Tag Archives: Musiker gegen Schwule

Lyrisches Töten – Warum man Reggae-Sängern ihre homophoben Mordphantasien nicht allzu übel nehmen sollte

27 Jun

Eigentlich hätte man es sich denken können: Wenn im jamaikanischen Reggae dazu aufgerufen wird, Schwule zu töten, sollte man die Sänger deswegen nicht einfach pauschal kritisieren und ihre Äußerungen als hassenswert ablehnen. Nein, zuerst muss man natürlich den soziokulturellen Kontext berücksichtigen, indem eine solche Musik gedeihen kann. Und Olaf Karnik erklärt diesen „Kontext“ geradezu liebevoll:

Die sogenannten «Battyboy Tunes» im Dancehall, die in direkter oder metaphorischer Sprache dazu auffordern, Homosexuelle zu erschiessen oder zu erschlagen, sind als sogenannte «Lyrical Killings» zu verstehen. Weiterlesen

Yeah Yeah Yeah! Racist Fags Must Die!

7 Mai

Mal wieder wollte irgendso ein komischer homophober Reggae-Sänger die Welt mit seinen dummdreist menschenverachtenden Songs beglücken. Doch glücklicherweise ging das daneben:

Das umstrittene Dancehall-Reggae-Konzert ist geplatzt: Der jamaikanische Sänger Mavedo konnte keine Bestätigung vorlegen, dass er den «Reggae-Compassionate-Act» gegen Homosexuellen-Feindlichkeit unterzeichnet hat. «Uns war die Homo-Problematik nicht bekannt, wir waren zu naiv», gibt Dani Hilfiker, Leiter des Dynamo, unumwunden zu.

Die Absage des Konzerts bringt natürlich Kritik auf den Plan. Und einer tut sich dabei besonders hervor: Weiterlesen

Noble Aversion

8 Mrz

Wer hätte gedacht, dass sich der Rezensent eines Films über den Komponisten Benjamin Britten, derart in Rage schreiben kann, wobei diese Rage allerdings – wie es sich für einen Freund der Klassik gehört – äußerst vornehm daherkommt. Erik Daumann belegt auf klassik.com erneut, die vielfältigen Facetten, derer, die zwar nichts gegen Schwule haben, aber unbedingt sagen wollen, was endlich mal gesagt werden muss:

Benjamin Britten war schwul, und das war gut so. Aber auch für Britten selbst? Weiterlesen

Schlager für Dummies

20 Feb

Wer hätte gedacht, dass ein Schlagerwettbewerb im beschaulichen italienischen Städtchen San Remo, derartig hohe Wellen schlagen würde?

Beim traditionsreichen Schlagerfestival von San Remo nimmt dieses Jahr ein Lied teil, das die Bekehrung eines Schwulen zum Thema hat – Homo-Gruppen sind empört.

Das am Dienstag erstmals im Rahmen des Festivals von Popsänger Povia vorgetragene Lied „Luca era gay“ („Luca war schwul“) handelt von einem unglücklichen homosexuellen Mann, der nach einer Nacht mit einer Frau zum glücklichen Heterosexuellen mutiert.

Ein Skandal? Vielleicht. Unsensibel? Auf jeden Fall. Weiterlesen

Moslems hui, Schwule pfui

13 Feb

Jamaikanische Reggae-Sänger, die in ihren Liedern dazu aufrufen, Schwule zu töten, dürfen nach Großbritannien einreisen.

Islamische Hassprediger, die dazu aufrufen, Schwule und Juden zu töten, dürfen nach Großbritannien einreisen.

Und jetzt raten Sie mal, was mit Menschen geschieht, die darauf hinweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen religiösen Schriften und gewaltbereitem religiösem Fundamentalismus gibt. Dürfen die nach Großbritannien einreisen?

Natürlich nicht! Denn deutlich zu machen, dass es eine Verbindung geben könnte zwischen korantreuen islamischen Terroristen und dem Islam, gilt als Beleidigung religiöser Gefühle, der vorgebeugt werden muss, will man verhindern, dass Anhänger der Religion des Friedens mal wieder gewalttätig werden.

Und was lernen wir aus der Geschichte? Erstens, dass sich Gewalt lohnt. Und zweitens, dass die Gefühle von uns Homos erst dann respektiert werden, wenn wir uns als Religionsgemeinschaft deklarieren, unsere Gegner steinigen und Flugzeuge in Hochhäuser jagen.

