Tag Archives: Multikulti

Weißer Mann, was nun?

29 Mai

Es gehört zum Basiswissen des linksliberalen, kulturellen Intelligenzia, dass Kulturen mehr oder weniger alles gleich und gleichwertig sind. Dass dies die linksliberale, kulturelle Intelligenzia selbst nicht glaubt, erfährt man meistens zwischen den Zeilen. Sie wie etwa in einem neuen Bericht der „Zeit“:

Die USA werden immer multikultureller: Erstmals sind weniger als die Hälfte der Neugeborenen weiß. Das wird die politische Landschaft verändern.

Weniger Weiße implizieren also eine andere politische Landschaft? Eine interessante These, die irgendwie nicht so recht zur vielbeschworenen Gleichartigkeit aller Kulturen, Völker und Ethnien passen will. Und die man auch noch als rassistisch auslegen könnte. Die Autoren der Zeit hätten das sicherlich getan, wäre diese These zuerst von jemand anderen formuliert worden – von Sarrazin bspw.

Doch jenseits aller Differenzierungen, Rassismusvorwürfen und politischer Korrektheiten: Natürlich hat die „Zeit“ recht. Weiterlesen

Kultursensibler Irrsinn

6 Aug

Wohin kulturelle Sensibilität, Antidiskriminierung und vom Staat verordneter Pluralismus führen können, hat einmal mehr das romanische Land zwischen dem Rhein und den Pyrenäen gezeigt. Dort hatte ein rechtsextremer Lokalpolitiker im beschaulichen Orléans (bekannt durch Jeanne d’Arc und ein cooles neues Straßenbahnsystem) zu einer Feier geladen, und zwar

mit viel Schweinefleisch und Alkohol, „um sicher zu sein, dass wir unter Freunden bleiben“

Nun dürfte relativ klar sein, wer bei jenem Politiker nicht zu den Freunden zählt – was bei oppositionellen Politikern und Medien dann auch sofort zu empörenden Stellungnahmen führt. Fragt sich bloß, worauf sich diese Empörung versteift. Weiterlesen

Schwulenhass ist preisverdächtig

27 Feb

Norwegen ist ein tolerantes, paradiesisches, sozial gerechtes, ja, man könnte fast sagen, geradezu hippiemäßig-sozialistisches Land. Menschen aller Hautfarben, Religionen, Altersstufen, Geschlechter und sexueller Vorlieben leben dort in friedlicher Eintracht zusammen, und damit das auch so bleibt, vergibt das zuständige Ministerium („Ministry of Children, Equality, and Social Inclusion“) einen Preis („Role Model of the Year“) an engagierte Persönlichkeiten, die dafür geeignet sind, als Vorbilder  für die gesamte norwegische Gesellschaft zu fungieren und zum Dialog zwischen verschiedenen Teilen der Gesellschaft beizutragen.

In diesem Jahr wurde der Preis für das „Role Model“ an Mahdi Hassan vergeben, ein Mann der, so die Jury, sich dafür einsetze, Kindern und jungen Leuten eine Perspektive zu geben und sich aktiv in die Gesellschaft einbringe. Im Wortlaut ließt sich die Begründung für den Preis, auf der Website der zuständigen Ministerin Anniken Huitfeldt von den Sozialdemokraten („Labor Party“) so: Weiterlesen

Über den gescheiterten Versuch, den Islam vor der Homophilie der deutschen Konservativen zu retten

6 Okt

Das europäische Modell der Persönlichkeitsentwicklung gibt es in der muslimischen Kultur nicht.

Mit diesen Worten zitiert Claudia Keller im Tagesspiegel Necla Kelek. Die Botschaft Keleks verfälscht übersetzt Keller mit:

Wer an Allah glaubt, tickt nicht richtig.

Als Beleg dafür, dass Kelek eine böse Rassistin sei – wie im Übrigen jeder, der es wagt, Kritik an Moslems zu üben -, führt Keller ausgerechnet den historisch unterbelichteten arabischstämmigen Edward W. Said an. Der habe Weiterlesen

Schwule Entnazifizierung

6 Apr

Eigentlich finde ich die Kommentare des Tagesspiegel-Kolumnisten Malte Lehming immer ganz gut. Seinem Feldzug gegen den für alle verpflichtenden Ethikunterricht allerdings, mangelt es ein wenig an Argumentation:

Einmal angenommen, es gibt einen Schüler namens Ibrahim Hasanbeyoglu, der aus einer streng muslimischen Familie kommt, Ibrahim hat ein diskriminierendes Frauenbild und mag weder Homosexuelle noch den Christopher Street Day. Im Ethikunterricht soll dieser Ibrahim deshalb umerzogen, gewissermaßen kulturell entnazifiziert werden und ein Bekenntnis ablegen zu Toleranz und Emanzipation.

Ist das jetzt zynisch, oder einfach nur gedankenlos? Weiterlesen

Heil YOU!

25 Okt

Gestern war ich also auf der YOU, Europas größter Jugendmesse. Da findet man nicht nur die Lebensschützer, sondern auch Die Linke, ein paar Jusos und die deutsche Schachjugend. Auch vertreten: Ein Internetportal namens TürkYeah.com mit einem Motto zum Ankreuzen. Zur Auswahl stehen, ich zitiere aus dem Gedächtnis, „super“, „Bombe“ (?), hab ich vergessen und, nicht zu vergessen, „Opfa“, schön falsch geschrieben. Die Jungs, die da grade zum Fotoshooting posierten, hatten nicht nur die entsprechenden T-Shirts an, sondern beherrschten auch die richtige Körpersprache: Sie hoben den rechten Arm. Das Ganze schien die Umstehenden voll zu beeindrucken und so stimmten sie in das Gejohle der Migrantenkids mit ein. Und die Kameras klickten. Ob irgendjemand sich noch erinnert, wer sonst so den rechten Arm hebt?

Seyran Ates ist zurück

7 Jan

Seyran Ates, neben Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek eine der Lieblingsfeindinnen islamophiler Linker, freut sich im siegessäule-Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Buches,

dass nun auch erwähnt wird, dass auch Schwule und Lesben betroffen sind, wenn es um Zwangsverheiratungen geht, gerade Schwule: Homosexualität kann ein Grund für Zwangsverheiratung sein.

Auf die insistierende Frage des Interviewers, wieso es denn in „Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können“ kein eigenes Kapitel zum Thema Integration und Homosexualität gibt, antwortet sie elegant: Weiterlesen

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