Tag Archives: Mit Adrian beim Philosophieren

Warum Männerrechtler für Schwule eher furchterregend sind

18 Mai

Wenn Ihr wollt, homosexuelle Männer, engagiert Euch in der Männerrechtsbewegung, aber erwartet weder eine Sonderbehandlung noch eine besondere Berücksichtigung der Interessen Homosexueller. In der Männerrechtsbewegung geht es um die Interessen und Rechte aller Männer und eben nicht bloß um irgendeine sexuelle Minderheit.

Dann frag ich jetzt mal, aus meiner persönlichen Sicht: Was soll ich dann in der Männerrechtsbewegung? Was soll ich in einer Bewegung, die den Wunsch nach Sonderbehandlung unterstellt, wo es doch um Gleichbehandlung geht? Was soll ich in einer Bewegung, die zwar bereit ist, zum Beispiel die besonderen Interessen von Vätern zu berücksichtigen, aber nicht die von homosexuellen Männern?

Die Männerrechtsbewegung ist meines Erachtens eine durchaus wichtige, eine durchaus gute Idee. Ich mag Männer (zweifellos). Ich mag Männer, die sich nicht von Frauen unterbuttern lassen. Ich mag Männer, die für ihre Interessen einstehen. Und ich mag die Diskussionen mit Männerrechtlern. Tatsache ist aber auch, dass ich die Schattenseiten dieses Engagements zu spüren bekomme. Weiterlesen

Hetero? Wozu?

6 Mai

Wie wohl jeder Schwule wurde ich in meinem bisherigen Leben mehrere Dutzend Male mit der Vorstellung konfrontiert, wie es wohl wäre, heterosexuell zu sein. Das lässt sich in unserer Gesellschaft – in der die überwältigende Mehrheit heterosexuell ist und in der fast jeder auch von einem selbst erwartet heterosexuell zu sein; in der man nach Frau, oder Freundin gefragt wird, oder seinen Senf dazu geben soll, wie scharf man diese oder jene Frau findet; einer Gesellschaft in der Heterosexualität also mitnichten Privatsache ist -, schwerlich vermeiden. Umgekehrt geraten Heteros nie in eine analoge Situation, es sei denn, man konfrontiert sie direkt.

Einem Leben als heterosexueller Mann könnte ich schwerlich etwas positives abgewinnen. Weiterlesen

„Sexuelle Vielfalt“ – ein PR-Gau?

30 Apr

Die Gegner des umstrittenen Bildungsplans in Baden-Württemberg haben insofern eine Erfolg verbucht, als das dieser nicht wie geplant nächstes Jahr, sondern erst im Jahre 2016 eingeführt wird. Ohne den Argumenten der Gegner nun allzu viel Relevanz einzuräumen – denn letztendlich ist da nicht viel außer „Ich mag keine Homos“ -, möchte ich an dieser Stelle einen Vorschlag unterbreiten, der möglicherweise helfen könnte, künftig die größten PR-Fallen zu vermeiden. Ich beziehe mich da auf einen eben gerade gelesenen Artikel der Zeitung „Der Westen“ mit der Überschrift „Sexuelle Vielfalt in der Jugendarbeit fördernin dem es darum geht, wie man es mittels Jugendarbeit schaffen kann,

flächendeckend Angebote für junge Lesben und Schwule zu schaffen und Vorbehalte abzubauen.

Nun mein Vorschlag: Weiterlesen

Für das Recht auf Polygamie!

25 Apr

Anfang der Woche hat mich schon wieder jemand gefragt, ob ich, als Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe, auch Polygamie akzeptieren würde. Dieses Scheinargument finde ich immer besonders lustig, weil die Fragenden offenbar tatsächlich der Meinung sind, sie könnten mich damit in eine moralische Zwickmühle bringen. Umso erheitender dann ihre Gesichter, wenn ich kurz und schmerzlos antworte, dass ich selbstverständlich jederzeit für das Recht auf Polygamie eintrete.