Wie ein Rapper mit seiner AK Schwule töten will, weil er es nicht ertragen kann, wenn diese Kinder aufziehen wollen, welche Hohlbirnen wie er selbst, in einem Anfall von Notgeilheit mit irgendso einer billigen Schlampe gezeugt haben, dann diese verließen und sich weigern Unterhalt zu zahlen, woraufhin die Kinder in Armut leben müssen, was die Asi-Papas natürlich dazu verpflichtet, nebenbei Schwule umzubringen, damit diese nicht Kinder adoptieren können, die ohne Adoption keine Zukunft hätten, was den Asi-Papas aber egal ist, weil es hier um ein Prinzip geht, das es Schwulen nun mal nicht erlaubt, am Leben zu bleiben

13 Nov

Endlich mal ein Rapper mit Mumm in den Knochen. Endlich mal ein Rapper mit Eiern. Endlich mal ein Rapper, der sich nicht entschuldigt, ein vollkommenes A****loch zu sein:

Trick Trick wörtlich: „Schwule werden mein Album nicht mögen. Ich will euer verdammtes schwules Geld auch gar nicht. Ich mag Homosexuelle Menschen nicht. Lebt diesen Scheiß woanders aus.“

„Es ist einfach so, jedes Mal wenn ich den verdammten Fernseher anknipse werde ich mit dieser schwulen „Sissy Scheiße“ konfrontiert. Man tut so als wäre es okay. Wenn man das sieht, dann weiß man, dass die Welt dem Untergang geweiht ist. Genau das ist Thema meines Albums und ich gehe verbal sehr hart vor.“

Und auch seine Aufforderung zum Mord, versteckt Trick Trick nicht hinter dem feigen Schleier metaphorischer Lyrik:

„He goes both ways/Either way he’s gay/Ain’t no other way to say/He’s a f**king faggot so I’m lettin’ off my AK/Bust ‘em in his forehead/He ain’t worth lettin’ live/A man and man shouldn’t raise another man’s kids!“

„Es gibt keinen Hass“

11 Nov

Dass Reggae-Sänger Capelton nicht gerade der hellste Kopf ist, habe ich mir ja schon gedacht. Dass er aber so dumm ist, nein, damit konnte man nun wirklich nicht rechnen.

Celebrate Hate

5 Nov

Capelton? Oh man, was ist das denn schon wieder für eine Nappsülze? Ach ja, natürlich, ein Reggae-Sänger aus dem beschaulich homophilen Jamaika:

Der Reggae-Sänger Capelton hetzt weiter gegen Schwule und darf deshalb nicht wie geplant am Donnerstag im schweizerischen Basel auftreten.

Der Veranstalter, die Kaserne Basel, sagte das Konzert am Dienstag ab. Grund sei ein Video gewesen, das auf der Videoplattform „You Tube“ veröffentlicht worden sei und in dem Capleton gegen Schwule hetzt.

Doch Capelton ist ja nicht halb so dumm wie seine Kollegen aus der Branche und weiß deshalb, wie man sich rechtfertigt:

In Interviews hat das Mitglied der christlichen Rastafari-Bewegung stets beteuert, dass seine Lieder keine Aufrufe zur Gewalt gewesen sondern metaphorisch gemeint seien. Das Feuer, in dem Schwule brennen sollten, sei vielmehr ein Symbol für die „reinigende Kraft Gottes“, führte er an. Rastafaris lehnen Homosexualität wegen der angeblich ablehnenden Haltung der Bibel ab.

Klar doch Capelton. Und nachts ist es kälter als draußen. Wir haben schon verstanden.

Diskriminierung mit dem Maschinengewehr

12 Sep

Die meisten der für Oktober in Deutschland geplanten Konzerte von Elephant Man wurden abgesagt. Begründung: Es fehle an einer konstruktiven Lösung.

Beide Seiten haben es nicht verstanden die Differenzierung zwischen Diskriminierung und persönlichen Abneigungen zufriedenstellend zu klären.

Wieso stellen sich die Schwulen auch so begriffsstutzig an? Nur weil da ein „Künstler“ dazu aufruft, sie mit dem Maschinengewehr zu töten? Die Veranstalter jedenfalls sind ganz traurig über die vielen Gefühle, die die Schwulen angesichts dieser Tötungsphantasien entwickeln:

Wir bedauern es sehr, dass wir keine Einigung finden können und halten es in dieser aufgeladenen und emotionalen Atmosphäre, zum jetzigen Zeitpunkt für vernünftig, das Konzert von Elephant Man in Stuttgart 08.10.08 abzusagen.

Sie tun einem fast leid, die Helden des antikolonialistischen Kampfes gegen Imperialismus und Dekadenz im Jahre 2008.

Antirassistische Kundgebung ohne Teilnehmer: Typisch USA

7 Sep

So stellt sich der Deutsche seinen Ami vor kennt man ihn, den Ami: Rassistisch, unpolitisch oder – je nach Herkunft der eigenen Vorurteile – von den Schwulen beherrscht. Dabei hätte alles so schön werden können, letzten Sonntag in New York. Doch die angekündigte „Straight Pride“ fiel mangels Teilnehmern aus. Straight Pride?

Das Reggae-Labe TCOOO wollte mit der Veranstaltung „Heterosexuellen die Chance geben, zusammen zu kommen und ihren Stolz auf ihre Sexualität auszudrücken, indem sie Reggae-Musik und die Familie in Liebe und Eintracht feiert.“ Besonders wurde kritisiert, dass Lieder, in denen zur Gewalt gegen Schwule aufgerufen wird, verboten werden würden.

Sie wissen schon: Heterosexualität ist Antirassismus. Die Schwulen lassen diese Lieder ausschließlich deshalb verbieten, weil sie von Schwarzen gesungen werden:

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