Tag Archives: Lesben

Gay Pay Gap

8 Mrz

Die Universität Melbourne in Australien hat kürzlich eine interessante Studie zu Einkommensunterschieden veröffentlicht:

Schwule Männer verdienen durchschnittlich ganze 18% weniger als ihre heterosexuellen Kollegen. […] Bei Lesben zeigt sich eine umgekehrte Situation: diese verdienen im Durchschnitt 13 % mehr als ihre heterosexuellen Kolleginnen.

Eine Erklärung für diesen Umstand hat man auch sogleich parat:

Die Autorin der Studie, die Wirtschaftswissenschaftlerin Andrea La Nauze zu den Ursachen: die einzige überzeugende Antwort auf die Frage nach dem großen Verdienstunterschiede seien die Vorurteile, mit denen man am Arbeitsplatz schwulen Männern nach wie vor begegne.

Auf die Schnelle fallen mir zwei alternative Erklärungsansätze für die Gehaltsunterschiede zwischen Homos und Heteros ein: Weiterlesen

Lesbische Friedhöfe und andere Selbstverständlichkeiten

2 Apr

Beiträge, die zum ersten April erscheinen, sollte man nicht allzu ernst nehmen – auch auf diesem Blog. Die Nachricht, dass in Berlin am Sonntag ein Friedhof eröffnet wird, der sich speziell an Lesben richtet, war aber kein Aprilscherz. So schreibt der „Tagesspiegel“:

Wie der evangelische Kirchenkreis und die Sappho-Stiftung für Lesben am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigten, soll künftig ein etwa 400 Quadratmeter großes Feld auf dem Georgen-Parochial-Friedhof im Prenzlauer Berg Platz für 80 Grabflächen bieten.

Astrid Osterland von der Sappho-Stiftung sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), viele Lesben lebten allein, wollten aber in der Nähe von Freundinnen bestattet werden. Der Lesbenfriedhof lasse auch nach dem Tod die „Wahlverwandtschaft“ deutlich werden.

Erstaunlicherweise hat diese Meldung einiges an Unruhe ausgelöst, etwa bei den Lesern des „Tagespiegel“ selbst, aber auch bei einem gewissen Hadmut Danisch, der auf „Cuncti“ das Projekt des Friedhofes heftig krititisert. Weiterlesen

Akif außer Rand und Band

23 Mrz

In meinem Bücherregal befinden sich zwei Romane von Akif Pirinçci. Mittlerweile ist mir das zunehmend peinlich. Denn was er in einem Interview mit dem Betreiber des Blogs „Männerstreik“ von sich gibt, ist grotesk und beschämend. Nicht nur für die maskulistische Bewegung, sondern auch für alle Männer; für alle Menschen, die kein Interesse daran haben, Gräben zu errichten und Feindbilder zu pflegen, sondern sich statt dessen dafür engagieren, die Welt für alle ein klein wenig besser zu machen.

Nehmen wir die Homosexuellen. Es wird bei dieser Bevölkerungsgruppe ein Kampf um Leben und Tod für die Eheschließung und das Adoptionsrecht geführt. Allerdings nur für die Öffentlichkeit. Die Forderung hat nämlich nichts mit der Realität zu tun. Die hemmungslos promiskuitive homosexuelle Lebensweise schließt Ehe und Familienleben grundsätzlich aus. Weiterlesen

Homosexismus

31 Okt

Man stelle sich vor, ein mit Regenbogen geschmückter Eingang zu einem Spukhaus für Halloween, drapiert mit der Überschrift „Gays rule“ würde dazu einladen, Frauen in den Schritt zu treten, und scherzhaft davor warnen, nicht über abgeschnittene Brüste zu stolpern. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein veritabler Skandal die Folge wäre, der für das  Image der Homobewegung nicht gerade förderlich wäre.

Im kanadischen Toronto ist so etwas Realität, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Weiterlesen

Eltern und andere Mütter

13 Dez

In der „Basler Zeitung“ habe ich einen schönen Bericht über einen jungen Mann gefunden, der bei zwei Frauen aufgewachsen und – oh Wunder – ein völlig normaler Mensch geworden ist. Was mich persönlich selbstverständlich nicht überrascht, denn die These, ein Kind bräuchte für eine gesunde Entwicklung zwingend Mutter und Vater habe ich noch nie verstanden. Weder die Lebenserfahrung, noch die Biologie, noch unsere zoologische Einordnung als Menschenaffen lassen einen solchen Schluss zu.

Ich bezweifele nicht, dass Kinder Rollenvorbilder brauchen, allerdings halte ich es für überzogen zu glauben, ein Kind würde diese nur über die Eltern erleben: Weiterlesen

Die Kunst, einen Esel zu melken

4 Mai

Wer jemals darüber nachgedacht hat, sich als Samenspender zu betätigen, um einem lesbischen Paar  – oder Frauen überhaupt (?) – zu einem Kind zu verhelfen, dem sei geraten, sich dies gut, sehr gut, zu überlegen. Sonst endet man womöglich in einer Situation wie dieser:

In Berlin hat eine lesbische Mutter einen Mann auf Unterhalt verklagt, der mit einer Samenspende zur Zeugung einer Tochter beitrug. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, wurde die heute 3-jährige Tochter zunächst von der Mutter und ihrer Partnerin aufgezogen, doch das Paar trennte sich später. Weiterlesen

Wettlauf der Opfer

28 Apr

„Manifold“ von den „Söhnen von Perseus“ echauffiert sich über die Aussage einer Kommentatorin auf dem Blog „elite-medium“, die behauptet hat, dass „männliche, weiße, heterosexuelle, Cis-Menschen “ Diskriminierungen „nicht wirklich nachvollziehen oder nachfühlen“ könnten.

Dabei kann zumindest „Manifold“ dies offenbar tätsächlich nicht nachvollziehen. Könnte er es, hätte er nämlich nicht folgendes geschrieben:

Da sind die eher peinlichen und infantil wirkenden Wohlfühlproblemchen von Lesben, Transen und so weiter doch eher amüsant – schliesslich kann die Gesellschaft nichts dafür, dass diese Leute sich so entsetzlich daran stören, dass sie nicht der Norm entsprechen, sie sich deshalb als „nicht normal“ fühlen und daher meinen, sie werden „diskriminiert“.

Fragt sich nur, woher „Manifold“ wissen will, wie es sich anfühlt, in unserer Gesellschaft lesbisch oder transsexuell zu sein. Aber das ist ihm offenbar egal, sind doch Lesben und Transen selbst daran schuld, wenn sie meinen diskriminiert zu werden.

Und warum hat „Manifold“ in seiner Aufzählung von Gruppen mit „Wohlfühlproblemchen“ eigentlich die Schwulen vergessen? Weil diese Männer sind und deshalb Anspruch haben, zu der neuen Gruppe der ultimativ von der Gesellschaft diskriminierten zu gehören?

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