An diesem Tag war ich übrigens besonders „gut gelaunt“ und habe den Spieß kurzerhand umgedreht: Weiterlesen

Von Äpfeln und Birnen

9 Apr

Hat Brendan Eich das gesetzliche Recht, an eine Organisation zu spenden, welche sich dafür einsetzt, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden darf?

Natürlich hat er das!

Ist es moralisch legitim von Eich, dies zu tun?

Ich denke nicht. Warum nicht? Deshalb: Weiterlesen

Dumme Männer

8 Apr

Männer sind dumm genug, um fortwährend diejenigen zu verprellen, die wirklich was für Männer übrig haben: schwule Männer.

Was sind die Wurzeln der Homophobie?

27 Mär

Leser „Rastar“ fragt mich:

In ALLEN Gesellschaften auf diesem Planeten, in denen ein halbwegs vernünftiger oder besser: angemessener Umgang mit Homosexualität anzutreffen ist, hat es vorher – häufig nach einem langwierigen, auch ‘ideologischen’ Bewusstseinswandel – eine weitgehende Gleichberechtigung der Geschlechter gegeben.

In ALLEN Gesellschaften, die traditionell, patriarchalisch und ‘maskulinär’ geprägt sind, ist Homosexualität in der Tendenz ein Gräuel, Verrat, eine moralische Pest, Beleidigung des ‘gesunden Volksempfindens’, ja mithin todeswürdiges Verbrechen. Und dies völlig unabhängig von dem jeweiligen kulturellen Hintergrund – egal ob in Osteuropa, der islamischen Welt, Afrika oder Indien.

Für diesen beeindruckenden, eindeutigen Befund ist durchaus keine besondere Vereinfachung nötig! Hast Du eine Erklärung für diesen Zusammenhang, oder betrachtest Du ihn als rein zufällig?

Meine kurzfristige Antwort darauf, war eher halbherzig und deutlich unbefriedigend – auch für mich persönlich:

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Homophiler Quatsch (mit Vorbehalt)

12 Mär

Dass, geht es um das Thema Homosexualität, nicht nur homophobe Menschen Unsinn erzählen, hat kürzlich der Präsident von Uruguay eindrucksvoll unter Beweis gestellt:

„Wir haben ein sehr einfaches Prinzip angewendet: Wir erkennen die Tatsachen an“, so [Präsident] Mujica. „Die gleichgeschlechtliche Ehe ist älter als die Welt. Wir hatten ja Julius Cäsar oder Alexander den Großen. Und zu sagen, das sei eine moderne Erfindung – ich bitte Sie! Die gleichgeschlechtliche Ehe ist viel älter als wir. Sie ist eine objektiv existierende Realität. Sie nicht zu erlauben würde für uns bedeuten, ohne Grund Menschen zu foltern“.

Gut, ich kann verstehen, wenn jemandem emotional mal ein wenig die Pferde durchgehen, aber das ist selbst für eine engagierte Rede eine etwas zu haarsträubende Ansammlung von Blödsinn. Weiterlesen

Züchtigt Katholiken!

30 Jan

Bischof Thomas John Paprocki hat in einem Interview erklärt, dass verheiratete Homo-Paare „gezüchtigt“ werden müssten, weil sie sich an der unchristlichen „Neudefinition der Ehe“ beteiligen würden.

Hmmm. Dürfen wir dann auch katholische Bischöfe züchtigen, weil diese sich nicht an der christlichen Definition der Ehe beteiligen? Weiterlesen

Masku-Blogstöckchen: Fang auf!

30 Dez

Die bezaubernde „erzaehlmirnix“ hat ein Blogstöckchen geworfen, dass ich nun doch noch auffangen möchte, obwohl ich mich zunächst nicht angesprochen gefühlt habe. Aber was soll’s. Schaden kann es bestimmt nicht, oder?

1. DEN Maskulismus gibts ja eigentlich gar nicht… oder? Wie würdest du (deinen) Maskulismus definieren?

Ich liebe Männer (nicht alle, aber viele). Männer sind Menschen. Männer haben die gleichen Rechte wie Frauen. Männer sollten ebenso die Wahl und die Freiheit haben, ihr Leben zu leben, wie alle anderen Menschen auch. Weiterlesen

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