeutig: Weiterlesen

72 Jungfrauen – Jetzt auch für Christen?

7 Nov

“Das letzte Ziel von allem, was wir tun, ist, in den Himmel zu gelangen und so viele, wie wir können, mit uns mitzunehmen”, schreibt der Bischof von Kansas City. Darum müssten sich Christen furchtlos gegen die „Agenten des Todes“ stellen.

Mit Agenten des Todes sind nicht zuletzt die Schwulen gemeint. Und wer das jetzt als Legitimation dafür versteht, in Zukunft bei christlichen Selbstmordattentaten möglichst viele Schwule mitzunehmen, hat das alles natürlich komplett falsch verstanden. Tatsächlich ist nur das Recht auf Haßpredigt gemeint. Und das ist etwas gänzlich anderes und hat mit Angriffen auf Leib und Leben von Schwulen nie und nimmer irgend etwas zu tun:

In Kanada wurden Priester vor Gericht gestellt, die sich für die Lehre von der Ehe eingesetzt haben – wegen “Haßpredigt” gegen Homosexualität. “Angesichts der Tyrannei der ‘freien Entscheidung’, die jeden Tag zunimmt in unserem geliebten Land, sollten wir für ähnliche Attacken auf die Religionsfreiheit bereit sein.“

Was bleibt? Eine merkwürdige Auffassung mancher Christenmenschen von dem, was „Freiheit“ ist. Offenbar ist es immer das, was die anderen predigen und das ist schlecht. So einfach kann Weltsicht sein. Und so erbarmungslos.

Die islamische Lösung der Finanzkrise: Sauber, sozialistisch, hetero

26 Okt

Auf Telepolis hat man mal wieder ein Herz für den Islam. Erst mal hat man aber einen gehörigen Sprung in der Schüssel, denn wie sonst kommt man auf solche Überschriften?

Der islamische Rechtsgelehrte und Publizist Jusuf al-Qaradawi erkennt im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems die Klasse der von der Scharia geleiteten Prinzipien islamischer Finanzierungssysteme

Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Aber bei Telepolis hat man nicht nur seinen Marx gelesen, nein, auch den Rohrmoser hat man nicht vergessen und kommt daher zu der folgenden Diagnose:

Wie wenig sonst eignet sich dieser Tage die Finanzkrise mit ihren realwirtschaftlichen Rezessions-und Depressionsausläufern dazu, die westliche Dekadenz und die damit einhergehende moralische Verwahrlosung erneut grundlagenkritisch ins Visier zu nehmen.

Die Rettung aber naht schon: Weiterlesen

Aufruf zum Widerstand

26 Okt

Viele der bereits bestehenden über 2000 muslimischen Gebetshäuser sind sogenannte Fathi-Moscheen, das heißt benannt nach osmanischen Eroberern und Unterdrückern wie Mehmet oder Suleiman – und nicht nach muslimischen Künstlern, Wissenschaftlern oder Dichtern.

Solange der Islam den Beweis schuldig bleibt, dass er mit Demokratie, Meinungsvielfalt, Pluralismus und Gleichstellung der Frau vereinbar ist, so lange spiegeln Megamoscheen in Deutschland nicht die Wirklichkeit der Migrations- und Integrationsproblematik wider.

Ralph Giordano anläßlich der heutigen Eröffnung der bisher größten Moschee in Deutschland in der WELT: Stoppt die Großmoscheen!

Wüstenstrom: Was gesagt werden darf und was noch zu sagen wäre

19 Okt

Die Homo-Umpoler von Wüstenstrom dürfen jetzt auch mit ihrem Einverständnis als ebensolche bezeichnet werden, nachdem der evangelikale Verein seine Berufung gegen ein entsprechendes Urteil zurückgezogen hat. Wenn der Verein jetzt auch noch zugeben würde, Gehirnwäsche zu betreiben, nicht seriös zu sein, sein Geld unter dem Deckmantel christlicher Nächstenliebe mit der Verzweiflung von Menschen zu verdienen, Suizidversuche verschuldet und Sektencharakter zu haben, also stets und geplant wenigstens fahrlässig zu handeln, dann wären wir der Wahrheit ein weiteres Stück näher gekommen.

Fulda erklärt den Krieg

15 Sep

Während der Papst in Frankreich weilt und den dortigen Menschen erklärt, dass unsere Welt den Bach runter gehen wird, wenn nicht alle schnellstens das glauben, was er selbst glaubt, bereitet im schönen Fulda der dortige Bischof, Heinz Josef Algermissen, die Katholiken auf den Kampf vor. Nein, nicht den profanen mit Waffen und so, sondern den wirklich wichtigen, entscheidenden Kampf: den um die Deutungshoheit in der Gesellschaft nämlich:

„Wir stecken in einem Kulturkampf“, ruft Algermissen. Abzulesen sei dies an Abtreibung, Verharmlosung der Tötung von Embryonen für die Forschung, Präimplantations- und Pränataldiagnostik („Brutalselektion“, sagt der Bischof) und an der Diskussion über aktive Sterbehilfe. Gesetzesinitiativen gegen die Spätabtreibung seien zwar richtig. „Aber die Spätabtreibung ist nicht das eigentliche Problem, sondern die Abtreibung an und für sich.“

Klingt irgendwie nicht gerade besonders originell, eher sattsam bekannt. Und irgendwie fehlt auch noch was. Kreationismus vielleicht, also das Eintreten für die Schöpfungslehre im Schulunterricht? Ach nee, Weiterlesen

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